Windows 2000 optimieren

1. Volle Kapazität des L2-Caches nutzen:
Beim Pentium- oder AMD-Prozessor ist Windows 2000 auf den entsprechenden Boards unter Umständen nicht in der Lage, die Größe des verfügbaren Level-2-Caches zu erkennen und setzt einen Standardwert von 256 KB; größerer Cache-Speicher bleibt dann unbenutzt. Suchen Sie folgenden Schlüssel in der Registry, wenn Sie Windows 2000 weiß machen wollen, dass mehr Cache-Speicher installiert ist:
  • Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management

Erhöhen Sie den Binär-Wert bei SecondLevelDataCache auf 200 (bei 512 KB installiertem L2-Cache) oder 400 (bei 1024 KB installiertem L2-Cache). Für Pentium II-, III- oder AMD K6-2- oder neuere sowie SMP-Systeme sind diese Einstellungen wirkungslos. Windows 2000 erkennt hier korrekt die L2-Cache-Größe.

2. Kernel Auslagerungen verhindern:
In der Registrierdatenbank folgenden Wert eintragen/ändern:

  • Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\SessionManager\Memory Management

suchen und setzen <DisablePagingExecutive> auf den Wert 1.

3. Steigerung der gesamten Systemperformance:
Unter Windows 2000/XP gibt es einen DiskCache, der standardgemäß keineswegs optimiert ist. Je nach vorhandenem Arbeitsspeicher sollte dieser bestimmte Werte haben. Wie so häufig, muss direkt in die Registry eingegriffen werden. Mit regedit auf folgenden Schlüssel zugreifen:

  • HKey_Local_Machine > System > CurrentControlSet > Control > SessionManager > Memory Management

Nun den Eintrag IOPageLockLimit suchen. Wenn der Eintrag nicht da ist, einfach neu Anlegen. Dazu mit der rechten Maustaste in das rechte Fenster klicken und "Neu > DWORD Wert" auswählen. Welcher Wert für IOPageLockLimit (den DiskCache) optimal ist, bestimmt sich nach dem vorhandenen Arbeitsspeicher:

  • 64 MB : 2000
  • 128 MB : 4000
  • 256 MB : 10000
  • 512 MB : 40000

Diese Zahl als "Hexadezimal" eingeben und Windows 2000/XP neu starten.

4. Festplattencache vergrößern um häufiger benutzte Dateien schneller anzusteuern:
In der Registrierdatenbank folgenden Wert eintragen/ändern:

  • Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\SessionManager\Memory Management

suchen und setzen <LargeSystemCache> auf den Wert 1.

5. Optimierung der Größe der Auslagerungsdatei:
Die Auslagerungsdatei unter Windows 2000 hat die selbe Funktion, wie unter Windows 9x/ME. Sie soll Arbeitsspeicherengpässe durch Auslagerungen auf die Festplatte kompensieren. Die Größe der Auslagerungsdatei ist hart umstritten, deshalb kann ich Ihnen nur meine Einstellungen empfehlen, die sich absolut bewährt haben. Fest steht jedenfalls, dass der virtuelle Arbeitsspeicher eine feste Größe haben und minimale/maximale Größe identisch sein sollten. Rufen Sie die Systemeigenschaften auf und gehen Sie weiter auf Erweitert -> Systemleistungsopionen. Dort weisen Sie der Auslagerungsdatei den Minimalwert von 200 und den Maximalwert 200 zu. Sollten Sie einmal bei ca. 30 geöffneten Progammen die Meldung erhalten, dass nicht genug virtueller Speicher bereitsteht, setzen Sie die Werte um weitere 50 MB hoch.

6. Entfernen von nicht benötigten Systemkomponenten um Windows zu entschlacken:
Suchen Sie unter ihrem Windows 2000 Verzeichnis (C:\WINNT) das Verzeichnis <INF> und in diesem Verzeichnis die Datei <SYSOC.INF>. Diese Datei enthällt sämtliche Systemkomponenten, die das Setup installiert hat.Editieren Sie diese Datei und löschen Sie das Wort <hide> einfach aus den Termen, sodass zwei Kommazeichen nebeneinander stehen. Nach dem Speichern dieser Datei können Sie unter der Systemsteuerung -> Software die nicht benötigten Komponenten deinstallieren.

7. Entfernen der Sicherheitshinweise im Explorer beim Öffnen der Systemordner:
Öffnen Sie die Ordnerotionen und deaktivieren Sie das Ausblenden von Systemdateien und von versteckten Dateien. Öffnen Sie nun den Explorer und benennen Sie die Datei <Desktop.ini> in den betroffenen Ordnern um in <test.tst>.

8. Beschleunigen des Startmenüs:
In der Registrierdatenbank folgenden Wert eintragen/ändern:

  • HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop" "MenuShowDelay"="0".

9. Festplatten mit zerstörter Dateizuordnungstabelle unter Windows 2000 reparieren:
Um derartige Festplatten zu reparieren kann man - je nach Maß der Zerstörung - auf den Diskmanager von Windows NT 4.0 zurückgreifen. Den Diskmanager finden Sie in der Download Area <dwn.htm> auf unserer Site. Nach dem Aufrufen des Programms kann man einfach die zerstörte Partition löschen und danach eine neue Partition erstellen. Der Fehler sollte nun behoben und die Platte wieder lauffähig sein.

10. Speicher Sparen:
Ein Windowssystem mit weniger großzügig ausgestatteten Speicher (bis 64 MB) ist für heutige Anwendungszwecke oft schon zu langsam, da Windows bei mehreren laufenden Programmen immer wieder Speicher oder den Kernel auf die Festplatte auslagern muss. Dieser Vorgang nimmt selbstverständlich mehr Zeit in Anspruch als wenn Windows genug Arbeitsspeicher zur Verfügung hätte und nicht auf die verhältnismäßig langsame Festplatte auslagern müsste. Zum Vergleich: moderne SDRAM Speicherbausteine haben 5-8 Nanosekunden Zugriffszeit, ältere FP-Ram oder EDO-Ram 60-70 Nanosekunden. Der Zugriff auf die Festplatte hingegen geht in den Millisekundenbrereich (7-20 ms) und dauert daher wesentlich länger. Ein flüssiges Arbeiten ist ohne Modifikationen am Betriebssystem fast un möglich. Daher gilt: je mehr Speicher ein Windowssystem besitzt, desto schneller ist es. Dennoch können einige Windowseinstellungen einen wesentlichen Beitrag zur Performance leisten. Die ach-so-schönen Sounds, die bei allen möglichen Events erklingen und ein animiertes "klick here to begin" sowie ein 5 MB großes Hintergrundbild sind die größten Speicherverschwender, da sie einfach unnütz sind. Des weiteren sollte man vermeiden, alle möglichen Programme in den Autostartordner zu installieren, da nur eine Hand voll wirklich sinnvoll genutzt und gebraucht werden. Ein Virenscanner, der im Hintergrund arbeitet und während der ganzen Windowssession aktiv ist, ist die absolute Krönung, da ein halbwegs flüssiges Arbeiten überhaupt nicht mehr möglich ist. Wer unbedingt ein schickes Hintergrundbild haben möchte, sollte es in das JPG-Dateiformat konvertieren, da dies wesentlich kleiner ist als eine Bitmap (Vorraussetzung für ein derartiges Hintergrundbild ist die Aktivierung des Active-Desktops ab IE 4.0). Desweiteren sollten alle Effekte abgeschaltet werden, wie das animierte Aufklappen der Fenster oder die Bildschirmschriften glätten, der Mausschatten und alle sonstigen Spielereien.Zu machen sind diese Einstellungen in der <Systemsteuerung> unter <Ansicht>. Um tiefgreifende Einstellungen und Effekte zu ändern, gibt es Tools wie Tweakui von Microsoft. Entgegen der Behauptung die Deaktivierung des Active Desktops erhöht die Gesamtleistung, bin ich der Meinung, dass diese Maßnahme nicht allzu viel Speicher spart und daher die Performance nicht merklich erhöht.

11. Umstellung von PIO Mode auf DMA um CPU zu entlasten und Festplatte zu beschleunigen:
Unter den Systemeinstellungen der Systemsteuerung => Gerätemanager => Laufwerke => Eigenschaften => Einstellungen den DMA-Modus einschalten.

12. Bei einem Windowssystem sollte man stets auf die Aktualität der Gerätetreiber achten:
Bei vielen Treibern werden immer wieder neue Funktionen implementiert und die Performance optimiert. Anleitung: Bei einigen Produkten, wie zum Beispiel Grafikkarten, kann man die Performance oder die Einstellmöglichkeiten verbessern bzw. erweitern, wenn man einfach Treiber der neuesten Generation verwendet. So kann man auch andere Sprachversionen benutzen, da meist die englischen Versionen in einem weiter fortgeschrittenen Stadium sind als die deutschen. Die Detonator 2 Treiber der Geforce Grafikkarten tragen in der deutschen Windows 2000 Version die Nummer 3.78 Beta, währenddessen die englische versionsnummer 5.32 trägt und wesentlich schneller ist.

13. Wer viel Programme installiert und wieder de-installiert, wird feststellen, daß nach einiger Zeit Windows immer langsamer wird:
Durch häufiges Installieren/deinstallieren von Software bleiben Programfragmente im Windowssystemverzeichnis bestehen. Außerdem schwillt die Registrierdatenbank auf ein unerträgliches Maß an. Ich habe schon Registrierdatenbanken gesehen, die größer als 20 MB !!! waren. Dies lässt ein jedes Windowssystem verlangsamen. Deshalb sollten Sie nur Programme installieren, die Sie wirklich benötigen. Jegliches experimentieren geht auf Kosten der Systemleistung. Um einen vorherigen Systemzustand wiederherzustellen benötigt man ein Image-Program. Z.B. Norton Ghost 2001. Es funktioniert einwandfrei, viel besser als ein Backup-Programm, welches ja nur fehlende Dateien wiederherstellt, überschreibt das Image-Programm die ganze Partition und schon ist der alte Zustand wiederhergestellt und die Registry ist wieder schlank. Alternativ kann ichfür experimentierfreudige User nur empfehlen, alle 8-10 Monate Windows komplett neuzuinstallieren, auch wenn der Aufwand ziemlich groß ist.

14. Schnellerer Internet Explorer:
Um den Internet Explorer zu beschleunigen, sollten Sie den Browser Cache Ihren Bedürfnissen anpassen: besuchen Sie meistens die selben Seiten, empfiehlt es sich, den Browser Cache aufzustocken. Surfen Sie stattdessen gern im Netz auf unterschiedlichen Seiten, sollte man den Cache verringern, da der Browser nur unnötig lange nach vorhandenen Dateien sucht und diese interpretiert. Den Browsercache passt man im Internet Explorer an, in dem man unter Tools auf die Schaltfläche <Internet Options> klickt und dann auf Settings(Einstellungen) der temporären Dateien.

15. Warnung über Zugriff auf Systemordner deaktivieren:
Um die lästigen Warnungen über den Zugriff auf Systemordner wie Programme, Windows, System32 usw. zu entfernen, muss man lediglich die Datei <desktop.ini> im jeweiligen Ordner umbenennen. Wenn nötig muss man vorher unter den Ordneroptionen versteckte Dateien und systemdateien sichtbar machen.

16. Häufige Systemabstürze beim Anlaufen der Festplatten nach Standby-Modus verhindern:
Für diese Systemabstürze ist die Inkompatibilität zwischen einigen Hardwareteilen und der APM 1.2 Spezifikation schuld. Deaktivieren Sie deshalb in der Systemsteuerung unter Energieoptionen in der Registrierkarte APM die Unterstützung für Advanced Power Management.

17. Softwarebasierte Kompatibilitätsprobleme mit Windows 2000 beheben:
Um dieses Problem zu beheben, hat Microsoft ein Tool entwickelt, was problematischer Software ein anderes Betriebssystem vorgaukelt. Sie finden es auf der Windows 2000 CD unter Support. Der Dateiname lautet: <apcompat.exe>.

18. Direct X 8.0 beschleunigen:
Direct X 8.0 lässt Windows 2000 langsamer werden. Durch das Installieren des Servicepacks 1 wird dieses Problem behoben.

19. CPU-Prioritäten verändern:
Das Windows 2000 Multitasking geht darauf zurück, dass jedem laufenden Prozess ein gewisser Teil der Prozessorleistung zugeteilt wird. Durch das geziehlte Verändern der Prioritäten kann also einem Prozess mehr Prozessorleistung zugewiesen werden als einem anderen. Dafür gibt es erstens die Möglichkeit über den Taskmanager (taskman.exe), wo man unter "Prozesse" mit der rechten Maustaste auf die entsprechende exe-Datei klickt und unter "Priorität festlegen" die gewünschte Eigenschaft auswählt. Die zweite Möglichkeit besteht darin eine Batch-Datei (*.bat) zu erstellen, in der folgender Inhalt aufzuführen ist:

  • @echo off
  • start /realtime ihrprogramm.exe

20. Eine Auslagerungsdatei von Windows 9x/Me und Windows 2000 zusammen benutzen um Speicherplatz zu sparen:
Wenn man zwei Betriebssysteme zusammen auf seinem Rechner betreibt, kann man eine Auslagerungsdatei für beide Systeme benutzen. Um eine Auslagerungsdatei für beide Betriebssysteme parallel zu benutzen, muss man Windows 2000 anweisen, die Auslagerungsdatei von Windows 9x/Me zu benutzen. Dazu muss man in der Registrierdatenbank folgenden Wert ändern:

  • HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet001\Control\SessionManager\Memory Management\PagingFiles=c:\win386.swp"

21. UDMA 66 Festplattenzugriff manuell aktivieren:
Um den Zugriff auf Festplatten via UDMA zu gewährleisten, muss in der Registrierdatenbank der folgender DWORD-Wert erstellt werden:

  • HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Class\{4D36E96A-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}\0000\EnableUDMA66=1"

22. Windows Sound-Events entfernen:
Um sämtliche Soundereignisse zu entfernen, müssen in der Registrierdatenbank sämtliche Unterordner, ausgenommen den Systemereignissordnern, entfernt werden:

  • HKEY_CURRENT_USER\AppEvents\EventLabels
  • HKEY_CURRENT_USER\AppEvents\Schemes\Apps\.Default

23. Sämtliche EXE/DLL - Dateien komprimieren und beschleunigen:
Mit dem Tool ASPack ist es möglich beliebige EXE/DLL - Dateien um 70% zu verkleinern und diese zu beschleunigen, da sie schneller zu laden sind. Das besondere an diesem Packertool ist, dass die komprimierten Dateien so ausführbar sind, als währen Sie nicht komprimiert.

24. Instabilitäten beheben:
Die Gerätetreiber, die auf die Hardware über den schnellen Kernelmode zugreifen, können das System zum Abstürzen brigen. Wenn sih Abstürze nah einem Treiberupdate häufen, dann sollten Sie das standardmäßig mitgelieferte Program Verifier benutzen, um vorhandene Gerätetreiber auf ihr koorektes funktionieren zu überprüfen. Zu starten ist Verifier über einen klick auf den Startbutton, dann auf <ausführen> klicken und dort "verifier" eingeben.

25. Kompatibilitätsmodus aktivieren:
Das Servicepack 2 für Windows 2000 enthällt neben Bugfixes auch eine neue Funktion: Kompatibilitätsmodus für problematische Software. Diese Funktion ist jedoch gut versteckt. Man braucht zunächst erst einmal Administratorrechte. Außerdem muss man eine DLL in das System einbinden. Dazu startet man den "Ausführen" - Dialog und gibt dort folgenden Befehl ein:

  • regsvr32 %systemroot%/apppatch/slayerui.dll

26. Nummernblock nicht aktiv?
Problem: Nach dem Hochfahren mit Windows 2000 ist der Nummernblock immer deaktiviert und muß manuell aktiviert werden. Auf Dauer ganz schön lästig ... Lösung: Soll die Numlock-Taste beim Hochfahren aktiv sein, muss in der Registry unter:

  • HKEY_USERS\.Default\Control Panel\Keyboard" der Wert für "InitialKeyboardIndicators

von 0 auf 2 gesetzt werden.

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