Vorwort:
Mit der Zeus- und der Strider-Serie hat sich der taiwanesische Hersteller
Silverstone relativ stark auf die Fraktion der Gamer konzentriert. Eine kompromisslose Leistung, eine umfängliche Ausstattung und eine sichere Kühlung standen dabei im Vordergrund. Die Element-Serie umfasst jedoch vier interessante Netzteil-Modelle, welche sich unter anderem auch für Silencer eignen dürften. Besonders interessant ist die nun deutlich effizientere Elektronik. Mit einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von ca. 83% darf sich das
SST-ST40EF stolz mit dem 80 Plus-Logo schmücken. In den Club der
80 Plus-Mitglieder kommen übrigens nur Kandidaten, denen von einer autorisierten Prüfstelle ein entsprechend hoher Wirkungsgrad mittels
Zertifikat bestätigt wird. Das Stromsparen ist zwar ein schlagkräftiges Argument, aber dem Silencer geht es auch um eine möglichst niedrige Wärmeentwicklung. Wenn weniger Wärme entsteht, muss auch weniger Wärme abgeführt werden, was letztendlich zu einer niedrigeren Geräuschemission führt. Der Markt wird sich schnell am neuen 80 Plus-Trend ausrichten müssen, denn nicht zertifizierte Netzteile wird wohl bald keiner mehr haben wollen. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist das Entsprechen der RoHS-Richtlinie. Das Ziel ist unter anderem, die bleifreie Verlötung elektronischer Bauteile durchzusetzen, giftige Flammhemmer bei der Herstellung von Kabeln zu verbieten sowie die Einführung entsprechender Ersatzprodukte zu forcieren. Des Weiteren müssen auch die verwendeten Bauteile und Komponenten selbst frei von entsprechenden Stoffen sein. Obwohl die RoHS-Richtlinie keine Kennzeichnung vorschreibt und kein Industrie- oder behördlicher Standard für die RoHS-Kennzeichnung existiert, hat Silverstone - wie andere Hersteller auch - ein eigenes RoHS-Logo entwickelt. Unter Berücksichtigung aller oben aufgeführten Aspekte erscheint der Verkaufspreis von ca. EUR 79,00 moderat. Ob der gute erste Eindruck auch nach dem Praxistest erhalten bleibt, zeigt der Vergleich mit 22 bereits getesteten Kandidaten auf.
Lieferumfang:
Der Silverstone Element-Series ST40EF wird in einer zweckmäßigen Kartonverpackung mit farbigem Aufdruck ausgeliefert. Darauf finden sich nicht nur die Spezifikationen, sondern auch die wichtigsten Features des Boliden in 6 Sprachen aufgedruckt. Das Netzteil selbst ist in Folie verpackt. Allerdings leider keine Luftpolsterfolie. Neben dem obligatorischen Kaltgeräteanschlusskabel und den 4 Befestigungsschrauben, liegt dem Netzteil noch ein 24 auf 20-Pin Adapterkabel bei. Die ausführliche und bebilderte Bedienungsanleitung - leider nur in Englisch - rundet den Lieferumfang ab.
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Technische Daten:
- Hersteller: Silverstone
- Modell: SST-ST40EF
- Layout: 120 mm Single-Fan
- Standards: ATX 12V 2.2
- Blindstromkompensation (PFC): aktiv
- Gesamtleistung: 400 Watt
- Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140 mm
- Gewicht: 2.150 Gramm
- Verkaufspreis (EUR): ca. 79,00
- Bezugsquelle (z.B.):
Alternate
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Details:
Das kleinste Modell der Element-Serie ist mit einer Bautiefe von 140 mm sehr kompakt bemessen und findet damit auch in der kleinsten Hütte einen Platz. Sein Gewicht von ca. 2.150 Gramm lässt jedoch auf ein Premium-Produkt schließen. Aus optischer Hinsicht wirkt das komplett matt-schwarz gehaltene ST40EF Netzteil zwar relativ schlicht, aber dennoch edel. Neben dem Produkt-Label prangert stolz das 80 Plus und RoHS Logo. Dies bescheinigt dem Prüfling auf der einen Seite einen herausragenden Wirkungsgrad und auf der anderen Seite eine ökologisch unbedenkliche Zusammensetzung. Die Lüftungsöffnungen haben die Form von Bienenwaben. Mit einem Durchmesser von 3,0 mm und einer Strebenstärke von 1,0 mm entsprechen sie dem Standard. Das
Seasonic S12-380 bot mit einem Durchmesser von 4,0 mm bei gleicher Strebenstärke einen etwas geringeren Luftwiderstand. Die Kühloberfläche wird aus drei schwarzen Kühlkörpern aus Aluminium gebildet, welche ein günstiges Design - bezogen auf den Luftstrom - aufweisen. Die Verarbeitung ist innen wie außen von hoher Qualität. Für eine leise Brise sorgt der implementierte 120 mm Lüfter des Typs
AD1212MS-A71GL aus dem Hause Adda. Er ist mittels 2-Pin Stecker mit der Platine verbunden und kann nach einem Defekt problemlos ausgetauscht werden. Eine Tachosignalleitung zum Auslesen der Lüfterdrehzahl ist leider nicht vorhanden. Das 400 Watt starke Netzteil entspricht dem ATX 12V 2.2 Standard und wartet unter anderem mit zwei voneinander unabhängigen +12V Schienen auf. Eine aktive Blindstromkompensation (PFC) und ein Wirkungsgrad von durchschnittlich ca. 83% machen das Netzteil zusätzlich interessant. Benutzer von S-ATA Komponenten werden sich über die 6 Anschlussmöglichkeiten freuen, die das SST-ST40EF bietet. Insgesamt betrachtet bietet das Netzteil einen guten Gegenwert für den Kaufpreis von ca. EUR 79,00. Die Produktpalette ergänzend, wäre noch eine Variante mit modularem Kabelsystem wünschenswert. Hier haben die Taiwanesen leider nur die überdimensionierten 600 und 750 Watt Varianten der Strider-Serie im Sortiment. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem ausreichend lang bemessenen und teils ummantelten Kabelstrangsatz - auch für Big Tower - auf. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 Kabelstrang 55 cm (24-Pin ATX Stecker), 1 Kabelstrang 55 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 Kabelstrang 55 cm (6-Pin PCI-Express Stecker), 2 Kabelstränge 100 cm (jeweils 1 x S-ATA Stecker @ 50 cm, 1 x S-ATA Stecker @ 75 cm, 1 x S-ATA Stecker @ 100 cm) und 2 Kabelstränge 105 cm (jeweils 1 x 5 ¼“ Stecker @ 50 cm, 1 x 5 ¼“ Stecker @ 75 cm, 1 x 5 ¼“ Stecker @ 90 cm, 1 x 3 ½“ Stecker @ 105 cm).
Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause
Groneberg.
Die aus der Tabelle hervorgehenden Differenzen stellen sich relativ gravierend dar. Durch das hohe Einsparungspotential erscheint diese Rubrik äußerst sinnvoll und zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.
In Punkto Leistungsaufnahme sorgt der Prüfling für eine Überraschung. Kein anderes Netzteil im Testfeld wandelt den Wechselstrom effizienter in Gleichstrom um. Auch wenn der Prüfling in keinem Betriebsmodus die absolute Bestmarke erzielt, erreicht er doch in Summe der Ergebnisse - wenn auch nur mit hauchdünnem Vorsprung - den ersten Platz der Charts. Seine 80 Plus-Zertifizierung hat das Silverstone ST40EF definitiv zu Recht erworben. Vergleicht man seine Platzierung mit den bereits getesteten Silverstone Modellen, so hat der Hersteller einen riesigen Satz nach vorne gemacht.
Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.
Auch in Punkto Spannungsstabilität zeigt sich das Silverstone ST40EF von einer guten Seite. Es durchlief die mehrstündigen Lasttests ohne jegliche Probleme aufzuzeigen. Die Spannungen verhielten sich im Idle (Leerlauf) sowie im Load (Volllast) Betrieb im grünen Bereich und bewegten sich mit Ausnahme der +12V Leitung sehr nah am Sollwert. Die Auswertung der Logfiles zeigte keinen Einbruch der Spannungsleitungen auf. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.28 - 3.30V, 5.00 - 5.03V und 12.50 - 12.56 V deutlich in der zulässigen Toleranz.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.
Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.
Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.
Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.
Die Kühlleistung des SST-ST40EF Netzteils kann als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Eine Platzierung im oberen Mittelfeld ist daher mehr als gerechtfertigt. In Relation zum Betriebsgeräusch ein sehr gutes Ergebnis. So liegt es nahezu gleichauf mit dem aus gleichem Hause stammenden ST46F, jedoch mit dem kleinen Unterschied, das es deutlich leiser ist.
Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.
Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.
In Punkto Betriebsgeräusch hatten die Silverstone Ingenieure ebenfalls ein glückliches Händchen. Im Idle-Betrieb (hochgefahrenes System/geringe Auslastung) liegt der Schallpegel nach eingependelter Betriebstemperatur bei superleisen 25,3 dB(A). Der bislang niedrigste Wert eines Silverstone-Kandidaten (das passive Nightjar ausgenommen). Der Adda-Lüfter gefällt mit gewohnter Neutralität. Läuft das System längere Zeit unter Volllast, steigt der Schallpegel auf angenehme 26,9 dB(A). In leistungsstärkeren Systemen mit höherer Leistungsforderung dürfte der Schallpegel vermutlich noch einen Tick höher liegen. Das Silverstone Elements ST40EF ist insgesamt betrachtet ein leises Netzteil, welches im Idle-Betrieb am besten gefällt.
Die Elektronik des Prüflings trat auch sehr positiv in Erscheinung bzw. trat sie eigentlich kaum in Erscheinung. Denn im Idle-Betrieb (sehr geringe Auslastung) war lediglich für Superohren ein sehr, sehr leises Zierpen aus nächster Nähe (geöffneter Deckel, 10 cm Abstand) vernehmbar. Auch mit zunehmender Last änderte sich weder der Charakter noch die Intensität des filigranen Störgeräusches. Ab einem Abstand von ca. 50 cm war definitiv nichts mehr zu hören. Die Störgeräusche werden bei unserem passiven Testrechner nach Arbeitsplatz konformen Abstand daher nicht mehr wahrgenommen. Die Referenz in dieser Kategorie stellt das Silverstone ST60F dar, welches als bislang einziges Netzteil im Testfeld überhaupt keine Störgeräusche offerierte.
Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
- Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
- Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
- Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
- Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
- Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
- Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
- Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
- Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
- Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)
Fazit:
Das Silverstone Element-Serie ST40EF Netzteil hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Wie man den Kategorie-Tabellen entnehmen kann, haben die Ingenieure wirklich ein sehr ausgewogenes und stimmiges Paket geschnürt. Vergleicht man die Platzierungen der Vorgänger aus eigenem Hause, so ist ein gewaltiger Satz nach vorne zu erkennen. Der Wirkungsgrad des Prüflings war beispielsweise eine Klasse für sich und bekräftigte die Relevanz der 80 Plus Zertifizierung. Aber auch in allen anderen Bereichen wartete der Prüfling mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen auf. Obwohl die Taiwanesen bei der Ventilation gerne auf Nummer Sicher gehen, wurde beim Lüfter-Setup ein guter Kompromiss gefunden. Bei niedriger Systemlast war das Netzteil mit gemessenen 25,3 dB(A) kaum zu hören. Erst nach längerem Betrieb unter Volllast stieg der Schallpegel auf angenehme 26,9 dB(A) an. Das SST-ST40EF ist somit das bislang leiseste aktiv gekühlte Silverstone Netzteil im Testfeld. Mit einer etwas progressiveren Kennlinie der Temperaturregelung, hätte es vermutlich sogar auf Enermax Liberty Niveau musiziert. Was die Kühlleistung betrifft, liegt man mit genanntem Konkurrent eigentlich sogar gleich auf. Dies reicht für die Einstufung gut bis sehr gut. Spannungsseitig zeigte der Prüfling auch keine Abnormitäten auf und stellte sich als sicherer Stromversorger für Systeme der entsprechenden Leistungsklasse dar. Über die Elektronik muss durch die 80 Plus Zertifizierung nicht weiter eingegangen ist. Das Netzteil eignet sich mit einer Gesamtleistung von 400 Watt durch seinen hohen Wirkungsgrad für den Großteil von PC-Systemen. Es entspricht dem ATX12V 2.2 Standard und wartet unter anderem mit zwei getrennten +12V Leitungen auf. Ausstattungsseitig haben die vielen S-ATA Anschlussmöglichkeiten und die teils überlangen Kabelstränge gefallen, welche insbesondere Besitzer von Big-Tower-Gehäusen erfreuen werden. Unterm Strich ist das Silverstone ST40EF zweifellos ein guter Allrounder, der den Kauftipp der Redaktion ohne wenn und aber verdient hat.
Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Herrn Stefan Galow von Silverstone Deutschland.
Links zum Thema:
Silverstone [ Hersteller ]
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