Windows ME optimieren

1. Startmenü beschleunigen:
In der Registrierdatenbank folgenden Wert eintragen/ändern:
  • [HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop] "MenuShowDelay"="0"

2. Speicher Sparen:
Ein Windowssystem mit extrem wenig Speicher (bis 16 MB) ist für heutige Anwendungszwecke viel zu langsam, da Windows bei mehreren laufenden Programmen immer wieder Speicher auf die Festplatte auslagern muss. Dieser Vorgang nimmt selbstverständlich mehr Zeit in Anspruch als wenn Windows genug Arbeitsspeicher zur Verfügung hätte und nich auf die verhältnismäßig langsame Festplatte auslagern müsste. Zum Vergleich: moderne SDRAM Speicherbausteine haben 5-8 Nanosekunden Zugriffszeit, ältere FP-Ram oder EDO-Ram 60-70 Nanosekunden. Der Zugriff auf die Festplatte hingegen geht in den Millisekundenbrereich (9-20 ms) und dauert daher wesentlich länger. Ein flüssiges Arbeiten ist mit 16 MB ohne Modifikationen am Betriebssystem fast überhaupt nicht möglich. Daher gilt: je mehr Speicher ein Windowssystem besitzt, desto schneller ist es. Natürlich ist irgendwann eine Grenze erreicht, bei der ein weiterer Speicherausbau keinen Geschwindigkeitszuwachs mehr bringt. Bei älteren Pentium-Boards kann diese Grenze recht schnell erreich sein,da mehr als 64 MB nicht mehr vom Systemcache unterstützt werden können und die Systemleistung in den Keller geht (konsultieren Sie daher das Motherboard-Handbuch). Bei modernen Geräten bringt, je nach Verwendungszweck und Betriebssystem, ein Speicherausbau von mehr als 128 MB nicht mehr viel Leistungszuwachs.Windows 9x kann beispielsweise mit Arbeitsspeicher über 128 MB recht wenig anfangen wohingegen Windows NT sogar noch mehr Speicher verlangt. Dennoch können einige Windowseinstellungen einen wesentlichen Beitrag zur Performance leisten. Die ach-so-schönen Sounds, die bei allen möglichen Events erklingen und ein animiertes "klick here to begin" sowie ein 5 MB großes Hintergrundbild sind die größten Speicherverschwender, da sie einfach unnütz sind. Des weiteren sollte man vermeiden, alle möglichen Programme in den Autostartordner zu installieren, da nur eine Hand voll wirklich sinnvoll genutzt und gebraucht werden. Ein Virenscanner, der im Hintergrund arbeitet und während der ganzen Windowssession aktiv ist, ist die absolute Krönung, da ein halbwegs flüssiges Arbeiten überhaupt nicht mehr möglich ist. Wer unbedingt ein schickes Hintergrundbild haben möchte, sollte es in das JPG-Dateiformat konvertieren, da dies wesentlich kleiner ist als eine Bitmap. Desweiteren sollten alle Effekte abgeschaltet werden, wie das animierte Aufklappen der Fenster oder die Bildschirmschriften glätten. Um tiefgreifende Einstellungen und Effekte zu ändern, gibt es Tools wie Tweakui von Microsoft. Entgegen der Behauptung die Deaktivierung des Active Desktops erhöht die Gesamtleistung, bin ich der Meinung, dass diese Maßnahme nicht allzu viel Speicher spart und daher die Performance nicht merklich erhöht. Wer wirklich viel Speicher sparen möchte und auf den Komfort der Startleiste verzichten kann, der sollte einen Trick anwenden: Man kann als Windows-Shell (in der system.ini zu finden) anstatt der <EXPLORER.EXE> auch die <PROGMAN.EXE> angeben. Hinter der Datei <PROGMAN.EXE> verbirgt sich der Programm-manager, den einige noch aus alten Windowszeiten kennen sollten. Ist dieser richtig konfiguriert und eingerichtet, kann man beliebig viele Fenster einrichten und dort die installierten Programme übersichtlich geordnet ablegen. Natürlich kann man von hier alle gwohnten 16 und 32 Bit - Programme ohne Einschränkung aufrufen. Alternativ zum Programm-manager kann man auch die <WINFILE.EXE> für den Dateimanager angeben.

3. Dos-Speicher um 3 KB erweitern:
In der Systemdatei <system.ini> folgenden Wert unter [386 enh] ergänzen/ersetzen: LocalLoadHigh=1

4. Auslagerungsdatei optimieren:
Die Auslagerungsdatei soll Arbeitsspeicherengpässe durch Auslagerungen auf die Festplatte kompensieren. Die Größe der Auslagerungsdatei ist hart umstritten, deshalb kann ich Ihnen nur meine Einstellungen empfehlen, die sich absolut bewährt haben. Fest steht jedenfalls, dass der vrituelle Arbeitsspeicher eine feste Größe haben und minimale/maximale Größe identisch sein sollten.Rufen Sie die Systemeigenschaften auf und gehen Sie weiter auf Leistungsmerkmale -> virtueller Arbeisspeicher. Dort weisen Sie der Auslagerungsdatei den Minimalwert von 200 und den Maximalwert 200 zu. Sollten Sie einmal bei ca. 30 geöffneten Progammen die Meldung erhalten, dass nicht genug Virtueller Speicher bereitsteht, Setzen Sie die Werte um weitere 50 MB hoch.

5. Anpassung des Dateisystems:
Unter den Systemeinstellungen der Systemsteuerung => Leistungsmerkmale => Dateisystem. Das Dateisystem sollte ab 24 MB Arbeitsspeicher auf <Netzwerkserver> eingestellt werden, um wesentlich mehr Dateien und Verzeichnisse zu cachen.

6. Anpassung des Diskcaches:
In der Systemdatei <system.ini> folgenden Wert unter [vcache] ergänzen/ersetzen: "MinFileCache=1024". MaxFileCache="1/4 des installierten Arbeitsspeichers"- bis 16 MB ist der Wert 2048 zu empfehlen.

7. Eventuelle Umstellung von PIO Mode auf DMA um CPU zu entlasten und HDD zu beschleunigen:
Unter den Systemeinstellungen der Systemsteuerung => Hardware => Laufwerke => Eigenschaften => Einstellungen: DMA-Modus einschalten.

8. Zwei Festplatten parallel defragmentieren:
Das Defragmentierungsprogramm <DEFRAG.EXE> lässt sich normalerweise nur einmal aufrufen. Es genügt, <DEFRAG.EXE> etwa nach <DEFRAG1.EXE> zu kopieren. Diese beiden EXEs können parallel arbeiten. Aufruf von DEFRAG.EXE und DEFRAG1.EXE.

9. Schneller Windows Neustart per ICON Anleitung:
Erstellen Sie mit dem Editor eine Batchdatei <RESTART.BAT> mit folgendem Inhalt:

  • @echo off
  • exit

Diese RESTART.BAT konfigurieren Sie nun über das Kontextmenü "Eigenschaften": Unter "Programm" aktivieren Sie die Option "Beim Beenden schließen", unter "Erweitert" wählen Sie "MS-DOS-Modus", deaktivieren aber die Option "Vor Aktivierung des MS-DOS-Modus warnen". Ein Doppelklick auf diese Batch führt ohne Rückfrage zu einem Neustart von Windows 95/98. Jetzt brauchen Sie nur noch eine Verknüpfung zur Batch-Datei herstellen.

10. Optimale Größe des CD-Rom-Laufwerk Caches:
Klicken Sie im Dialog "Eigenschaften für System" auf "Leistungsmerkmale, Dateisystem, CD-ROM". Bewegen Sie den Schieberegler hinter "Größe des Zusatz-Cache-Speichers" ganz nach links. Windows nutzt jetzt nur 214 KB für den CD-Cache. Das reicht völlig aus und spart Speicher.

11. Häufiges Installieren und Deinstallieren verlangsamt Windows:
Durch häufiges Installieren/deinstallieren von Software bleiben Programfragmente im Windowssystemverzeichnis bestehen. Außerdem schwillt die Registrierdatenbank auf ein unerträgliches Maß an. Ich habe schon Registrierdatenbanken gesehen, die größer als 20 MB !!! waren. Dies lässt ein jedes Windowssystem verlangsamen. Deshalb sollten Sie nur Programme installieren, die Sie wirklich benötigen. Jegliches experimentieren geht auf Kosten der Systemleistung. Um einen vorherigen Systemzustand wiederherzustellen benötigt man ein Image-Program. Z.B. Norton Ghost 2001. Es funktioniert einwandfrei, viel besser als ein Backup-Programm, welches ja nur fehlende Dateien wiederherstellt, überschreibt das Image-Programm die ganze Partition und schon ist der alte Zustand wiederhergestellt und die Registry ist wieder schlank. Alternativ kann ichfür experimentierfreudige User nur empfehlen, alle 8-10 Monate Windows komplett neuzuinstallieren, auch wenn der Aufwand ziemlich groß ist.

12. Bei einem Windowssystem sollte man stets auf die Aktualität der Gerätetreiber achten:
Bei vielen Treibern werden immer wieder neue Funktionen implementiert und die Performance optimiert. Bei einigen Produkten, wie zum Beispiel Druckern, kann man die Performance oder die Einstellmöglichkeiten verbessern bzw. erweitern, wenn man einfach Treiber einer höheren Geräte-Generation verwendet. Ich persönlich benutze beispielsweise den Druckertreiber eines Epson Stylus 660 auf einem Epson Stylus 400. Dieser Treiber unterstützt wesentlich mehr Einstellmöglichkeiten sowie eine Statusanzeige. Das Experimentieren mit Treibern ist aber nicht ganz ungefährlich und sollte nur bei absolut nah verwandten Geräten probiert werden, da man sonst die Stabilität des kompletten Systems gefährdet.

13. Automatisches Starten von Scandisk nach fehlerhafter Windows-Session verhindern:
Suchen Sie die Datei <MS-DOS.SYS> und setzen Sie die Attribute so, dass der standartmäßig aktivierte Schreibschutz deaktiviert wird. Editieren Sie die Datei und suchen Sie die Zeile "AutoScan=1" und tragen anstatt der 1 eine 0 ein.

14. Optimierung des MS-Dos Speichers (640 KB) im Dos-Modus:
Für das automatische Laden von Treibern und Programmen beim Booten sind vorwiegend die Dateien <AUTOEXEC.BAT> und <CONFIG.SYS> zuständig. Für den MS-Dos Modus, der einen Neustart erfordert werden die Dateien <AUTOEXEC.DOS> und <CONFIG.DOS> geladen. Diese Dateien spielen also eine übergeordnete Rolle für die Größe des freien Dos-Speichers. Die Reihenfolge der zu ladenden Gerätetreiber hat aber auch Auswirkungen auf den bereitstehenden Speicher, da die Startdateien sequentiell abgearbeitet werden. Als erstes sollten die SCSI-Treiber (falls SCSI-Geräte vorhanden) geladen werden, danach erst die Speicherverwaltung des Betriebssystems (Smartdrive, Himem, Emm386). In vielen Empfehlungen liest man, dass die länderspezifischen Einstellungen sowie <SETVER> und <DISPLAY.SYS> am Schluß geladen werden sollten . Meine Empfehlung: völlig weglassen. Nachdem Sie diese Einstellungen vorgenommen haben, sollten Sie die Datei <MEMMAKER.EXE> (bekannt aus alten Dos-Zeiten) ausführen. Sie bekommen diese Datei auch in der Download Area <dwn.htm>. Wenn Sie diesen Empfehlungen folgen, werden auf jeden Fall zwischen 600 KB und 618 KB an Speicher frei sein.

15. Starten von Windows beschleunigen I:
Erzeugen Sie am besten mit Notepad eine leere Datei mit dem Namen <winstart.bat> im Windowsverzeichnis. Diese Datei wird standardmäßig beim Windowsstart auf der Festplatte gesucht.

16. Starten von Windows beschleunigen II:
Suchen Sie in der Registry <grnd.htm> Unter <HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CURRENT CONTROLSET\SERVICES\CLASS\DISPLAY\0000\DEFAULT> den Wert <DDC> und setzen Sie ihn von 1 auf 0. Windows startet dann 10 Sekunden schneller da nicht versucht wird den Monitor erneut zu identifizieren.

17. Probleme mit 16 Bit Programmtreibern beheben:
Steht in der Systemsteuerung unter Systemeigenschaften unter Dateisystem der Wert MS-Dos Kompatibilitätsmodus, dann kann das Festplattenlaufwerk nur mit 16 statt 32 Bit angesteuert werden, was einen enormen Performanceverlust zur Folge hat. Dem kann man entgegenwirken, indem man den verursachenden Treiber in die Datei <ios.ini> einträgt.

18. Internet Explorer beschleunigen:
Um den Internet Explorer zu beschleunigen, sollten Sie den Browser Cache Ihren Bedürfnissen anpassen: besuchen Sie meistens die selben Seiten, empfiehlt es sich, den Browser Cache aufzustocken. Surfen Sie stattdessen gern im Netz auf unterschiedlichen Seiten, sollte man den Cache verringern, da der Browser nur unnötig lange nach vorhandenen Dateien sucht und diese interpretiert. Den Browsercache passt man im Internet Explorer an, in dem man unter Tools auf die Schaltfläche <Internet Options> klickt und dann auf Settings(Einstellungen) der temporären Dateien.

19. Laufwerkscache um das 3-fache erweitern:
Beziehend auf den Performance Tipp 5 ist es des weiteren möglich, die Windows-Cacheleistung der lokalen Festplatten um das 3-fache zu steigern. Normalerweise werden von Windows höchstens 2729 Dateien und 64 Verzeichnisse gecacht. Mit unserem Tuning Tipp ergibt sich eine Cacheleistung von 6144 Dateien und 204 Verzeichnissen. Diesen Tipp sollten ausschlißelich diejenigen ausprobieren, deren PC mit mindestens 32 MB Arbeitsspeicher ausgestattet ist, da die Steigerung des Laufwerkcaches natürlich mehr Arbeitsspeicher benötigt. Allerdings schlägt die Belastung des Arbeitsspeichers lediglich mit 128 KB zu buche (normalerweise 40 KB). Dazu müssen einige Einstellungen in die Registierdatenbank eingelesen werden.

20. Beschleunigen Sie sämtliche Programmstarts durch das optimieren der CPU-Prioritäten:
Öffnen Sie die Registrierdatenbank und suchen Sie den Schlüssel: "HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\VxD\BIOS". Erzeugen Sie den DWORD-Wert <CPU-Priority> und setzen Sie den Wert auf 1. Der Standartwert liegt bei 3.

21. Warnung über Zugriff auf Systemordner deaktivieren:
Um die lästigen Warnungen über den Zugriff auf Systemordner wie Programme, Windows, System32 usw. zu entfernen, muss man lediglich die Datei <desktop.ini> im jeweiligen Ordner umbenennen. Wenn nötig muss man vorher unter den Ordneroptionen versteckte Dateien und systemdateien sichtbar machen.

22. Auslagerungsdatei von Windows 9x/Me und Windows 2000 zusammen benutzen:
Wenn man zwei Betriebssysteme zusammen auf seinem Rechner betreibt, kann man eine Auslagerungsdatei für beide Systeme benutzen um Speicherplatz zu sparen. Um eine Auslagerungsdatei für beide Betriebssysteme parallel zu benutzen, muss man Windows 2000 anweisen, die Auslagerungsdatei von Windows 9x/Me zu benutzen. Dazu muss man in der Registrierdatenbankvon Windows 2000 folgenden Wert ändern:

  • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet001\Control\SessionManager\
    MemoryManagement\PagingFiles=c:\win386.swp

23. Windows Sound Events deaktivieren:
Um sämtliche Soundereignisse zu deaktivieren, müssen in der Registrierdatenbank sämtliche Unterordner, ausgenommen den Systemereignissordnern, entfernt werden:

  • HKEY_CURRENT_USER\AppEvents\EventLabels
  • HKEY_CURRENT_USER\AppEvents\Schemes\Apps\Default

24. Datencache nutzen statt Dublikate im RAM erzeugen:
Kopieren Sie die auf der Windows 98 CD befindliche Datei <mapc_on.inf> in Ihr Windowsverzeichnis und installieren Sie diese über das Kontextmenü (öffnet sich bei rechtem Klick auf die Datei).

25. Systemwiederherstellung deaktivieren:
Klicken Sie auf <Start>, <Ausführen> und geben Sie dort den Befehl "msconfig" eine. Unter dem "Autostart" deaktivieren Sie die beiden Punkte "*StateMgr" und "PCHealth". Bestätigen Sie alles mit "OK" und starten dann das System neu. Wollen Sie Speicherplatz freigeben, löschen Sie den Ordner c:\_restore, da dort die zuvor gesicherten Systemzustände gespeichert sind.

26. Bootdiskette erstellen:
Bei dem Betriebssystem Windows ME lässt sich serienmäßig keine Boot-Diskette erstellen. Microsoft hat diese Funktion schlicht und einfach nicht integriert. Mit dem Bugfix ist es jetzt möglichm trotzdem eine Bootdiskette für dieses Betriessystem zu erstellen. Einfach das Programm Boot Disk Maker v1.2 installieren und die genaue Beschreibung befolgen.

27. MS-Dos Modus einbinden:
Wer den MS-Dos Modus bei Windows ME verwenden möchte, muss selbst zur Hand greifen und diese nicht serienmäßig integrierte Funktion einbinden. Zunächst muss der MS-Dos Patch installiert werden. Der Patch modifiziert die Dateien "command.com", "io.sys", "regenv32.exe" und gleicht den Bootvorgang an Windows 95 an. Mit diesem Patch ist es beispielsweise möglich, während des Bootens durch das Drücken der Tasten [Shift][F8] den MS-Dos Modus zu starten.

28. Recovery-CD in eine Vollversion umwandeln:
Bei vorinstalliertem Windows ME (OEM-Version), erhält der Kunde keine Vollversion des Betriebssystems, sondern bestenfalls eine vom PC-Hersteller selbst angefertigte Recovery-CD. Einige Billiganbieter sparen nicht nur hier, sondern schlampen auch noch ganz schön. Geht es aber mal an das Eingemachte oder man löscht den Inhalt der Festplatte, dann ist es in vielen Fällen nicht mehr möglich von der Recovery CD das Betriebssystem zu installieren. Die Neuinstallation wird verweigert, da das Setup nach Informationen sucht, die auf der Festplatte nicht mehr vorhanden sind. Es ist eigentlich einfach, aus den Recovery-Versionen eine vollwertige Windows-Installations-CD herzustellen. Solange dabei der Programm-Code nicht verändert wird, ist dies nach deutscher Rechtsprechung auch legal - natürlich nur als Sicherungskopie der mit dem Rechner legal erworbenen OEM-Version. Dazu müssten Sie Windows ME auf eine neue CD brennen. Um eine bootfähige Vollversion von Windows ME zu erstellen, benötigt man eigentlich nur einen Brenner und ein paar kleine Batchdateien - der Rest liegt bei einer vorinstallierten Version ja schon auf der Festplatte. Am einfachsten geht dies mit der Batchdatei "Befreit.bat", die freundlicherweise der c't Verlag bereitstellt. Diese prüft, ob alle benötigten Dateien vorhanden sind und kopiert sie in das neue Verzeichnis \CDImage\Win9x\ und \CDImageDISKA.

. .. doch Vorsicht

Auf vielen Rechnern mit OEM-Versionen befindet sich im Cabs-Ordner eine falsche "Setup.exe"-Datei. Die richtige muss genau 5712 Kilobyte groß sein und heisst meist "_setup.exe". Um eine funktionsfähige Installationsdatei zu bekommen, muss diese Datei in "setup.exe" umbenannt werden. Danach wird sie in den Ordner \CDImage\Win9x\ kopiert, von dem aus später die Windows-CD gebrannt werden soll.

.. . in jedem Fall vorher eine Startdiskette erstellen

Damit die Windows ME Installation später von der CD gestartet werden kann, muss noch eine Startdiskette erstellt werden. Dazu wird in der Systemsteuerung unter Software einfach oben rechts auf den Reiter "Startdiskette" geklickt. Auf diese müssen dann nur noch modifizierte Versionen der Dateien "config.sys" und "autoexec.bat" kopiert werden (im Download File enthalten).

. .. das Brennen auf CD

Im Brennprogramm muss die Option für das Erstellen einer bootfähige CD ausgewählt werden. Als "Bootimage" dient hierbei die  Startdiskette. Dann müssen  noch alle Ordner aus dem Verzeichnis "CDImage" in das Grundverzeichnis der CD kopiert werden.

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