Seasonic S12-380W Review

Seasonic S12-380W

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Vorwort:
Die Nachfrage nach Netzteilen mit hohem Wirkungsgrad steigt stetig an, weshalb der Markt bzw. die Hersteller mit entsprechenden Modellen reagieren. Warum sind diese Netzteile so beliebt? Ganz einfach: Je höher der Wirkungsgrad eines Netzteils ist, desto weniger Energie geht beim Transformieren der Wechselstromeingangsleistung zur Gleichstromausgangsleitung verloren. Ein Netzteil mit schlechtem Wirkungsgrad verbraucht also mehr Strom und erzeugt dabei mehr Wärme, was sich in höheren Kosten und Temperaturen widerspiegelt. Während beim Sparfuchs ein möglichst geringer Stromverbrauch im Fadenkreuz steht, ist es beim Leisetreter die deutlich geringere Wärmeentwicklung und die analog dazu geringere Lärmbelästigung. Auch der sonst auf "Geiz ist geil" eingestellte Otto-Normalverbraucher möchte in Zeiten von täglich steigenden Ölpreisen keine unnötigen Kosten entstehen lassen und investiert gerne einmalig ein paar Euros mehr, um auf Dauer mehrere Euros zu sparen. Wirkungsgradstarke Netzteile sind nicht mehr wegzudenken und werden zukünftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Seasonic Netzteile genießen in dieser Hinsicht einen guten Ruf. Die neue S12-Serie soll mit einer Effizienz von bis zu 80% aufwarten (bei einem Standardnetzteil sind es etwa 68%) und u.a. dadurch den Geist der Zeit treffen. Zum Test wurde bewusst auf das 380 Watt starke Modell S12-380 für EUR 69,90 zurückgegriffen. Die stärker ausgelegten Seasonic S12 Modelle sind deutlich teurer und für die Bedarfe eines Leisetreters eigentlich überdimensioniert. Inwiefern sich das Seasonic S12-380 gegen die bereits getesteten Kandidaten behaupten kann und ob der Hersteller mehr Schein als Sein suggeriert, zeigt der folgende Praxistest schonungslos auf.

Lieferumfang:
Das Seasonic S12-380 wird in einer praktischen Faltkartonage mit integriertem Tragegriff ausgeliefert. Auf der hübsch bunt bedruckten Schachtel findet man neben den entsprechenden Features auch einige grafische Darstellungen vor. Das Netzteil wurde zum Schutz vor Transportschäden in Luftposterfolie gepackt. Neben den obligatorischen Beilagen wie dem Kaltgeräteanschlusskabel und den vier Verbindungsschrauben, liegt dem Seasonic S12-380 noch ein Adapterkabel (Gehäuselüfter), ein Seasonic Casebadge und das Dr. Cable Management Kit bei. Die vorbildlich - auch in deutscher Sprache - verfasste Anleitung rundet den Lieferumfang sinnvoll ab.

Technische Daten:

  • Hersteller: Seasonic
  • Modell: S12-380
  • Standards: ATX 12V v2.0
  • Layout: 120 mm Single-Fan
  • Blindstromkompensation (PFC): aktiv
  • Wirkungsgrad: bis zu 80%
  • Gesamtleistung: 380 Watt
  • Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140 mm
  • Gewicht: ca. 1,7 kg
  • Verkaufspreis (EUR): ca. 69,90
  • Bezugsquelle: TIGER electronics

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Details:
Das Seasonic S12-380 sieht auf den ersten Blick zwar unspektakulär, aber dennoch ansprechend und wertig aus. Zuerst fällt dem Betrachter das hochwertig verarbeitete Chassis auf. Zum einen durch die unempfindliche Oberfläche (schwarze Pulverbeschichtung) und zum anderen durch die solide Verzapfung des Deckels. Die Luftaustrittsöffnungen folgen dem Beispiel der Natur und sind bienenwabenförmig, was sich positiv auf die EMV und den Luftstrom auswirkt. Im Inneren des Netzteils kommt ein aufgeräumtes Platinenlayout zum Vorschein. Beim Kondensator handelt es sich laut Seasonic um ein besonders langlebiges Aluminium-Electrolytic-Capacitor Modell. Die aus Aluminium gefertigten Kühlkörper sind nur von durchschnittlicher Größe. Der 120 mm Lüfter aus dem Hause ADDA (Typ: AD1212LB-A73GL) ist mittels 2-Pin Anschluss auf die Platine gesteckt und kann im Falle eines Defekts schnell ausgetauscht werden. Bei einer Betriebsspannung von 12,0 Volt dreht der Lüfter mit 1.800 U/min und fördert dabei 72 CFM. Das sagt über die Lautstärke des Netzteils aber noch wenig aus, weil diese von der ausgegebenen Spannung der Temperaturregelung abhängig ist. Die Drehzahl des Lüfters kann durch ein nach außen geführtes Tachosignalkabel ausgelesen werden. Mit einer Gesamtleistung von 380 Watt bei einem Wirkungsgrad von bis zu 80% und aktiver Blindstromkompensation (PFC) ist man aus technischer Sicht derzeit gut ausgestattet. Es verfügt über zwei unabhängige +12V Schaltkreise und entspricht dem ATX12V v2.0 Standard. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem ausreichend lang bemessenen Kabelstrangsatz - auch für Big Tower - auf. Die Kabelstränge sind verdrillt - was der EMV zuträglich sein soll - aber nicht ummantelt. Hierzu hat der Hersteller seinen Dr. Cable Kit beigelegt. Die sauber konfektionieren Schnell-Anschluss-Stecker ermöglichen das einfache Anschließen der Komponenten ohne Kraftaufwand. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 48 cm (20/24-Pin ATX Stecker), 1 x Kabelstrang 48 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 x Kabelstrang 52 cm (2 x 5 1/4" Stecker, 1 x 3 1/2" Stecker), 1 x Kabelstrang 80 cm (3 x 5 1/4" Stecker, 1 x 3 1/2" Stecker), 1 x Kabelstrang 62 cm (2 x S-ATA Stecker) und ein 65 cm langes Tachosignalkabel.

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Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause Groneberg.

Die aus der Tabelle hervorgehenden Unterschiede stellen sich als relativ gravierend dar. Durch die teils deutliche Ersparnis erscheint uns diese Rubrik mehr als sinnvoll und absolut zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.

Der Hersteller hat bezüglich des Wirkungsgrades (bis zu 80%) nicht zu viel versprochen. Das Seasonic S12-380 lässt in Punkto Sparsamkeit fast das komplette Testfeld hinter sich zurück und muss sich nur der Konkurrenz aus dem Hause Fortron Source geschlagen geben.

Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.

Das Seasonic S12-380 meisterte alle Stabilitätstests ohne Probleme. Auch der 24-Stunden Dauerlasttest (Prime95+3DMark2003) konnte dem Netzteil keine schlechten Werte entlocken. Die mit dem Motherboard Monitor und ASUS Probe erstellten Logfiles zeigten weder Spannungseinbrüche noch Schwankungen der relevanten Leitungen auf. Die Spannungen blieben während der gesamten Testphase stets stabil.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.

Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.

Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.

Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.

Die Kühlleistung des Seasonic S12-380 kann als befriedigend bis gut bezeichnet werden. Die träge Temperaturregelung lässt den Lüfter kaum schneller als 770 U/min drehen, was der Geräuschentwicklung sehr zuträglich ist.

Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.

Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.

Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, arbeitsplatzkonformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.

Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.

Was die Kategorie Betriebsgeräusch betrifft, kann das Seasonic S12-380 neue Maßstäbe setzen und nimmt frech den Platz als derzeit leisestes aktiv ventiliertes Netzteil im Testfeld ein. Obwohl Lüfter aus dem Hause ADDA von Silentfreaks im Allgemeinen eher weniger empfohlen werden, spielt diese Lüfter ganz vorne mit und zeichnet sich durch eine hervorragende Neutralität aus. Kein Surren, kein Brummen, kein Rasseln - einfach Klasse. Die extrem träge und damit spät eingreifende Temperaturregelung erledigt den Rest. Der Lüfter läuft im Idle-Betrieb mit ca. 750 U/min und bleibt auch nach mehrstündiger Last knapp unter 800 U/min (Drehzahl kann ausgelesen werden). Scheinbar kommt der Innenaufbau des Netzteils - speziell die Geometrie der Kühlkörper - dem Luftstrom zugute. Denn mit ungünstig proportionierten und platzierten Kühlkörpern entstehen Gegendruck und Verwirbelungen, was das Betriebsgeräusch negativ beeinflusst. Mit einem kaum wahrnehmbaren Schallpegel von durchschnittlich 24,6 dB(A) gehört das Seasonic S12-380 zur Crème de la Crème.

Leider ist die Elektronik des Netzteils nicht komplett frei von Störgeräuschen. In unmittelbarer Nähe zum geöffneten Netzteil (deaktivierter Lüfter) wird ein filigranes Zirpen vernommen. Mit zunehmender Last wird das Zirpen noch einen Deut intensiver. In einem Abstand von 50 cm wird das Nebengeräusch aber nicht mehr wahrgenommen. Unterm Strich spielt das Netzteil auch in Punkto Störgeräusche ganz vorne mit. Nur bei einem Netzteil - dem Silverstone ST60F - wurden bislang keine elektronischen Störgeräusche festgestellt.

Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.

Testrechner:

  • Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
  • Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
  • Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
  • Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
  • Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
  • Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
  • Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
  • Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
  • Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
  • Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
  • Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
  • Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
  • Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
  • Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)

Fazit:
Das Seasonic S12-380 hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Das herausragendste Merkmal des Netzteils ist ohne Zweifel sein superleises Betriebsgeräusch. Mit einem gemessenen Schallpegel von weniger als 25 dB(A) lässt es das gesamte Testfeld hinter sich zurück. Der verwendete 120 mm Lüfter überzeugt durch Neutralität. Keinerlei Schleif- oder Rasselgeräusche waren zu bemerken. Die träge Kennlinie der Lüftersteuerung lies den Lüfter unter den gegebenen Testbedingungen nicht schneller als 770 U/min rotieren. Ein Anstieg der Drehzahl und des damit verbundenen Schallpegels ist nur in schlecht ventilierten Gehäusen zu erwarten. Die Elektronik steht dem positiven Abschneiden der Entlüftung kaum nach. Bei geöffneten Deckel und deaktivierten Lüfter waren nur sehr filigrane Störgeräusche aus unmittelbarer Nähe hörbar. In eingebautem Zustand können diese jedoch nicht mehr wahrgenommen werden. In Punkto Betriebsgeräusch stellt das Seasonic S12-380 - mit Ausnahme der passiven Kandidaten - daher die mit Abstand beste Wahl des Testfeldes dar. Der hohe Wirkungsgrad des Netzteils ist ebenfalls als schwergewichtiges Kaufargument zu werten. Auch hier deklassiert das Seasonic S12-380 den Großteil des Testfeldes. Nur die beiden Netzteile aus dem Hause Fortron Source wandeln den Wechselstrom noch etwas effizienter in Gleichstrom um. Trotz der flüsterleisen Arbeitsweise des Lüfter, reicht die Beurteilung der Kühlleistung für ein befriedigend bis gut. Wer seine Komponenten sorgfältig auswählt, kommt sogar um den Einsatz zusätzlicher Gehäuselüfter herum. Diesbezügliche Tipps zur Systemzusammenstellung werden zu genüge in unserem Forum gegeben. Zur Optik gibt es nicht viel zu sagen. Das unauffällig gehaltene Netzteil wirkt schlicht aber wertig. Die Verarbeitung ist insgesamt betrachtet sehr gut gelungen. Auffällig ist die Verzapfung und Stabilität des Deckels. Die Oberfläche des Netzteils ist etwas rau (Pulverbeschichtung), dafür aber weitgehend unanfällig bezüglich Kratzer. Die Ausgangsleistung von 380 Watt ist aufgrund der hohen Effizienz für viele Anwendungsbereiche ausreichend. Nicht selten entpuppt sich ein deutlich überdimensioniertes Netzteil als Stromfresser. Das Seasonic S12-380 hat stark beeindruckt und sich aufgrund oben genannter Attribute zurecht einen Kauftipp erworben.

Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt dem Geschäftsführer von TIGER electronics - Herrn Matthias Seesemann.

Links zum Thema:
Seasonic [ Hersteller ]
TIGER electronics [ Vertrieb ]

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