mCubed HFX PC M22 Review

mCubed HFX PC M22

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Vorwort:
Mit dem T-Balancer - einer Software unterstützten Lüftersteuerung - wurde der in Wien ansässige Hersteller mCubed im Jahre 2004 gewissermaßen über Nacht bekannt. Nach einer Reihe weiterer interessanter Zubehör-Artikel präsentierten die Österreicher im Spätsommer 2005 ihr bis dato größtes Highlight: Das HFX® (HiFi-ATX) Multimedia-System. Im Praxistest konnte der lüfterlose Alleskönner mit Leichtigkeit einen Redaktions-Kauftipp erringen. Die von uns aufgezeigten Änderungsvorschläge (z.B. fehlendes Front I/O Panel) wurden teilweise gleich mit der nächsten Produktion umgesetzt. Der Wohnzimmer taugliche HFX® kam genau zur richtigen Zeit. Die Nachfrage nach leisen bzw. lautlosen HTPC's war damals recht groß, aber das Angebot noch relativ gering. Während man sich bei den Mitbewerbern (z.B. Hush) für eines der angebotenen Fertig-Systeme entscheiden musste, konnten bei mCubed alternativ auch alle Komponenten einzeln erworben werden. Das gab es so bislang noch nicht. Zum einen ließ diese Tatsache viel Spielraum für Kreativität und zum anderen ermöglichte es dem weniger gut betuchten Anwender nach der Salami-Taktik vorzugehen. Seit dem letzten Jahr hat der HFX® Verstärkung bekommen. Der neue Hoffnungsträger heißt HFX® mini. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, wurde der "normale" HFX® in HFX® Classic umbenannt. Der HFX® mini soll den großen Bruder aber nicht ablösen, sondern die Produktpalette ergänzen. Denn trotz vieler Parallelen, unterscheiden sich die beiden Modelle im Detail. Was man bereits im Vorfeld sagen kann ist, dass Herrn Rainer Scharf von 24H-Design ein äußerst attraktives Design geglückt ist. Der HFX® mini ist ohne Zweifel ein echter Eyecatcher geworden. Wer die Optik des HFX® Classic mochte, wird die des HFX® mini zwangsläufig lieben. Das Erscheinungsbild ist aber nur eine Seite der Medaille. Schließlich muss der schnuckelige Media-PC auch durch seine inneren Werte überzeugen. In der vorliegenden Konfiguration schlägt der HFX® PC M22 mit EUR 2.581 zu Buche. Wer auf die X-Fi Soundkarte, die zweite Festplatte und das zweite GB Arbeitsspeicher verzichten kann, muss sein Konto mit EUR 1.995 deutlich geringer belasten.

Lieferumfang:
Der komplett betriebsbereite HFX PC M22 erreicht den Kunden in einem sehr sorgfältig gepolsterten Karton. In der beiliegenden Originalverpackung des Mainboards befindet sich als Eingabegerät eine Sharkoon Home-Digital Funktastatur mit integriertem Trackball, sowie eine Fernbedienung zur Steuerung der iMedian-Software über das integrierte VFD-Display. Neben der eigentlichen Dokumentation des Komplettsystems, findet der Käufer auch sämtliche Bedienungsanleitungen der verwendeten Komponenten vor. Auf mehreren Info-Blättern werden unter anderem zahlreiche Tipps zur Bedienung und korrekten Aufstellung des HFX® gegeben. Als Betriebssystem liegt dem HFX® PC M22 die Windows XP Media Center Edition 2005 bei. Weiterhin sind softwareseitig neben dem Action-Spiel Tomb Raider II und der iMon-Software sämtliche Treiber in CD- bzw. Disketten-Form vorhanden.

Besondere Merkmale:

  • Lüfterlose Kühlung durch Heatpipes
  • Massive Kühlkörper
  • Standard-ATX-Komponenten
  • Schallisoliertes Slot-In DVD-Laufwerk
  • VFD mit Anzeige vieler Informationen
  • Fernbedienung mit Infrarot
  • Großzügige Systementlüftung
  • 3 Steckplätze mit Riserkarten
  • Externes lüfterloses Netzteil
  • Spezielle Festplattenbox für 2 HDD

Details:
Wie schon der HFX® Classic zeugt auch der HFX; mini davon, dass unsere Nachbarn aus Österreich durchaus etwas von Produktdesign verstehen. Rainer Scharf hat hier mit seinem Team wirklich ganze Arbeit geleistet. Der schlichte matt schwarze Grundkörper fällt deutlich kleiner aus als beim HFX; Classic. Durch die Reduzierung der Außenmaße, insbesondere der Tiefe des Gehäuses, lässt sich der kleine HFX; nun leichter im heimischen HiFi-Rack integrieren. Schöner Nebeneffekt ist ein spürbar geringeres Gewicht des Gehäuses. Mit 12 Kilogramm bringt das Komplettsystem weniger Gewicht auf die Waage als das HFX; Classic Gehäuse - ohne Innenleben wohlgemerkt. Da das Kühlkonzept des HFX; Classic auf den kleinen Bruder übertragen wurde, blieben auch die Kühlrippen links und rechts der Gehäusewand erhalten. Durch deutlich kleinere Kühlprofile erscheint das Gehäuse jedoch weit weniger wuchtig als der Vorläufer. Silberne Farbakzente wie die umlaufende Farbleiste des Deckels und die Wabenförmige Abdeckung der Entlüftungsöffnung lockern das Erscheinungsbild zusätzlich auf und sorgen für eine edles Äußeres. Die grobe Abdeckung der Gehäuseöffnung ist jedoch nur Schau, denn das Wabengitter ist auf einem feinen Mesh-Gitter aufgeklebt. Um den Kühlkreislauf zu vervollständigen verfügt das Gehäuse über unsichtbar in die Unterseite des Gehäuses eingelassene Lufteintrittsöffnungen. Das auffälligste Detail der Front des PC M22 ist wohl das frei konfigurierbaren 2-zeilige VFD-Display. Das optische Laufwerk versteckt sich diesmal nicht hinter einer Blende, sondern wurde durch die „Slim Slot-In“ Bauweise sichtbar attraktiv in die Vorderseite integriert. Unverständlich jedoch warum auf ein im Alltag durchaus nützliches Front I/O-Panel verzichtet wurde. Was an der Front vermisst wird bietet jedoch auf jeden Fall die Hinterseite. Wie der große HFX® lässt sich hier von der Stereoanlage bis zum Fernseher so ziemlich alles anschließen was sich in einem Haushalt an A/V-Geräten findet. Lediglich der zukunftsweisende HDMI-Anschluss glänzt leider mit Abwesenheit.

Der neugierige Betrachter findet nach dem Öffnen des Kunststoffdeckels ein sauberes und aufgeräumtes Innenleben vor. Dass der Deckel mittels integrierten Magnetstiften Kontakt zum Gehäusekorpus aufnimmt, zeugt von Liebe zum Detail. Nur wer Erfahrung mit dem Selbstaufbau eines PCs hat, erkennt neben der angesprochenen Ordnung auch das geringe Platzangebot und die damit verbundenen Probleme. So fordert die kompakte Ausführung ihren Tribut im unbequemen und verschachtelten Innenaufbau. Der Zusammenbau eines HFX; mini bzw. der Tausch diverser Komponenten eines vorhandenen Systems, sollte nur von erfahrenen Bastlern oder eben durch den Hersteller selbst getätigt werden. Durch die geringe Gehäusehöhe wurden die Steckkarten (Sound- und TV-Karte) mittels Riser-Cards versetzt. Wer mit dem Gedanken spielt eine Grafikkarte nachzurüsten, muss sich leider mindestens von einer der aufgeführten Karten trennen. Das Kühlsystem ist identisch zum HFX; Classic ausgeführt. Die Abwärme des Prozessors, der Bridge und der rechten Festplatte werden mittels Heatpipes und Heatplates auf den zweiteiligen Profilkühlkörper der rechten Seite übertragen. Der Kühlkörper der linken Seite fristet ein etwas entspannteres Dasein, in dem er nur die Wärme der linken Festplatte aufnehmen muss. Hier könnte man eventuell noch die nicht ganz harmlose Abwärme der X-Fi Soundkarte andocken. Die WLAN Antenne befindet sich im Inneren des Gehäuses (unter der TV-Karte), weshalb der Router eine nicht zu große Distanz zum Media PC haben sollte.

Softwareseitig bietet der Prüfling alles was das Herz begehrt. So lässt sich der komplette Funktionsumfang wahlweise über das Media-Center, die iMEDIAN- oder die MediaPortal-Software nutzen. Unter anderem kann Radio gehört, Fernsehen geschaut (mit EPG), Musiktitel abgespielt, Videoclips angeschaut, Bilderarchive präsentiert und DVD-Filme abgespielt werden, um nur einige Funktionen aufzuzählen. Dazu kann entweder die iMON IR-Fernbedienung oder die Sharkoon Funktastatur mit integriertem Trackball verwendet werden. Letzteres ist an sich schon eine sehr elegante Lösung, nur verweigert der sehr rau laufende Trackball nach geringer Nutzdauer seinen Dienst und verlangt nach einer Reinigung. Auch ein Scrollrad haben wir vermisst. Hier muss der Markt schnell reagieren und qualitativ hochwertigere Alternativen bereitstellen. Durch das integrierte VF-Display können bei einem Stand-alone-Betrieb (ohne Monitor) Systeminformationen abgelesen werden. IR-Receiver und VF-Display in einem Gerät für kinderleichte Bedienung des PC per Remote-Controller und gleichzeitiger Anzeige wichtiger Infos, wie z.B. Graphischer EQ, Email Check, News, Zeit und Wetter-Informationen.

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Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich der mCubed HFX; PC M22 aus ökonomischer Sicht verhält, wird dessen Leistungsaufnahme in mehreren Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem/keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 (im Dualbetrieb) und 3DMark2003 erreicht. Als kleines i-Tüpfelchen wird noch eine DVD abgespielt, ein Festplatten-Bench (HD-Tach) durchgeführt. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Soundkarte, TV-Karte, Festplatten und DVD-Laufwerk ermittelt. Weil Komplettsystemen bzw. Netzteilen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause Groneberg.

Bei voller Auslastung des Systems (Load) ist die Stromaufnahme überraschend niedrig. Wenn man bedenkt, dass der Prüfling mit einer Sound- und TV-Karte, sowie gleich zwei großen Samsung Festplatten ausgestattet ist, erscheinen die ermittelten 56,5W gering. Der zuvor getestete HFX; Classic verbrauchte bereits im Leerlauf (Idle) 57,4W. Unter anderem ein Verdienst des sparsamen Intel Core Duo T2300 1,66GHz Prozessors. Dieser verringert mit der „Enhanced Speedstep Technologie“ zusätzlich den Stromverbrauch im Leerlauf. Die beiden  Kerne des Prozessors werden durch dieses Feature einzeln bis auf 1000 MHz gedrosselt. So sinkt der Stromverbrauch des HFX; PC M22 auf gemessenen 47,1W. Wer den Media-PC im Standby-Modus parkt, muss immer noch mit 34,0W rechnen. Die Leistungsaufnahme des heruntergefahrenen Systems von 8,5W sorgt jedoch für leichten Unmut. Die Tatsache, dass sich der Media-PC bzw. das Netzteil nicht komplett abschalten lässt, sorgt für zusätzlichen Frust. Wir empfehlen dem Hersteller, das Netzteil mit einem Ein/Aus-Schalter auszustatten. Vorerst muss hier eine abschaltbare Steckerleiste aushelfen.

Betriebsgeräusch:
Der HFX; PC M22 kann in der vorliegenden Konfiguration als Wohnzimmertauglich eingestuft werden. "Nicht hörbar" ist allerdings eine Einstufung, die wir noch keinem PC bescheinigen konnten, was auch den heutigen Prüfling mit einschließt. Die Überraschung schlechthin ist ohne Zweifel das neue EF28 Netzteil. Konnte beim EF16 noch ein deutliches Brummen der Platine festgestellt werden, operiert der leistungsstärkere Nachfolger komplett lautlos und frei von Störgeräuschen. Auch die Kühlung des Prozessors und der Bridge ist durch die passive Ausführung mittels Heatpipe und Kühlrippen absolut lautlos. Dennoch ist das  Betriebsgeräusch des HFX; mini intensiver wahrnehmbar als das des HFX; Classic. Die Übeltäter sind schnell entlarvt. Es sind die beiden Festplatten. Durch die kompaktere Form des HFX; mini können die Festplatten bauartbedingt nicht so wirksam gedämmt und entkoppelt werden als dies beim geräumigeren HFX; Classic der Fall war. Der dort verwendete Vertical Silence konnte das Betriebs- und Zugriffsgeräusch der Festplatte definitiv deutlicher senken als die HDD mini. Mindestens genauso nachteilig wirkt sich die Konfiguration der beiden Festplatten aus. Diese werden im Raid-Verbund betrieben, was einerseits eine atemberaubende Performance ermöglicht, auf der anderen Seite aber ständig zwei Platten gleichzeitig surren und rattern lässt. Außerdem wurden zwei verschiedene Samsung Platten mit unterschiedlich hohem Betriebsgeräusch verwendet. Auch wenn das Betriebsgeräusch mit zunehmendem Abstand kaum bis nicht mehr wahrgenommen wird, empfehlen wir ganz empfindliche Naturen von dieser Festplattenauswahl abzusehen. Verwenden sie lieber eine einzelne große Flüsterplatte (z.B. Samsung HD501LJ), anstatt zweier kleinerer. Wer es noch leiser haben will kann eine superleise 2,5“ Festplatte verwenden und mit dem dazu erhältlichen Dämm-Kit optimieren. Eine Kombination aus beidem ist ebenfalls denkbar. Der integrierte Pioneer DVD-Brenner wurde seitens mCubed aufwändig entkoppelt und schallgedämmt. Wird eine DVD eingelegt, dann meldet sich das Slim Slot-In Laufwerk deutlich hörbar zu Wort. Beim Abspielen der DVD sinkt das Betriebsgeräusch jedoch auch ein Niveau, wie man es vom heimischen DVD-Player her kennt.

Kühlleistung:
Weil es sich beim HFX; PC M22 um ein komplett passiv ausgelegtes System handelt, ist die Ermittlung der Temperaturen natürlich ein besonders interessantes Thema. Im Vergleich zu herkömmlichen PC-Systemen, in denen meist mehrere Lüfter für die Abfuhr der Wärme nötig sind, geschieht dies beim HFX; lautlos über große außen liegende Kühlprofile, an welchen die Wärmequellen z.T. mit Heatpipes angebunden werden. Das System wurde im geschlossenen Zustand, bei einer konstanten Umgebungstemperatur von 20°C betrieben. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, wird das System zuerst über mehrere Stunden auf Betriebstemperatur gebracht, bevor mit dem kombinierten Stresstest aus Prime95 (Dualbetrieb) und dem 3Dmark2003 begonnen wird. Da sich die Temperaturen in einem passiven System vollkommen anders entwickeln als in einem aktiv ventilierten System, ist es nötig den Testzyklus zeitlich deutlich auszudehnen. Erst nach einigen Stunden stellt sich ein Temperaturgleichgewicht an allen wichtigen Komponenten ein. Die Temperaturen wurden teilweise mit den internen Sensoren mittels Softwareüberwachung sowie über externe Temperaturaufnehmer ermittelt. Die Prozessor-, Chipsatz- und Festplattentemperatur wurden per Software direkt über das Mainboard ausgelesen. Die nicht über die Plattform selbst auslesbaren Temperaturen, wie die des Netzteils und der austretenden Warmluft, wurden mit einem Beckmann & Egle Labormessfühler ermittelt.

Die gemessenen Temperaturen liegen, in Anbetracht der räumlichen Enge, erfreulicher Weise auf recht niedrigem Niveau. Keine der kritischen Systemkomponenten überschreitet im Lasttest eine bedenkliche Temperaturschwelle. Das Borg-Heatpipe-System, welches in der vorliegenden Konfiguration die Northbridge (inkl. Grafik) und den Prozessor mit den beiden rechten Kühlrippen des Gehäuses verbindet, macht also offensichtlichen einen ganz passablen Job. Die 52°C des Prozessors und die  lediglich 42°C der Northbridge unter Last werden durch die 42°C warmen Aluminiumprofile an die Umgebungsluft abgegeben. Im Leerlauf sinken diese Temperaturen auf 37°C bzw. 36°C ab, so dass sich die Kühlkörper auf lediglich 32°C erwärmen. Alle die hofften durch den HFX; mini ihre Heizungsrechung minimieren zu können werden also wohl etwas enttäuscht. Denn auch die rechte Hälfte des Gehäuses erwärmt sich nicht soweit als dass man einen nennenswerten Einfluss auf die Raumtemperatur wahrnehmen könnte. Durch die Verbindung der gedämmten Festplattenbox mit der rechten Gehäuseseite wird diese unter Last nur auf 33°C im Leerlauf gar nur auf 30°C angewärmt. Die Festplatten selbst werden in ihrer Box mit 44°C idle und 46°C bei Volllast deutlich wärmer. Die Wärmeabfuhr scheint hier noch etwas verbesserungswürdig. Verbesserungswürdig erscheint auch der Hitzkopf des Gesamtpaketes. Beim Messen der Ablufttemperaturen, die sich mit 33°C respektive 36°C auf ähnlichem Niveau wie die es HFX; Classic bewegen, wurde der Chip der Soundkarte als Hitzkopf entlarvt. Dieser würde mit seinen 77°C den Temperaturhaushalt des kleinen HFX deutlich durcheinander bringen wenn er nicht direkt unter der Entlüftungsöffnung sitzen würde. Aber auch die TV-Karte sorgt mit 58°C für ordentlich Abwärme. Alle die bezüglich des externen Netzteils Bedenken wegen möglicher Brandflecken im Flokati hatten können beruhigt sein. Das externe Netzteilgehäuse wird unter Dauerlast moderate 42°C warm und sorgt somit für  entspannte Gesichter bei allen die Angst hatten sich daran die Finger zu verbrennen. Wenn der HFX im Leerlauf vor sich hin schweigt kühlt sich das Gehäuse auf 37°C ab.

Alles in allem kann dem HFX; mini ein funktionierendes Kühl- und Belüftungskonzept attestiert werden, insofern zweckmäßige Hardware - wie im vorliegenden Testsystem - zum Einsatz kommt. An die Kapazitätsgrenze wird man vermutlich nur dann stoßen, wenn das System mit einer aktuellen Hochleistungsgrafikkarte aufgerüstet werden soll. Dann wird es nicht nur vom Platz her sehr eng, sondern auch von der Kühlleistung.

Tabelle Temperaturwerte

Ausstattung:

  • Gehäuse: HFX; mini mit Heatpipe-Kühler für Prozessor und Bridge
  • Netzteil: externes passives Netzteil EF28 (280W)
  • Mainboard: AOpern i945-GTm VHL ViiV
  • Prozessor: Intel Core Duo T2300 (1,66GHz)
  • Speicher: 2GB DDR2-RAM SDRAM
  • Festplatten: 1x 300GB Samsung HD300LJ + 1x 250GB Samsung SP2504C
  • DVD-Brenner: Pioneer DVR-K06 Slim Slot-in
  • TV-Karte: Haupauge Win-TV PVR-150 mit Video-In über Scart
  • Soundkarte: Soundblaster X-Fi Elite Pro
  • VFD: iMon mit integrierter Fernbedienung, voreingestellt auf MediaPortal
  • WLAN und Bluetooth intern
  • Betriebssystem: Windows XP Media Center Edition 2005
  • Mediasoftware: MediaPortal inkl. Freies EPG
  • Gesamtgröße (B/H/T): 430 x 102 x 380 mm
  • Gewicht: 12,0 kg

Innenansicht HFX
Innenansicht

Fazit:
Mit dem HFX; PC M22 präsentieren die Österreicher einen Top durchgestylten Media-PC, der die meisten Konkurrenzprodukte wie alte Schuhschachteln aussehen lässt. Als Basis kommt das deutlich kompaktere HFX; mini Gehäuse zum Einsatz, wodurch sich der Rechner noch besser ins Wohnzimmer oder ins HiFi-Rack integrieren lässt. Beim Netzteil greift mCubed auf das 280 Watt starke EF28 aus eigenem Hause zurück. Hierbei handelt es sich um ein komplett passiv ausgelegtes Netzteil mit externem AC/DC-Wandler. Im Betrieb ist der Stromspender mucksmäuschenstill und frei von elektronischen Störgeräuschen. Durch den fehlenden Ein/Aus-Schalter ist man leider gezwungen eine abschaltbare Netzleiste zu verwenden. Ansonsten zieht der Kandidat verhältnismäßig hohe 8,5W aus der Steckdose. Im Betrieb hingegen kann der Media-PC mit 47,1W im Leerlauf bzw. 56,5W unter Volllast schon fast wieder als Sparbrenner bezeichnet werden. Auch bezüglich der lautlos ausgelegten Kühlung muss man sich keine Gedanken machen. Das aus dem HFX; Classic bekannte Heatpipe/Kühlrippen-Prinzip sorgt auch hier für ein moderates Klima der Komponenten. Als kleines i-Tüpfelchen hätte man noch die als Heißsporn bekannte X-Fi-Soundkarte per Heatpipe an die linke Kühlkörpersektion anflanschen können. Was das Betriebsgeräusch betrifft, kann der HFX; PC M22 als Wohnzimmertauglich eingestuft werden. Leider sind die Festplatten deutlicher wahrnehmbar als es beim HFX; Classic der Fall war. Dies liegt vermutlich an der Auswahl und Konfiguration der Platten, sowie an der nicht so effektiven Entkopplung und Dämmung des Festplattengehäuses. Hier sind noch Nachbesserungen erwünscht. Die Funktionsvielfalt des HFX; PC M22 ist durch die verwendete Hard- und Software einfach riesig. Es gibt eigentlich nichts, was man mit dem schnuckeligen Rechner im Videorekorderformat nicht machen kann. Für Annehmlichkeit sorgen die IR-Fernbedienung, das VF-Display und die Funk-Tastatur. Für den Dauereinsatz empfiehlt es sich auf eine qualitativ hochwertigere Tastatur auszuweichen. Der Trackball des Sharkoon-Boards läuft rau und verunreinigt rasch. Ebenso wäre ein Scrollrad wünschenswert. Was die Verarbeitungsqualität des Gehäuses, sowie den durchgeführten Einbau betrifft, konnte sich der Hersteller im Vergleich zum HFX; Classic nochmals steigern, auch wenn man noch nicht das Routineniveau einer Großserienfertigung erreicht hat. Über den Anschaffungspreis des Testsystems kann man sich streiten. Wir sind der Meinung, dass die Standardausführung mit EUR 1.995,00 für das Gros der Anwenderschaft ausreichend gut ausgestattet ist. Die EUR 600,00 Aufpreis für die X-Fi Soundkarte, die zweite Festplatte und das zweite GB Arbeitsspeicher kann man sich sparen. Zudem reduziert sich das Betriebsgeräusch durch diese Sparmaßnahme merklich. Trotz aufgezeigter Defizite überwiegen doch die positiven Aspekte, weshalb unterm Strich auch beim HFX; PC M22 kein Weg am Kauftipp vorbei führt.

Dirkvader Kauftipp Award

Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Herrn Maik Berendt von mCubed Information Technology GmbH.

Links zum Thema:
mCubed [ Hersteller ]

© www.dirkvader.de

22.02.2007 [sf] / [dl]