mCubed HFX Media PC Review

mCubed HFX Media PC

mCubed HFX Media PC Gro▀ansicht

Vorwort:
Der Bereich Home Entertainment erlebt seit kurzer Zeit einen wahren Boom. Auf jeder Elektronikmesse versuchen sich die Hersteller mit immer ausgefeilteren Ideen gegenseitig zu übertrumpfen. So findet der HTPC (Home Theater Personal Computer) eine immer größere Anhängerschaft. Sei es nur um der Familie die letzten Urlaubsfotos auf dem Fernseher zu präsentieren oder um mit dem neuen Beamer das Wohnzimmer in ein kleines Heimkino zu verwandeln. Mit dem HTPC versuchen die Hersteller den PC immer weiter in das heimische Wohnzimmer zu integrieren und die gewohnten HiFi-Komponenten wie DVD-Player, Stereo-Anlage, Satellitenreceiver und Spielekonsole in ein Gerät zusammen zu fassen. Doch nicht nur der Funktionsumfang ist für die Akzeptanz im Wohnzimmer verantwortlich. Hier zählt auch eine möglichst ansprechende Optik, so dass nicht gleich Erinnerungen an einen klassischen Bürorechner geweckt werden. Nicht zuletzt muss sich der HTPC auch akustisch immer im Hintergrund bewegen. Ein störendes Brummen oder Surren in leisen Song- oder Filmpassagen kann sonst schnell die Freude am neuen Media-PC vermiesen. Nur ist es nicht so einfach alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Zwar gibt es am Markt bereits formschöne und leise HTPCs, welche sich auch leicht in das heimische HiFi-Rack einfügen lassen und auch in Punkto Betriebsgeräusch aufgrund ausgeklügelten Kühllösungen überzeugen können. Nur eignen sich diese Geräte meist nur für Office- und Basisanwendungen. Auch ein nachträgliches Aufrüsten mit zusätzlichen bzw. leistungsstärkeren Komponenten ist meist nur unter erschwerten Bedingungen möglich, da die flachen Gehäuse mit den benötigten Steckplätzen geizen bzw. deren Kühlleistung nicht dafür ausgelegt ist. Mal eben die neuesten Spiele auszutesten verbieten die verbauten Onboard-Grafikkarten. Was aber wenn man das gesamte Spektrum von Computeranwendungen inkl. Spieletauglichkeit im Wohnzimmer verlangt? Größere Gehäuse, in denen die erforderlich Hardware hineinpasst gibt es natürlich, doch leidet hier zumeist die Ästhetik. Zumal die leistungshungrige Hardware auch entsprechend kühl gehalten werden muss. Nur taugen die verbauten Kühllösungen in der Regel nicht für das Wohnzimmer und stellen so einen weiteren Hemmfaktor für den Einzug ins Wohnzimmer dar. Um also einen leistungsfähigen PC gepaart mit einem klassischen HTPC gesellschaftsfähig im Wohnzimmer unterzubringen bedarf es also einen gewissen Aufwand.

Scheinbar sind uns die Österreicher in diesem Punkt schon etwas voraus. Wie sonst lässt sich erklären, dass sich die Wiener Mitarbeiter von mCubed genau mit dieser Aufgabenstellung beschäftigt haben und eine ansprechende Lösung für das Problem gefunden haben wollen. So vereint der mCubed HFX® die Möglichkeit Standard-ATX Komponenten in ein Gehäuse mit HiFi-Komponenten-Optik zu installieren. Das geräumige HFX® (HiFi-ATX) Chassis soll genug Platz bieten, um die Wünsche alle Kunden zu erfüllen. Ein wohnzimmertauglicher Geräuschpegel soll durch eine aufwändige Heatpipekühlung erreicht werden, die auch schnellen Prozessoren ohne Probleme kühl halten soll. So ist der HFX® als formschöne, leise aber dennoch leistungsfähige Multimediazentrale  konzipiert, mit der dem Kunden alle Möglichkeiten im Bereich der Heimunterhaltung offen stehen. Um das modulare Konzept des HFX® unter die Lupe zu nehmen, wurde ein interessantes Komplettsystem auf Intel Pentium M Basis durch den Testparcours geschickt.

Lieferumfang:
Der HFX® erreicht den Kunden in einem sehr sorgfältig gepolsterten Karton. Neben den obligatorischen Montageschrauben legt mCubed auch das rückwärtige AV-Scart / Cinch Panel mit den zugehörigen Anschlusskabeln mit bei. Die nötige verspiegelte Plexiglasblende für das optische Laufwerk ist selbstverständlich auch im Paket enthalten.  Je nach Ausführung des HFX® findet sich im Lieferumfang auch das optional erhältliche VFD-Display mit zugehöriger Fernbedienung. Als wirklich vorbildlich kann die mehrseitige bunt bebildete Montageanleitung gelten. Hier wird anhand eine Beispielsystems der Komplettaufbau durchgespielt und mit nützlichen Tipps Hilfestellung geleistet. Ebenso findet sich eine kleine gedruckte Produktpräsentation, die auf die Besonderheiten des Gehäuses und optional erhältliches Zubehör aufmerksam macht. Zusätzlich werden auf mehreren Blättern Tipps zur Bedienung sowie Sicherheitshinweise gegeben. So wird z.B. empfohlen, beim Auspacken und Aufstellen des Gerätes als Schutz vor den scharfen Kanten der Kühlkörper Schutzhandschuhe zu tragen. Auf eine starke Erhitzung der Kühlkörper im Betrieb wird ebenfalls ausdrücklich hingewiesen.

Technische Daten:

  • Hersteller: mCubed Information Technology GmbH
  • Modell: HFX® (HiFi-ATX)
  • Material: Aluminium
  • Farbe: schwarz, silber gebürstet
  • Standards: ATX, Micro ATX
  • Netzteil: Passiv- oder Standard-ATX (optional)
  • Laufwerke: 4 x 5 1/4", 1 x 3 1/2"
  • Kühlsystem: CPU, VGA & Chipsatz Heatpipekühler (optional)
  • Größe (B/H/T): 430 mm x 145 mm x 450 mm
  • Gewicht: ca. 13 kg (netto)
  • Preis: ca. EUR 295,00 (Gehäuse)
  • Bezugsquelle: www.ichbinleise.de

Details:
Der mCubed HFX® kann bereits auf den ersten Blick entscheidende Sympathien für sich gewinnen. Der schwarze Grundkorpus überzeugt in Kombination mit der silber gebürsteten Aluminium-Front durch schlichte Eleganz und kaschiert geschickt die recht voluminösen Abmessungen. Einige Besonderheiten des Gehäuses stechen dem Betrachter wie eine Nadel ins Auge. So wird das Gehäuse auf beiden Seiten von massiven Kühlkörpern flankiert, die dem Kenner verraten, dass im Inneren des HFX® noch eine Überraschung auf den Käufer wartet. Allerdings sind diese großen Kühlprofile auch teilweise für das recht hohe Gewicht von 13 Kilogramm des Gehäuses verantwortlich. Für ein Aluminiumgehäuse ein eher außergewöhnlich hoher Wert. Bei weiterer Betrachtung des Äußeren, fallen die kreisrunden Belüftungsöffnungen im hinteren Teil des Gehäusedeckels auf, welche innen mit Mesh-Gitter abgedeckt sind. Diese und unsichtbare Öffnungen auf der Gehäuseunterseite sind Bestandteil des an HiFi-Komponenten angelehnten Belüftungssystems des HFX® auf das später näher eingegangen wird. Bei den reinen Äußerlichkeiten fällt die verspiegelte Frontblende sofort ins Auge. Dahinter verbirgt sich zum einen das optionale, softwaregesteuerte VFD-Display und das optische Laufwerk, das auf diese Weise die gelungene Front nicht verschandelt. Sehr anschlussfreudig zeigt sich die Rückseite des HFX®. Je nach Konfiguration sollten hier keine Wünsche offen bleiben. Das uns vorliegende System findet sich unter anderem eine SCART-Buchse, Audio-Anschlüsse in Form von Cinch und 3,5 mm Klinke. Ganz zu schweigen von der installierten TV-Karte. Das rückwärtig angebrachte Diskettenlaufwerk stellt eine interessante Detaillösung dar und ist gleichzeitig als Cardreader ausgeführt. Leider zeigt sich die Front nicht so anschlussfreudig, da hier keine Anschlussmöglichkeiten für Audio, USB etc. bestehen. Die hochwertigen Gehäusefüße aus dem HiFi-Bereich zeugen dann doch wieder von Liebe zum Detail.

Im Inneren bietet der HFX® Platz für ein Standard-ATX Mainboard und drei 5 ¼“ Komponenten. Die Abmessungen erlauben zusätzlich bis zu sechs Steckkarten. Das Besondere im Innenraum ist sicherlich das Kühlsystem. Zusammen mit dem verbauten passiven Silverstone SST-ST30NF Netzteil bildet es ein ausgeklügeltes System. Neben den Netzteil gehört auch der Heatpipekühler Borg HPC auf der CPU und eine optionale erhältliche Heatpipe auf der Grafikkarte zum Kühlkonzept. Somit basiert die ganze Kühlung auf dem Prinzip der natürlichen Konvektion. Durch die Lüftungsöffnungen unter dem Mainboard und dem Netzteil steigt die im Gehäuse erwärmte Luft durch die Öffnungen im Gehäusedeckel aus dem Rechner. Die kritischen Komponenten wie CPU, Grafikkarte sind über Heatpipes oder im Fall des Netzteils, direkt mit den außen liegenden Kühlkörpern verbunden. Dort wird ebenfalls über Konvektion die Wärme an die Umgebung abgegeben. Zur Sicherheit bietet mCubed aber auch einen 92 mm Lüfter für den Notfall an, der dann die Gehäuseentlüftung unterstützt. Auch an die Geräuschbelästigung durch die Festplatte wurde gedacht und diese in die hauseigene Dämmbox names Vertical Silence verbannt. Aber der HFX® bietet in der für den Test zur Verfügung gestellten Konfiguration noch so einige Softwareleckerbissen. So lassen sich über die Software iMON Programme über die Fernsteuerung bedienen. Fest eingespeicherte Profile für den Internet Explorer, die TV-Karten Software, den Windows Media Player, den Micosoft Messenger sind bereits vorhanden. Es lassen sich aber auch zusätzlich Programme nach eigenem Wunsch zur Liste hinzufügen. Das VFD-Display lässt sich ebenfalls anhand vorgefertigter Profile nach eigenen Wünschen anpassen. Imposant ist ebenfalls der Funktionsumfang der Multimediasoftware iMEDIAN. So lässt sich hier die auf der Festplatte und im LAN vorhanden Multimediadaten verwalten. Außerdem lässt sich hier auf Brenner, TV, Camcorder, Web Cam, Scanner zugreifen. Was den Stromverbrauch betrifft, liegt unser Testsystem mit 57,4 Watt (hochgefahren/keine Last) absolut im grünen Bereich. Der Stand-By Betrieb verschlingt durch das aktivierte VFD-Modul mit gemessenen 7,3 Watt allerdings etwas zu viel. Einen Netzschalter gibt es leider nicht. Vor einem längeren Urlaub sollte daher der Netzstecker gezogen werden.

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Betriebsgeräusch:
Der mCubed HFX® Media PC kann in der vorliegenden Konfiguration als ausnahmslos Wohnzimmertauglich eingestuft werden. "Nicht hörbar" ist allerdings eine Einstufung, die wir noch keinem PC bescheinigen konnten; auch nicht dem nahezu lautlosen HFX®. Wer über ein gutes Gehör verfügt und den HFX® in einer extrem leisen Umgebung betreibt, wird das Betriebsgeräusch der Samsung SP1604N Festplatte trotz Schalldämmung und Entkopplung hören können. In unserem Messraum war das Betriebsgeräusch des gesamten Systems jedoch nur ca. 0,4 dB(A) höher als die Grundlautstärke des ruhigen Raums. In einer Stadt liegt die Grundlautstärke nicht selten etwa 5 dB(A) höher als auf dem Land. Wer in der Stadt wohnt, wird den HFX® definitiv - auch mit der im Testsystem aufgeführten 7200 rpm Platte - nicht mehr hören. Für alle Landeier mit der Fähigkeit, das Gras wachsen zu hören, empfehlen wir die Samsung SV0802N für ca. EUR 55,00. Sie ist zwar etwas langsamer; dafür aber merklich leiser und wird zu dem weniger warm. Unterm Strich lässt sich folgendes sagen: Wer seinen mCubed HFX® Media PC entsprechend seiner Umgebung mit dem richtigen Laufwerk bestückt, kann durchaus ein nicht hörbares Betriebsgeräusch erzielen, denn alle anderen Komponenten werden lautlos passiv gekühlt. Etwaige Fiep- und Brummgeräusche, die manchem Netzteil unter Last zu entlocken sind, wurden beim HFX® nicht vernommen.

Kühlleistung:
Weil es sich beim mCubed HFX® um ein komplett passiv ausgelegtes System handelt, ist die Ermittlung der Temperaturen natürlich ein besonders interessantes Thema. Im Vergleich zu herkömmlichen PC-Systemen, in denen meist mehrere Lüfter für die Abfuhr der Wärme nötig sind, geschieht dies beim HFX® lautlos über große außen liegende Kühlprofile, an welchen die Wärmequellen z.T. mit Heatpipes angebunden werden. Das System wurde im geschlossenem Zustand, bei einer konstanten Umgebungstemperatur von 20°C betrieben. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, wird das System zuerst über mehrere Stunden auf Betriebstemperatur gebracht, bevor mit dem kombinierten Stresstest aus Prime95 und dem 3Dmark2001 begonnen wird. Da sich die Temperaturen in einem passiven System vollkommen anders entwickeln als in einem aktiv ventilierten System, ist es nötig den Testzyklus zeitlich deutlich auszudehnen. Erst nach einigen Stunden stellt sich ein Temperaturgleichgewicht an allen wichtigen Komponenten ein. Die Temperaturen wurden teilweise mit den internen Sensoren mittels Softwareüberwachung sowie über externe Temperaturaufnehmer ermittelt. Die Prozessor-, Chipsatz- und Festplattentemperatur wurden per Software direkt über das Mainboard ausgelesen. Die nicht über die Plattform selbst auslesbaren Temperaturen, wie die des Netzteils und der austretenden Warmluft, wurden mit einem Beckmann & Egle Labormessfühler ermittelt.

Die Northbridge mit der Onboard-Grafik erwärmt sich in der vorliegenden Konfiguration am stärksten. Die 66°C erscheinen im Vergleich zu den übrigen Temperaturen sehr hoch, wenn man jedoch bedenkt, dass aktuelle Grafikkarten sich bis an die 100°C-Marke aufheizen, relativiert sich dieser Wert wieder in gewisser Weise. Karten dieses Kalibers sollten dann aber im HFX® über die zusätzlich erhältliche Borg HGC Heatpipe (EUR 49,00) gekühlt werden. Da ein mit integrierter Grafik ausgerüstetes System auch kaum ständig am Rande der Leistungsfähigkeit gequält wird, sollten sich die Temperaturen im HiFi-Betrieb zwischen den ermittelten Idle- und Load-Temperaturen einpendeln. Eine Heatpipelösung für Chipsätze (Borg HBC Heatpipe) ist jedoch auch optional erhältlich (EUR 49,00). Die Temperatur des Prozessors erscheint hingegen recht niedrig. Hier macht sich die Architektur der neuen Intel Pentium M Prozessoren voll bezahlt. Diese überzeugen selbst unter Volllast mit einer geringen Leistungsaufnahme. Zusätzlich beherrschen diese Prozessoren das Speedstep-Feature, dass sonst nur im Notebook-Bereich gebräuchlich ist. Der Prozessor taktet so von seinen 1,6 GHz bei Last auf nur 800 MHz im Leerlauf herunter. So verringert sich die Leistungsaufnahme zusätzlich, was in niedrigen 42°C im Idle resultiert. Außerdem kann der Prozessor über den installierten Borg HPC Heatpipekühler (EUR 79,00)  seine Abwärme auf die beiden rechten Kühlkörper verteilen. Angeblich soll diese Lösung Verlustleistungen von bis zu 120 Watt abführen können. Für extrem leistungsstarke Prozessoren, gibt es ein Erweiterungs-Set (EUR 49,00) mit welchem die Kühlleistung auf 240 Watt verdoppelt werden kann. Die Temperaturen der Festplatte in der Vertical Silence Dämmbox erscheinen auch nicht zu hoch. Zum einen ein Verdienst der an der Dämmbox angebrachten Kühlprofile zum anderen ist die verbaute Samsung Festplatte von Haus aus recht kühl. Eine etwas verbesserte Position weiter im Luftstrom hätte die Temperaturen wohl noch etwas verbessert.

Eine Überraschung sind die niedrigen Temperaturen des verbauten passiven Silverstone Netzteils (EUR 135,00). Da dieses direkt mittels Wärmeleitpaste mit dem vorderen linken Kühlkörper verbunden ist, wird der Großteil der erzeugten Abwärme außerhalb des Gehäuses abgegeben. Die für ein passives Komplettsystem niedrigen Ablufttemperaturen bestätigen die Auslegung des Kühlkonzeptes. Würden die heißen Komponenten wie CPU und Netzteil nicht den größten Teil der Abwärme über die Kühlprofile an die Umgebung abgeben, hätte dies eine deutlich erhöhte Temperatur der Abluft zur Folge. Dies würde durch die erhöhte Temperatur im Inneren auch die Lebensdauer der verbauten Komponenten verkürzen. Die Dimension der Kühlkörper erscheint zwar auf dem ersten Blick sehr extrem gewählt. Es war uns allerdings nicht möglich, diese selbst bei mehr als 24-stündiger Volllast stärker als Handwarm aufzuheizen. Kurzum, das Kühlsystem des HFX® überzeugt durch durchweg niedrige Temperaturen für ein komplett passiv aufgebautes System.

Testrechner:

  • Gehäuse: mCubed HFX®
  • Mainboard: AOPEN i915GMm-HFS (passiv)
  • Prozessor: Intel Pentium M 1,6 GHz
  • Netzteil: Silverstone SST-ST30NF Nightjar (passiv)
  • Kühler: Borg HPC Heatpipe Prozessorkühler (passiv)
  • Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
  • Arbeitsspeicher: 1024MB Corsair Value Selected Dual RAM
  • Soundkarte: Soundblaster Audigy 2 ZS
  • TV-Karte: WinTV PVR-150
  • Festplatte: Samsung Spinpoint SP1604N 160 GB ( mCubed Vertial Silence)
  • Gehäuseventilation: keine
  • Laufwerke: Plextor PX-740A DVD-RW
  • Betriebssystem: Windows XP Home Edition
  • Software: Motherboard Monitor, Prime 95
  • Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)
  • Komplettgewicht: ca. 20 kg


Innenansicht

Fazit:
Die Glücksformel für's Wohnzimmer lautet mCubed HFX® Media PC. Ob mit Köpfchen individuell selbst zusammen gestellt oder als fertiges Komplettsystem erworben, vereint die multimediale Schaltzentrale eine Fülle von sinnvollen Funktionen und ist dazu im Betrieb nahezu unhörbar. Wo früher DVD-Player, Videorecorder, Spielekonsole, Satellitenreceiver und der gleichen benötigt wurden, reicht nun ein einziges Gerät. So schafft man sich mit dem HFX® (HiFi-ATX) nicht nur enorm viel Platz, sondern spart gegenüber dem Einzelkauf besagter Geräte sogar bares Geld; vom Bedienkomfort ganz zu schweigen. Kaum eine andere Multimediaplattform lässt sich so flexibel aufrüsten wie der HFX® aus dem Hause mCubed. Entgegen dem Gros an Konkurrenzprodukten können nicht nur Micro-ATX, sondern auch Standard-ATX Komponenten betrieben werden. Mit der entsprechenden Hardware lässt sich problemlos ein absolut Spiele taugliches System ohne Lüfterlärm realisieren. Die dazu notwendige Grafikkarte wird einfach mittels optional erhältlichem Borg HGC Heatpipe GPU Kühler an die zweite Kühlkörpersektion des HFX® angebunden. Wer dem Frieden nicht traut, kann das ebenfalls erhältliche Sicherheitspaket, bestehend aus einem mittels mCubed FanAmp temperaturgeregelten 92 mm Silentlüfter, erwerben. Das VFD-Modul hingegen ist Pflicht. Wer einmal den HFX mit Fernbedienung betrieben hat, für den gibt es keine Alternative mehr. Werden alle zusätzlich angebotenen Leckereien geordert, kann sich schnell ein hübsches Sümmchen ergeben. So kommt das hier getestete, aber leider nicht als Komplettsystem erhältliche System auf stolze EUR 2036,00. Für einen Großteil der Anwenderschaft dürfte der lautlose Betrieb bei diesen Preis bereits Gegenwert genug sein, aber auch in Punkto Optik erhält man ein mehr als ansprechendes Paket. Die potente Kühlleistung und die Ausbaufähigkeit bzw. Flexibilität bringen leider auch ein paar Nachteile mit sich. Durch seine enorme Bautiefe passt der mCubed HFX® Media PC leider nicht in jedes HiFi-Rack bzw. in jeden Wohnzimmerschrank, weshalb die Platzverhältnisse vor dem Kauf überprüft werden sollten. Außerdem haben das hohe Gewicht, die scharfen Kanten der Kühlprofile und die fehlenden I/O-Ports auf der Vorderseite den sonst überragenden Eindruck etwas getrübt. Unterm Strich überwiegen jedoch die vielen positiven Aspekte mehr als deutlich. Der uns zur Verfügung gestellte Prototyp überzeugte durch eine tolle Optik, eine enorme Funktionsvielfalt und natürlich das so gut wie unhörbare Betriebsgeräusch.

Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Herrn Maik Berendt von mCubed Information Technology GmbH.

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