Windows XP optimieren II

Falls Sie Probleme oder Fragen zu den unten stehenden Windows XP Tipps & Tricks haben, können Sie diese gerne schriftlich per e-Mail an uns richten. Des Weiteren freuen wir uns über jeden weiteren hilfreichen Tipp, der die Arbeit mit Windows XP einfacher und bequemer macht. Wenden Sie sich bitte auch hierzu an folgende e-Mail Adresse: support@dirkvader.de.


26. Windows XP Updates lokal speichern
27. Master File Table des NTFS-Dateisystems optimieren
28. Die farbliche Markierung neu installierter Programme deaktivieren
29. Spyware Alexa-Serviceprogramm deinstallieren
30. Den Quelltext von Internetseiten mit einem anderen Editor anzeigen lassen
31. Internetadressen ohne "www." in der Adressleiste aufrufen
32. Mehr Leistung durch Deaktivierung von Dr. Watson
33. Den System-Beep abstellen
34. Fehlermeldungen des Internet Explorers deaktivieren
35. Den Internetexplorer mit Java aufrüsten
36. Windows XP Boot CD mit integriertem SP1 als Sicherheitskopie erstellen
37. Den Windows-Explorer in einem beliebigen Ordner starten lassen
38. Dateizuordnungen ändern
39. Verschwundene Reiter und Menüs des Taskmanagers wieder anzeigen
40. Die Systemmaus im Notfall aktivieren
41. Windows XP optisch aufpeppen
42. Die Anzeige ungelesener e-Mails im Anmeldebildschirm deaktivieren
43. Den Eintrag "Abmelden" aus dem Startmenü entfernen
44. Die Eingabegebietsschemaleiste "DE" aus der Taskleiste entfernen
45. Den Benutzernamen aus dem Startmenü entfernen
46. Das Benutzerbild aus dem neuen einfachen Startmenü entfernen
47. Defekte ntoskrnl.exe reparieren
48. Unter Windows XP beschädigte Systemdateien wieder herstellen
49. Die Wiederherstellungskonsole installieren
50. Die Wiederherstellungskonsole deinstallieren


26. Windows XP Updates lokal speichern:
Wer z.B. in verschiedenen Computerzeitschriften schon mal einen Workshop gelesen hat, wie man sich eine Boot-CD von Windows XP mit integriertem SP 1 anfertigen kann, wird sich vielleicht beim lesen auch darüber gewundert haben, wo er denn nun das eigentliche SP 1 überhaupt zur freien Verfügung herbekommen soll. Bestenfalls werden hier meist recht komplizierte Schritte beschrieben, die es ermöglichen ein bereits installiertes SP 1 irgendwie vom Laufwerk C:\ zurück zu extrahieren. Was viele aber nicht wissen ist, daß es auch eine Möglichkeit gibt sich Microsoft Updates zu besorgen, die man auch ohne automatische Installation der Updates, lokal in einem frei wählbaren Ordner speichern kann. Diese Methode empfiehlt sich sicher, bei anschließendem Brennen auf CD, auch dann, wenn man keinen schnellen DSL Anschluß oder eine Flatrate besitzt. Das ganze läuft bei Microsoft unter dem Namen "Corporate Windows Update" und war, oder ist eigentlich
für Firmenkunden vorgesehen. Die Updates können aber ohne weiteres von jedermann auch ohne eine Firmenneugründung gedownloadet werden.

Die deutsche Version des "Corporate Windows Update" findet man unter:

Die Abkürzung RTM bedeutet hierbei "Ready To Manufacture", was übersetzt soviel wie "erste brauchbare Version nach den Betaversionen" bedeutet, womit das ganz normale Windows XP ohne alle Updates gemeint ist.

27. Master File Table des NTFS-Dateisystems optimieren:
Die Master File Table entspricht einer Datei auf der Festplatte, auf der wichtige Informationen zu den gespeicherten Daten einer Festplatte enthalten sind. Darunter befinden sich so wichtige Informationen wie z.B. wo die Daten liegen, ihre Größe, Zugriffsrechte, usw. Da die Master File Table selbst auch nur eine Datei ist, besteht hier leicht die Gefahr der Fragmentierung, falls sich viele Daten auf der Festplatte angesammelt haben. Dieser Fragmentierung kann man am besten entgegenwirken, indem man der Master File Table rechtzeitig genügend Platz zuordnet, wodurch ein Geschwindigkeitsverlust der Festplatte auf lange sicht vermieden werden kann.

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_LOCAL_MACHINE / SYSTEM CurrentControlSet / Control / FileSystem

Auf der rechten Seite der Registry ist bei markiertem Schlüssel "FileSystem" ein neuer DWORD-Wert anzulegen. Der Name für den neuen DWORD-Wert ist "NtfsMftZoneReservation". Nachdem der Wert angelegt wurde ist ihm nun noch per Doppelklick der Wert "2" zuzuweisen,wonach für die Master File Table fortan der doppelte Speicherplatz reserviert wird, was eigentlich ausreichend sein sollte. Für den Fall, dass sich der Festplattenzugriff bei viel belegtem Speicherplatz trotzdem verlangsamt, kann man hier auch mal auf eigene Gefahr mit größeren Werten wie z.B. "3" oder "4" experimentieren. Von noch größeren Werten ist allerdings abzuraten, da die Werte jeweils das x-Fache der eigentlichen Größe der Master File Table (=12,5% der Festplattenkapazität) bedeuten.

28. Die farbliche Markierung neu installierter Programme deaktivieren:
Unter Windows XP werden alle Programme, die kürzlich neu installiert wurden standardmäßig mit einer bräunlichen Farbe hinterlegt, bis man sie das erste mal über "Start / Alle Programme" aufgerufen hat. Wem das nicht gefällt sei im Folgenden ein Weg beschrieben diesen Standard zu deaktivieren.

  • Mit der rechten Maustaste auf "Start" klicken
  • "Eigenschaften" auswählen
  • "Anpassen" auswählen
  • Register "Erweitert" auswählen

Vor "Zuletzt installierte Programme hervorheben" ist nun noch das Häckchen zu entfernen. Anschließend können neue Programme auch ohne farbliche Markierungen installiert werden.

29. Spyware Alexa-Serviceprogramm deinstallieren:
Im Internet Explorer 6.0 ist ein Programm installiert, dass dazu dient Verwandte Links anzuzeigen. Damit soll es ermöglicht werden über den Befehl "Extras / Verwandte Links anzeigen" Seiten aufzurufen, die einen ähnlichen Inhalt wie die soeben besuchte Website besitzen. Das Betriebssystem nutzt für diese Funktion allerdings einen Service des Drittanbieters Alexa, der leider während seiner Laufzeit Informationen über besuchte Websites, sowie Formulardaten sammelt und speichert. Dazu kommen außerdem Informationen über den Browser, das Betriebssystem, Cookie-Informationen und auch die IP Adresse bei statischen IP Adressen. Wer also gerne die Möglichkeit ausschließen möchte, daß vertrauliche Informationen über sein Webverhalten weitergegeben werden, hat über folgende Registry Einstellungen die Möglichkeit die Spyware zu deinstallieren.

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_LOCAL_MACHINE / SOFTWARE / Microsoft / Internet Explorer / Extensions / {c95fe080-8f5d-11d2-a20b-00aa003c157a}
  • HKEY_CURRENT_USERS / Software / Microsoft / Internet Explorer / Extensions / CmdMapping

Der letztgenannte Schlüssel/ DWORD-Wert in den geschweiften Klammern {c95fe080-8f5d-11d2-a20b-00aa003c157a} ist dabei zu markieren und über das Betätigen der "Entf" Taste zu löschen. Nach einem Neustart des PC`s ist die Alexa-Spyware somit entfernt. Wer allerdings trotzdem gerne auf die Funktion "Verwandte Links anzeigen" zurückgreifen möchte, der sollte sich vielleicht die "Google-Toolbar" ohne die "Erweiterten Funktionen" installieren, bei der die gleiche Funktion mit dem etwas anderen Namen "Ähnliche Seiten", die im Pull-Down Menü "Seiten-Info" zu finden ist, auch ohne Spyware auskommt.

30. Den Quelltext von Internetseiten mit einem anderen Editor anzeigen lassen:
Wer sich für Web-Design interessiert wird sich vielleicht dann und wann schon mal den Quelltext einer anderen Seite im Editor des Internet Explorers anzeigen lassen. Standardmäßig greift der Internet Explorer dabei unter "Ansicht/ Quelltext" aber leider nur auf den herkömmlichen Windows Texteditor zurück. Wer auf seinem PC aber einen anderen HTML Editor installiert hat, kann über die Registry auch diesen als Standard Editor des Internet Explorers festlegen.

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_LOCAL_MACHINE / SOFTWARE / Microsoft / Internet Explorer

hier ist ein neuer Unterschlüssel mit dem Namen "View Source Editor" zu erstellen. Anschließend muß unter dem gerade eben neu angelegten Unterschlüssel noch ein weiterer Unterschlüssel mit dem Namen "Editor Name" erstellt werden. Nach den beiden Schritten ist also in der Registry folgender Schlüssel vorhanden:

  • HKEY_LOCAL_MACHINE / SOFTWARE / Microsoft / Internet Explorer / View Source Editor / Editor Name

Nun ist dem "Standard"-Wert von "Editor Name" der genaue Pfad zu dem Programm zuzuweisen, daß anstelle des einfachen Text-Editors als neuer Standardeditor verwendet werden soll.

31. Internetadressen ohne "www." in der Adressleiste aufrufen:
Normalerweise muß man um vom Internet Explorer aus mit einer Website verbunden werden zu können immer als erstes "www." in die Adressleiste eingeben, bevor man dann die eigentliche Internetadresse der gewünschten Seite eintippen kann. Wem das auf die Dauer lästig wird hat über die erweiterten Einstellungen die Möglichkeit einen kleinen Eingriff vorzunehmen, der es ermöglicht das "www." vor Internetadressen von nun an wegzulassen.

Im Internet Explorer sind hierzu folgende Schritte notwendig:

  • Extras / Internetoptionen / Erweitert

Im Register Erweitert ist nun der Scroll-Balken mit der Maus ganz nach unten zu fahren, bis die Option "Suchen in Adressleiste" sichtbar wird. Neben der Option befindet sich eine kleine Lupe. Unter den Einstellmöglichkeiten für "Beim Suchen" ist nun nur noch mit dem grünen Auswahlpunkt das Feld "Nicht in Adressleiste suchen" zu aktivieren. Nach der Übernahme der Einstellungen und einem Klick auf OK können ab sofort alle Internet-Adressen ohne "www." eingegeben werden. Es reicht dann also z.B. nur noch "dirkvader.de" einzutippen und nach drücken der Return-Taste wird die gewünschte Seite angezeigt.

32. Mehr Leistung durch Deaktivierung von Dr. Watson:
Dr. Watson ist eines der "Tarnkappen-Hilfsprogramme" von Windows XP. Man weiß zwar das es da ist, zu gesicht hat man es aber noch nicht bekommen. Die eigentliche Aufgabe von Dr. Watson ist es nach einem Programmabsturz den gesammten Speicherinhalt in einer Datei auf der Festplatte zu speichern. Außer sehr versierten IT-Experten wird es allerdings kaum einen Anwender geben, der mit den Informationen aus diesen Dateien jemals etwas anfangen können wird. Darüber hinaus werden die Informationen aus dem Speicherabbild auch zusammen mit den unliebsamen Fehlerberichten an Microsoft versendet, was unter Datenschutzaspekten wohl eher unerwünscht sein dürfte. Da für den Dienst Dr. Watson aber auch eine Menge Ressourcen verbraucht werden, liegt es wohl nahe diesen Dienst ganz einfach über die Registry zu deaktivieren, wodurch sich Festplattenplatz und Speicherbelegung einsparen lassen, was letztlich zu mehr Performance führt.

Folgende Schritte sind notwendig, um den Dienst Dr. Watson in der Registry abzustellen:

  • HKEY_LOCAL_MACHINE / SOFTWARE / Microsoft / Windows NT / CurrentVersion / AeDebug

Der Schlüssel "AeDebug" ist zu markieren und über einmaliges drücken der "Entf"-Taste zu löschen. Nach einem Neustart des Computers wird die Änderung an der Registry übernommen. Wer irgendwann einmal doch wieder gerne einen Termin bei Dr. Watson hätte, kann den Weißkittel über "Start / Ausführen" reanimieren, indem er dort "drwtsn32 -i" eingibt. Zu beachten ist hierbei der Leerschritt zwischen ...32 und dem Bindestrich.

33. Den System-Beep abstellen:
Unter Windows XP gibt es einige sog. Systemklänge, die über den Systemlautsprecher wiedergegeben werden, der im PC Gehäuse eingebaut ist. Normalerweise besteht hier keine Möglichkeit diese Klänge abzustellen, wie man es etwa unter "Sounds und Audiogeräte / Sounds" in der Systemsteuerung gewohnt ist. Über eine Änderung an der Registry ist es aber möglich Windows das "Beepsen" abzugewöhnen.

  • Start / Ausführen / regedit.exe
  • HKEY_CURRENT_USER / Control Panel / Sound

Bei markiertem Schlüssel "Sound" ist auf der rechten Seite der Registry die Zeichenfolge "Beep" doppelt anzuklicken. In dem daraufhin erscheinenden Pop-Up Menü ist für "Beep" anstatt "yes" nun der neue Wert "no" einzutragen. Nach einem Neustart des PC`s hat es sich dann endgültig ausgebeept.

34. Fehlermeldungen des Internet Explorers deaktivieren:
Manchmal kann es vorkommen, daß Internetseiten einen Fehler enthalten. Daraufhin zeigt der Internet Explorer eine entsprechende Meldung und fragt, ob der Debug Modus gestartet werden soll. Wer allerdings nicht unbedingt Programmierer ist, wird mit dem Debug Modus kaum etwas anfangen können. Deshalb bietet es sich hier an die Fehlermeldungen einfach im Internet Explorer zu deaktivieren.

  • Internet Explorer / Extras / Internetoptionen / Erweitert

Hier ist ein Häkchen vor "Skriptdebugging deaktivieren" zu setzen. Anschließend werden keine Fehlermeldungen mehr angezeigt.

35. Den Internetexplorer mit Java aufrüsten:
Für die korrekte Darstellung von Internetseiten und die Nutzung diverser interaktiver Webinhalte sowie für bestimmte Programme ist es unumgänglich Java auf seinem System installiert zu haben. Leider ist Java seit neuestem aber nicht mehr in Windows oder den Internet Explorer integriert. Wenn man nun einfach nur auf die Webseite von Sun geht, fällt es häufig gar nicht so leicht sich die richtige Datei herunterzuladen. Deshalb hier ein Link, der sofort auf die Seite mit der Java Version für Home Computer Nutzer führt.

http://java.sun.com/getjava/index.html

36. Windows XP Boot CD mit integriertem SP1 als Sicherheitskopie erstellen:
Wie bei allen Original CD's sollte man gerade auch bei seiner Windows XP CD darauf Wert legen, daß die Original CD in gutem Zustand bleibt. Schließlich haftet Microsoft bei SB und OEM Produkten nicht für defekte CD`s die aus unsachgemäßer Nutzung heraus unbrauchbar geworden sind. Genauso schwierig dürfte es bei komplett PC`s sein vom Hersteller Ersatz für eine OEM CD zu erhalten. Mal ganz davon abgesen, daß viele Microsoft CD's bereits mit zahlreichen Kratzern ausgeliefert werden und deshalb in manchen Laufwerken recht unregelmäßig laufen. Wer es also leid ist seine original Windows XP-CD immer wie ein rohes Ei zu behandeln, wenn er diese mal benötigt, sollte mit nachfolgendem Tipp die Möglichkeit nutzen sich eine Sicherheitskopie von seiner Windows XP Original-CD anzufertigen. Aus gründen der Zeitersparnis läßt sich bei dieser Gelegenheit allerdings auch gleich noch das SP 1 mit Hilfe des sogenannten "Slipstreaming"-Verfahrens (heißt eigentlich Windschattensegeln) mit in die Sicherheitskopie integrieren, um so zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und sich dadurch das nachträgliche Aufspielen des SP 1 zu ersparen. Wer nur die Sicherheitskopie will kann die entsprechenden Schritte für das Integrieren des SP 1 überspringen.

Dieser Tipp funktioniert auch mit Windows 2000, wobei sich die entsprechenden Daten selbstverständlich ändern.

Die in den nachfolgenden Schritten verwendeten Ordnernamen und Speicherorte sind für das einwandfreie Funktionieren der Befehle unter "Start / Ausführen" sehr wichtig. Sollten eigene Ordnernamen / Pfade verwendet werden, müssen die Befehle entsprechend abgeändert werden!

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Der erste Schritt für das erfolgreiche Anfertigen der Sicherheitskopie ist das Extrahieren des Windows XP Bootimages von der Original CD. Leider kommt man ohne die Hinzuziehung weiterer Hilfsmittel aber nicht so ohne weiteres an dieses heran. Mit Hilfe des Programms IsoBuster ist es jedoch auch für Anfänger ein echtes Kinderspiel sich das Boot-Image von seiner eigenen Windows XP-CD zu extrahieren. Das Programm läßt sich von folgender Webseite kostenlos herunterladen http://www.smart-projects.net/isobuster/ , wobei man die "All-Languages"-Version auswählen sollte. Nachdem man die komprimierte .zip oder .rar Datei entpackt hat, braucht man während der Installation in der Auswahlabfrage "Select file types to associate with the IsoBuster" nichts auszuwählen. Genauso genügt es beim letzten Installationsschritt, wenn man zur Registrierung aufgefordert wird, das Dialogfeld ganz rechts unten zu aktivieren, womit nur die Standardfunktionen freigeschaltet werden. Ist das Programm nun also fertig installiert, sollte man als erstes einmal unter "Options / Language" die Sprache von Englisch auf Deutsch umstellen. Danach sind folgende Schritte notwendig, um mit Hilfe von IsoBuster an das Windows XP-Bootimage heranzukommen:

  • im Listenauswahlfeld links oben das richtige Laufwerk auswählen
  • die Original Windwos XP-CD einlegen (unter Arbeitsplatz den Namen der CD notieren!)
  • auf der linken Fensterhälfte von IsoBuster den Punkt "Bootable CD" einmal mit der linken Maustaste anklicken
  • auf der rechten Fensterseite die daraufhin erscheinende Datei "Microsoft Corporation.img" einmal mit der rechten Maustaste anklicken
  • im anschließend erscheinenden Pop-Up Menü den Befehl "Exrahieren Microsoft Corporation.img" wählen
  • das extrahierte Boot-Image in einem beliebigen neuen Ordner auf der Festplatte speichern

Zur Vereinfachung gehe ich in diesem Beispiel davon aus, daß sich das Boot-Image im Ordner "C:\Programme\Boot-Image" befindet. Der erste Schritt zur funktionsfähigen Sicherheitskopie wäre somit durch die Gewinnung des Windows XP-Bootimages erledigt. (Auf diese weise lassen sich mit Hilfe von IsoBuster natürlich auch beliebige andere Boot-Images extrahieren.)

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Als zweiter Schritt wird das SP 1 von der Microsoft Website benötigt. Hierzu muß man sich das SP 1 von der "Corporate Windows Update"-Seite besorgen. Wir haben bereits unter dem 26. Tipp darüber berichtet. Der link auf die Seite lautet:

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=83e4e879-fa3a-48bf-ade5-023443e29d78&displaylang=de

  • auf der Seite unter "Betriebssystem" den Listenpunkt "Windows XP RTM" wählen und auf "Suchen" klicken
  • anschließend "Wichtige Aktualisierungen und Service Packs" wählen
  • im darunter befindlichen Auswahlmenü erst ganz nach unten scrollen, um dort als zweitletzten Eintrag das SP 1 zu finden
  • auf "Hinzufügen" klicken
  • "Zum Downloadwarenkorb wechseln" anklicken
  • Im Downloadwarenkorb unter "Durchsuchen" den Speicherort (neuer, leerer Ordner) für das SP 1 wählen
  • auf "Jetzt downloaden" klicken

Anschließend startet der Download des SP 1, womit der zweite Schritt für die Anfertigung der Windows XP Sicherheitskopie erledigt wäre. Das SP 1 liegt auf der Festplatte zur freien Verfügung bereit. Den Ordner mit dem heruntergeladenen SP 1 nenne ich hier zur Vereinfachung "SP1_komprimiert" und speichere Ihn unter "C:\Programme".

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Im dritten Schritt müssen alle Dateien der Original Windows XP CD vom CD-Laufwerk auf die Festplatte in einen beliebigen neuen Ordner kopiert werden. Zur Vereinfachung nenne ich den Ordner, der die Daten der Original Windows XP-CD aufnehmen wird hier "WindowsXP_Daten". Hierzu:

  • die Original Windows XP-CD in das CD-Laufwerk einlegen
  • unter "Arbeitsplatz / Extras / Ordneroptionen / Ansicht" folgende Einstellungen vornehmen:
    1. das Häkchen vor "Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)" entfernen
    2. ein Häkchen vor "Inhalte von Systemordnern anzeigen" setzen
    3. "Versteckte Dateien und Ordner" den grünen Auswahlpunkt vor "Alle Dateien und Ordner anzeigen" setzen
    4. "Für alle übernehmen" anklicken
    5. Übernehmen anklicken
    6. mit OK verlassen
    1. das Laufwerk mit der eingelegten Windows XP-CD markieren
    2. das markierte Laufwerk mit der rechten Maustaste anklicken
    3. aus dem Kontextmenü "Kopieren" auswählen
    4. in einen vorher neu angelegten, leeren Ordner wechseln; heißt hier "WindowsXP_Daten"
    5. die rechte Maustaste einmal drücken und im Kontextmenü "Einfügen" auswählen

    Somit wäre der dritte Schritt erledigt, indem der gesamte Inhalt der Windows XP-CD auf die Festplatte kopiert wurde.

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    Beim vierten Schritt werden nun die Dateien des SP 1, die auf die Festplatte heruntergeladen wurden, für den anschließenden "Slipstream", womit das Updaten der Windows XP Dateien gemeint ist, vorbereitet. Hierfür muß das SP 1 das den Namen "xpsp1_de_x86.exe" trägt und sich in diesem Beispiel im Ordner "SP1_komprimiert" befindet, zuvor in einen neuen leeren Ordner entpackt werden. Zur vereinfachung soll der Ordner, der das dekomprimierte SP 1 aufnehmen wird, hier den Namen "ServiePack1_entpackt" erhalten. Folgende Schritte sind für die Dekomprimierung erforderlich:

    • Start / Ausführen
    • jetzt ist der genaue Pfad (Explorer) zu dem heruntergeladenen SP 1 einzugeben und an das Ende des Dateinamens nach einem Leerschritt "-x" anzuhängen. In diesem Beispiel müßte also unter "Ausführen" folgendes eingetragen werden, wenn davon ausgegangen wird, daß sich der Ordner "SP1_komprimiert" im Ordner "C:\Programme" befindet:

    C:\Programme\SP1_komprimiert\xpsp1_de_x86.exe -x

    • Im Bedarfsfall ist der Pfad auf die eigenen Anfordernisse anzupassen.
    • Es kann auch notwendig sein den Pfad zum SP 1 mit Anführungszeichen einzugeben, so daß die Zeile unter ausführen dann so aussieht:
      "C:\Programme\SP1_komprimiert\xpsp1_de_x86.exe" -x
    • mit "OK" bestätigen
    • Nach einer kurzen Wartezeit, in der das SP 1 vom System überprüft wird, erscheint ein Dialog in dem der Speicherort für das dekomprimierte SP 1 über "Durchsuchen" ausgewählt werden kann. In diesem Beispiel ist das der Ordner "ServiePack1_entpackt".

    Die Dateien des SP 1 liegen nun in brauchbarer Form in einem umfangreichen Ordner auf der Festplatte und können somit endlich zum "Slipstream" der auf die Festplatte kopierten Windows XP Dateien benutzt werden.

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    Der fünfte Schritt besteht aus dem eigentlichen "Slipstream". Hierfür sind die folgenden Schritte notwendig:

    • Start / Ausführen
    • jetzt ist der folgende Befehl einzugeben:

    C:\Programme\ServiePack1_entpackt\update\update.exe -s:c:\Programme\WindowsXP_Daten

    • Hierbei gilt es zu beachten, daß sich zwischen "...\update.exe" und und "-s" ein Leerschritt befindet. Im Bedarfsfall sind die Pfade auf die eigenen Anfordernisse anzupassen.
    • Es kann auch notwendig sein den Pfad zum SP 1 mit Anführungszeichen einzugeben, so daß die Zeile unter ausführen dann so aussieht:
      "C:\Programme\ServiePack1_entpackt\update\update.exe" s:"c:\Programme\WindowsXP_Daten"
    • Falls das Slipstreaming mit beiden Pfadvariationen scheitert, sollte man die Daten von der CD noch einmal neu in den Ordner WindowsXP_Daten kopieren
    • das Dialogfenster mit der Mitteilung "Die integrierte Installation wurde erfolgreich abgeschlossen" mit "OK" bestätigigen

    Mit der Beendigung des fünften Schrittes liegen nun im Ordner "WindowsXP_Daten" die mit dem SP 1 geupdateten Windows XP Daten der Original-CD bereit, als Sicherheitskopie mit integriertem SP 1 auf CD gebrannt zu werden. Zur Kontrolle, ob auch alles richtig Funktioniert hat kann man überprüfen, ob sich nach dem "Slipstream" die Dateien "spnotes.htm" und "win51ip.SP1" im Ordner "WindowsXP_Daten" befinden.

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    Im sechsten Schritt werden die Daten aus den Ordnern "WindowsXP_Daten" und "Boot-Image" dazu benutzt, um die Sicherheitskopie mit dem Kopierprogramm Nero zu brennen.

    Von der Nutzung eines anderen Brennprogramms ist hier abzuraten, da Nero leider als eines der wenigen Brennprogramme 100%ige Ergebnisse bei diesem Verfahren liefert bzw. die notwendigen Schritte in anderen Brennprogrammen viel zu kompliziert sind. Wer Nero nicht sein Eigen nennen kann, oder nur eine sehr alte Version besitzt, die sich nicht updaten lässt, sollte sich auf der Ahead-Website für das Brennen seiner Windows XP Sicherheitskopie eine Demoversion der aktuellsten "Nero"-Software besorgen.

    http://www.ahead.de/de/index.html#download

    In Nero selbst sind folgende Einstellungen für ein erfolgreiches Brennen zu treffen:

    • "Nero Express" oder den "Wizard" schließen, falls eines dieser Programmodule automatisch mit dem Start von Nero ausgeführt werden
    • Im linken Fenster von "Neue Zusammenstellung" auf den zu brennenden Typ "CD-ROM (Boot)" klicken

    Im Register "Startopt."

    1. den Auswahlpunkt auf "Imagedatei" setzen
    2. über die Schaltfläche "Durchsuchen" das Boot-Image auswählen, daß sich in diesem Beispiel im Ordner "C:\Programme\Boot-Image" befindet (Alle Dateien "." aktivieren)
    3. das Häkchen vor "Experteneinstellungen an" setzen
    4. unter dem Listenauswahlfeld für "Art der Emulation" den Punkt "keine Emulation" wählen
    5. Unter "Ladesegment der Sektoren (hex!)" den Wert "07C0" unverändert lassen
    6. Unter "Startmeldung:" unverändert "Nero Boot-Loader V3.0" stehen lassen
    7. Unter "Anzahl zu ladender Sektoren:" eine "4" eingeben

    Im Register "ISO"

    1. "Länge der Datei- und Ordnernamen" = "ISO-Level-2"
    2. "Format" = "Mode 1"
    3. "Zeichensatz" = "ISO 9660"
    4. "Joliet" = Aktiviert
    5. "Iso-Restriktionen lockern" = alle 3 Häkchen müssen gesetzt sein !

    Im Register "Titel"

    1. "ISO9660" aus dem Drop-Down-Menü auswählen
    2. unter "Bezeichnung" den Namen der Original Windows XP CD eingeben; diesen findet man, wenn die Original CD im CD Laufwerk eingelegt ist, unter Arbeitsplatz als Text bei dem jeweiligen Laufwerk in dem die CD liegt (z.B."WXPCCP_DE" bei der pro Version von Windows XP)
    3. vor "ISO9660 Bezeichnungen auch für Joliet verwenden" ein Häkchen setzen

    Im Register "Datum"

    1. unter "Dateidaten" den Auswahlpunkt auf "Datum und Uhrzeit der Originaldatei" setzten
    2. Anschließend auf "neu" (rechts oben) klicken, um die zu brennenden Dateien für die Sicherheitskopie auszuwählen. Dazu in dem auf der rechten Seite von Nero befindlichen "Dateibrowser" zu dem Ordner "WindowsXP_Daten" navigieren, der sich unter "C:\Programme" befindet und von dort den Ordner mit dem Namen der Windows XP Original-CD (z.B. "WXPCCP_DE") per "Drag & Drop" in das ganz linke Fenster mit dem Namen "ISO1" unter das CD-Symbol ziehen und die linke Maustaste loslassen.
    3. jetzt auf das Symbol CD-Brennen klicken, das sich unterhalb der Menüleiste in zweiter Reihe befindet

    Im Register "Brennen"

    1. das Häkchen vor "Brennen" setzen
    2. das Häkchen vor "CD fixieren (kein weiteres Brennen möglich)" setzen
    3. bei "Schreibgeschwindigkeit" den Punkt "4x (600 KB/s)" auswählen
    4. bei "Brennmethode" den Punkt "Disc-At-Once" auswählen
    5. bei "Exemplare" die "1" unverändert lassen
    6. das Häkchen vor "BURN-Proof" setzen

    Abschließend ganz rechts oben auf die Schaltfläche "Brennen" klicken und vorher natürlich nicht vergessen eine CD-R einzulegen. Das die Wahl hier auf einen hochwertigen Rohling fallen sollte versteht sich sicher von selbst.

    Der Brennvorgang dauert ca.15 Minuten bei dieser Brenngeschwindigkeit. In dieser Zeit sollte man auf gar keinen Fall andere Aufgaben mit dem PC durchführen und warten, bis die Sicherheitskopie erfolgreich zu Ende gebrannt wurde. Auch die Maus sollte man in dieser Zeit auf keinen Fall wie ein Besessener klicken oder unnötig oft bewegen, da dies zu Qualitätseinbußen der gebrannten CD führen könnte.

    Nach erfolgreichem Brennvorgang kann man sich nun stolzer Besitzer einer Boot-CD mit integriertem SP 1 nennen, was vor allem den Vorteil hat in Zukunft sehr viel sorgloser mit seiner Installations-CD umgehen zu können, aber auch eine immense Zeitersparnis bei der Betriebssystem-Installation mit sich bringt. Gerüchten zur Folge soll eine solche CD sogar ein "besseres" Windows installieren, als wenn man das SP 1 erst nachträglich aufspielt.

    37. Den Windows-Explorer in einem beliebigen Ordner starten lassen:
    Wenn man den Windows-Explorer verwenden möchte, ist es sehr umständlich sich im Explorer immer erst zu dem am häufigst verwendeten Ordner zu hangeln, falls dieser nicht dem Standardordner "Eigene Dateien" entspricht. Sehr hilfreich kann es an dieser Stelle sein, eine Verknüpfung zum Explorer zu erstellen, der man den gewünschten Startordner als Parameter mitgibt. Hierzu sind folgende Schritte notwendig:

    • auf einer freien Stelle des Desktops rechte Maustaste klicken
    • "Neu / Verknüpfung" auswählen

    Unter "Geben Sie den Speicherort des Elements ein:" ist folgender Eintrag vorzunehmen:

    • C:\WINDOWS\explorer.exe /n,/e,C:\Ordner xy

    Anstelle von "Ordner xy" kann dann einfach der Ordner-Name eingetragen werden, der beim Start angezeigt werden soll. Anstatt Laufwerk "C:\" kann auch jede andere Partition oder Festplatte gewählt werden.

    38. Dateizuordnungen ändern:
    Leider bringen viele Programme die Eigentümlichkeit mit sich, bei ihrer Installation die Dateizuordnungen zu ihren gunsten zu verändern. Wurden z.B. bisher Bilder noch mit der Windows Bild- und Faxanzeige geöffnet, kann es vorkommen, dass nach der Installation eines Grafikprogramms auf einmal alle Bilder mit diesem Programm geöffnet werden. Sollte sich diese Zuordnung aber als unbrauchbar erweisen, gibt es eine einfache Möglichkeit, den vorherigen Zustand wieder herzustellen oder aber ein anderes Programm zum Öffnen der gewünschten Dateitypen festzulegen.

    • Arbeitsplatz / Extras / Ordneroptionen

    In den Ordneroptionen wechselt man einfach auf den Reiter "Dateitypen" und sucht sich das zu ändernde Dateiformat aus. Nachdem man den Dateityp markiert hat, kann über einen Klick auf "Ändern" das gewünschte Programm, mit dem der Dateityp geöffnet werden soll, zugewiesen werden.

    39. Verschwundene Reiter und Menüs des Taskmanagers wieder anzeigen:
    Sollte es einaml vorkommen, dass der Taskmanager keine Reiter oder Menüs zur Steuerung mehr anzeigt, lässt sich der ürsprüngliche Zustand sehr leicht wieder herstellen, indem man auf einen grau hinterlegten Fensterbereich am Rand des Taskmanagers doppelt klickt.

    40. Die Systemmaus im Notfall aktivieren:
    Leider gibt es heute auch bei hochwertigen Mäusen immer noch das Problem, dass die Maus manchmal aus unerklärlichen Gründen nicht mehr auf Bewegungen oder Klick-Befehle reagiert. Anstatt in so einem Fall mit den Tasten /images/pfeil, TAB, SHIFT, ENTER oder PLUS zu navigieren, empfiehlt es sich ganz auf die Systemmaus zurückzugreifen. Folgende Tastenkombination ist notwendig, um die Systemmaus zu aktivieren:

    • linke Alt-Taste + linke Shift-Taste + Num-Taste zusammen gedrückt halten

    Mit den bereits oben stehenden Alternativtasten lässt sich durch ausprobieren erst einmal die Tastaturmaus aktivieren. Wenn sie dann aktiviert ist, dienen die Tasten auf dem Num-Block zur Steuerung des Mauszeigers, wobei die "5" als linke Maustaste fungiert.

    41. Windows XP optisch aufpeppen:
    Pablo Picasso hat einmal gesagt: "Für mich ist ein Haus Instrument für die Arbeit, nicht Background für ein elegantes Leben. Jeder Raum ist mein Atelier, mein Arbeitsraum." Wenn man sich vorstellt, hier eine Affinität von "Haus" und Windows in Bezug auf PC's herstellen zu können, käme man wohl ungefähr dem nahe, was sich Microsoft bei der Auswahl seiner Designs schon seit längerem denkt . Anders gesagt - anfangs zwar ganz nett, aber auf die Dauer eben doch recht zweckmäßig. So könnte man das Aussehen der grafischen Benutzeroberfläche von Windows XP bezeichnen. Deshalb wird es in der Zwischenzeit bestimmt schon die ersten User geben, die das Microsoft Luna Standard-Design in seinen 3 Variationen auf die Dauer eher nicht mehr ganz so ansprechend finden. Abhilfe ist jedoch in Sicht. Unter Windows XP gibt es die Möglichkeit grundlegenden Einfluß auf das äußere Erscheinungsbild von Taskleiste, Fenstern, Menüs usw. zu nehmen und so ein farbenprächtigeres Windows zu gestalten, dass eher einem "Haus" als einem "Instrument der Arbeit" entspricht. Der Ordner, der hier den Schlüssel dazu darstellt Windows XP zur Kunst zu verhelfen ist "C:\WINDOWS\RESOURCES", in den man die von der redmondschen Geschmacksvorstellung abweichenden Designs usw. integrieren muss. Generös, wie Microsoft eben so ist, geht das aber nicht von Haus aus, sondern muß erst mit der Hilfe eines Patch oder Programms bewerkstelligt werden.

    a) Neue Designs und Visual Styles

    • Für Rechner ohne installiertes SP 1 für Windows XP gilt der folgende Patch:

    Download

    • Für Rechner mit installiertem SP 1 für Windows XP gilt dieser Patch:

    Download

    Bei der Einspielung des Patches gilt es auf NTFS-Systemen folgendes zu beachten:

    • bei bereits installiertem Patch für Windows XP ohne SP 1 muß der Patch zuerst deinstalliert werden, bevor der Patch für Windows XP mit SP 1 installiet werden kann
    • Sollte eine Version von StyleXP oder einem ähnlichen Programm bereits installiert sein, (wodurch der Patch eigentlich ja überflüssig werden würde,) muß dieses Programm zuerst deinstalliert werden, bevor der Patch eingespielt werden kann
    • während des eigentlichen Patch-Vorgangs darf die Windows XP CD nicht im Laufwerk liegen

    Bei der Einspielung des Patches gilt es auf FAT32-Systemen folgendes zu beachten:

    • das Windows XP Standard-Design muß aktiviert sein
    • den PC von einer Startdiskette aus starten
    • auf "C:\" die Datei "UXTHEME.DLL" in " UXTHEME.BAK" umbenennen, die in den Verzeichnissen "C:\Windows\System32" und "C:\Windows\System32\Dllcache" zu finden ist
    • Wenn das SP 1 installiert ist muß die Datei auch in dem Verzeichnis "C:\WINDOWS\ServicePackFiles\i386" umbenannt werden
    • Als nächstes die passende "UXTHEME.DLL", die gedownloadet wurde in die Verzeichnisse "C:\Windows\System32" und "C:\Windows\System32\Dllcache" kopieren
    • Wenn das SP 1 installiert ist muß die Datei auch in das Verzeichnis "C:\WINDOWS\ServicePackFiles\i386" kopiert werden
    • Nach einem Neustart sollten nun auch auf FAT32-Systemen alle Windows XP Styles problemlos laufen

    Nach erfolgreichem Patch-Vorgang können ab sofort alle nur denkbaren Themes (=Designs) und VisualStyles (=nur Fenster und Schaltflächen) aus dem Internet verwendet werden, wobei der Unterschied darin liegt, daß Themes meistens weitreichendere Änderungen am Windows-Aussehen hervorrufen. Die besten Adressen hierfür sind:

    Bei den heruntergeladenen Dateien gilt es folgendes zu beachten:

    • sollte ein Theme oder Style einmal nicht mit einem Installer ausgestattet sein, ist die entpackte Datei manuell in den Ordner "C:\WINDOWS\RESOURCES\THEMES" einzufügen
    • es kann vorkommen, daß ein Theme / Style für ein bestimmtes Programm wie z.B. WindowBlinds oder StyleXP angefertigt wurde und dann in der Praxis ohne das Programm auch nicht funktioniert. In der Regel sollte der Patch alleine aber meistens ausreichend sein, um fast alle Themes / Styles trotzdem nutzen zu können. (ruhig ausprobieren)
    • um dann letztlich das Original Windows XP Design auf das heruntergeladene Design / Skin zu ändern muss man einfach auf eine freie Stell auf dem Desktop rechts klicken und unter "Eigenschaften / Eigenschaften von Anzeige" in den Registern "Design" oder "Darstellung" (bei VisualStyles) den jeweiligen Namen auswählen.
    • unter "Eigenschaften / Eigenschaften von Anzeige" und "Darstellung / Erweitert" können die Themes / Styles noch teilweise an die eigenen Vorstellungen angepasst werden

    Viel komfortabler, aber deshalb leider auch mit Kosten verbunden, ist es das Programm StyleXP zu verwenden, um Windows XP zur Akzeptanz neuer Designs und Skins (=Visual Styles) zu überreden. Das Programm bietet aber neben der bloßen Integration auch noch zahlreiche weitere Features, die es sogar ermöglichen sein ganz persönliches Design zu kreieren, oder die Designs in bestimmten Intervallen rotieren zu lassen. Als zweites Programm dieser Art läßt sich hier eigentlich nur noch die ObjectDesktopSuite von Stardock nennen, die zwar mit allen Modulen zusammen die Möglichkeiten von StyleXP übertriftt, aber leider aufgrund vieler Nachteile, wie z.B. der unübersichtlichen Bedienbarkeit, eher nur echten Profis mit sehr viel Zeit für die Materie zu empfehlen ist.

    Wem das zuviel Geld ist sollte für eigene Entwürfe die tgt-soft Freeware rasBuilder einsetzen, die zwar sehr umständlich funktioniert, mit der man aber auch eigene Designs entwerfen kann, indem man das Original Luna Design "C:\WINDOWS\RESOURCES\THEMES\LUNA.MSSTYLES" in resBuilder öffnet und die dadurch angelegten .temp Dateien (C:\PROGRAMME\TGTSOFT\RESBUILD\TEMP) mit einem Grafikprogramm bearbeitet, um sie anschließend unter einem anderen Namen als neues Design zu speichern. Unbedingt vermeiden sollte man bei dieser Vorgehensweise natürlich die Originaldateien zu überschreiben.

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    b) Den An- und Abmeldebildschirm verändern

    Ein unbedingtes MUSS bei der Anpassung des Windows Erscheinungsbildes ist es auch den Logon (-Off) Screen zu verändern. Damit ist der Bildschirm gemeint, in den man sich beim Start als Benutzer anmeldet. Wenn man mit nur einem Nutzer arbeitet und auf die Anmeldung verzichtet, ändert sich dadurch zumindest das Bild, daß beim Hoch- und Runterfahren angezeigt wird. Äußerst wichtig ist es hier unbedingt darauf aufzupassen, dass die Größe des heruntergeladenen Logon Screens ganz genau der aktuellen Bildschirmauflösung entspricht, da es sonst zu schweren Komplikationen kommen kann. (wichtig !!!) Auch hier muss man Windows XP allerdings erst einmal mit Hilfe eines Programms auf die Sprünge helfen, um neue Logon Screens verwenden zu können. Der Name des äußerst kompakten und dadurch erfreulichen Programms lautet LogonLoader und kann hier nachfolgend heruntergeladen werden. Die Bootscreens selbst sind auf oben stehenden Seiten zu finden.

    Download

    • Um das Programm nutzen zu können kann es eventuell möglich sein, dass zuerst die Datei "comctl32.ocx" oder "comctl32.dll" in den Ordner "C:\Windows\system32" kopiert werden muss. Hier auf die Fehlermeldung achten. Sollte dies der Fall sein, muss für jede Datei anschließend unter "Start / Ausführen" noch die Zeile "regsvr32 comctl32.ocx" oder "regsvr32 comctl32.dll" eingegeben werden, um die Dateien zu registrieren.

    Download

    • Sollten bei der Nutzung von LogonLoader Probleme nach dem Start mit einem anderen Anmeldebildschirm auftreten, ist es meistens Hilfreich das Verzeichnis für die Logon Screens, dass Logon Loader standardmäßig vorschlägt, zu ändern. Und nochmals: Bitte auf die Grösse z.B. 1024x768 achten! Wenn das nichts hilft: es gibt ja auch noch andere Logon Screens ;-)

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    c) Einen anderen Boot Screen verwenden

    Das letzte i-Tüpfelchen bei der Veränderung der Windows XP Optik stellt schließlich noch die Verwendung eines alternativen Boot Screens dar. Wie bereits bei den beiden anderen Veränderungen am Windows XP Urzustand geht auch das nicht ohne einen kleinen elektronischen Helfer. Allerdings ist bei der Arbeit am Boot Screen äußerste Vorsicht geboten, da Fehler hier dazu führen können, daß Windows XP überhaupt nicht mehr startet. Der übliche und auch schwerwiegendste Fehler der diese Gefahr verursacht besteht darin einen Boot Screen zu verwenden, der nicht der aktuellen Bildschirmauflösung entspricht !! Deshalb auch hier unbedingt darauf achten, daß die Werte übereinstimmen !!! Zum Glück ist gegen diese Gefahr in dem Programm LogonUI & Boot Randomizer aber ein äußerst wirksamer Schutzmechanismus integriert, der daraus besteht eine Kopie des Original Windows XP Bootsektors anzufertigen, so daß anschließend eine Betriebssystemauswahl mit 2 Windows XP Versionen zur Verfügung steht. Eine davon ist die Original Version, die auch schon vor der installation des Programms bestanden hat. Die Andere ist die von der von nun an mit den alternativen Bootscreens gebootet wird. Das bringt den Vorteil, daß man immer noch auf einen funktionierenden Bootsektor zurückgreifen kann, falls ein Bootscreen das System mal zum Absturz bringen sollte. Es besteht also überhaupt keine Gefahr durch neue Boot Screens seine aktuelle Installation nicht mehr nutzen zu können, da man ja mit den Pfeil/images/pfeiltasten auf die Original Version zurückgreifen kann. Läuft der Boot Screen stabil ist es nach einiger Zeit zu empfehlen die Wartezeit im Betriebssystemauswahlmenü unter "rechtsklick auf Arbeitsplatz / Eigenschaften / Erweitert / Starten und Wiederherstellen / Einstellungen / Systemstart / Anzeigedauer der Betriebssystemliste" auf ca. 3-5 Sekunden zu verkürzen bis die Version mit den Bootscreens, die an erster stelle steht, automatisch startet. Der Windows Systemstart würde sich sonst unnötig verlängern. Bei ultrastabilen Bootscreens, die man schon wochenlang problemlos nutzt kann man im obigen Menü die Betriebssystemauswal auch ganz abstellen. Falls sich das Programm nicht starten lässt, bitte unter b) den Hinweis zu den "comctl32"-Dateien beachten.

    Download

    Beim ersten Programmstart von LogonUI & Boot Randomizer müssen unbedingt alle Felder folgendermaßen bestätigt werden:

    1. Add
    2. OK
    3. JA
    4. Bei "Main Folder for boot screens" einen anderen neuen Ordner wählen
    5. Bei "Main Folder for logon screens" einen anderen neuen Ordner wählen
    6. OK

    Das Programm ist dann einsatzbereit. Für die neuen Boot Screens ist beim runterladen als Speicherort der oben neu angelegte Ordner zu verwenden. Die Dateien müssen nicht entpackt werden, können zwecks besserer Organisation aber in Ordnern verwaltet werden. Befinden sich dann die ersten Boot Screens in dem Ordner "Main Folder" genügt ein Doppelklick auf die .zip Datei und der neue Bootscreen ist aktiviert. Eventuelle Rückfragen des Programms, bei denen es versucht einen alternativen Weg zur Nutzung des Boot Screens zu beschreiten können immer mit OK bestätigt werden. Die weiteren Programmöglichkeiten sind dann eigentlich mit der Zeit von selbst, oder über die recht gute Hilfe zu verstehen. Falls Windows nach dem Startvorgan mit dem neuen Bootscreen eine Beschwerde einlegt, die mit dem SP1 zusammenhängt, sollte man den Boot Screen nicht verwenden, da er dann nicht dafür ausgelegt ist. Die besten Bootscreens findet man auch auf oben genannten Seiten.

    Ein kleiner Trick zum Schluss:
    Wenn man von einem Theme zu einem Style wechseln will empfiehlt es sich vorher erst einmal das Windows XP-Standarddesign zu laden, um so die eventuell noch aktiven Icon-Änderungen des letzten Themes loszuwerden.

    42. Die Anzeige ungelesener e-Mails im Anmeldebildschirm deaktivieren:
    Unter Windows XP werden im Anmeldebildschirm standardgemäß die ungelesenen e-Mails angezeigt. Wer diese Nachrichten als nervend empfindet und sie gerne deaktivieren möchte kann hierzu in der Registry die folgenden Einstellungen vornehmen:

    • Start / Ausführen / regedit.exe
    • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / UnreadMail

    Bei markiertem Schlüssel "UnreadMail" ist auf der rechten Seite der Registry der Eintrag "MessageExpiryDays" zu suchen und sein Wert auf "O" zu setzen. Beim nächsten Neustart ist ab sofort kein Hinweis mehr auf die ungelesenen e-Mails zu finden. Diese Funktion lässt sich des weiteren auch mit "TweakUI" kontrollieren.

    43. Den Eintrag "Abmelden" aus dem Startmenü entfernen:
    Auf vielen Single-User PC`s macht der Eintrag einfach keinen Sinn, muß aber im Startmenü immer beachtet werden, um nicht mal versehentlich darauf zu klicken. Deshalb lässt sich der Startmenüeintrag auch entfernen. Die Neuanmeldefunktion mancher Programme, die einen Neustart dadurch überflüssig macht, wird davon nicht beeinträchtigt.

    Windows XP Home und Professional:

    • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / Policies / Explorer

    Bei markiertem Schlüssel "Explorer" ist auf der rechten Seite der Registry ein neuer DWORD-Wert zu erstellen. Diesem DWORD-Wert ist der Name "StartMenuLogOff" zuzuweisen und sein Wert auf "1" zu setzen. Nach einem Neustart wird diese Änderung an der Registry übernommen. Bei Nichtgefallen kann die Änderung wieder rückgängig gemacht werden, indem statt der "1" eine "0" als Wert eingetragen wird.

    Nur Windows XP Professional:

    • Start / Ausführen / gpedit.msc

    Im Gruppenrichtlinien-Editor ist daraufhin zu folgendem Zweig zu navigieren:

    • Benutzerkonfiguration / Administrative Vorlagen / Startmenü und Taskleiste / Option "Abmelden" aus dem Startmenü entfernen

    Hier angekommen, ist die Option zu aktivieren.

    44. Die Eingabegebietsschemaleiste "DE" aus der Taskleiste entfernen:
    Anstatt wertvollen Platz in der Taskleiste zu verschwenden lässt sich der Eintrag "DE" dort auch dauerhaft entfernen, was beim einfachen löschen des Eintrags in der Taskleiste nur für die aktuelle Sitzung gelten würde.

    • Systemsteuerung / Regions- und Sprachoptionen / Reiter Sprachen / Details / Reiter Einstellungen / Eingabegebietsschemaleiste / das Häkchen vor "Eingabegebietsschema - Leiste auf dem Desktop anzeigen" entfernen.

    45. Den Benutzernamen aus dem Startmenü entfernen:
    Im Startmenü wird standardmäßig rechts neben dem Bild für das jeweilige Benutzerkonto auch noch der Benutzername angezeigt. Diese doppelte Benutzerkennung lässt sich jedoch durch das Entfernen des Namens auf das Bild alleine beschränken.

    • Start / Ausführen / regedit.exe
    • HKEY_CURRENT_USER / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / Policies / Explorer

    Auf der rechten Seite der Registry ist bei markiertem Schlüssel "Explorer" nach dem Eintrag "NoUserNameInStartMenu" zu suchen und sein Wert auf "0" zu setzen, um den Namen abzuschalten bzw. auf "1", wenn der Name wieder angezeigt werden soll.

    46. Das Benutzerbild aus dem neuen einfachen Startmenü entfernen:
    Nicht ganz so einfach wie beim vorherigen Tipp, lässt sich auch das Benutzerbild aus dem neuen Startmenü entfernen. Leider ist hierzu ein Umweg über den Systemsteuerungspunkt "Benutzerkonten / Art der Benutzeranmeldung ändern" notwendig. Hier muß man von der Anmeldung mit der "Willkommensseite" auf die "Klassische" Benutzeranmeldung wechseln. Das bedeutet aber leider auch, da das Benutzerbild mit der Art der Anmeldung verknüpft ist, dass man - wenn man das Benutzerbild nicht im neuen Startmenü haben möchte - eben leider wieder vor dem erscheinen des Desktops die klassische Anmeldung mit Benutzername und Passwort durchführen muss. Falls man diese Änderung gerne durchführen möchte, empfiehlt es sich aus Zeitersparnis also kein Passwort zu vergeben, um so durch einmaliges drücken der Return-Taste zum Desktop zu gelangen. (Falls es unter unseren Lesern zufällig jemanden geben sollte, der weiß mit welchen RegKeys sich das Benutzerbild auch bei Verwendung der Willkommensseite entfernen lässt, bitte ich dringend um eine e-Mail an unten stehende Adresse).

    47. Defekte ntoskrnl.exe reparieren:
    Einige der Themes und Skins, die im Internet verfügbar sind, haben leider die Eigenheit Probleme mit der ntoskrnl.exe hervorzurufen. Windows beschwert sich dann beim Systemstart mit einem Pop-Up über Veränderungen an der ntoskrnl.exe und gibt an sie sei nicht original. Falls sich das Problem nicht durch die Verwendung eines anderen Themes oder Skins aus dem Internet bzw. auch des XP original Themes beseitigen lässt, gibt es die Möglichkeit die beschädigte ntoskrnl.exe wieder von CD einzuspielen:

    • Den Rechner von der CD booten (bzw. Tipp Nr. 49 Wiederherstellungskonsole)
    • Sollte ein Raid-Array definiert sein, muß dessen Treiber bei der Aufforderung mit F6 installiert werden
    • Nach dem Kopieren der Ausführungsdaten die R-Taste drücken damit man in die Wiederhersellungskonsole gelangt
    • Jetzt in das System32 Verzeichnis wechseln und die Datei mit den folgenden Befehlen von der XP CD kopieren:
      1. cd Windows\system32 (Windowspfad hier evtl. anpassen)
      2. ren ntoskrnl.exe ntoskrnl.old (benennt die defekte Datei um)
      3. expand D:\i386\ntoskrnl.ex_ ("D" ist hier der Buchstabe des CD-Laufwerks)
      4. exit

    Abschließend kann die CD entfernt und neu gestartet werden, wonach das Problem verschwunden sein sollte.

    48. Unter Windows XP beschädigte Systemdateien wieder herstellen:
    Bei Problemen mit beschädigten Windows XP Dateien ist man manchmal etwas zu früh dazu geneigt sein System komplett neu zu installieren, nur weil man mal nicht weiter weiß. Hier kann es sehr hilfreich sein, solange Ausführen noch funktioniert, von Windows eine automatische Systemanalyse durchführen zu lassen, wodurch ein Vergleich von Ist- und Sollzustand der Installationsdaten auf der Festplatte mit denen auf der XP CD durchgeführt wird. Über das entsprechende Parameter kann Windows dabei auch gleich noch dazu angewiesen werden, wann es die Prüfung durchführen soll, was in der Kombination mit bestimmten Autostart Programmen sehr hilfreich sein kann.

    • die Windows XP original CD einlegen
    • Start / Ausführen
    • sollte das nicht mehr funktionieren, kann man Ausführen auch im Taskmanager (Strg-Alt-Entf. / Datei / Neuer Task (Ausführen...)) aufrufen ; ))
    • Folgende Befehle sind möglich:
      1. sfc (Beschädigte Dateien werden gesucht und automatisch ersetzt)
      2. sfc /? (Zeigt alle sfc Optionen an)
      3. sfc /scannow (Überprüft sofort alle geschützten Systemdateien)
      4. sfc /scanonce (Überprüft alle geschützten Systemdateien einmal beim nächsten Neustart)
      5. sfc /scanboot (Überprüft alle geschützten Systemdateien bei jedem Start)
      6. sfc /revert (Setzt Scan auf die Standardeinstellungen zurück)
      7. sfc /purgecache (Leert den Dateicache)

    49. Die Wiederherstellungskonsole installieren:
    Die in Windows XP verfügbare Wiederherstellungskonsole ist eine elegante Möglichkeit die Neuinstallation von Windows XP im Notfall zu umgehen, indem man über sie auf die Festplatten-Partition, die XP enthält (auch FAT und FAT32), zugreift und in ihr Dateien repariert, umbenennt, kopiert oder ersetzt. Will man die Konsole nutzen, ist es allerdings zuvor notwendig sie erst einmal zu installieren. Hierzu gibt es einen sehr sicheren Weg, der auf jedem System, egal ob Raid oder sonstige Eigenheiten, funktioniert:

    • den Ordner "i386" von der original XP CD auf die Festplatte ins Stammverzeichnis von C:\ kopieren (hierbei funktioniert auch eine Sicherheitskopie-CD mit integriertem SP1, siehe Tipp Nr.36)
    • über Benutzerkonto mit Admin Rechten anmelden
    • Start / Ausführen / cmd.exe
    • cd C:\ i386 (wechselt in den zuvor kopierten Ordner auf C:\ )
    • winnt32.exe /cmdcons

    Alternativ funktioniert das ganze natürlich auch direkt über CD:

    • Windows XP CD in ein CD Laufwerk einlegen (hier Buchstabe "D")
    • Start / Alle Programme / Zubehör / Eingabeaufforderung
    • mit dem Befehl "C:\>D:" (ohne ") auf das CD Laufwerk wechseln
    • mit dem Befehl "D:\>CD D:\I386" (ohne ") in das Verzeichnis von "I386" wechseln
    • dort das Programm winnt32 mit dem Parameter /cmdcons ausführen
    • "D:\I386>winnt32.exe /cmdcons" (ohne ")

    Nach der Bestätigung des letzten Befehls mit der "Enter-Taste" wird die Wiederherstellungskonsole installiert. Dabei wird höchstwahrscheinlich eine Verbindung zu Microsoft aufgebaut, um aktualisierte Programmdateien herunterzuladen, was aber nur einen kleinen Moment dauert. Nach einem Neustart steht die Wiederherstellungskonsole fortan im Betriebssystemauswahlmenü zur Verfügung. Wenn man auf einem Raid System mit der Konsole arbeiten will, muß man, um einen Bluescreen zu vermeiden, unbedingt vorher den Raid Treiber installieren, sobald man dazu aufgefordert wird.

    Eine eigene Internetseite, oder vielleicht sogar ein kleines Buch zum Arbeiten mit der Konsole gibt es leider noch nicht. Deshalb hier zwei Links zur MS KnowledgeBase:

    Microsoft Knowledge Base Article - 307654
    Microsoft Knowledge Base Article - 310497

    50. Die Wiederherstellungskonsole deinstallieren:
    Microsoft schreibt in der KnowledgeBase folgendes zur Deinstallation der Wiederherstellungskonsole: - Systemdatein vorher sichtbar machen ; ))

    • Löschen Sie den Ordner C:\Cmdcons und die Datei C:\Cmldr
    • Klicken Sie in C:\ mit der rechten Maustaste auf die Datei Boot.ini. Klicken Sie dann auf Eigenschaften
    • Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Schreibgeschützt, und klicken Sie dann auf OK
    • Achtung: Fehlerhafte Änderungen der Datei "Boot.ini" können dazu führen, dass Ihr Computer nicht mehr gestartet werden kann. Achten Sie darauf, nur den Eintrag für die Wiederherstellungskonsole zu löschen. Es wird empfohlen, für die Datei "Boot.ini" die Eigenschaft "Schreibgeschützt" zu wählen, nachdem sie diesen Vorgang abgeschlossen haben. Öffnen Sie die Datei "Boot.ini" in Notepad, und entfernen Sie den Eintrag für die Konsole. Dieser Eintrag sollte etwa so aussehen:
      C:\cmdcons\bootsect.dat="Microsoft Windows Recovery Console" /cmdcons
    • Speichern und schließen Sie die Datei.

    Falls Sie Probleme oder Fragen zu den oben stehenden Windows XP Tipps & Tricks haben, können Sie diese gerne schriftlich per e-Mail an uns richten. Des Weiteren freuen wir uns über jeden weiteren hilfreichen Tipp, der die Arbeit mit Windows XP einfacher und bequemer macht. Wenden Sie sich bitte auch hierzu an folgende e-Mail Adresse: support@dirkvader.de.

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