Windows XP optimieren IV

Falls Sie Probleme oder Fragen zu den unten stehenden Windows XP Tipps & Tricks haben, können Sie diese gerne schriftlich per e-Mail an uns richten. Des Weiteren freuen wir uns über jeden weiteren hilfreichen Tipp, der die Arbeit mit Windows XP einfacher und bequemer macht. Wenden Sie sich bitte auch hierzu an folgende e-Mail Adresse: support@dirkvader.de.



76. Windows XP komplett defragmentieren:
Leider kann die Defragmentierung unter Windows XP in den Standardeinstellungen niemals komplett durchgeführt werden, da die Auslagerungsdatei nicht in die Defragmentierung einbezogen werden kann. Der Grund hierfür ist, dass XP auch während der Defragmentierung auf diese zugreift. Deshalb sollte man die Auslagerungsdatei vor einer Defragmentierung vorübergehend manuell deaktivieren:

  • Windows-Taste + Pause / Erweitert / Systemleistung / Erweitert / Virtueller Arbeitsspeicher / Ändern
  • Hier ist nun der Wert für die Auslagerungsdatei über den Radio-Button auf "Keine Auslagerungsdatei" zu setzen

Nach erfolgter Defragmentierung muß die Auslagerungsdatei natürlich wieder eingeschaltet werden, wobei der 1,5-fache Wert des installierten Arbeitsspeichers der "Anfangsgröße" und das 3-fache der "Maximalen Größe" entspricht. Außerdem sollte man auch unter dem Registryzweig "HKEY_LOCAL_MACHINE / Software / Microsoft / Dfrg / BootOptimizeFunction" nochmals kontrollieren ob hier der Wert für "Enable" auf "Y" steht, damit auch die Bootsektoren von Windows automatisch defragmentiert werden.


77. Exploreransicht als Standard für Ordner:
Wenn man unter Arbeitsplatz auf einen beliebigen Ordner oder Laufwerk klickt wird das Ziel vom System automatisch in der Ordneransicht geöffnet. Leider fällt es in dieser Ansicht aber schwerer als im Explorer in andere Verzeichnisebenen zu springen. Wer sich aus diesem Grund wünscht alle Ordner, Laufwerke und auch den Arbeitsplatz in der Exploreransicht zu öffnen, kann folgenden tweak durchführen:

  • Start / Arbeitsplatz / Extras / Ordneroptionen / Dateitypen
  • hier ist nun zum 2. Eintrag mit dem Ordner Symbol zu scrollen, der den Namen "Ordner" trägt
  • bei markiertem Eintrag "Ordner" ist im unteren Teil die Schaltfläche "Erweitert" anzuklicken
  • im darauf folgenden Fenster ändert man den Standard zum Öffnen der Ordner und Laufwerke über die gleichnamige Schaltfläche "Als Standard" auf "explore"
  • auch die Checkbox "Erweiterungen immer anzeigen" sollte man bei der Gelegenheit gleich markieren, damit Dateiendungen immer angezeigt werden

78. Suchfunktion optimieren:
Die in XP integrierte Suchfunktion hilft dem Anwender nach Dateien, Ordnern oder auch Netzwerk-PC's zu suchen. Dabei ist es auch möglich im Suchassistenten erweiterte Einstellungen vorzunehmen mit denen z. B. die Suche in Unterordnern, Systemordnern oder auch nach versteckten Objetkten möglich ist. Leider kann sich Windows die vom Benutzer für die Suche festgelegten Optionen nicht immer korrekt merken, so dass die Einstellungen immer wieder erneut vorgenommen werden müssen. Ist dies der Fall, schafft ein kleiner Eingriff in die Registry Abhilfe:

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / Explorer
  • auf der rechten Seite der Registry befinden sich mehrere Einträge, die das Suchverhalten steuern:
  • CaseSensitive - Groß-/Kleinschreibung wird berücksichtigt
  • IncludeSubFolders - bezieht Unterordner ein
  • SearchHidden - sucht auch nach versteckten Objekten
  • SearchSlowFiles - bezieht auch Bandsicherungen mit ein
  • SearchSystemDirs - sucht auch in Systemordnern

Bei den DWord-Werten ist zu beachten, dass eine dezimale "0" die Funktion abschaltet bzw. eine dezimale "1" die Funktion aktiviert.


79. Festplatten-Standardtools gegen Fremdanbietertools austauschen:
Wenn man auf ein Festplattenlaufwerk einen Rechtsklick ausführt und im darauf folgenden Kontextmenü den Befehl "Eigenschaften" öffnet, hat man anschließend auf dem Reiter "Extras" die Möglichkeit mit Hilfe 3 verschiedener Windows Programme eine "Fehlerprüfung", "Defragmentierung" oder auch "Sicherung" durchzuführen. Zusätzlich besteht unter dem Reiter "Allgemein" noch die Möglichkeit die Festplatte zu "Bereinigen". Drei dieser Funktionen können an dieser stelle aber auch (besser?) durch Festplattentools von Fremdanbietern wie z. B. Acronis o. ä. durchgeführt werden. Wenn man nicht auf den Komfort verzichten möchte die gewünschte Festplattenoperation wie gewohnt über das Kontextmenü des jeweiligen Laufwerks aufzurufen, kann man über die bereits genannten Buttons - bis auf das Tool zur Festplattenüberprüfung (Chkdsk) - auch die Tools der Fremdanbieter starten. Dafür ist ein Eingriff in die Registry nötig:

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_LOCAL_MACHINE / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / Explorer / MyComputer
  • Unter dem Schlüssel "MyComputer" befinden sich weitere Unterschlüssel auf der linken Seite der Registry:
  • BackupPath - Sichern (z. B. Imageprogramm)
  • CleanupPath - Bereinigen
  • DefragPath - Defragmentieren
  • Der Standardwert (REG_EXPAND_SZ) der jeweiligen Schlüssel ist auf das Programm (.exe) zu ändern, dass anstelle des Windows-Standardtools verwendet werden soll

80. DFÜ-Verbindung auch bei Benutzerwechsel aufrecht erhalten:
Wer aus verschiedenen Gründen gerne seine DFÜ-Verbindung auch bei einem Benutzerwechsel aufrechterhalten möchte, was die Performance allerdings nicht verbessert, kann dies über einen Eingriff in der Registry bewerkstelligen:

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_LOCAL_MACHINE / Software / Microsoft / WindowsNT / CurrentVersion / Winlogon
  • bei markiertem Schlüssel "Winlogon" ist auf die rechte Seite der Registry zu wechseln und dort eine neue Zeichenfolge mit dem Namen " KeepRASConnections" zu erzeugen
  • der Wert von "KeepRASConnections" ist auf "1" zu setzen, damit die DFÜ Verbindung beim Benutzerwechsel aktiviert bleibt

81. Windows Prozesse enträtselt:
Windows verwendet im Betrieb eine Vielzahl von Prozessen, deren Funktionen sich meist hinter kryptischen Namen verbergen, die dem Benutzer keinerlei Anhaltspunkte geben, was der jeweilige Prozess eigentlich für Aufgaben erfüllt. Auch Schädlinge wie Viren und Würmer werden als Prozess ausgeführt, weshalb Kenntnis über die erlaubten Prozesse auch dazu mithilft z. B. im Taskmanager zu überprüfen, ob sich nicht eine Schadensroutine gerade in der Ausführung befindet. Auf den Seiten der Homepage www.ProcessLibrary.com findet sich die umfangreichste Sammlung aller bekannten Windows-Prozesse im Netz, wobei auch DLL's berücksichtigt werden. Die Seite ist mit einer guten Suchfunktion und einem alphabetischen Verzeichnis ausgestattet. Nicht vorhandene Prozesse, deren Aufnahme in die Datenbank sicher gute Chancen hat, können den Betreibern der Seite per e-Mail mitgeteilt werden.

Link: http://www.processlibrary.com/


82. Einträge in der Ereignisanzeige entschlüsselt:
In Windows XP kann man über "Systemsteuerung/Verwaltung/Ereignisanzeige" das Logbuch des Betriebssystems einsehen. Dabei besitzt jedes Ereignis eine feste Kennziffer, die man bereits der Übersicht entnehmen kann, oder erfährt sobald man auf ein Ereignis doppelklickt. Anhand dieser "Ereigniskennung" kann man auf der Seite http://www.eventid.net/search.asp nach weiteren Informationen zu dem betreffenden Ereignis suchen, sofern der Microsoft-Link in der Ereignisbeschreibung zu keinem guten Ergebnis geführt hat. Zur besseren Abgrenzung kann man auch im zweiten Eingabefeld der Suchmaske der Seite noch die Informationen aus "Quelle" der Ereignisanzeige eingeben, wie z. B. "DCOM", da viele Fehler mehrere Ursachen haben können. Der Inhalt der Seite setzt sich hauptsächlich aus den Erfahrungen von Windows-Administratoren mit den jeweiligen Events zusammen, wobei leider manche weiterführenden Informationen der Seite nicht kostenlos sind. Diese sind den registrierten Benutzern gegen Gebühr vorbehalten, wobei sich eine Registrierung als "Nicht-Admin" aber kaum lohnen dürfte. Schon alleine der freie Bereich ist aber oft einen Besuch der Seite Wert.

Link: http://www.eventid.net/search.asp


83. Verschobene Festplatten-Laufwerksbuchstaben wiederherstellen:
Beim Hinzufügen oder Entfernen von zusätzlichen (Wechsel-) Festplatten kann es unter Windows XP unter Umständen vorkommen, dass der Laufwerksbuchstabe der Systempartition C:\ verschoben wird. Die Systempartition wird dann z. B. als F:\ angezeigt, obwohl eigentlich nur noch eine einzige Festplatte im PC verbaut ist bzw. die zusätzliche Festplatte am Slave-Abgriff des IDE-Kabels hängt. Nur über die Registry kann man dann die Festplattenbuchstaben wieder richtig sortieren, da die Datenträgerverwaltung unter XP keine Änderungen an der Bezeichnung der Systempartition zulässt.

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_LOCAL_MACHINE / SYSTEM / MountedDevices
  • auf der rechten Seite der Registry findet man das falsche System-Laufwerk z. B. in der Bezeichnung "\DosDevices\C:"
  • diesem Laufwerk gibt man einen neuen Namen, indem man den letzten Buchstaben zugunsten des vertauschten Buchstabens abändert, den dieses Laufwerk eigentlich haben sollte, z. B. "\DosDevices\F:"
  • anschließend ist der Laufwerksbuchstabe C\: wieder für die eigentliche Systempartition verfügbar; hier ändert man jetzt den Laufwerksbuchstaben in denjenigen, den vorher das "falsche System-Laufwerk" hatte, also "\DosDevices\C:"

Nach einem Neustart des PC's kann man den Erfolg der Operation im Explorer begutachten.


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