Vorwort:
Aus dem Bereich Home Theater Personal Computer (HTPC) sind externe Netzteile gar nicht mehr weg zu denken. Die auf ein Minimum reduzierten und äußerst kompakt bemessenen HTPC- bzw. Barebone-Systeme profitieren insbesondere von der geringen Baugröße der kleinen Stromspender. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sie das System deutlich weniger aufwärmen als beispielsweise ein passiv ausgelegtes ATX-Netzteil. Der außen liegende Stromwandler ist vergleichbar mit einem Laptop Netzteil und wandelt lediglich 220V Wechselstrom in 12V Gleichstrom um. Nur die Platine sitzt im Inneren des PC-Systems und stellt die benötigten Spannungen (moduliert) zur Verfügung. Nach zahlreichen Netzteil-Tests mit unterschiedlichsten Modellen der ATX-Bauform stellt sich natürlich die Frage, ob sich unsere Testsystem mit einem solchen Netzteil stabil betreiben lässt. Bei MR Computertechnik hat man mit dem ichbinleise® Extern NT 120 Watt ein entsprechendes Bundle für EUR 99,00 im Sortiment. Aufgrund der niedrigen Ausgangsleistung des Prüflings (bei AMD64-Systemen werden meist >300W empfohlen) kann der Test parallel als Experiment bezeichnet werden und soll zudem etwas Abwechslung in die Sektion unserer Netzteil Reviews bringen. Preislich sind externe Netzteile im Desktop-Bereich derzeit wohl lediglich für Silent ambitionierte Bastler interessant. Der Markt ist jedoch spürbar am wachsen und es bleibt lediglich eine Frage der Zeit, bis leistungsfähigere und besser ausgestattete Modelle bezahlbar werden. Mittlerweile gibt es
externe Netzteile, welche es im Dual-Betrieb auf Gesamtleistung von 360 Watt bringen. Ob der schwachbrüstige 120W Kandidat den Praxistest schadenfrei übersteht, ist nachfolgend zu lesen.
Lieferumfang:
Was die Verpackung betrifft, wird das Auge nicht gerade verwöhnt. Ein schlichter, weißer, aber wenigstens umweltfreundlicher Karton stellt die Behausung der externen Netzteilkomponenten dar. Im Inneren des Kartons befinden sich lediglich der Wandler und die Anschlussplatine nebst jeweiliger Kabelbestückung. Eine Adapterblende für die Anschlussbuchse für das Gehäuse, sowie eine Bedienungsanleitung hätten den Lieferumfang sinnvoll ergänzt. Unterm Strich kann der Prüfling in dieser - wenn auch nur wenig relevaten - Kategorie nicht wirklich glänzen.
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Technische Daten:
- Hersteller: MR Computertechnik
- Modell: ichbinleise® Extern NT 120 Watt
- Layout: Extern / Fanless
- Blindstromkompensation (PFC): k.A.
- Gesamtleistung: 120 Watt
- Größe (W/P):165x65x40mm/145x45x40mm
- Gewicht (W/P):650 Gramm/150 Gramm
- Verkaufspreis (EUR): ca. 99,00
- Bezugsquelle:
www.ichbinleise.de
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Details:
Das externe 120 Watt ichbinleise® Netzteil hat mit einem herkömmlichen ATX-Netzteil natürlich keine große Ähnlichkeit mehr, da es für einen ganz anderen Bereich entwickelt wurde. Dass es über keine zweite +12V Leitung verfügt und auch sonst keine vergleichbaren Features und Ausstattungsmerkmale wie aktuelle ATX-Netzteile bietet, sind die größten Nachteile die dieses Netzteil mit sich bringt. Durch seine kompakte Bauform bietet es jedoch einer Vielzahl von lärmgeplagten Bastlern eine gute Basis, um es in eigenen Passiv- bzw. HTPC-Projekten einzusetzen. Im Wesentlichen besteht das Netzteil aus zwei Komponenten. Zum einen aus dem außen liegenden Spannungswandler, welcher einem Laptop Netzteil ähnelt und den 220V Haus-Wechselstrom in 12V Gleichstrom wandelt (dabei wird er auch unter Volllast nicht viel wärmer als Handwarm). Zum anderen aus der Anschlussplatine, welche alle weiteren Spannungen moduliert zur Verfügung stellt und mit den benötigten Anschlüssen aufwartet. Sie muss im Inneren des PCs, auf einem nicht leitenden Untergrund oder entsprechend isoliert montiert werden. Zur Montage via Abstandshalter sind 4 Lochbohrungen vorhanden. Mit einer Größe von 145x45x40mm passt die Platine selbst in die kleinste Behausung. Trotz der insgesamt geringeren Wärmeentwicklung gegenüber einem passiven ATX-Netzteil, sollte der Bauort möglichst weit oben im Rechner gewählt werden. Die Spulen werden ähnlich wie bei passiven Netzteilen nach mehrstündiger Volllast bis zu 60°C warm. Bei einem völlig lüfterlos ausgelegten System sollte der Gehäusedeckel außerdem mit Entlüftungsschlitzen versehen werden. Trotz unseres
provisorischen Testaufbaus, verhielten sich die Temperaturen zwar nicht unbedenklich, aber noch im Rahmen. Mit etwas Mühe und Fleiß, lassen sich vermutlich deutlich niedrigere Temperaturen erzielen. Eine Slotblende zum Einbauen der Anschlussbuchse (Wandler/Platine) haben wir im Lieferumfang leider vermisst. An dieser Stelle muss sich der Käufer leider selbst behelfen und entweder zum Bohrer greifen oder eine entsprechende Slotblende beschaffen. Die Verarbeitungsqualität der Netzteilkomponenten ist sehr gut, jedoch hätte man auf der
Rückseite der Platine gleich ein isolierendes Schutzpad aufkleben können, um der Kurzschlussgefahr bei unsachgemäßer Handhabung vorzubeugen. Über die Art der Blindstromkompensation (PFC) gibt es leider keine Angaben. Spekulativ dürfte es sich um die passive Variante handeln. Mit einer Gesamtleistung von 120 Watt kommt das Netzteil eigentlich nur für Stromspar- und Office-PCs in Frage. Ob unsere Netzteil-Testplattform damit betrieben werden kann, wird der Praxistest aufzeigen. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem relativ kurzen und sparsam ausgefallenen Kabelstrangsatz auf. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 26 cm (20-Pin ATX Stecker), 2 x Kabelstrang 45 cm (je 1 x 5 1/4" Stecker, 1 x 3 1/2" Stecker), 1 x Kabelstrang 26 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker) und 1 x Kabelstrang 30 cm (Anschlussbuchse für Stromwandler).
Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause
Groneberg.
Die aus der Tabelle hervorgehenden Unterschiede stellen sich als relativ gravierend dar. Durch die teils deutliche Ersparnis erscheint uns diese Rubrik mehr als sinnvoll und absolut zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.
Bis auf den leider etwas zu hohen Stromverbrauch von 4,1 Watt im Standby-Betrieb (heruntergefahrenes System), hat das externe ichbinleise® Netzteil sehr positiv überrascht. Es wartet mit dem besten Verbrauchswert im Idle-Betrieb (73,0 Watt) und dem zweitbesten Verbrauchswert im Load-Betrieb (117,0 Watt) auf. Trotz des kleinen Standby-Patzers sichert sich der kleine Prüfling mit hauchdünnem Vorsprung den 2. Platz und gehört damit zu den wirkungsgradstärksten Netzteilen im Testfeld. Wäre der Stromverbrauch im Ruhezustand noch im 1,0 bis 2,0 Watt Bereich, wäre es nahezu perfekt.
Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.
Das ichbinleise® Extern NT 120 Watt lies sich in Punkto Stabilität nicht aus der Ruhe bringen. Die Spannungen verhielten sich im Idle- sowie im Load-Betrieb nah am Sollwert und zeigten nur geringe Schwankungen auf. Die Auswertung des Logfiles zeigte keinen Einbruch der Spannungswerte auf. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.25 - 3.30V, 5.19 - 5.27V und 12.24 - 12,37V im grünen Bereich.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.
Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.
Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.
Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.
In Punkto Kühlleistung reiht sich das externe ichbinleise® NT erwartungsgemäß zwischen dem leisesten aktiv ventilierten und dem "kühlsten" Passivkandidaten ein. Dies liegt zum einen daran, dass durch die außen liegende Wandlereinheit nur ein Teil der Wärme im Gehäuse selbst entsteht und zum anderen, das die erwärmte Luft durch das Fehlen des Netzteils in der Gehäuserückwand - ungebremst abziehen kann. Durch ein speziell abgestimmtes Gehäuse-Setup dürften sich die Temperaturen merklich senken lassen. Auch wenn die Temperaturentwicklung insgesamt betrachtet als bedenklich eingestuft werden muss, ist sie doch niedriger als erwartet und bietet die Basis für das eigene do-if-yourself Projekt.
Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.
Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.
Wer der Meinung ist, das externe und passive Netzteile durch ihre lüfterlose Bauweise ihren Dienst lautlos verrichten, täuscht sich leider. Bei nahezu jedem Netzteil sind aus nächster Nähe mehr oder weniger stark ausgeprägte Störgeräusche zu vernehmen. Je nach Modell nimmt man diese nach Arbeitplatz konformem Abstand allerdings nicht mehr wahr. Auch beim ichbinleise® Extern NT 120 Watt treten diese Störgeräusche auf, welche subjektiv als gering klassifiziert wurden. Aus unmittelbarer Nähe ist ein gleichmäßiges tiefes Brummen zu vernehmen, welches sich im Idle- sowie im Load-Betrieb kaum merklich verändert. Dadurch dass die Störgeräusche nicht hoch- sondern eher tieffrequent sind, werden sie im eingebauten Zustand auf der Sitzposition aber nicht mehr vernommen.
Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
- Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
- Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
- Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
- Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
- Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
- Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
- Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
- Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
- Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)
Fazit:
Das ichbinleise® Extern NT 120 Watt ist eine kompakte Alternative für lärmgeplagte Bastler, welche z.B. aus Platzgründen kein herkömmliches Passivnetzteil verwenden können oder möchten. Abstriche müssen unter anderem in Punkto Gesamtleistung und Ausstattungsumfang hingenommen werden. Auch wenn sich unser Spiele taugliches Testsystem stabil über mehrere Tage betreiben lies, kann der Prüfling noch lange nicht überall eingesetzt werden. Ausstattungsseitig entspricht es weder aktuellen Normen noch dem Standard herkömmlicher Netzteile. Was das Preis-Leistungsverhältnis betrifft, schneidet es im direkten Vergleich zu einem lüfterlosen ATX-Netzteil (z.B. Fortron Zen) deutlich schlechter ab. Für den Otto-Normal Verbraucher ist ein externes Netzteil als Ersatz eines herkömmlichen Netzteils im Allgemeinen kaum interessant. Es rückt schon eher in den Fokus Silent ambitionierter Bastlern, die sich selbst ein lautloses und Stromsparendes Passiv- bzw. HTPC-System aufbauen wollen. Für diesen Bereich kann der Prüfling auch bedenkenlos empfohlen und eingesetzt werden. Obwohl die Testplattform in der Summe der verwendeten Komponenten eigentlich schon über der Leistungsklasse des Netzteils lag, konnte sie absolut stabil ohne Abstürze oder Spannungseinbrüche betrieben werden. Temperaturseitig lies die externe Lösung erwartungsgemäß alle bislang getesteten Passivnetzteile hinter sich zurück. Durch ein auf das Netzteil abgestimmtes Gehäuse-Setup sind deutlich niedrigere Temperaturen denkbar. Eine Überraschung stellte die Verbrauchsmessung dar. Obwohl der Standby-Verbrauch nicht gerade zu den Stärken des Kandidaten gehört, schiebt er sich durch sehr gute Leerlauf- und Volllast-Werte auf den 2. Platz, was auf einen sehr hohen Wirkungsgrad schließen lässt. Die Verarbeitung der Komponenten ist sehr gut; dafür lässt der Lieferumfang stark zu wünsch übrig. Unterm Strich stellt das ichbinleise® Extern NT 120 Watt eine sehr interessante Alternative für Bastler mit Sinn für Ruhe dar.
Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Herrn Ricco Lerch von MR Computertechnik GmbH & Co KG.
Links zum Thema:
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