Silverstone ST35F Review

Silverstone ST35F

Netzteil Großansicht

Vorwort:
Darf es auch etwas mehr sein? Beim Fleischer wird diese Frage meist schnell mit einem Kopfnicken beantwortet. Beim Netzteilkauf artet dieses „etwas mehr“ leider immer mehr aus. In einigen Bereichen - zum Beispiel bei High-End Gaming-PCs - wird nicht mehr gekleckert sondern geklotzt. Für einen zum Spielen ausgelegten Rechner mit einer Leistung von ca. 400W wird schon mal gerne ein 1.000W Netzteil verbaut, weil 1.000W einfach cool sind. Vergessen ist der einstige Grundsatz, dass das Netzteil nur etwa 25% mehr Leistung bereitstellen sollte, als es die Summe der Systemkomponenten abverlangt. Unabhängig vom niedrigeren Anschaffungspreis arbeiten Netzteile in diesem Auslastungsbereich in der Regel am effektivsten. Umso löblicher ist es, das ein Hersteller wie Silverstone - welcher Netzteile vom Kaliber 1.200W im Sortiment führt - auch wieder mal ein kleines Netzteil nach schiebt. Das ST35F stellt mit seinen 350W Gesamtleistung das kleinste der insgesamt 8 Modelle umfassenden Strider Serie dar. Die für den Mainstream angedachte Strider Serie zeichnet sich durch einen ausgewogenen Mix aller Netzteilspezifischen Merkmale zum erschwinglichen Preis aus. Wir hoffen inständig, dass der Hersteller baldmöglichst auch ein entsprechendes Modell - z.B. ein ST30EF - in der für uns Silencer weitaus interessanteren Elements Serie nachlegt. Das auffälligste Merkmal des ST35F ist zweifellos der blaue 120mm Lüfter. Der  psychologische Hintergrund des markanten Farbwechsels konnte bislang noch nicht ergründet werden. Ansonsten ist der Hersteller dem Design weitgehend treu geblieben. Aus technischer Sicht bietet der Prüfling genau die Features welche man von einem aktuellen Netzteil dieser Preisklasse erwartet, aber leider auch nicht mehr. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei ca. EUR 59,00. Inwiefern sich der Prüfling gegen die bereits getesteten Kandidaten behaupten kann klärt der folgende Praxistest.

Lieferumfang:
Die Verpackung des Silverstone ST35F ist ansprechend gestaltet und mit allen für den Anwender wichtigen Informationen bedruckt. Sie ist mit 24 x 12 x 18,5 cm relativ kompakt bemessen, was sich positiv auf die Versandkosten auswirkt. Das Gewicht (Verpackung, Netzteil, etc.) beträgt genau ca. 2.127 Gramm. Im Inneren finden sich das in Luftpolsterfolie eingepackte Netzteil, sowie 4 Gehäuseschrauben und das obligatorische Kaltgeräte-Anschlusskabel. Eine 10-seitige Betriebsanleitung in englischer Sprache rundet den Lieferumfang ab.

Technische Daten:

  • Hersteller: Silverstone
  • Modell: SST-ST35F
  • Layout: 120mm Single-Fan
  • Standards: ATX12V 2.2
  • Blindstromkompensation (PFC): aktiv
  • Wirkungsgrad: > 80 %
  • Gesamtleistung: 350 Watt
  • Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140 mm
  • Gewicht: 1.611 Gramm
  • Verkaufspreis (EUR): ca. 59,00
  • Bezugsquelle: www.silverstonetek.de
Produktlabel - Spezifikationen
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Details:
Das kleinste Modell der Strider Serie ist mit einer Bautiefe von 140 mm sehr kompakt bemessen und passt selbst in eng gestrickte Gehäusekonstruktionen. Das in China hergestellte Produkt bringt ein für diese Baugröße übliches Gewicht von 1.611 Gramm auf die Waage. Aus optischer Sicht hat sich gegenüber dem letzten Silverstone-Kandidaten wenig geändert. Trotz dominierender Schwarz-Töne wirkt es dezent und edel. Lediglich bei der Auswahl des Lüfters zeigt man sich mutig und greift zu einem blauen Modell, welches entsprechend heraus sticht. Entgegen dem bereits leicht angestaubten ST46F kommen beim ST35F glücklicherweise die längst üblichen Lüftungsöffnungen in Form von Bienenwaben zum Einsatz. Das damals beim ST46F verwendete Lochgitter mit Nudelsieb-Charakter hat leider für einen bleibenden Eindruck der negativen Art gesorgt. Der neugierige Betrachter findet nach dem Öffnen des Chassis (hierbei erlischt übrigens die Garantie!) ein sauber aufgeräumtes Platinenlayout. Die Kühlkörper in Form von Metallplatten aus Aluminium sind sehr einfach gehalten und nicht auf große Wärmeaufnahme ausgelegt. Die Verarbeitung ist innen wie außen von hoher Qualität. Für eine kühle Brise sorgt der implementierte 120 mm Lüfter des Typs D12SH-12  (M-GP1) aus dem Hause Yate Loon. Das 350 Watt starke Netzteil entspricht dem ATX 12V 2.2 Standard und wartet unter anderem mit zwei voneinander unabhängigen +12V Schienen auf. Eine aktive Blindstromkompensation (PFC) und ein Wirkungsgrad von > 80% machen das Netzteil wirtschaftlich interessant. Benutzer von S-ATA Komponenten werden sich über die 4 Anschlussmöglichkeiten freuen, die das SST-ST35F bietet. Insgesamt betrachtet bietet das Netzteil einen guten Gegenwert für den Kaufpreis von ca. EUR 59,00. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem ausreichend lang bemessenen, aber leider nicht ummantelten Kabelstrangsatz - auch für Big Tower - auf. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 Kabelstrang 55 cm (20/24-Pin ATX Stecker), 1 Kabelstrang 55 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 2 Kabelstränge 65 cm (je 2 x S-ATA Stecker) und 2 Kabelstränge 95 cm (je 3 x 5 ¼“ Stecker, 1 x 3 ½“ Stecker).

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Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause Groneberg.

Die unten ersichtlichen Differenzen der Leistungsaufnahme verschiedener Netzteile sind teils enorm und unterstreichen die Notwendigkeit dieser Kategorie. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein effizienteres Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehrere Rechner betreibt sollte sich genau überlegen inwiefern Geiz geil ist.

Der Wirkungsgrad des Silverstone ST35F liegt insgesamt betrachtet über dem Durchschnitt des Testfeldes. In allen gemessenen Auslastungsbereichen wurden gut bis sehr gute Ergebnisse erzielt, was in Summe für den 8. Platz der Charts ausreicht. Die vom Hersteller angegebene Effizienz von ca. 80% kann nach dem Praxistest nahezu bestätigt werden. Im Idle-Betrieb (hochgefahrenes System/keine Aktivitäten) lag der Verbrauch bei 73,6W. Der Load-Betrieb (kombinierte CPU- und VGA-Volllast) sorgte mit gemessenen 120W für deutlich mehr Leistungsdurst. Das heruntergefahrene System begnügte sich mit bemerkenswert niedrigen 1,6W.

Tabelle Spannungswerte in Watt

Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.

Zur Ermittlung der Spannungsstabilität absolviert der Prüfling wie immer einen protokollierten 24h-Dauerlasttest. Die Auswertung der Logfiles ließ keine nennenswerte Spannungsschwankung oder gar Spannungseinbruch erkennen. Die Spannungswerte verhielten sich super stabil und bewegten sich – mit Ausnahme der +12V-Leitung - sehr nah am Sollwert. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.25 - 3.26V, 5.00 - 5.03V und 12.50 - 12.50V deutlich in der zulässigen Toleranz.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.

Tabelle Spannungswerte in Volt

Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.

Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.

Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.

Der Prüfling wartet mit einer herausragenden Kühlleistung auf und reiht sich zu Recht in der Spitzengruppe der Charts ein. Dass das Betriebsgeräusch des darüber und des darunter liegenden Kandidaten wesentlich höher ist, zeugt von einer guten Relation von Kühlleistung und Betriebsgeräusch. Wer das Silverstone ST35F in einem durchdachten Gehäuse betreibt, kann je nach Komponentenwahl auf zusätzliche Gehäuselüfter und somit zusätzliche Schallquellen verzichten.

Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.

Tabelle Temperaturwerte in °C

Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.

Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.

Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.

Was die Kategorie Betriebsgeräusch betrifft, hat das Silverstone SST-ST35F ungefähr so abgeschnitten, wie es die Kategorie Kühlleistung bereits vermuten lies. Eine überragende Kühlleistung geht eben nicht mit einem kaum wahrnehmbaren Betriebsgeräusch einher. Mit gemessenen 26,7 dB(A) im Leerlauf und 27,9 dB(A) unter Volllast ist das ST35F zwar noch leise, aber für den empfindlichen Silencer eben nicht leise genug. Der Lüfter arbeitet hierbei aber mit einem sehr angenehmen Ventilationsgeräusch und weitgehend frei von störenden Nebengeräuschen.

Trommelwirbel dürfte es für die Störgeräusche der Elektronik geben bzw. dafür das diese nicht zu Stande kommen. In der Tat arbeitet das ST35F absolut frei von Nebengeräuschen. Nur wer sprichwörtlich das Gras wachsen hört wird ein filigranes Brutzeln vernehmen, wenn er das Ohr direkt auf die Platine presst. Allerdings auch nur dann wenn die Last nicht mehr als 30W beträgt. Ab ca. 60W ist dann aber definitiv Funkstille für jedermann.

Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.

Engelke Sweeper 1.3 Schallpegelmessgerät

Tabelle Schallpegel in dB(A)

Messanordnung

Testrechner:

  • Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
  • Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
  • Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
  • Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
  • Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
  • Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
  • Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
  • Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
  • Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
  • Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
  • Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
  • Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
  • Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
  • Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)

Testsystem

Fazit:
Der Neuzugang der Strider Serie hat einen guten Eindruck hinterlassen und in etwa so abgeschnitten wie man es erwartet hat. Ganz so wie es sich für ein gutes Mainstream-Produkt gehört, wartet das SST-ST35F in allen Bereichen mit über dem Durchschnitt liegenden Ergebnissen auf. In Punkto Kühlleistung kann sich der Prüfling sogar in der Spitzengruppe platzieren und mit überragenden Systemtemperaturen glänzen. Dies bedeutet allerdings im Umkehrschluss auch ein entsprechend erhöhtes Betriebsgeräusch. Um es gleich auf den Punkto zu bringen: Das ermittelte Betriebsgeräusch von ca. 26,7 bis 27,9 dB(A) wird vom Otto-Normalverbraucher sicher als leise eingestuft werden. Für die Gruppe der Geräuschabstinenzler oder auch Silencer genannt ist es allerdings schon viel zu "hörbar", um das böse L-Wort nicht nennen zu müssen. Dass der Lüfter auch leise kann zeigt er beim Start des kalten Systems. Vielleicht möchte Silverstone mit dem etwas aggressiveren Lüftersetup der Strider Serie die Daseinsberechtigung der Element Serie weiter untermauern. Etwas Wiedergutmachung leistet die Elektronik, welche ihren Dienst absolut frei von Nebengeräuschen verrichtet. Der Energy Monitor 3000 bescheinigt dem ST35F eine effiziente Arbeitsweise, was immerhin für den 8. Platz der Charts reicht. Hervorzuheben ist der Verbrauch des heruntergefahrenen Systems, welcher mit 1,6W vergleichsweise gering ausfällt. Wie ein Felsen in der Brandung verhält sich der getestete Kandidat hinsichtlich der Spannungswerte. Auch nach mehrstündiger Volllast konnte dem Logfile kein Ausrutscher entnommen werden. Vorbildliche Spannungswerte ohne jegliche Schwankungen. An der Qualität gibt es ebenfalls nichts zu rütteln. Material und Verarbeitung sind gewohnt gut. Allerdings hätte dem Prüfling eine Gewebeummantelung der Kabelstränge gut zu Gesicht gestanden. Diese ist neben der 80 Plus Zertifizierung scheinbar dem Rotstift zum Opfer gefallen. Optisch gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Im Gegenteil. Der dezente matt schwarze Look steht den Silverstone Netzteilen schon jeher. Am blauen Lüfter könnten sich die Geister zwar scheiden, aber spätestens nach dem Einbau ist er sowieso nicht mehr zu sehen. Als moderat könnte der empfohlene Verkaufspreis von ca. EUR 59,00 bezeichnet werden. Unterm Strich ist das Silverstone ST35F ein guter Allrounder, für einen Kauftipp der Redaktion fehlt uns aber mindestens noch das Tüpelchen über dem i des Wortes "leise".

Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Herrn Stefan Galow von Silverstone Deutschland.

Links zum Thema:
Silverstone [ Hersteller ]

© www.dirkvader.de

28.10.2007 [dl]