Tiger Electronics SDA38928BC Review

Tiger Electronics SDA38928BC

Vorwort:
Beim ersten Blick auf den neuen Tiger Kühler, fällt mir sofort die etwas ungewöhnliche Kühlkörper-Architektur auf, welche sich positiv auf die Kühleigenschaften auswirken soll. Des Weiteren verfügt der unscheinbare, 15 mm hohe Lüfter über eine erstaunliche Lüftfördermenge von 55,5 Kubikmeter pro Stunde. Da darf man schon mal gespannt sein, welche Ergebnisse nach dem Test zustande kommen. Der Preis des Kühlers, wird vom Hersteller mit 45.- DM, bzw. 23 € angegeben, was mir moderat erscheint, wenn man bedenkt, dass er einen 1,4 GHz Prozessor ausreichend gut kühlen soll.

Spezifikationen:

  • Lüftergröße: 70 x 70 x 15 mm
  • Kühlkörpergröße: 80 x 72 x 44 mm
  • Gesamtgröße: 80 x 72 x 59 mm
  • Drehzahl: 4000 rpm +/- 10%
  • Luftfördermenge: 32,7 cfm ( 55,5 m³/h )
  • Geräuschentwicklung: 38,1 dB(A)
  • Sockelbefestigung: Single-Clip
  • Lüftergewicht: 60 g
  • Kühlkörpergewicht: 240 g
  • Gesamtgewicht: 300 g
  • AMD Freigaben: Athlon bis 1,4 GHz und alle Durons.
  • Intel Freigaben: Coppermine bis 1,13GHz+, Tualitin bis 2,0GHz+, alle PIII und Celerons.

Lieferumfang:
Wie in dieser Preisklasse üblich, enthält die Verpackung den komplett einsatzbereiten Kühler mit vorfixiertem Chomerics Wärmeleitpad. An dieser Stelle möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass die Schutzfolie des Wärmeleitpads unbedingt zu entfernen ist, da sonst der Prozessor irreparabel beschädigt werden kann. Es kommt außerdem öfters vor, dass nur die Lasche abreißt; also bitte erst kontrollieren - dann einbauen!

Vorbereitungen und Montage:
Als erstes wird das serienmäßig aufgeklebte Chomerics Wärmeleitpad entfernt. Dazu verwende ich eine Kunststoffspachtel, um die empfindliche Oberfläche des Kühlers nicht zu verkratzen. Letzte Klebereste werden mit einem handelsüblichen Nagellackentferner gereinigt. Nun müssen die kleinen Unebenheiten des Kühlkörperbodens mit Wärmeleitpaste, zB. Arctic Silver II aufgefüllt werden, um die sich negativ auswirkende Luft der Zwischenräume zu entfernen. Dazu kommt lediglich ein Klecks der Paste auf die Mitte des Kühlkörperbodens und wird mit dem etwas in Folie eingewickelten Zeigefinger einpoliert. Danach muss nur noch mit einem sauberen und trockenen Tuch über die behandelte Fläche gefahren werden und der Kühler ist einsatzbereit. Nun wird der Prozessorkern ( Die ) hauchdünn mit gleicher Paste benetzt, wozu sich ein Wattestäbchen bestens eignet. Jetzt noch ein kleiner Klecks in die Mitte des Die's und der Kühler kann montiert werden. Leider wurde bei dem Single-Clip auf eine billigere Variante als z.B. beim Modell SDC366250BC zurück gegriffen, was sich in der Montage nachteilig auswirkt. Zum Einrasten des Clips, wird ein breiter Schlitz-Schraubendreher und etwas Kraft benötigt. Mit etwas Erfahrung sollte dies aber gelingen, ohne dem Prozessor Schaden zu zufügen.

Performance:
Der Kühler wird auch diesmal auf einem 1,4 GHz Athlon Typ C Prozessor mit ECS Elitegroup K7S5A Unterbau betrieben, welcher in einem Suntek Midi-Tower ohne jegliche Gehäusekühlung platziert wird. Der Tiger soll durch diese 'nicht optimalen' Voraussetzungen an seine Belastungsgrenze stoßen. Wie gewöhnlich läuft der Kühler eine Stunde lang im Windows 2000 Leerlauf und anschließend eine weitere Stunde unter der Prime 95 Tortur, welche den Prozessor durch die permanente Berechnung von Primzahlen, zu 100% auslastet. Doch Bilder und Farben sprechen mehr als tausend Worte...

Fazit:
Dieses überragende Ergebnis, hätte ich dem relativ unscheinbaren Kühler nicht zugetraut. Selbst nach dem einstündigen Volllast-Test, wollte die Prozessor-Temperatur nicht über 51°C steigen. Da sieht man gerne über die Schwächen des billigen Single-Clip's hinweg. Zu diesem Preis, wurde noch kein leistungsfähigerer Kühler von uns getestet. Anscheinend hatte man bei der Kombination der etwas anderen Kühlkörper-Architektur in Verbindung mit dem 70 mm Lüfter ein glückliches Händchen. Als einzigen Schwachpunkt, muss ich dem Kühler die etwas nervige Geräuschentwicklung ankreiden. Dieser Kühler verdient aber ganz klar einen Kauftipp aufgrund seines genialen Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Plattform:
ECS Elitegroup K7S5A Motherboard mit 1,4 GHz Athlon Typ C in geschlossenem Suntek Midi-Tower ohne zusätzliche Gehäusekühlung. Zimmertemperatur während des Tests: max. 20,4 °C / min. 19,9 °C.

Danksagung:
Ich bedanke mich bei Herrn Rodriquez IMS-Tiger Electronics für den hervorragenden Support.

Links zum Thema:
Tiger Electronics [ Hersteller ]
Comp-it [ Shop ]

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