Vorwort:
Mit dem ichbinleise® Cooler 1210 präsentiert der schwäbische Meisterbetrieb seine derzeit wohl leiseste aktiv ventilierte Kühlerkreation für AMD Athlon 64 (K8) und Intel Pentium 4 (P4) Prozessoren. Der erst vor kurzem getestete ichbinleise® Cooler 919 AR (AMD Athlon XP) konnte bereits mühelos einen Kauftipp erringen. Beide Modelle basieren auf der neuen Kühlkörpergeneration von Thermalright und sind für 92 mm bzw. 120 mm Lüfter ausgelegt. Entgegen der üblichen Trapezform und massiven Kupfereinsatz, bestehen alle neuen Modelle (SI-97, XP-90, XP-120) zum Hauptteil aus Aluminium und verfügen über ein T-förmiges Layout. Lediglich die Bodenplatte besteht zur besseren Wärmeaufnahme weiterhin aus Kupfer. Je nach Modell wird die Wärme mittels 4 bzw. 5 Heatpipes vom Prozessor abgeführt und gleichmäßig an die Oberfläche des Kühlers abgegeben. In gewohnter Manier werden die Kühlkörper im Schwabenland mit ausgesuchten und effektiv entkoppelten Lüftern kombiniert, wodurch ein flüsterleises Betriebsgeräusch garantiert sein soll. Die mit vier weichen Elastomerpuffern - auch Gummislicks genannt - realisierte Entkopplung des Lüfters bleibt weiterhin der Clou. Die hierdurch erzielte Geräuschreduktion kann man im Allgemeinen als dramatisch bezeichnen. Im Gegensatz zum AMD Athlon XP (K7) Pendant kommt beim ichbinleise® Cooler 1210 ein Thermalright XP-120 Kühlkörper und ein entsprechend großer Lüfter zum Einsatz. Der mit 1000 U/min relativ langsam rotierende ichbinleise® Fan 12/1000 LED, soll bereits im Direktbetrieb geräuschseitig keine Wünsche mehr offen lassen, wodurch man sich den Anschaffung eines Adapterkabels oder einer Lüftersteuerung sparen kann. Ob der schwäbische Veredler mit dem ichbinleise® Cooler 1210 an den Erfolg des ichbinleise® Cooler 919 AR anknüpfen kann, soll der folgende Praxistest aufzeigen.
Lieferumfang:
Der ichbinleise® Cooler 1210 wird wie üblich in der optisch schlichten aber sehr stabilen Originalverpackung von Thermalright ausgeliefert. Neben dem komplett betriebsbereiten Kühler, befindet sich in der braunen Kartonage alles was zur Montage auf AMD Athlon 64 (K8) und Intel Pentium 4 (P4) Mainboards benötigt wird: Ein Retention-Rahmen inkl. Schrauben (K8), eine Spritze silikonhaltiger Wärmeleitpaste (für mehrere Anwendungen ausreichend), ein englisch sprachiger XP-120 Installation Guide (Thermalright), eine deutsch sprachige Einbauanleitung (ichbinleise.de), ein ca. 115 x 33 mm großer Thermalright Aufkleber, zwei Drahthalteklammern und zwei selbstklebende Silikonstreifen. Der Lieferumfang lässt insgesamt betrachtet nichts vermissen. Lediglich der hauseigenen Einbauanleitung könnte mal wieder ein Update wiederfahren.
Spezifikationen:
- Hersteller: MR Computertechnik GmbH & Co. KG
- Modell: ichbinleise® Cooler 1210
- Lüftertyp: ichbinleise® Fan 12/1000 LED
- Lüftergröße: 120 x 120 x 25 mm
- Nenndrehzahl: 1.000 U/min
- Luftfördermenge: max. 57,0 m³/h (max. 33,53 cfm)
- Schallpegel: 19,0 dB(A)
- Lagerung: Kugellager
- Anschluss: 3-Pin Molex mit Tachosignal
- Kühlkörpermaterial: Aluminium (52 Fins), Kupfer (Bodenplatte)
- Sockelbefestigung: P4 / K8 Retention-Kit
- Gesamtgröße ( L / B / H ): ca. 125 x 130 x 98 mm
- Gesamtgewicht: ca. 523 Gramm
- Preis: ca. EUR 79,90
- Bezugsquelle:
www.ichbinleise.de
Details:
Die Basis des ichbinleise® Cooler 1210 stellt der XP-120 Kühlkörper aus dem Hause Thermalright dar. Seine Verwandtschaft zum XP-90 oder auch zum SI-97 ist unverkennbar. Die zwei entscheidensten Merkmale im Vergleich zu früheren Thermalright Kühlkörpern sind das völlig neue T-förmige Layout und das deutlich niedrige Gewicht. Mit gerade einmal ca. 356 Gramm kann man den XP-120 für Thermalrightverhältnisse schon fast als Fliegengewicht bezeichnen. Nicht weniger ungewöhnlich stellt sich das neue Layout des Kühlers dar. So führt nur ca. 1/3 der insgesamt 52 vernickelten Aluminiumlamellen zur aus Kupfer bestehenden Bodenplatte. Für eine extrem gleichmäßige Wärmeabfuhr sorgen fünf 6 mm starke Heatpipes, die mit der Bodenplatte verlötet sind. Die höhere Position der Kühloberfläche bringt mehrere Vorteile: Zum Einen ist der Konflikt mit eng am Sockel grenzenden Bauteilen nun weitgehend ausgeschlossen. Zum Anderen werden hierdurch auch die elektronischen Bauteile des Mainboards - wie beispielsweise MOS FETs und Elkos - effektiv gekühlt. Die Ventilation übernimmt der mit einer Nenndrehzahl von 1.000 U/min angegebene ichbinleise® Fan 12/1000 LED. In der Praxis lief der Lüfter mit exakt 950 U/min bei einer Betriebsspannung von 12,0 Volt. Leider ist bei ca. 7,0 Volt (550 U/min) das Ende der Fahnenstange erreicht. Mit einer geringeren Betriebsspannung gibt sich der Lüfter nicht zufrieden, was unserer Meinung nach auch keinen Sinn ergeben würde. Der Clou ist jedoch die bereits erwähnte schwingende Lagerung des Lüfters. Insbesondere hierdurch hat sich der schwäbische Meisterbetrieb einen mittlerweile weit bekannten Namen gemacht. Die Verarbeitung des Kühlers selbst, sowie alle nachträglich durchgeführten Umbauarbeiten seitens ichbinleise.de können als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Aus optischer Hinsicht kann der Kühler ebenfalls überzeugen. Die vernickelte Oberfläche des Kühlers wirkt wie verchromt und harmoniert perfekt mit dem transparenten LED Lüfter. In dunkler Umgebung
leuchtet der Lüfter in einem intensiven blau. Weil die 4 blauen LEDs mit dem 3-Pin Anschlusskabel verbunden sind, nimmt die Leuchtkraft proportional mit der Betriebsspannung ab.
Montage:
Bei Sockel 939 (K8) basierenden Mainboards wird zunächst der serienmäßig vorhandene Retention-Rahmen entfernt, wozu nur zwei Schrauben gelöst werden müssen. Dieser wird durch den Retention-Rahmen ersetzt, welcher sich im Lieferumfang des Kühlers befindet (Besitzer einer Intel P4 Plattform können diesen Arbeitsschritt überspringen). Da der Kühler jeweils um 180° versetzt auf dem Mainboard befestigt werden kann, sollte erst ausgelotet werden, ob eine der beiden möglichen Positionen zu Konflikten mit nah am Sockel grenzenden Bauteilen führt. Nachdem die korrekte Position ermittelt wurde, kann der Prozessor dünn und gleichmäßig mit Wärmeleitpaste bestrichen werden, wozu sich eine Kunststoffkarte ähnlich einer Kreditkarte sehr gut eignet. Jetzt werden die Halteklammern der einen Seite, bei leicht schräg gehaltenem Kühler, in die Ösen des Retention-Rahmens eingehakt. Anschließend wird die andere Seite heruntergedrückt, so dass auch die beiden anderen Halteklammern sicher in die Ösen einrasten können. Erst nachdem der sichere Sitz der vier Halteklammern überprüft und das 3-Pin Anschlusskabel des Lüfters mit dem entsprechenden Mainboardanschluss verbunden wurde, kann der Kühler in Betrieb genommen werden. Im direkten Vergleich zum
AMD Boxed Kühler und dem
Thermaltake Silent Boost K8 - deren Montage sich überaus vorbildlich darstellt - muss man beim ichbinleise® Cooler 1210 ein paar Handgriffe mehr in Kauf nehmen. Insgesamt betrachtet hält sich der Montageaufwand jedoch im Rahmen. Beim
Zalman CNPS7700-Cu muss man beispielsweise noch einen Schritt weiter gehen und die auf der Rückseite des Mainboards befindliche Backplate austauschen, was den Ausbau des Mainboards voraussetzt. Abschließend sollte noch erwähnt werden, dass der Ausbau eines Kühlers bei Prozessoren mit Heatspreadern im Allgemeinen immer mit Vorsicht zu genießen ist. Durch die wesentlich größere Auflagefläche gegenüber Prozessoren ohne Heatspreader, wirkt die Wärmeleitpaste wie ein Klebefilm. Bei Unachtsamkeit kann dies dazu führen, dass der Prozessor beim Entfernen des Kühlers mit aus dem Sockel gezogen wird und sich die feinen Pins dadurch verbiegen. Der Ein- und Ausbau eines Kühlers sollte auch in Zeiten von AMD Athlon 64 und Intel Pentium 4 Prozessoren mit entsprechender Sorgfalt durchgeführt werden.
Kühlleistung:
Um die Leistung des Kühlers zu ermitteln, wird dieser nicht einfach nur auf einer offenen Kühlerprüfstation getestet, sondern prasixnah in einem speziell für Silent-Kühler zusammengestellten Testsystem. Ohne zusätzliche Gehäuselüfter und lediglich mit einem modifizierten Ultra-Silent Netzteil bestückt, werden alle Kühler in diesem System unter absolut gleichen Bedingungen betrieben. Der im Erdgeschoss befindliche Messraum bietet Sommer wie Winter optimale Testbedingungen bei nahezu gleichbleibender Umgebungstemperatur. Damit die teils filigranen Temperaturunterschiede aufgezeigt werden können, wird stets die gleiche Wärmeleitpaste verwendet. Ebenso wird großer Wert auf eine exakte Betriebsspannung des Lüfters gelegt. Daher wird diese nicht über das Mainboard selbst, sondern von einem externen Labornetzteil bezogen. Nur die Drehzahl des Lüfters wird über ein spezielles Adapterkabel vom Mainboard ausgelesen. Damit die ermittelten Ergebnisse weitgehend auch für Prozessoren mit höherer Verlustwärme übertragbar sind, wurde der AMD Athlon 64 3000+ Prozessor moderat auf 2,4 GHz übertaktet, was einem AMD Rating von 4000+ entspricht. Bei den angegebenen Temperaturwerten handelt es sich um Prozessorkerntemperaturen. Der kritische Bereich bei der im Test verwendeten Mainboard/Prozessor Kombination beginnt bei ca. 75°C. Bei der Verwendung von Gehäuselüftern nach ATX Spezifikation, stellt sich die Kühlleistung des getesteten Kühlers theoretisch um 7 bis 9°C besser dar.
Was die Kühlleistung betrifft, spielt der ichbinleise® Cooler 1210 trotz langsam rotierendem Ultra-Silent Lüfter (950 U/min) mühelos in der Oberliga. Das Leistungsdefizit von 3°C gegenüber dem deutlich schneller drehenden Zalman CNPS7700-Cu (1.900 U/min) relativiert sich anhand des mehr als 7 dB(A) niedrigeren Betriebsgeräusches. Die im 7,0 Volt Betrieb (550 U/min) ermittelten Prozessortemperaturen können sich ebenfalls sehen lassen und sind mit gemessenen 51°C im ausgelasteten Zustand weit von der kritischen Temperaturgrenze (ca. 75°C) entfernt. Aufgrund der hohen Anlaufspannung des Lüfters (ca. 6,9 Volt) und etwaiger Serienstreuung, sollte der sichere Start des Lüfters erst mehrere Male gewissenhaft überprüft werden. Durch das grundlegend neue Layout des Kühlers, könnten sich spekulativ ein paar interessante Nebeneffekte ergeben. Wie auf dem untersten Bild zu erkennen ist, profitieren neben den MOS FETs und Elkos auch die Grafikkarte (insofern diese über einen oben liegenden Kühlkörper verfügt) und der passive Chipsatzkühler von der Lamellenanordnung des Kühlers. Anders als beim Zalman CNPS7700-Cu - der zwar alles in der näheren Umgebung kühlt aber gleichzeitig den standardgemäßen Airflow des Systems beeinflußt - gelangt der Luftstrom beim Kühlkörper des ichbinleise® Cooler 1210 zum Großteil aus zwei Richtungen ins System. In Richtung Grafikkarte und in Richtung Netzteil. Durch diesen Umstand und der niedrigeren Lüfterdrehzahl gegenüber dem Zalman, kommt es zu einer geringeren Luftverwirbelung im Gehäuse.
Als Referenz dieser Kategorie dient das Messergebnis des
AMD Boxed Kühlers. Mit diesem relativ schlicht und wohl in nahezu jedem Haushalt anzutreffenden Standardkühler, werden alle Prüflinge verglichen. Dadurch soll der Leser die Kühlleistung der getesteten Kandidaten besser bzw. leichter beurteilen können.
|
AMD Athlon 64 Winchester 3000+ @ 2,4 GHz - Core Temp
|
Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse und arbeitsplatzkonformen Abstand - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquellen lediglich ein modifiziertes Ultra-Silent Netzteil und eine entkoppelt und gedämmte Silent-Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Kühlers nicht beeinflussen. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
In puncto Lautstärke dürfte der ichbinleise® Cooler 1210 den derzeit leisesten aktiv ventilierten Kühler des schwäbischen Meisterbetriebs darstellen. Bereits im 12,0 Volt Betrieb, welcher im Allgemeinen bei fast jedem Kühlern ein zu lautes Betriebsgeräusch offeriert, glänzt der Flüsterkühler bereits mit einem superleisen Betriebsgeräusch von 25,5 dB(A). Dieser Wert wurde bislang nur vom Thermalright AX-7 Dirkvader-Edition (Sockel A) erreicht, auf welchem ein entkoppelter Papst 8412 N/2GL seinen Dienst mit 1.500 U/min verrichtete. Somit empfiehlt sich der ichbinleise® Cooler 1210 auch für die kritische Silent-Gemeinde. Alle den jenigen, die sogar das Gras wachsen hören, sei der 7,0 Volt Betrieb ans Herz gelegt. Mit unter herkömmlichen Bedingungen nicht mehr wahrnehmbaren 21,5 dB(A), setzt der Flüsterkühler eine neue Bestmarke. Die Prozessortemperatur erhöht sich analog dazu um 3°C.
Als Referenz dieser Kategorie dient ebenfalls das Messergebnis des
AMD Boxed Kühlers. Mit diesem relativ schlicht und wohl in nahezu jedem Haushalt anzutreffenden Standardkühler, werden alle Prüflinge verglichen. Dadurch soll der Leser das Betriebsgeräusch der getesteten Kandidaten besser bzw. leichter beurteilen können.
|
AMD Athlon 64 Winchester 3000+ @ 2,4 GHz - Noise Level
|
Testrechner:
- Motherboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (Chipsatz passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 Winchester 3000+ @ 2,4 GHz
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Speicher: 1GB GeIL Dual Channel PC3200 400MHz DDR
- Grafikkarte: ATi Radeon 9500 Pro 128MB (Zalman ZM80A-HP)
- Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® Box HDD 10)
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Stahlblech/geschlossen)
- Netzteil: A Conto NoiseMagic Enermax 1500 NMT-2 (Ultra-Silent)
- Gehäuseventilation: keine Gehäuselüfter
- Datenträgerverbindung: Rounded-Silver-Cable
- Betriebssystem: Microsoft Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95
- Zimmertemperatur: 20°C +/- 0,5°C
Fazit:
Das herausragende Abschneiden des ichbinleise® Cooler 1210 hat nicht wirklich überrascht. Wer zuvor den Testbericht des ichbinleise® Cooler 919 AR gelesen hat, konnte dies aufgrund der auserwählten Basis bereits vermuten. In puncto Kühlleistung reiht sich der Flüsterkühler mit 3°C Differenz hinter dem Zalman CNPS7700-Cu in die Charts ein. Beeindruckend hierbei ist die Tatsache, dass dieser mit einer doppelt so hohen Lüfterdrehzahl zu Werke geht und demzufolge einen deutlich höheren Geräuschpegel offeriert. Trotz der niedrigen Drehzahl von 950 U/min, muss der Schwabenkühler kühlleistungsseitig keinen der Konkurrenten ernsthaft fürchten. Nur bei extrem übertakteten Prozessoren könnte ein stärkerer Lüfter eventuell Sinn machen. Der im Test von 1,8 auf 2,4 GHz übertaktete AMD Athlon 64 Prozessor wurde jedoch mehr als ausreichend gut gekühlt. Was das Betriebsgeräusch betrifft, setzt der ichbinleise® Cooler 1210 neue Bestmarken. Bereits im 12,0 Volt Betrieb muss man schon sehr genau hinhören, um das Lüftergeräusch mit 25,5 dB(A) wahrzunehmen. Mit ca. 21,5 dB(A) im 7,0 Volt Betrieb ist der ichbinleise® Cooler 1210 unter normalen Bedingungen dann aber nicht mehr wahrzunehmen. Aufgrund der hohen Startspannung von ca. 6,9 Volt und etwaiger Serienstreuung, sollte der sichere Anlauf des Lüfters jedoch mehrmals geprüft werden. Die Verarbeitung des Kühlers selbst, sowie alle nachträglich durchgeführten Umbauarbeiten seitens ichbinleise.de können als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Die Montage des Kühlers geht zwar relativ einfach von der Hand, fordert vom Anwender aber deutlich mehr Einsatz als es z.B. beim AMD Boxed Kühler der Fall ist. Insgesamt betrachtet hält sich der Montageaufwand jedoch im Rahmen. Der Lieferumfang lässt nichts vermissen. Lediglich der hauseigenen Einbauanleitung könnte mal wieder ein Update wiederfahren. Der hohe Anschaffungspreis von EUR 79,90 ist als Salz in der Suppe zu werten. Jedoch wird der clevere Rechner schnell feststellen, dass der Preisunterschied gegenüber dem Einzelkauf aller benötigten Bauteile nur ca. EUR 4,00 beträgt. Ob sich hier die mühevolle Handarbeit und der Verlust der Garantie lohnt, bleibt jedem selbst überlassen. Schluss Fazit: Der wohl derzeit leiseste AMD Athlon 64 und Intel Pentium 4 Kühler zeichnet sich insbesondere durch eine überragende Relation von Kühlleistung zu Betriebsgeräusch aus. Die Top Empfehlung für Silent-Enthusiasten!
Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt dem Geschäftsführer von MR Computertechnik GmbH Co. KG - Herrn Michael Ruoff.
Links zum Thema:
www.ichbinleise.de [ Vertrieb ]
|