Vorwort:
Mit dem ichbinleise® green Power NT 400 Watt geht der schwäbische Meisterbetrieb nun auch auf die Wünsche der umweltbewussten Silencer ein. Wie es der Name bereits vermuten lässt, stellt das
Fortron Source Green Power FSP400-60GLN die Basis dieses seitens MR Computertechnik modifizierten Netzteils dar. Das bereits serienmäßig besonders umweltbewusste Netzteil soll durch den Umbau auch besonders leise zu Werke gehen. Der Umbau wirkt sich aber nicht nur positiv auf das Betriebsgeräusch des Netzteils aus, sondern macht es zudem quasi zum Semipassiv-Netzteil. Der integrierte 120 mm Lüfter beginnt nämlich erst bei einer Kühlkörpertemperatur von ca. 50°C an zu laufen, was dem Besitzer theoretisch eine gewisse Zeit völlige Stille garantiert. Aber auch nach dem Anlaufen des Lüfters soll das Netzteil mit einem kaum wahrnehmbaren Betriebsgeräusch aufwarten. Das Green Power bringt bereits ab Werk einige Vorzüge mit sich. So kann man zum Beispiel die hohe Effizienz von >85% und den niedrigen Stromverbrauch von ca. 1 Watt im Standby (beides Herstellerangaben) als Highlights bezeichnen. Außerdem werden bei der Herstellung weniger Schwermetallkomponenten eingesetzt. Eine Gewichtsreduktion von 2,5 auf 1,9 kg wurde unter anderem wegen der Recyclinggebühr nach WEEE-Richtlinie durchgeführt. Außer den umweltfreundlichen Eigenschaften bringt das 400 Watt starke Netzteil lediglich eine aktive Leistungsfaktor-Korrektur (PFC) mit. Das Green Power ist rein optisch betrachtet alles andere als ein Eyecatcher und auch ausstattungsseitig in Bezug auf die Anschlussmöglichkeiten eher unterdurchschnittlich. Ob und in welchen Kategorien das auf superleise getrimmte Green Power für EUR 94,00 überzeugen kann, ist nachstehend zu lesen.
Lieferumfang:
Das ichbinleise® green Power NT 400 Watt wird in einer zweckmäßig und umweltfreundlichen Kartonverpackung ohne Schnick-Schnack ausgeliefert. Im Inneren des Kartons findet der Käufer neben dem Netzteil lediglich das obligatorische Kaltgeräteanschlusskabel, 4 Befestigungsschrauben und ein 24 auf 20 Pin Adapterkabel. Ein Hinweiszettel informiert den Kunden darüber, dass sich der Lüfter des Netzteils erst bei einer Kühlkörpertemperatur von ca. 50 °C zuschaltet. Eine Bedienungsanleitung hätte den Lieferumfang sinnvoll ergänzt.
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Technische Daten:
- Hersteller: ichbinleise®
- Modell: green Power NT 400 Watt
- Basis: Fortron FSP400-60GLN
- Layout: 120 mm Single-Fan
- PFC: aktiv
- Gesamtleistung: 400 Watt
- Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140 mm
- Gewicht: ca. 1,9 kg
- Verkaufspreis: ca. 94,00
- Bezugsquelle:
www.ichbinleise.de
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Details:
Das ichbinleise® green Power NT 400 Watt geizt mit optischen Reizen und wirkt eher wie eine unauffällige graue Maus. Bei dessen Entwicklung wurde dafür großer Wert auf die Umweltverträglichkeit und Sparsamkeit gelegt. So wurde weitegehend auf Schwermetall Komponenten verzichtet und das Gewicht auf ein Minimum reduziert um unter anderem der Recyclinggebühr nach WEEE-Richtlinie zu entsprechen. Die 400 Watt starke Elektronik des Netzteils verfügt über eine aktive Leistungsfaktor-Korrektur (PFC) und einer Effizienz von mehr als 85% bei Volllast. Im Standby-Betrieb sollen weniger als 1,0 Watt verbraucht werden. Zu dem entspricht das Netzteil dem aktuellen Intel 12V v2.0 Standard und weist zwei getrennte 12V Spannungskreise auf. Im Inneren gestaltet sich das kompakte Netzteil sehr aufgeräumt. Die profillosen Kühlkörper verfügen über eine erstaunlich kleine Oberfläche und sehen wie normale Metallplatten aus Aluminium aus. Dennoch bringt das Netzteil 1,9 Kilogramm auf die Waage. Der auf die Platine gesteckte 12 cm Lüfter auf dem Hause Yate Loon Typ D12SH-12 soll durch die seitens MR Computertechnik durchgeführte Modifikation erst ab einer Kühlkörpertemperatur von ca. 50°C anlaufen. Im Praxistest waren es genau 52,5°C, welche mit der unten stehenden Systemkonfiguration bei einer Zimmertemperatur von 20°C nach genau 23 Minuten erreicht waren. Je nach Komponentenwahl und Umgebungstemperatur kann diese Lüfterlos-Phase natürlich auch kürzer oder länger andauern. Aber auch dann ist die Gangart des Lüfters kaum wahrzunehmen. Das im Leerlauf und unter Volllast ermittelte Geräuschspektrum von 24,7 bis 25,4 dB(A) dürfte beim Gros der Anwenderschaft unter der Zimmerlautstärke liegen. Was die Verarbeitung des Netzteils betrifft, gab es nichts auszusetzen. Durch die Gewichtsreduktion im Sinne der Umweltverträglichkeit, wirkt das etwas dünnere Stahlblech-Chassis jedoch nicht gar so stabil. Ausstattungsseitig hält das Netzteil einen insgesamt betrachtet etwas kurz bemessenen Kabelstrangsatz (nicht ummantelt) bereit. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 40 cm (24-Pin ATX Stecker), 1 x Kabelstrang 43 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 x Kabelstrang 57 cm (2 x 5 ¼“ Stecker), 1 x Kabelstrang 70 cm (2 x 5 ¼“ Stecker, 1 x 3 ½“ Stecker) und 1 x Kabelstrang 40 cm (1 x S-ATA Stecker). Durch den beiliegenden 24-Pin auf 20-Pin Adapter verlängert sich der 40 cm lange ATX-Kabelstrang um ca. 9 cm. Das Netzteil glänzt mehr durch innere anstatt äußere Werte. Für vollgepackte Hochleistungsmaschinen hält es definitiv zu wenig und zu kurze Anschlussleitungen parat, auch wenn die Leistung hierzu durchaus ausreichen dürfte. Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern, wird bezüglich der Leistungsangabe bei Fortron Source meist untertrieben.
Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause
Groneberg.
Die aus der Tabelle hervorgehenden Unterschiede stellen sich als relativ gravierend dar. Durch die teils deutliche Ersparnis erscheint uns diese Rubrik mehr als sinnvoll und absolut zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.
Was die Sparsamkeit betrifft, reiht sich das ichbinleise® green Power NT 400 Watt mit knappem Rückstand zum Spitzenreiter auf Platz 2 ein. Im Leerlauf sowie unter Volllast verbraucht der Herausforderer gerade mal 3 Watt mehr als das lüfterlose Fortron Zen. Im Standby-Betrieb erreichte der Sparfuchs mit 1,4 Watt den bislang niedrigsten Wert.
Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von PC-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.
Das ichbinleise® green Power NT 400 Watt durchlief alle Stabilitätstest inkl. 24-Stunden-Test ohne Probleme. Die mit dem Motherboard Monitor und ASUS Probe erstellten Logfiles zeigten keinerlei Spannungseinbrüche oder Schwankungen der relevanten Leitungen auf. Die Spannungen blieben während der gesamten Testphase stets stabil und grenzten dicht an den Soll-Vorgaben. Lediglich die +12,0 Volt Leitung führte mit ca. +12,50 Volt deutlich mehr Spannung als nötig.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.
Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.
Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.
Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.
Die "schlechte" Platzierung in den unten stehenden Charts sollte nicht überbewertet werden, denn analog zum Betriebsgeräusch darf die Kühlleistung als sehr gut bezeichnet werden. Absolut gesehen recht es jedoch „nur“ zu einem „befriedigend“. Wer das Netzteil mit einer ähnlichen Konfiguration wie der unseren und bei ähnlicher Umgebungstemperatur betreibt, braucht definitiv keinen Gehäuselüfter. Das Netzteil wurde auf eine hohe Effizienz und Sparsamkeit ausgelegt, weshalb der Käufer den Rest des Systems auch entsprechend auslegen sollte, um in der Summe davon profitieren zu können.
Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.
Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, arbeitsplatzkonformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.
Kurz nach dem Start erschrickt man zunächst, weil der Lüfter nicht anläuft. Man denkt natürlich sofort an einen Defekt. Doch das ist seitens MR Computertechnik beabsichtigt und das Ergebnis der Modifikation. Ein entsprechendes Hinweisblatt liegt dem Netzteil bei. Bei unserer Konfiguration blieb das Netzteil 23 Minuten lang Mucks-Mäuschen-Still. Das Anlaufen des Lüfters vernimmt man nur bei genauem Hinhören und in unmittelbarer Nähe des Netzteils. Nach mehrstündigem Leerlauf (Idle) wurde ein sehr niedriger Wert von 24,7 dB(A) ermittelt. Anschließend wurde das System mehrere Stunden unter Volllast (Load) betrieben, wodurch der Schallpegel auf immer noch niedrige 25,4 dB(A) anstieg. Unter normalen Bedingungen bezüglich der Umgebungsgeräusche wird das Netzteil vom Gros der Anwenderschaft nicht wahrgenommen.
Im Leerlauf des Systems (geringe Auslastung) waren aus nächster Nähe nur sehr filigrane Störgeräusche der Elektronik wahrnehmbar. Mit zunehmender Last nahmen die Störgeräusche in Form von hochfrequentem Pfeifen noch etwas an Intensität zu. Nach Arbeitsplatz konformem Abstand (siehe Messanordnung) war davon allerdings nichts mehr zu hören.
Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
- Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
- Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
- Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
- Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
- Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
- Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
- Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
- Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
- Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)
Fazit:
Der Trend nach immer effizienter und sparsameren Netzteilen ist entbrannt. Mit dem ichbinleise® green Power NT 400 Watt folgen die Schwaben diesem Trend und verbinden erstmals konsequent Sparsamkeit und ein flüsterleises Betriebsgeräusch. In der Praxis überzeugte der Prüfling in Punkto Stromaufnahme mit sehr niedrigen Werten und musste sich in der Summe nur der Referenz aus gleichem Hause - dem lüfterlosen Fortron Zen - geschlagen geben. Was den Strombedarf im Standby-Betrieb betrifft, wurde mit gemessenen 1,4 Watt sogar eine neue Bestmarke gesetzt. Auch in Bezug auf das Betriebsgeräusch konnte der Kandidat überzeugen. Nach dem Starten des Testrechners dauerte es ca. 23 Minuten bis der Lüfter nahezu unhörbar anlief. Nach mehrstündiger Volllast war mit gemessenen 25,4 dB(A) die Höchstgrenze mit unserer Testkonfiguration erreicht. Mit durchschnittlichen 25,0 dB(A) ist das ichbinleise® green Power NT 400 Watt das derzeit leiseste aktiv ventilierte Netzteil im Testfeld. Die Elektronik ist leider nicht ganz frei von Nebengeräuschen. Aus nächster Nähe ist ein hochfrequentes Pfeifen hörbar. Spekulativ ist dies auf die fehlende Fixierungsmasse der Bauteile zurückzuführen, auf welche aus ökologischer Sicht verzichtet wurde. Mit zunehmendem Abstand (ca. 90 cm) verschwindet das Geräusch jedoch restlos. Trotz extrem leiser Gangart ist die Kühlleistung analog zum Betriebsgeräusch sehr gut und für Standardsysteme durchaus ausreichend. Nur wer extrem leistungsstarke Hardware betreibt, sollte einen zusätzlichen Gehäuselüfter in Betracht ziehen. Die Verarbeitung des Netzteils ist innen wie außen von guter Qualität. Was das optische Erscheinungsbild betrifft, kann das Netzteil leider keinen Blumentopf gewinnen. Schlicht und einfach wie eine graue Maus kommt es daher. Auf eine Ummantelung der Kabelstränge wurde verzichtet. Was die Anschlussvielfalt betrifft, liegt das Netzteil zweifellos unter dem Durchschnitt. Der Preis erscheint mit EUR 94,00 etwas großzügig bemessen. Unterm Strich überwiegen jedoch die positiven Aspekte wie der niedrige Stromverbrauch und das superleise Betriebsgeräusch. Das ideale Netzteil für den sparsamen Silencer.
Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt dem Geschäftsführer von MR Computertechnik GmbH & Co. KG - Herrn Michael Ruoff.
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