Vorwort:
Die Dr. Thermal Serie des Herstellers Thermal Integration glänzt unter anderem durch ihr außergewöhnliches Sockelverschluss-System, was eine einfache Montage gewährleisten soll. Ich habe mir heute drei Produkte dieser Serie etwas genauer angesehen und auf unsere Teststrecke geschickt. Die Kühlkörperarchitektur der drei Modelle ist relativ ähnlich und unterscheidet sich lediglich durch die Dimensionen und den teilweise implementierten Kupferkern. Eine größere Bedeutung tragen daher die unterschiedlichen Lüfter, was sich in der Luftfördermenge und Lautstärke niederschlagen wird. Um einen aussagekräftigen Vergleich anstellen zu können, werden alle Kühler unter absolut gleichen Bedingungen getestet. Weil bekanntlich jedes Motherboard andere Temperaturwerte ausliest, was an den unterschiedlichen Fühlern, bzw. Dioden und Bios-Programmierungen liegt, haben wir noch zusätzlich eine Messung mit einem im Sockel integrierten Labor-Messfühler gemacht, welcher mit seinen eng tolerierten Spezifikationen absolut realistische Prozessor-Temperaturwerte ausliest. Als digitales Messinstrument dazu, verwenden wir ein Lutron Thermometer. Ich werde dieser neuen Testmethode in Kürze einen eigenen Bericht spendieren, damit Interessierte eine Möglichkeit des Nachbaus haben. Aber nun erstmal zum Lieferumfang.
Lieferumfang:
Bei den Verpackungen der drei Modelle, wurde ein relativ hoher Aufwand betrieben. Jeder Karton, wurde speziell für den jeweiligen Kühler zugeschnitten, sodass die Kühler bombenfest und transportsicher in der Verpackung sitzen. Das Modell TI-V77L wird mit aufgeklebtem Wärmeleitpad ausgeliefert. Die beiden anderen Verpackungen enthalten ein Softpack Silmore Wärmeleitpaste. Eine Gebrauchsanweisung für den Sockelverschluß, befindet sich in allen Kartonagen.
Spezifikationen:
Die unten stehende Tabelle, ermöglicht Euch einen guten Überblick bzw. Vergleich der drei Kandidaten. Es fällt sofort auf, dass die Kühlkörperarchitektur sehr ähnlich ausfällt und sich lediglich in der Dimension und dem teilweise implementierten Kupferkern unterscheidet. Den großen Unterschied, machen die unterschiedlichen Lüfter aus. Die Verarbeitung dieser Modelle, kann man als sehr lobenswert bezeichnen.
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Model: TI-V8625N
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Cool Dimension: 80 x 60 x 61.5 mm
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Weight: 316.8 g
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Fan Dimension: 60 x 60 x 25 mm
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Bearing System: Ball Bearing System
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Rated Voltage: 12V DC
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Speed: 6800 RPM
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Noise Level: 45 dB(A)
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Air Delivery: 36.0 CFM
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Heat Sink Dimension: 80 x 60 x 25 mm
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Heat Sink Material: Aluminium & Copper
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Model: TI-V77L
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Cool Dimension: 82 x 74 x 46 mm
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Weight: 288.5 g
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Fan Dimension: 70 x 70 x 15 mm
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Bearing System: Ball Bearing System
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Rated Voltage: 12V DC
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Speed: 5000 RPM
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Noise Level: 41.0 dB(A)
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Air Delivery: 38.0 CFM
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Heat Sink Dimension: 77 x 77 x 25.7 mm
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Heat Sink Material: Aluminium & Copper
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Model: TI-S8640K
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Cool Dimension: 95.5 x 69.7 x 57.5 mm
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Weight: 294 g
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Fan Dimension: 60 x 60 x 10 mm
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Bearing System: Ball Bearing System
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Rated Voltage: 12V DC
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Speed: 4200 RPM
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Noise Level: 27.9 dB(A)
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Air Delivery: 15.15 CFM
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Heat Sink Dimension: 80 x 60 x 41.4 mm
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Heat Sink Material: Aluminium
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Montage:
Die Montage dieser Kühler fällt durch das innovative Sockel-Verschluss-Prinzip sehr einfach aus. Nach dem Aufstecken auf den Prozessor, lässt sich der Clip mit der Hand auf die Sockelnase drücken. Anschließend wird nur noch der Hebel nach unten gedrückt, wodurch sich der Kühlkörper auf den Prozessor-Die presst. Die Oberflächen der Kühlkörper sind sehr plan und müssen nicht mehr nachbehandelt werden. Eine kleine Arctic Silver II Kur, sollte man den Kühlern allerdings trotzdem verpassen. Die ebenfalls nicht zu vernachlässigende Demontage, geht gleichermaßen leicht von der Hand. In dieser Kategorie, können alle drei Modelle Pluspunkte für sich verzeichnen.
Performance:
Wir starten unseren Testrechner mit dem Betriebssystem Windows 98 SE/ohne ACPI und lassen jeden Kühler eine Stunde im Leerlauf laufen. Anschließend folgt eine einstündige Volllast-Simulation mit dem Programm Prime 95. Die Daten werden jeweils mit dem Programm Motherboard Monitor ausgelesen. Unter dieser Grafik, befinden sich noch die realistischen Prozessortemperaturen, die wir mit unserem im Sockel implementierten Labormessfühler und dem Lutron Thermometer ermittelt haben. Die Zimmertemperatur betrug während der gesamten Testphase ~21.7 °C. Das Gehäuse wurde ohne zusätzliche Gehäuselüfter betrieben!
Dr. Thermal TI-V8625N
Dr. Thermal TI-V77L
Dr. Thermal TI-S8640K
Testsystem:
- Gehäuse: Suntek Eclipse
- Netzteil: Suntek 300 Watt/temp. geregelt
- Prozessor: Athlon 1,4 GHz Typ C
- Motherboard: ECS Elitegroup K7S5A
- Grafikkarte: Gainward GeForce2Ti 450
- Festplatte: Maxtor 3073H4
- Software: Windows 98 SE/kein ACPI, Motherboard Monitor 5, Prime 95
- Zimmertemperatur: ~21.7°C
Fazit:
Was die Verarbeitung, Montage und Demontage angeht, sind alle Modelle uneingeschränkt zu empfehlen und verdienen Bestnoten. Bei der Performance auf unserem 1,4 GHz Prozessor, punkten die Modelle TI-V8625N und TI-V77L, wobei der TI-V8625N das größere Overclocker-Potential besitzt. Der TI-S8640K hingegen, sollte nicht auf einem 1,4 GHz Athlon betrieben werden, was oben stehende Temperaturen bereits vermittelt haben. Alle kleineren Prozessoren werden auch von ihm ausreichend gekühlt. Bei der Geräuschkulisse scheiden sich die Geister, denn die beiden leistungsstärkeren Modelle, legen eine Lautstärke an den Tag, welche wohl nur von Overclockern verschmerzt werden kann. Der TI-S8640K ist allerdings noch als angenehm zu bezeichnen. Unterm Strich muss man anerkennen, das Thermal Integration im Stande ist, sehr gute Kühler zu bauen. Lediglich der Geräuschkulisse sollte in Zukunft mehr Beachtung bei der Entwicklung geschenkt werden.
Danksagung:
Für die Testmuster und den tollen Support, bedanke ich mich besonders bei Karen Chiu von AsTE.
Links zum Thema:
AsTE [ Vertrieb ]
Thermal Integration [ Hersteller ]
(c) www.dirkvader.de
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