Windows XP optimieren III

Falls Sie Probleme oder Fragen zu den unten stehenden Windows XP Tipps & Tricks haben, können Sie diese gerne schriftlich per e-Mail an uns richten. Des Weiteren freuen wir uns über jeden weiteren hilfreichen Tipp, der die Arbeit mit Windows XP einfacher und bequemer macht. Wenden Sie sich bitte auch hierzu an folgende e-Mail Adresse: support@dirkvader.de.


51. Einige Systemvariablen, die das Arbeiten mit der Wiederherstellungskonsole erleichtern
52. Windows XP automatisch reparieren
53. Windows XP merkt sich die Ordneransicht nicht
54. Bilder im Internet Explorer automatisch maximiert anzeigen
55. Einwahl des Internet Explorers über Dial on Demand beschleunigen
56. Eigene User-Passwörter generieren
57. Öffnen- und Speicherdialoge in Office-Anwendungen optimieren
58. Wartedauer nach dem Bootvorgang eliminieren
59. Bootdauer verkürzen
60. Internes ZIP-Programm von XP deaktivieren
61. Internen XP Festplatten-Benchmark deaktivieren
62. Den Ruhezustand deaktivieren
63. Die automatische Wiederherstellungsfunktion deaktivieren
64. Remoteunterstützung deaktivieren
65. Den Nachrichtendienst deaktivieren
66. Windows Ordner mit Hintergrundbildern ausstatten
67. Shortcuts
68. Favoriten sichern
69. Favicons dauerhaft in den Favoriten anzeigen lassen
70. Widerspenstige Startseite im Internet Explorer loswerden
71. Dateizuordnungen im Explorer korrigieren
72. Unbekannte Dateitypen schneller öffnen
73. Probleme mit USB-Geräteerkennung beheben
74. Standardverzeichnis für Programminstallationen ändern
75. Kopierbefehl des Kontextmenüs anstelle von "Senden an" erweitern


51. Einige Systemvariablen, die das Arbeiten mit der Wiederherstellungskonsole erleichtern:
Leider bietet die Wiederherstellungskonsole standardmäßig nicht den selben Komfort wie die Eingabeaufforderung, was sich vor allem am Fehlen einiger sehr wichtiger Befehle äußert. Mit Hilfe bestimmter Systemvariablen, von denen anschließend eine kleine Auswahl beschrieben wird, ist es jedoch möglich, bestimmte Funktionen in der Wiederherstellungskonsole freizuschalten und so zumindest einen Teil der Funktionalität der Eingabeaufforderung herzustellen.

Zum Anlegen der Systemvariablen in folgendes Verzeichnis wechseln:

  • Start / Systemsteuerung (klassische Ansicht) / System / Erweitert / Umgebungsvariablen

Im anschließend erscheinenden Pop-Up Fenster sind oben und unten 2 Tabellen zu erkennen, von denen die obere für Benutzervariablen steht und die untere für Systemvariablen. Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass Benutzervariablen nur für den jeweiligen Benutzer zur Verfügung stehen, Systemvariablen aber dem gesamten System und allen Benutzern. Wichtig: Beim Arbeiten mit Systemvariablen gilt es zu beachten, dass alle Änderungen ohne vorherige Sicherheitsabfrage übernommen werden. Es empfiehlt sich daher nur selbst angelegte Systemvariablen zu ändern oder zu löschen, da sonst die Systemstabilität extrem gefährdet ist.

Will man nun eine Systemvariable für die Wiederherstellungskonsole anlegen, ist hierfür die untere Tabelle mit den Systemvariablen von Interesse:

  • Eine Neue Systemvariable: Schaltfläche "Neu"
  • Eine bestehende Systemvariable bearbeiten: die Variable markieren (anklicken) und dann Schaltfläche "Bearbeiten"
  • Eine Systemvariable löschen: die Variable markieren (anklicken) und dann Schaltfläche "Löschen"

Nachdem man zum anlegen der hier benötigten Systemvariablen auf "Neu" geklickt hat, erscheint ein weiteres Pop-Up Fenster, in deren obere Zeile die Werte der linken Spalte der folgenden Tabelle eingetragen werden müssen. Die Werte der mittleren Spalte der nachfolgenden Tabelle gehören dann demzufolge in die untere Zeile des Pop-Up Fensters für "Neu".

Hier nun die Tabelle:

Systemvariable: Wert: Beschreibung:
AllowWildCards True Erlaubt das Einsetzen von Jokerzeichen (Wildcards) in der Wiederherstellungskonsole (z.B. DEL *.TXT).
AllowAllPath True Erlaubt den Zugriff auf beliebige Verzeichnisse mit Hilfe des CD-Befehls. Standardmäßig ist der Verzeichniswechsel über die WHK nicht erlaubt (False). Die Bearbeitung ist auf das Systemverzeichnis eingeschränkt.
AllowRemovableMedia True Ermöglicht das Kopieren von Verzeichnissen und/oder Dateien auf Wechselmedien in der WHK.
NoCopyPromt True Unterdrückt die Sicherheitsabfrage beim Überschreiben von Dateien im Rahmen von Kopiervorgängen.

52. Windows XP automatisch reparieren:
Bei Windows Problemen ist es in vielen Fällen, die mir unter anderem auch aus dem e-Mail Support bekannt geworden sind, nur sehr schwierig möglich das eigentliche Problem einwandfrei zu identifizieren. Aber auch falls dies gelingen sollte hat man nicht immer unbedingt den passenden Befehl für WHK & Co. parat. Sollte XP also nicht mehr starten oder im Betrieb irgendwelche Zicken machen, kann man bevor man zur brutalen Neuinstallation greift immer noch versuchen erst mal die automatische Reparatur durchzuführen, bei der alle Daten und installierten Programme erhalten bleiben und nur die defekten Systemdateien mit unbeschädigten von der XP CD ersetzt werden.

Für die automatische Reparatur ist folgendes Vorgehen notwendig:

  • während des BIOS Bootscreens mit der "Entf-Taste" ins BIOS gehen (siehe Mainboard Gebrauchsanleitung)
  • im Register "Boot" (mit den /images/pfeiltasten zu erreichen) mit den "+" und "-" Tasten ein Bootfähiges CD oder DVD Laufwerk an die erste Stelle in der Bootreihenfolge setzen
  • die Windows XP CD in das gewählte Laufwerk einlegen und Laufwerk schließen
  • mit den /images/pfeiltasten oder Esc in das Register Exit wechseln und hier "Exit & Save Changes" auswählen und mit OK bestätigen
  • Der Bootvorgang beginnt nun von neuem unter den veränderten BIOS Einstellungen
  • bei der Aufforderung, ob von der CD gestartet werden soll "eine beliebige Taste drücken", damit der PC von der CD bootet
  • für einen Moment lang werden jetzt die Setup-Daten geladen, was man an der grauen Statusleiste unten erkennen kann (unter Umständen hier den Raid-Treiber nicht vergessen - F6)
  • die Lizenzvereinbarungen von MS mit F8 bestätigen
  • nun wird die Seite angezeigt, auf der man auswählen kann ob man XP neu installieren (EINGABE-Taste), oder mit Hilfe der WHK reparieren (R-Taste) möchte
  • für die automatische Reparatur muss die "EINGABE-Taste" gedrückt werden
  • das Setup scant jetzt die Festplatte nach vorhandenen Partitionen und zeigt diese in der unteren Tabelle mit den darin bereits installierten Windows Versionen an
  • mit den /images/pfeiltasten "nach Oben" und "nach Unten" ist jetzt die zu reparierende Installation zu markieren, so das sie weiß hinterlegt angezeigt wird
  • jetzt muß man nur noch die "R-Taste" drücken und die Sicherheitsabfrage bestätigen, damit die automatische Reparatur beginnen kann
  • das ganze sieht erst mal so aus, als ob man XP neu installieren würde - also nicht erschrecken, die Daten, Programme und Einstellungen bleiben alle erhalten
  • am Ende des Setups muß außerdem nocheinmal der CD-Code eingegeben werden

53. Windows XP merkt sich die Ordneransicht nicht:
Auf sehr vielen Systemen hat XP leider die Eigenheit sich die jeweils im Explorer eingestellte Ordneransicht (z.B. Miniaturansicht, Kacheln, ...) nicht dauerhaft "zu merken" und stattdessen wieder auf die Standardansicht zurück zu wechseln. Diesem Ärgernis kann folgendermaßen Abhilfe geschaffen werden:

  • überprüfen ob in den Ordneroptionen des Explorers die Option "Ansichtsoptionen für jeden Ordner speichern" aktiviert ist
  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / ShellNoRoam / BagMRU
    >> den Ordner "BagMRU" auf der linken Seite der Registry markieren und löschen
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / ShellNoRoam / Bags
    >> den Ordner "Bags" auf der linken Seite der Registry markieren und löschen
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / Shell / BagMRU
    >> den Ordner "BagMRU" auf der linken Seite der Registry markieren und löschen
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / Shell / Bags
    >> den Ordner "Bags" auf der linken Seite der Registry markieren und löschen
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / ShellNoRoam
    >> den markierten Ordner "ShellNoRoam" mit der rechten Maustaste anklicken und aus dem Kontextmenü den Befehl "Neu / DWORD-Wert" auswählen. Anschließend erscheint auf der rechten Seite der Registry ein neuer unbenannter DWORD-Wert. Diesen nun markieren und über das Kontextmenü in "BagMRU Size" umbenennen (Dabei den Leerschritt zwischen BagMRU und Size beachten). Nun ist dessen Wert noch durch Doppelklick mit der linken Maustaste auf den Namen in Dezimal 1000 zu ändern.
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / Shell
    >> den markierten Ordner "Shell" mit der rechten Maustaste anklicken und aus dem Kontextmenü den Befehl "Neu / DWORD-Wert" auswählen. Anschließend erscheint auf der rechten Seite der Registry ein neuer unbenannter DWORD-Wert. Diesen nun markieren und über das Kontextmenü in "BagMRU" umbenennen. Nun ist dessen Wert noch durch Doppelklick mit der linken Maustaste auf den Namen in Dezimal 1000 zu ändern (oder eben gleicher Wert wie bei "BagMRU Size").

Nach einem Neustart werden die Änderungen an der Registry übernommen und die Ordneransichten können nun dauerhaft eingerichtet werden. Sollte der Wert 1000 für die Ordneransichten nicht ausreichend sein, kann (auf eigene Gefahr) mit größeren Werten ohne weiteres experimentiert werden.

54. Bilder im Internet Explorer automatisch maximiert anzeigen:
Der Internetexplorer verkleinert in den Standardeinstellungen viele Bilder auf Webseiten, die dann erst umständlich wieder mit der Maus durch überfahren des Bildes und anschließendes klicken auf das orangefarbene Maximierungssymbol in der unteren rechten Ecke des Bildes auf die tatsächliche Größe geändert werden können. Einfacher geht es indem man in den Einstellungen des Browsers die automatische Bildgrößenanpassung deaktiviert:

  • IE starten
  • Extras / Internetoptionen / Erweitert
  • nach unten scrollen und unter "Multimedia" das Häkchen vor "Automatische Bildgrößenanpassung aktivieren" entfernen

55. Einwahl des Internetexplorers über Dial on Demand beschleunigen:
Um mit dem IE im Internet surfen zu können ist zuvor der Aufbau einer DFÜ-Verbindung notwendig, deren Herstellung im Normalfall mehrere Mausklicks benötigt. Schneller geht das Ganze, wenn man auf die Verwendung des IE eigenen Einwahlprogramms (=Dialer) verzichtet und stattdessen in der Dienstverwaltung von Windows XP eine Anpassung auf "Dial on Demand" (DoD) vornimmt. Durch DoD entfällt bei Aufruf des IE jeder weitere Mausklick und jedes weitere Fenster, das bisher zur Abfrage und Bestätigung benötigt wurde.

  • Start / Systemsteuerung / Verwaltung / Dienste
  • der Starttyp der Dienste "RAS-Verbindungsverwaltung", "Telefonie" und "Verwaltung für automatische RAS-Verbindung" ist jeweils von "manuell" auf "automatisch" umzustellen
  • für die Umstellung Doppelklick auf den Namen / unter "Starttyp" gewünschten Typ auswählen / mit "Übernehmen" und "OK" bestätigen
  • Start / Systemsteuerung / Netzwerkverbindungen
  • hier Rechtsklick auf die Netzwerkkarte, an der das Internetmodem angeschlossen ist
  • Eigenschaften / Allgemein
  • hier das Häkchen vor Internetprotokoll (TCP/IP) entfernen und mit OK bestätigen (auch Sicherheitshinweis bestätigen)
  • Start / Systemsteuerung / Netzwerkverbindungen
  • hier Rechtsklick auf die eingerichtete Internetverbindung (bei der TCP/IP aktiviert bleiben muß) z.B. "T-Online"
  • Eigenschaften / Optionen / Wähloptionen
  • das Häkchen vor "Status während des Wählens anzeigen" und vor "Name, Kennwort, Zertifikat usw. abfragen" entfernen
  • Rechner-Neustart durchführen
  • Start / Systemsteuerung / Netzwerkverbindungen / Erweitert (oben) / DFÜ-Einstellungen... / Automatisches wählen
  • hier das Häkchen bei "Vor dem automatischen Wählen immer nachfragen" entfernen

Positiver Nebeneffekt dieser Umstellung auf DoD ist auch, dass einige Programme, für die man vorher erst die Internetverbindung manuell konfigurieren musste, von nun an auf den DoD Service zurückgreifen, wodurch deren Verbindungskonfiguration entfällt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das jeweilige Programm eine DNS-Anfrage an das Betriebssystem stellt. Weiterhin positiv zu erwähnen ist auch, dass der Balloon-Tip in der Taskleiste, der über die aktivierte Internetverbindung informiert, nach der Umstellung nach kurzer Zeit automatisch ausgeblendet wird.

56. Eigene User-Passwörter generieren:
Unter Windows XP und auch im Internet braucht man heute eigentlich für jeden Krimskrams ein eigenes Passwort. Und das ist auch gut so. Aber wem fällt schon immer auf anhieb ein sicheres Passwort ein, dass nicht gerade dem Namen des Haustiers oder dem Geburtsdatum der Freundin entspricht? Abhilfe schafft hier ein kleines Freeware-Tool mit Namen "TWPassGen". Das Tool generiert auf Knopfdruck ein zufälliges Passwort, dass aus Zahlen und Buchstaben besteht und dessen Länge man frei wählen kann. Das generierte Passwort ist dabei einmalig, also keine Angst vor anderen TWPassGen-Benutzern.

57. Öffnen- und Speicherdialoge in Office-Anwendungen optimieren:
Will man aus einer Officeanwendung heraus eine Datei öffnen oder speichern, findet man auf der linken Seite des anschließend erscheinenden Pop-Ups unter der Spaltenüberschrift "Speichern in:" eine Reihe von Standardordnern, die durch einfaches anklicken aktiviert werden können. Diese Ordner erleichtern das Arbeiten allerdings nur bedingt, da man sich z.B. im Ordner "Eigene Dateien" trotzdem immer noch selbst zum eigentlichen Zielordner hindurchklicken muß. Viel einfacher wäre es also die Standardordner in dieser Spalte auszublenden und stattdessen eigene Ordner einzublenden, die dann in allen Officeanwendungen an dieser Stelle zur Verfügung stehen. Außerdem ist es noch möglich das Pop-Up Fenster um unbenötigte Funktionen zu entschlacken.

a) Standardordner ausblenden:

  • Start / Ausführen / regedit
  • bei Verwendung von Office 2000:
    HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Office / 9.0 / Common / Open Find / Places / StandardPlaces
  • bei Verwendung von Office XP:
    HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Office / 10.0 / Common / Open Find / Places / StandardPlaces
  • Folgende Ordner werden unter "StandardPlaces" angezeigt:
    Desktop, Favorites (Favoriten), MyDocuments (Eigene Dateien), Publishing (Netzwerkumgebung), Recent (Verlauf);
  • Um einen der genannten Ordner auszublenden wird dessen Eintrag mit der linken Maustaste markiert. Anschließend wird über einen Klick mit der rechten Maustaste in das rechte Registry Fenster ein neuer DWORD-Wert angelegt. Als Bezeichnung ist "Show" einzugeben. Durch Doppelklick auf "Show" wird dem neuen DWORD-Wert noch der Wert "0" zugewiesen um den jeweiligen Standardordner auszublenden. Trägt man als Wert stattdessen eine "1" ein, wird dieser wieder eingeblendet.

b) Eigene Ordner einblenden:

  • in einem beliebigen Verzeichnis auf der Festplatte einen neuen Ordner anlegen, der den Namen erhält, der später auf der Schaltfläche angezeigt werden soll z.B. "C:\Dokumente und Einstellungen\User xy\Eigene Dateien\Eigene Texte"
  • Start / Ausführen / regedit
  • bei Verwendung von Office 2000:
    HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Office / 9.0 / Common / Open Find / Places / UserDefinedPlaces
  • bei Verwendung von Office XP:
    HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Office / 10.0 / Common / Open Find / Places / UserDefinedPlaces
  • Unter dem Schlüssel "UserDefinedPlaces" ist ein neuer Unterschlüssel mit dem Namen "Places1" anzulegen.
  • Auf der rechten Seite der Registry wird für "Places1" nun über die Befehle "Neu / Zeichenfolge" (rechte Maustaste) eine neue Zeichenfolge angelegt, deren Bezeichnung auf "Name" zu ändern ist. Als Wert für "Name" ist durch Doppelklick die Bezeichnung anzugeben, die im Öffnen- und Speichern Dialog angezeigt werden soll. Also z.B. "Eigene Texte".
  • Ebenfalls unter "Places1" ist eine weitere Zeichenfolge anzulegen deren Bezeichnung in "Path" zu ändern ist. Als Wert für "Path" ist der genaue Pfad zu dem eigenen Ordner anzugeben, der nach klick auf die neu angelegte Schaltfläche geöffnet angezeigt werden soll.
  • Will man mehrere eigene Ordner auf der linken Seite der Dialog-Box anzeigen lassen (z.B. für jede Office Anwendung einen eigenen), ist einfach jeweils ein weiterer beliebiger neuer Ordner auf Laufwerk "C:\" anzulegen und für diesen in der Registry unter "UserDefinedPlaces" so zu verfahren, wie gerade beschrieben. Dabei ändert sich dann nur die Zahl hinter "Places" jeweils um den Wert "1". D. h. es müssen einfach weitere Unterschlüssel mit dem Namen "Places2", "Places3", usw. angelegt werden.

c) Dialogbox entschlacken:

  • Start / Ausführen / regedit
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / Policies / Comdlg32
    >> falls der Schlüssel nicht existiert, ist er neu anzulegen
  • auf der rechten Seite der Registry ist für "Comdlg32" ein neuer DWORD-Wert mit einem der folgenden Namen anzulegen:

    "NoBackButton" >> blendet die "Zurück-Schaltfläche" aus
    "NoFileMRU" >> blendet den Ordner "Verlauf" aus
    "NoPlacesBar" >> blendet die linke "Ordnerleiste" aus

  • Den Namen der DWORD-Werte ist als Wert jeweils eine "1" zuzuweisen um eine Ausblendung zu erzielen. Mit einer "0" wird eine Einblendung erreicht.

58. Wartedauer nach dem Bootvorgang eliminieren:
Viele User haben auf ihrem PC (z. B. nach der Installation von Symantec Produkten) das Problem, dass Ihr PC nach dem Booten zwar den Desktop anzeigt, aber für eine Wartezeit von 30 bis 60 Sekunden auf keinerlei Eingaben reagiert. Ursache des Problems ist, dass Windows bei einer installierten Netzwerkkarte, obgleich diese evtl. nur für den Internetzugang dient, bei jedem Systemstart nach einem DHCP-Server sucht, der dem PC eine IP-Adresse zuweisen soll. Diese Suche wird immer durchgeführt, auch wenn gar kein Server oder Netzwerk vorhanden sein sollten. Abhilfe kann folgendermaßen geschaffen werden:

a) sofern tatsächlich ein Netzwerk vorhanden ist:

  • Jedem PC im Netzwerk eine eigene feste IP-Adresse zuweisen, die sich unterscheidet
  • Hierzu: unter "Netzwerkverbindungen" in der Systemsteuerung einen Rechtsklick auf den Netzwerkadapter durchführen und dort "Eigenschaften" auswählen
  • Aus der Liste der verwendeten Protokolle das TCP/IP-Protokoll markieren und dann auf die Schaltfläche "Eigenschaften" rechts unterhalb der Liste klicken
  • Hier kann jetzt eine feste IP-Adresse vergeben werden, die üblicherweise bei einem "Class C Netzwerk" aus dem Bereich von 192.168.0.1 bis 192.168.0.254 ausgewählt werden sollte (=254 mögliche Hosts)
  • Die Subnetzmaske wird automatisch ergänzt

b) sofern kein Netzwerk vorhanden ist:

  • Unter "Netzwerkverbindungen" in der Systemsteuerung einen Rechtsklick auf den Netzwerkadapter durchführen und dort "Eigenschaften" auswählen
  • Alle Protokolle die in der Liste aufgeführt sind deinstallieren und auch das TCP/IP-Protokoll deaktivieren (da es sich nicht deinstallieren lässt)
  • Stattdessen kann das RasPPPoE-Protokoll verwendet werden, dessen Installation auf der Tuning Hauptseite von Dirkvader.de beschrieben ist. Ein reine Internetverbindung ist jedoch auch ohne jedes Protokoll auf Adapterseite möglich, es muß aber in den Eigenschaften der erstellten "Breitbandverbindung" zumindest das TCP/IP-Protokoll aktiviert sein

59. Bootdauer verkürzen:
Folgende Punkte können zu einer Verbesserung der Bootgeschwindigkeit durchgeführt werden:

a) Den "Intelligenten Hintergrundübertragungsdienst" deaktivieren:

  • Start / Ausführen / services.msc
  • Den Starttyp des Dienstes auf "Deaktiviert" setzen

b) Die automatische Freigabensuche nach Netzwerkordnern und Druckern im Netzwerk deaktivieren:

  • Start / Arbeitsplatz / Extras / Ordneroptionen / Ansicht
  • Das Häkchen vor "Automatisch nach Netzwerkordnern und Druckern suchen" entfernen

c) Anzeige der "Betriebssystemliste" und der "Wiederherstellungsoptionen" deaktivieren:

  • Systemsteuerung / System / Erweitert / Starten und Wiederherstellen / Einstellungen / Systemstart
  • Hier die Häkchen vor den beiden Punkten "Anzeige der Betriebssystemliste" und "Anzeige der Wiederherstellungsoptionen" entfernen

60. Internes ZIP-Programm von XP deaktivieren:
Wer ein eigenes Packprogramm sein Eigen nennen kann, sollte den XP-Zipper deaktivieren.

  • Start / Ausführen
  • Für die Deaktivierung die Zeile "regsvr32 /u zipfldr.dll" (ohne "") eintippen und mit Return bestätigen
  • Um den Schritt rückgängig zu machen ist "regsvr32 zipfldr.dll" einzugeben

61. Internen XP Festplatten-Benchmark deaktivieren:
Während des normalen Windows Betriebes wird die Leistung der Festplatten stetig im Hintergrund gemessen und protokolliert, um diese Daten eventuell unter Systemsteuerung / Verwaltung / Leistung / Systemmonitor in einem hübschen Flow-Chart einsehen zu können. Effektiven Nutzen hat man als User daraus allerdings keinen, weshalb man diesen Performance fressenden Dienst deaktivieren sollte.

  • Start / Ausführen / "diskperf -n"

Nach einem Rechnerneustart ist der Festplatten-Benchmark von XP abgeschaltet. Um ihn evtl. wieder zu aktivieren muss man einfach noch mal "diskperf -n" eingeben.

62. Den Ruhezustand deaktivieren:
Der Windows XP Ruhezustand ist eine Funktion, die es ermöglichen soll in einer Arbeitspause Energie einzusparen, indem der Rechner in eine Art Standby-Zustand versetzt wird, bei dem es andererseits aber auch möglich sein soll, nach der Reanimation des Rechners aus diesem Zustand wieder an exakt der gleichen Stelle weiterzuarbeiten an der man den Rechner in den Ruhezustand versetzt hatte. Geöffnete Anwendungen bleiben dabei erhalten, wofür ein Abbild der aktuell im Arbeitsspeicher befindlichen Daten auf der Festplatte gespeichert wird (hiberfil.sys). Deshalb muß für die Nutzung des Ruhezustands ständig soviel Speicherplatz reserviert werden, wie in dem jeweiligen Rechner vorhanden ist. Leider unterstützen aber nicht alle Mainboards diesen Zustand einwandfrei und auch sonst kommt es mit dem Ruhezustand häufig zu Komplikationen, weshalb man diese Funktion deaktivieren sollte, wodurch auch zusätzlicher Festplattenplatz (Laptop Platte gerade voll?) freigegeben wird.

  • Start / Systemsteuerung / Energieoptionen / Ruhezustand
  • Das Häkchen vor "Ruhezustand aktivieren" entfernen

63. Die automatische Wiederherstellungsfunktion deaktivieren:
Die automatische Wiederherstellungsfunktion von Windows XP belegt maximal 12% des verfügbaren Festplattenplatzes und arbeitet dabei noch ziemlich unzuverlässig, da nach einer Wiederherstellung die Dateien und Ordner, die nach dem erstellten Wiederherstellungspunkt angelegt wurden, nicht mehr verfügbar sind. Andere Informationen und Einstellungen gehen ebenfalls einfach verloren. Deshalb sollte man um Festplattenplatz zu sparen stattdessen lieber auf ein bewährtes Backup-Programm wie z.B. Powerquest`s "Drive Image" zurückgreifen um seine sensiblen Daten und vorgenommenen Einstellungen zu sichern. Die Systemwiederherstellung kann folgendermaßen deaktiviert werden:

  • Start / Systemsteuerung / System / Systemwiederherstellung
  • Das Häkchen vor "Systemwiederherstellung deaktivieren" setzen

64. Remoteunterstützung deaktivieren:
Die Remoteunterstützung von Windows XP stellt ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko dar, dass Hackern die Möglichkeit bietet sich unerlaubten Zugriff auf den heimischen PC zu verschaffen. Sofern man diese eigentlich sinnvolle Funktion nicht benutzt ist es also ratsam die Remoteunterstützung zu deaktivieren. Als geeignetere Alternative empfiehlt sich die Verwendung eines VPN, da hier die Daten unter anderem auch verschlüsselt werden.

  • Start / Systemsteuerung / System / Remote
  • Das Häkchen bei "Remoteunterstützung" und "Remotedesktop" entfernen

65. Den Nachrichtendienst deaktivieren:
Was eigentlich zur Verbreitung von Kurznachrichten innerhalb eines lokalen Netzwerks gedacht war, wird heute nicht selten von unseriösen Spammern und Dialer-Abzockern missbraucht um nichtsahnende Internetsurfer zu erleichtern oder mit Werbebotschaften um den Verstand zu bringen. Das eigentlich fiese an diesen Mitteilungen des Windows Nachrichtendienstes ist, dass sie von ungeübten Usern nur schwer von eigentlichen Windows-Fenstern zu unterscheiden sind. Auffälligstes Merkmal ist hier das solche Textbox-Nachrichten im unteren Teil nur über eine "OK"-Schaltfläche verfügen. Gerade hierüber sollte man diese unerwünschten Pop-Up Nachrichten aber nicht versuchen zu beenden, sondern dafür das kleine Schließensymbol "x" in der rechten oberen Ecke verwenden, da man den Übeltätern sonst eventuell schon auf den Leim gegangen ist.

Zur Deaktivierung des Nachrichtendienstes ist folgendes Vorgehen erforderlich:

  • Start / Ausführen / services.msc
  • Zum Dienst "Nachrichtendienst" scrollen und über einen Rechtsklick dessen "Eigenschaften" anzeigen lassen
  • Unter "Starttyp" die Option "Deaktiviert" auswählen

Von nun an sollten nach einem Rechnerneustart keine unerwünschten Nachrichten mehr auf dem Bildschirm erscheinen.

66. Windows Ordner mit Hintergrundbildern ausstatten:
Bei früheren Windows Versionen konnte man beliebigen Ordnern im Explorer über "Ansicht" noch ein Hintergrundbild zuweisen. Windows XP lässt diese Funktion leider vermissen. Abhilfe schafft ein kleines Freeware-Tool mit Namen "Backgrounder", dass diese Funktion wieder verfügbar macht. Leider lässt das Tool in der aktuellen Version 1.0 noch die Möglichkeit vermissen die eingestellten Ordnerhintergrundbilder auch wieder zu entfernen. Um dies zu bewerkstelligen muss man einfach für den betreffenden Ordner alle versteckten Systemdateien sichtbar machen und dann die Datei "desktop.ini" manuell löschen. Nach dem Löschen ist ein schließen und erneutes öffnen des Explorers notwendig, damit die Änderung auch angezeigt wird.

67. Shortcuts:

Kombinationen mit Windows-Taste

Funktion

Windows-Taste

Startmenü ein- oder ausblenden

Windows-Taste + R

Ausführen

Windows-Taste + Pause (Unterbrechen)

Systemeigenschaften anzeigen (= gleiche Funktion wie Start/Rechtsklick auf Arbeitsplatz/Eigenschaften)

Windows-Taste + D

Zeigt den Desktop an

Windows-Taste + M

Minimiert alle Fenster

Windows-Taste + Umschalt + M

Stellt die minimierten Fenster wieder her

Windows-Taste + E

Den Explorer öffnen

Windows-Taste + F

Öffnet den Suchendialog

Windows-Taste + Strg + F

Nach einem Computer im Netzwerk suchen

Windows-Taste + F1

Hilfe- und Supportcenter

Windows-Taste + L

Sperrt den PC in Arbeitspausen (Passwort für Benutzerkonto erforderlich)

Windows-Taste + U

Öffnet den Hilfsprogramm-Manager

F-Tasten Funktion

F2

Ausgewähltes Element umbenennen

F3

Eine Datei oder einen Ordner suchen

F4

Zeigt die Adressleiste im Arbeitsplatz oder im Explorer an

Alt + F4

Aktives Element schließen oder aktives Programm beenden

Strg + F4

Aktives Dokument in Programmen schließen, in denen mehrere Dokumente gleichzeitig geöffnet sein können

F5

Aktives Fenster aktualisieren

F6

Zwischen Bildschirmelementen in einem Fenster oder auf dem Desktop umschalten

F10 (+ /images/pfeiltasten + Eingabetaste)

Menüleiste im aktiven Programm aktivieren (+ auswählen)

Umschalt + F10

Kontextmenü für das ausgewählte Element anzeigen
Strg-Taste / Misc. Funktion

Strg + A

Alles markieren

Strg + C

Kopieren

Strg + V

Einfügen

Strg + X

Ausschneiden

Strg + Z

Rückgängig

Entf

Löschen

Strg + Entf

Ausgewähltes Element permanent löschen, ohne es im Papierkorb abzulegen

Strg + ziehen

Ausgewähltes Element kopieren

Strg + Umschalt + ziehen

Verknüpfung zum ausgewählten Element erstellen

Esc

Aktuellen Task abbrechen

Strg + Esc

Startmenü anzeigen

Strg + Nach - Rechts - Taste

Einfügemarke an den Anfang des nächsten Wortes setzen

Strg + Nach - Links - Taste

Einfügemarke an den Anfang des vorherigen Wortes setzen

Strg + Nach - Unten - Taste

Einfügemarke an den Anfang des nächsten Absatzes setzen

Strg + Nach - Oben - Taste

Einfügemarke an den Anfang des vorherigen Absatzes setzen

Strg + Umschalt + /images/pfeiltaste

Einen Textblock markieren

Umschalt + /images/pfeiltaste

Mehrere Elemente in einem Fenster oder auf dem Desktop auswählen oder Text innerhalb eines Dokuments auswählen

Eingabetaste

Befehl ausführen (OK/Schaltfläche)

Leertaste

Kontrollkästchen aktivieren/deaktivieren, wenn die aktive Option ein Kontrollkästchen ist

/images/pfeiltasten

Eine Schaltfläche auswählen, wenn die aktive Option mehrere Optionsschaltflächen sind

Rücktaste

Zeigt den Ordner der nächsthöheren Ebene an

Umschalt beim einlegen einer CD

CD wird nicht automatisch wiedergegeben
Alt-Taste Funktion

Alt + Eingabetaste

Eigenschaften des ausgewählten Objekts (Datei/Ordner)anzeigen

Alt + Leertaste

Öffnet das Kontextmenü für das aktive Fenster

Alt + Tab

Zwischen geöffneten Elementen wechseln

Alt + Esc

Zwischen Elementen in der Reihenfolge umschalten, in der sie geöffnet wurden

Alt +unterstrichener Buchstabe in einem Menünamen

Entsprechendes Menü anzeigen

Tab-Taste Funktion

Tab

Vorwärts bewegen

Umschalt + Tab

Rückwärts beweben

Strg + Tab

Vorwärts durch Registerkarten bewegen

Strg + Umschalt + Tab

Rückwärts durch Registerkarten bewegen

Systemprogramm-Shortcuts Funktion

certmgr.msc

Zertifikat - Manager

ciadv.msc

Indexdienst

cleanmgr.exe

Datenträgerbereinigung

cmd.exe

Eingabeaufforderung

comexp.msc

Komponentendienste

compmgmt.msc

Computerverwaltung

devmgmt.msc

Geräte-Manager

dfrg.msc

Defragmentierung

diskmgmt.msc

Datenträgerverwaltung

dxdiag.exe

Direct X - Diagnoseprogramm

eventvwr.msc

Ereignisanzeige

fsmgmt.msc

Freigegebene Ordner

gpedit.msc

Gruppenrichtlinien - Editor

lusrmgr.msc

Benutzer und Gruppen

ntmsmgr.msc

Wechselmedienverwaltung

perfmon.msc

Systemmonitor

regedt32.exe

Registrierungs - Editor

secpol.msc

Sicherheitseinstellungen

services.msc

Diensteverwaltung

taskmgr.exe

Task - Manager

68. Favoriten sichern:
Wer kennt das nicht, ein Virus nistet sich auf dem PC ein oder XP muss aus irgendeinem anderen Grund neu installiert werden. Natürlich gehen dabei auch alle angelegten Favoriten verloren. Um dies zu umgehen sollte man seine Favoriten von Zeit zu Zeit auf CD sichern:

  • Arbeitsplatz / C:\ / Dokumente und Einstellungen / Benutzer xy / Favoriten

Den Ordner unter dem angegebenen Pfad sichern und nach der Neuinstallation wieder im gleichen Verzeichnis einspielen. Natürlich eignet sich dieser Weg auch um Favoriten zwischen verschiedenen PC's auszutauschen.

69. Favicons dauerhaft in den Favoriten anzeigen lassen:
Favicons sind die kleinen Grafiken, die im IE und den Favoriten links von den Internetadressen angezeigt werden. Leider gehen diese Favicons (z. B. bei einer Festplattenbereinigung) immer wieder verloren, da es sich dabei um Temporäre Dateien handelt, die standardmäßig unter "C:\ Dokumente und Einstellungen / Benutzer xy / Lokale Einstellungen / Temporary Internet Files" abgespeichert werden. Abhilfe gegen dieses Phänomen kann mithilfe der Freeware "FavOrg" geschafft werden:

Download

Nach dem Entpacken und Installieren des Programms muss eigentlich nur bei bestehender Internetverbindung der Button "Go" gedrückt werden. Dadurch werden alle URL's in den Favoriten mit den jeweiligen Webseiten verglichen und eventuell auf den Servern der Webseiten vorhandene Favicons heruntergeladen und im Installationsordner von FavOrg dauerhaft - und mit dem Link verknüpft - gespeichert. Aus dem Kontextmenü eines markierten Links kann man dann z.B. noch eine Operation zur Zuweisung eines beliebigen anderen Favicons, oder andere selbsterklärende Aktionen, durchführen. Die englischsprachige Hilfe ist hierbei unter "offline" sicherlich nützlich.

70. Widerspenstige Startseite im Internet Explorer loswerden:
Einige Webseiten - aber vor allem auch Dialer und Spyware - besitzen die Eigenschaft die Startseite des Internet Explorers ohne Einflussnahme des Anwenders auf eine neue Adresse abzuändern. Diese ungewollte Änderung lässt sich mit den üblichen Boardmitteln des IE leider nicht wieder rückgängig machen. Nur mit Hilfe des Registry Editors ist es dann noch möglich die Startseite wieder zu normalisieren:

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Internet Explorer / Main
  • bei markiertem Schlüssel "Main" sind die folgenden Zeichenfolgen mit den dazugehörigen Werten anzugeben (falls geändert worden) :
    a) Local Page >> C:\Windows\System32\blank.htm
    b) Search Page >> http://www.microsoft.com/isapi/redir.dll?prd=ie&ar=iesearch
    c) Start Page >> z. B. www.google.de
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Internet Explorer / SearchUrl
    a) Standard >> "keinen Wert" eingeben bzw. falsche Werte entfernen
  • HKEY_LOCAL_MACHINE / Software / Microsoft / Internet Explorer / Main
  • bei markiertem Schlüssel "Main" sind die folgenden Zeichenfolgen mit den dazugehörigen Werten anzugeben (falls geändert worden) :
    a) Local Page >> %SystemRoot%\system32\blank.htm
    b) Search Page >> http://www.microsoft.com/isapi/redir.dll?prd=ie&ar=iesearch
    c) Start Page >> http://www.microsoft.com/isapi/redir.dll?prd=
    {SUB_PRD}&clcid={SUB_CLSID}&pver={SUB_PVER}&ar=home (ohne Leerschritt)
    d) Default_Page_URL >> http://www.microsoft.com/isapi/redir.dll?prd
    =ie&pver=6&ar=msnhome (ohne Leerschritt)
    e) Default_Search_URL >> http://www.microsoft.com/isapi/redir.dll?prd=ie&ar
    =iesearch (ohne Leerschritt)

Mit den angegebenen Werten lassen sich allerdings nur noch die "harmloseren" Änderungen an der Startseite beheben. Für richtige Startseiten-Hijacker benötigt man daher ein (oder mehrere) Freewaretool(s) wie z. B. "HijackThis" oder "CoolWebShredder" (falls die aktuelle Ad-aware Version nicht ausreicht) die auf den Seiten http://www.trojaner-info.de/hijacker/entfernung.shtml * http://www.spywareinfo.com/ * http://www.spywareinfo.com/~merijn/index.html herunterzuladen sind. Eine Einführung in die Tools ist dort auch zu finden.

71. Dateizuordnungen im Explorer korrigieren:
Anwender, die mehrere Programme mit ähnlichen Funktionen installiert haben kennen sicher den Kleinkrieg, den die verschiedenen Anwendungen um die entsprechende Dateizuordnung aufführen. Manche Programme bringen sogar von Haus aus neue Dateiformate mit, ohne das der Explorer anschließend die entsprechende Datei von sich aus korrekt mit dem dazugehörigen Programm öffnet. Hier ist dann der User gefordert zu entscheiden von welchem Programm der jeweilige Dateityp wie z. B. JPEG - Dateien geöffnet werden soll. Um eine manuelle Änderung an der Verknüpfung zu dem Programm vorzunehmen, dass bei Doppelklick auf den jeweiligen Dateityp gestartet wird, sind die folgenden Schritte notwendig:

  • Start / Arbeitsplatz / Extras / Ordneroptionen / Dateitypen
  • Unter "Dateitypen" ist der jeweilige Dateityp zu markieren und dann weiter unten im Fenster die Schaltfläche "Ändern" zu betätigen.
  • Falls in der nun erscheinenden Liste mit der automatisch erstellten Vorauswahl das gewünschte Programm nicht zu finden ist, klickt man einfach auf "Durchsuchen" und wählt aus dem anschließenden Dialog die betreffende ".exe" Datei des gewünschten Programms als neue Verknüpfung mit dem Dateityp aus. Z. B. könnte das also der Pfad "C:\ Programme \ IrfanView \ i_view32.exe" sein um alle .JPEG - Dateien bei Doppelklick von nun an mit Irfan View zu öffnen.

72. Unbekannte Dateitypen schneller öffnen:
Wenn man unter Windows XP versucht einen Dateityp per Doppelklick oder das Kontextmenü zu öffnen, der dem Betriebssystem unbekannt ist - d. h. es hierfür keine ausführbare Anwendung kennt - erscheint anschließend ein Windows-Fenster, dass den Anwender erst dazu auffordert über einen "Webdienst" nach "einem geeigneten Programm" zum Öffnen der Datei zu suchen. Im allgemeinen verläuft diese Websuche aber Ergebnislos, weshalb man sich diese Zeit- und Kostenaufwendige Suche im Web getrost ersparen sollte, indem man stattdessen lieber sofort die manuelle Suchfunktion verwendet. Damit Windows den überflüssigen Dialog nicht immer selbstständig einblendet sind in der Registry folgende Schritte notwendig:

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / Explorer
  • Für "Explorer" ist ein neuer DWORD-Wert im rechten Fenster der Registry anzulegen. Dieser erhält die Bezeichnung "InternetOpenWith"
  • Der Wert für "InternetOpenWith" ist "0", um den überflüssigen Dialog von nun an auszublenden

Bei mehreren Benutzern auf einem PC muss die Änderung u. U. für jeden Benutzer einzeln durchgeführt werden, damit diese Wirksam wird.

73. Probleme mit USB-Geräteerkennung beheben:
Leider kommt es bei USB-Geräten, die im laufenden Windows Betrieb an- oder ausgesteckt werden manchmal zu dem Problem, dass Windows das Gerät nicht ordentlich an-/ abmelden kann, obwohl es eigentlich schon vom USB-Port entfernt oder eben eingesteckt wurde. Als Resultat wird das Gerät immer noch als vorhanden in der Taskleiste angezeigt und auch der Versuch es dort zu beenden scheitert. Abhilfe kann hier der folgende Befehl schaffen:

  • Start / Ausführen / [net stop "removable storage "] (ohne eckige Klammern)

In der umgekehrten Abwandlung funktioniert der Befehl mit "start" statt "stop" auch, wenn ein bereits angeschlossenes USB gerät nicht richtig starten sollte. Der ausführliche Befehl lautet dann:

  • Start / Ausführen / [net start "removable storage "] (ohne eckige Klammern)

74. Standardverzeichnis für Programminstallationen ändern:
Standardmäßig werden von Windows alle Programme in den Pfad "C:\Programme" installiert. Wer aber seine Programme bei mehreren vorhandenen Partitionen lieber von der Betriebssysteminstallation trennen möchte, muß bei jeder Neuinstallation erst umständlich den Installationspfad ändern. Abhilfe schafft hier ein Eingriff in die Registry, mit dem als Standardpfad neben einem anderen Festplattenlaufwerk auch ein Diskettenlaufwerk (ZIP), ein Wechselplattenlaufwerk oder auch ein CD-Laufwerk ausgewählt werden kann. Ein CD-Laufwerk erfordert jedoch zum Funktionieren der Änderung einen Packet-Writing-Laufwerkstreiber, wie z. B. "InCD" oder "DirectCD". Die folgenden Modifikationen sind an der Registry durchzuführen:

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_ LOCAL_MACHINE / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion
  • bei markiertem Schlüssel "CurrentVersion" ist auf die rechte Seite der Registry zu wechseln und dort für die Zeichenfolge " ProgramFilesDir" als Wert der Pfad zu dem gewünschten Laufwerk und Ordner anzugeben. Also z. B. "F:\Programme" (ohne ")

Die Änderungen an der Registry werden nach einem Neustart wirksam.

75. Kopierbefehl des Kontextmenüs anstelle von "Senden an" erweitern:
Wer häufiger Dateien oder Ordner über das Kontextmenü an im Dateisystem tiefer liegendere Orte kopieren möchte ist mit dem "Senden an" - Befehl schlecht beraten, da hier die Auswahl an Zielen stark eingegrenzt ist. Abhilfe schafft eine Erweiterung des Kontextmenüs um den Befehl "In Ordner kopieren ..." mit dem es möglich ist über einen Ausführlichen Dialog das Ziel der Kopieraktion genau zu bestimmen und sogar neue Ordner zu erstellen. Folgende Eingriffe an der Registry sind vorzunehmen:

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_CLASSES_ROOT / AllFilesystemObjects / Shellex / ContextMenuHandlers
  • bei markiertem Schlüssel "ContextMenuHandlers" ist auf der linken Seite der Registry ein neuer Schlüssel mit dem Namen "In Ordner kopieren" zu erstellen.
  • der Eintrag "Standard" von "In Ordner kopieren" erhält auf der rechten Seite der Registry den Wert "{c2fbb630-2971-11d1-a18c-00c04fd75d13}" (ohne ")

Ausnahmsweise kann man hier den Erfolg der Aktion einmal ohne Neustart sofort verfolgen, indem man auf einen beliebigen Ordner oder Datei einen Rechtsklick durchführt. Hier findet man dann im gleichen Abschnitt wie "Senden an" den Befehl "In Ordner kopieren ...".


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