Vorwort:
Mit einigen Tagen Verspätung, bekamen wir nun endlich den Tiger SDC366250BC. Der komplett aus Kupfer gefertigte Kühlkörper sieht schon beeindruckend aus und verleiht dem Boliden einen sehr edlen Touch. Die Verarbeitung ist vorbildlich und lässt keine Wünsche offen. Einzig die Bodenplatte könnte etwas planer sein. Beim Blick auf den Lüfter, kommen mir Bedenken bezüglich der Geräuschkulisse. Nach dem Durchlesen des Datenblattes, schwinden diese aber rasch. Nach meiner ersten optischen Einschätzung, hätte ich den Lüfter etwas lauter als 36 dB(A) eingeschätzt. Der SDC366250BC wird mit einem Single-Clip ausgeliefert, was eine einfache Montage gewährleisten soll. Geübte User, werden jedoch das bereits aufgeklebte Wärmeleitpad entfernen und eine hochwertige Wärmeleitpaste verwenden. Anfängern ist dies allerdings nicht anzuraten, denn die Montage und das Handling gehen mit dem Wärmeleitpad doch etwas leichter und sicherer von der Hand. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, wird mit 75.- DM bzw. 38 € angegeben.
Spezifikationen:
- Lüftergröße: 60 x 60 x 25 mm
- Kühlkörpergröße: 62 x 62 x 44 mm
- Gesamtgröße: 62 x 62 x 69 mm
- Drehzahl: 5000 rpm +/- 10%
- Luftfördermenge: 26,5 cfm ( 45 m³/h )
- Geräuschentwicklung: 36,2 dB(A)
- Sockelbefestigung: Single-Clip
- Lüftergewicht: 60 g
- Kühlkörpergewicht: 300 g
- Gesamtgewicht: 360 g
- AMD Freigaben: Athlon TB bis 1,3 GHz, Athlon XP bis 1800+, alle Duron Prozessoren.
- Intel Freigaben: Coppermine bis 1,13GHz+, Tualatin bis 2GHz+, alle PIII und Celeron.
Lieferumfang:
Wie üblich, enthält die Verpackung den komplett einsatzbereiten Kühler mit vorfixiertem Wärmeleitpad. An dieser Stelle möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass die Schutzfolie des Wärmeleitpads unbedingt zu entfernen ist, da sonst der Prozessor irreparabel beschädigt werden kann. Es kommt außerdem öfters vor, dass nur die Lasche abreißt; also bitte erst kontrollieren - dann einbauen!

Montage:
Als erstes entferne ich das serienmäßig aufgeklebte Wärmeleitpad mit einer Kunststoffspachtel, um die Oberfläche des Kühlers nicht zu verkratzen. Letzte Überbleibsel werden mit etwas Nagellackentferner gereinigt. Nun fülle ich die kleinen Unebenheiten auf dem Kühlkörperboden mit der Wärmeleitpaste Arctic Silver II auf. Dazu kommt lediglich ein Klecks der Paste auf die Mitte des Kühlkörperbodens und wird mit dem etwas in Folie eingewickelten Zeigefinger einpoliert. Danach mit einem sauberen und trockenen Tuch über die behandelte Fläche fahren und der Kühler ist einsatzbereit. Nun wird der Prozessorkern ( Die ) hauchdünn mit der gleichen Paste benetzt. Jetzt kann der Kühler montiert werden. Die Montage geht erstaunlich einfach von der Hand und sollte jedem Anfänger gelingen. Der Single-Clip ermöglicht das sichere Montieren mit bloßen Händen, ohne Einsatz jeglicher Werkzeuge.
Performance:
Um dem Kühler auch wirklich alles abzuverlangen, montieren wir diesen nicht auf den maximal freigegebenen 1,3 GHz Athlon, sondern gleich auf den größeren Bruder mit 1,4 GHz. Zusammen mit dem Elitegroup K7S5A, werkelt diese Kombination in einem Suntek Midi-Tower ohne jegliche Ventilation. Nur wer diese Prozedur unter den magischen 60°C im Volllast-Test besteht, kann für gleichigen Prozessor empfohlen werden. Die untenstehenden, mit Motherboard Monitor V5.1 erstellten Grafiken machen die Datenauslese nach einer Stunde Windows Leerlauf und einer weiteren Stunde der Prime 95 Volllast-Tortur leicht ersichtlich.
Plattform:
ECS Elitegroup K7S5A Motherboard mit 1,4 GHz Athlon Typ C in geschlossenem, nicht ventiliertem Suntek Midi-Tower. Zimmertemperatur während des Tests: max. 20,9 °C / min. 20,0 °C.
Fazit:
Einen Kühlerhersteller, der mit seinen Prozessorfreigaben eher bescheiden ist, sieht man selten. Meist wird in dieser Hinsicht sogar leicht übertrieben. Trotz des Überschreitens der empfohlenen Prozessorfreigabe um 0,1 GHz, machte der Kühler eine glänzende Figur und verdient unsere Empfehlung. Weitere Pluspunkte sammelt der Tiger durch die außerordentlich gute Verarbeitung und seine edle Optik, welche Window-Kit Besitzer sicherlich zusätzlich begeistern wird. Den Kauftipp erhält der Tiger SDC366250 wegen seiner sehr einfachen Montage und durch die überragende Verarbeitung des edlen Materials. Bleibt abzuwarten, mit welchen Kühlern uns Tiger Electronics in der Zukunft überrascht.

Danksagung:
Ich bedanke mich bei Herrn Rodriquez IMS-Tiger Electronics für den hervorragenden Support.
Links zum Thema:
Tiger Electronics [ Hersteller ]
Comp-it [ Shop ]
(c) www.dirkvader.de
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