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Xilence Power XP420.(12)R

Vorwort: Der Hersteller Xilence wirbt auf seiner hübsch gestalteten Webseite mit einer ganzen Sparte von Produkten. Neben Gehäusen und Netzteilen findet man auch Kühler, Lüfter und sonstige Accessoires. Die Xilence Produktionsstätten liegen in der Volksrepublik China und die Geschäftsführung teilt man sich mit dem Brand Levicom. Es ist heutzutage nicht ungewöhnlich, dass ein Hersteller ein zweites Label gründet, um "gefahrlos" Low-Budget Produkte anzubieten. Als Einstiegstest wurde ein Netzteil ausgewählt. Mit einem interessanten Preis-Leistungsverhältnis scheint das Xilence Power XP420.(12)R aufzuwarten. Das schwarz/rote Netzteil verfügt über eine Gesamtleistung von 420 Watt und besitzt einen zweiten +12V Stromkreis, was in dieser Preisklasse (EUR 31,99) leider noch nicht selbstverständlich ist. Das Betriebsgeräusch wird zwischen 20 bis 24 dB(A) angegeben, wobei der 120 mm Lüfter mit etwa 1.200 U/min rotieren soll. Auch wenn der angegebene Schallpegel für die Drehzahl zu niedrig erscheint, wollen wir dem Hersteller bis zum Praxistest Glauben schenken. Weitere Produktinformationen - wenn auch nur puristisch dokumentiert - können dem pdf-Dokument entnommen werden. Inwiefern sich das preiswerte Schwarze gegenüber den 18 bereits getesteten Kandidaten behaupten kann, ist nachfolgend zu lesen.
Lieferumfang: Die Verpackung des Xilence Power XP420.(12)R ist sehr schick und passt nahtlos zum Produktdesign und Internetauftritt des Herstellers. Anstatt in Luftpolsterfolie ist das Netzteil in schlichte Kunststofffolie eingehüllt. Als Zubehör findet der Käufer lediglich das obligatorische Kaltgeräte-Anschlusskabel und 4 Gehäuseschrauben vor. Die Bedienungsanleitung glänzt leider mit Abwesenheit. Auf der Verpackung finden sich jedoch alle "lebenswichtigen" Informationen in viersprachiger Ausführung. Unterm Strich entspricht der Lieferumfang in diesem Preis-Segment den Erwartungen.
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Technische Daten:
- Hersteller: Xilence Power
- Modell: Red Wing XP420.(12)R
- Layout: 120 mm Single-Fan
- Standards: ATX 2.0
- Blindstromkompensation (PFC): passiv
- Geräuschpegel: 20 - 24 dB(A)
- Gesamtleistung: 420 Watt
- Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140 mm
- Gewicht: 1.700 Gramm
- Verkaufspreis (EUR): ca. 31,99
- Bezugsquelle: Hardware-Rogge.de
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Details:
Das Xilence Power XP420.(12)R entspricht dem aktuellen Schick und kommt in mattem schwarz und dazu passend schwarzem Lüfterschutzgitter. Den entsprechenden Kontrast hierzu liefert der 120 mm Xilence Lüfter mit roten Rotorblättern. Wie bei fast allen aktuellen Netzteilen folgen auch hier die Lüftaustrittsöffnungen dem Beispiel der Natur und haben die Form von Bienenwaben. Im Gegensatz zu Rundlochöffnungen wirken sie sich äußerst positiv auf den Luftstrom aus, weil deutlich weniger Verwirbelungen und Gegendruck erzeugt werden. Der Luftstrom wird allerdings ein wenig durch eine Kunststoffabdeckung gehemmt, welche sich zwischen einer Spule und der Rückwand befindet. Ein recht aufgeräumtes Platinenlayout kommt im Inneren des Netzteils zum Vorschein. Die nötige Kühlkapazität wird von zwei durchschnittlich groß bemessenen Kühlkörpern aus Aluminium zur Verfügung gestellt. Der als leise angepriesene 120 mm Lüfter aus dem Hause (ohne Typenbezeichnung) ist mittels 2-Pin Anschluss auf die Platine gesteckt und kann im Falle eines Defekts leicht ausgetauscht werden. Spekulativ dürfte es sich dabei um den Xilence Fan XPF120.R handeln, welcher mit einer Förderleistung von 68 CFM bei 12V angegeben ist. Die Drehzahl des Lüfters kann leider nicht ausgelesen werden, wird aber seitens des Herstellers mit ca. 1.200 U/min angegeben Das auffälligste Detail des Lüfters ist die angeschraubte und geklebte Kunststoffabdeckung (siehe Bild). Diese wurde auch schon beim Levicom Prüfling bemerkt. Ob sie den Anwender vor einem Stromschlag schützen oder den Airflow umleiten soll ist unklar. Jedenfalls wird durch die Kunststoffabdeckung der Schallpegel deutlich erhöht. Die Verarbeitung des Prüflings ist für den günstigen Preis entsprechend gut. Lediglich ein paar schräg eingedrehte Schrauben trüben den Ersteindruck. Aus technischer Sicht entspricht der 420 Watt starke Prüfling dem ATX 2.0 Standard und wartet mit einem zweiten +12V Stromkreis auf. Leider ist es nur mit einer passiven Blindstromkompensation (PFC) ausgestattet, welche sich am Deckel des Netzteils befindet. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem gerade noch ausreichend lang bemessenen Kabelstrangsatz auf. Die Kabelstränge sind leider weder ummantelt noch mit EZ Grip Steckern ausgestattet. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 40 cm (20/24-Pin ATX Stecker), 1 x Kabelstrang 42 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 x Kabelstrang 60 cm (2 x 5 1/4" Stecker), 1 x Kabelstrang 80 cm (2 x 5 1/4" Stecker, 1 x 3 1/2" Stecker), 1 x Kabelstrang 60 cm (2 x S-ATA Stecker) und ein 1 x Kabelstrang 42 cm (6-Pin PCI-Express Stecker).
Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause Groneberg.
Die aus der Tabelle hervorgehenden Differenzen stellen sich relativ gravierend dar. Durch das hohe Einsparungspotential erscheint diese Rubrik äußerst sinnvoll und zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.
In Zeiten in denen die Hersteller den 1,0 Watt Verbrauch im Standby-Betrieb forcieren, darf ein Netzteil keine 5,6 Watt mit einem heruntergefahrenen System verbrauchen. Dass es sich beim Xilence Power Red Wing XP420.(12)R um ein günstiges Low-Budget Netzteil ohne aktive Blindstromkompensation (PFC) handelt, schmälert diese Tatsache kaum. Die Verbrauchswerte im Idle- und Load-Betrieb können sich hingegen sehen lassen und liegen mit gemessenen 77,7 bzw. 129,0 Watt auf durchschnittlichem Niveau. Um etwas Strom zu sparen, stellt sich eine abschaltbare Netzleiste als nützliches Accessoire heraus.

Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.
Das Xilence Power XP420.(12)R durchlief die mehrstündigen Lasttests ohne Probleme aufzuzeigen. Die Spannungen verhielten sich im Idle (Leerlauf) sowie im Load (Volllast) Betrieb im grünen Bereich und bewegten sich mit Ausnahme der +12V Leitung nah am Sollwert. Obwohl noch deutlich in den Spezifikationen liegend, meinte es der Hersteller mit bis zu +12,5V allerdings etwas zu gut. Die Auswertung des Logfiles zeigte keinen Einbruch der Spannungsleitungen auf. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.31 - 3.36V, 5.11 - 5.16V und 12.31 - 12,50V deutlich in der zulässigen Toleranz.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.

Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.
Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.
Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.
Obwohl der Lüfter durch die Kunststoffplatte nicht ungebremst Luft fördern kann und ein kleiner Ausschnitt der hinten befindlichen Luftaustrittsöffnungen verdeckt sind, reicht es in Punkto Kühlleistung für ein "sehr gut". Das Xilence Power XP420.(12)R reiht sich auf dem 6. Platz knapp vor dem Enermax Liberty ELT 400AWT ein. Leider ist es dafür aber gut 6 dB(A) lauter, was eine weniger gut gelungene Relation von Kühlleistung und Betriebsgeräusch erkennen lässt. Man darf aber nicht vergessen, dass das Enermax im Einkauf doppelt soviel kostet, was die Differenz wieder ein wenig relativiert.
Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.

Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.
Das Xilence Power XP420.(12)R gehört zu der Sorte von Netzteilen, die direkt nach dem Einschalten fast schon ihr maximales Betriebsgeräusch erreichen. Die im kalten Zustand ermittelten 31,2 dB(A) und die Stunden später im Leerlauf-Betrieb ermittelten 31,8 dB(A) liegen sehr dicht beieinander. Auch nach mehrstündiger Volllast steigt der Schallpegel nur unwesentlich auf 32,5 dB(A) an. Dies zeugt von einer nicht vorteilhaft abgestimmten Temperaturregelung. Bei Low-Budget Netzteilen ist es öfters der Fall, dass diese von stärkeren oder schwächeren Modellen übernommen werden und so nicht auf die Wärmeentwicklung des eigentlichen Modells abgestimmt sind. Der Vorteil an der Sache ist, dass man ein ständig gleich bleibendes Betriebsgeräusch vernimmt und von "up" and "downs" verschont wird. Auch wenn der Schallpegel für Silencer definitiv zu hoch ist, so ist das Netzteil für den Otto-Normalverbraucher oder Gamer durchaus geeignet.
Die Elektronik des Prüflings ist nicht frei von Störgeräuschen. Im Idle-Betrieb (sehr geringe Auslastung) ist ein sehr geringes Brummen aus nächster Nähe vernehmbar. Mit zunehmender Last bis hin zur Volllast nimmt das Brummen jedoch an Intensität zu und wird deutlich wahrgenommen. Die Störgeräusche wurden bei unserem passiven Testrechner nach Arbeitsplatz konformen Abstand aber kaum mehr wahrgenommen. Die Referenz in dieser Kategorie stellt das Silverstone ST60F dar, welches als bislang einziges Netzteil im Testfeld keine Störgeräusche offerierte.
Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
- Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
- Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
- Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
- Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
- Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
- Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
- Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
- Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
- Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)

Fazit: Als zweitgünstigstes Netzteil im Testfeld hat sich das Xilence Power XP420.(12)R ganz wacker geschlagen. Der niedrige Anschaffungspreis von EUR 31,99 darf als Kaufargument Nr. 1 bezeichnet werden. Aus optischer Sicht wirkt das Netzteil mit seiner matt-schwarzen Lackierung und dem auffälligen roten 120 mm Lüfter recht schick und weitgehend dem Trend entsprechend. Auch die Verarbeitung geht in Relation zum Preis in Ordnung. Im Gegensatz zum günstigeren Rasurbo-Pendant verfügt der Prüfling sogar über einen zweiten +12V Schaltkreis und entspricht damit dem ATX 2.0 Standard. In dieser Preisklasse leider immer noch keine Selbstverständlichkeit. Leider wartet das Xilence Pendant ebenfalls nur mit einer passiven Blindstromkompensation (PFC) auf und bietet eine insgesamt betrachtet recht magere Ausstattung. In Punkto Stromverbrauch bzw. Wirkungsgrad schafft es das Low-Budget Netzteil sich im Mittelfeld zu platzieren und offeriert durchschnittliche Verbrauchswerte im Leerlauf- sowie im Volllastbetrieb. Lediglich der Standby-Betrieb verschlingt mit gemessenen 5,6 Watt etwas zu viel des Guten. Abhilfe kann hier jedoch mit einer abschaltbaren Stromleiste geschafft werden. Bis auf den etwas hohen Wert der +12V Leitung, lagen alle Spannungen im grünen Bereich und ermöglichten einen stabilen Betrieb. Durch seine sehr gute Kühlleistung, konnte sich der Prüfling recht weit vorne einreihen. Der 6. Platz zeugt von einer überdurchschnittlich guten Gehäuseentlüftung und macht den Einsatz zusätzlicher Ventilatoren unter Umständen überflüssig. Leider ist das Betriebsgeräusch analog dazu etwas zu hoch. Die Herstellerseitig angegebenen 20 - 24 dB(A) wurden mit in der Praxis ermittelten ~32 dB(A) deutlich verfehlt. Ein Schallpegel mit dem der Otto-Normalverbraucher jedoch gut leben kann. Der preisbewusste Silencer kommt um eine nachträgliche Modifikation nicht herum oder greift für ein paar Euro mehr zum leiseren LC-Power SuperSilent Black LC6550. Wer nur ein knappes Budget zur Verfügung hat und sich am Geräuschpegel nicht stört, macht mit dem Xilence Netzteil zu diesem Preis sicherlich keinen Fehler.
Danksagung: Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt dem Geschäftsführer von Hardware-Rogge - Herrn Daniel Rogge.
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