Scythe Shogun vs. Scythe Ninja Review

Scythe Shogun vs. Scythe Ninja

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Vorwort:
Seit dem Erscheinen des NCU-1000 Mitte 2003 gelten die aus dem japanischen Akihabara stammenden Kühler von Scythe als exklusiver Geheimtipp unter Silencern. Nachdem der Nachfolger in Form des NCU-2005 die Mängel des Vorläufers ausmerzen konnte, verhinderten nur der hohe Preis und die herstellerseitige Leistungseinschränkung eine größere Verbreitung der fernöstlichen Kühler. Doch Scythe hat auf die Kundenwünsche reagiert und veröffentlicht gleich zwei Kühler die neue Marktsegmente erreichen sollen. Bei der Namensgebung besinnt sich der Hersteller meist auf typisch japanische Gestalten. Shogun war beispielsweise ein japanischer Militärtitel für Anführer aus der Kriegerkaste der Samurai. Ninja hingegen ist die Bezeichnung für einen Söldner im vorindustriellen Japan, der als Spion oder Meuchelmörder eingesetzt wurde. Er gilt neben dem Samurai als einer der gefürchtetsten und gleichzeitig bewundertsten Gestalten des alten Japan. Der gleichnamige Kühler stellt einen weiteren Spross der Heatpipegeneration dar. Ähnlichkeiten zum NCU-2005 finden sich in Form der großen Lamellenabstände erst auf dem zweiten Blick wieder. Dies und ein Verzicht auf einen werkseitigen Lüfter unterstreicht die passive Auslegung seitens der Japaner. Der Shogun hingegen übernimmt zwar das Layout und die Heatlane Technologie des großen Bruders, allerdings wird er bereits mit einem geregelten 120 mm Lüfter ausgeliefert und weicht so von der Passivphilosophie der NCU-Reihe ab. Trotz des geregelten Silent-Lüfters wird hier eine andere Zielgruppe als die der Silencer angepeilt. Inwiefern sich die drei Hightech Kühler voneinander in ihren Kühlleistungen unterscheiden und ob der Ninja eine günstige Alternative zum NCU-2005 darstellt, soll der folgende Praxistest aufzeigen.

Lieferumfang:
Die beiden neuen Modelle von Scythe erreichen sicher verpackt ihr Ziel. Eine stylische Verpackung auf der alle wichtigen technischen Daten zu finden sind zählt zu den Gemeinsamkeiten von Shogun und Ninja. Der eigentliche Lieferumfang der einzelnen Modelle unterscheidet sich insofern, dass der Shogun bereits einen eigenen Lüfter mitbringt. Zusätzlich packt Scythe noch eine Drehzahlregelung mit in den Karton. Das Befestigungmaterial für die Lüftermontage in Form von Haltefedern wird aber auch beim Ninja mitgeliefert. Außerdem ist natürlich auch das Montagematerial und passendes Werkzeug für alle aktuellen AMD Athlon 64 und Intel Pentium 4 Sockel enthalten. Die englisch und chinesische Anleitung ist anhand der Bilder gut nachvollziehbar.

Spezifikationen:

  • Hersteller: Scythe
  • Modell: Shogun Heatlane
  • Aufbau: Heatlane, 4 x 52 Alulamellen
  • Lamellenabstand: 1,5 mm
  • Material: Aluminium, Kupfer
  • Größe: 123 x 98 x 147 mm
  • Sockelbefestigung (939): geschraubt
  • Gewicht: ca. 790 Gramm (inkl. Lüfter)
  • Preis: ca. EUR 10,00 > als NCU-2005
  • Bezugsquelle: Scythe
  • Hersteller: Scythe
  • Modell: SCNJ-1000 Ninja
  • Aufbau: 6 Heatpipes, 23 Alulamellen
  • Lamellenabstand: 4,0 mm
  • Material: Aluminium, Kupfer
  • Größe: 110 x 110 x 150 mm
  • Sockelbefestigung (939): Retention-Rahmen
  • Gewicht: 665 Gramm
  • Preis: ca. EUR 10,00 < als NCU-2005
  • Bezugsquelle: Scythe

Scythe Shogun:
Das Layout des Scythe Shogun ist dem des NCU-2005 sehr ähnlich. Beide basieren auf der von TS Heatronics patentierten Heatlane Technologie. Als wesentlicher Unterschied kann die deutlich größere Kühloberfläche des Shogun bezeichnet werden. Trotz nahezu identischer Baugröße ist diese mehr als viermal so groß, was durch eine engere Anordnung und höhere Anzahl der Lamellen zu Stande kommt. Das Gewicht ist mit 790 Gramm inklusive Lüfter entsprechend hoch. Die Verarbeitung des Kühlers ist tadellos. Die Lamellen sind gratfrei und sauber mit der Heatlane verlötet. Besonders schön ist die Bodenplatte aus Kupfer gelungen. Sie ist nicht nur äußerst plan, sondern auch frei von Riefen. Anders als der aus gleichem Hause stammende Ninja oder NCU-2005 Kühler, ist der Shogun bereits werkseitig mit einem regelbaren 120 mm Lüfter des Typs SA1225HP12LVR ausgestattet. Als Befestigung kommen zwei Drahthalteklammern zum Einsatz, welche außen in den Kühllamellen eingehakt sind. Anders als herkömmliche Lüfter, ist das Scythe Modell mit Hypro-Bearing ausgestattet, was eine längere Lebensdauer und einen leiseren Betrieb als Kugel- und Gleitlager ermöglichen soll. Zum Justieren der Drehzahl befindet sich am Lüfter eine PCI-Slot Blende mit integriertem Trimmpoti. Je nach Wunsch kann die Drehzahl des Lüfters stufenlos zwischen 700 bis 1600 U/min geregelt werden. Wer die serienmäßige Kühlleistung weiter steigern möchte, kann optional einen zweiten 120 mm Lüfter auf der entgegengesetzen Seite des Shogun anbringen und den Kühler vorzugsweise im Push-Pull Modus betreiben. Da der Scythe Shogun Heatlane nicht für den Passivbetrieb entwickelt wurde, empfiehlt der Hersteller diesen keinesfalls ohne Lüfter zu betreiben.

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Scythe Ninja:
Wer sich den Scythe SCNJ-1000 Ninja genauer ansieht, wird nur wenige Gemeinsamkeiten zum Shogun bzw. NCU-2005 erkennen. Die passive Ausrichtung wird anhand des relativ groß gewählten Lamellenabstands deutlich. Was die Wärmeabfuhr betrifft, greift der Hersteller nicht auf die Heatlane zurück, sondern auf zwei 90° versetzte Lagen mit jeweils drei 6 mm starken Heatpipes. Diese wurden sandwichartig mit der Bodenplatte aus Kupfer und dem Kühlprofilblock aus Aluminium verschraubt. Die Kühloberfläche gestaltet sich zwar größer als die des NCU-2005, aber verglichen mit dem Shogun deutlich kleiner. Trotzdem bringt er nicht weniger als 665 Gramm auf die Waage. Er soll passiv wie aktiv betrieben einen guten Kompromiss darstellen. An den Seiten der Lamellen befinden sich daher Aussparungen, in welchen die beiliegenden Lüfterdrahthalteklammern befestigt werden können. Durch die üppigen Abmessungen ist zwischen Grafikkarte und Kühler kaum mehr Platz einen Lüfter zu befestigen, zumindest wenn die Grafikkarte mit einer Aerocool VM-101 gekühlt wird. Daher empfiehlt es sich den Lüfter um 90° gedreht in Richtung ausblasende Gehäuselüfter anzubringen. Die Verarbeitung des Ninja ist auf selbig hohem Niveau wie beim NCU-2005 und Shogun. Nochmals muss die exzellent verarbeitete Kupferbodenplatte erwähnt werden. Was die Optik betrifft, so kann man nur von Atem beraubend sprechen. Ein sehr schöner und vor allem hochwertig wirkender Kühler, der sich weit vom Standard absetzt. Er wurde speziell als günstige Alternative zum NCU-2005 entwickelt und kann ebenfalls optional mit einem 120 mm Lüfter ausgestattet werden.

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Montage:
Die Montage des Shogun auf dem im Test verwendeten Asus A8V Deluxe gestaltet sich relativ einfach. Es macht nur etwas Mühe die richtigen Bauteile aus dem üppigen Lieferumfang heraus zu picken. Zunächst wird der serienmäßige Sockel 939 Retention-Rahmen des Asus Mainboards entfernt. Am Kühler werden dann - der Bedienungsanleitung entsprechen - jeweils zwei kleine und zwei größere Adapterplatten mit insgesamt vier Kreuzschlitzschrauben befestigt. Nachdem der Prozessor mit Wärmeleitpaste benetzt wurde, kann der Kühler darauf platziert werden. Die beiden Schraubfedern werden wechselseitig fest angezogen. Fertig! Der Aufwand bei der Montage des Ninja gestaltet sich ähnlich einfach. Der serienmäßige Retention-Rahmen wird lediglich durch den beiliegenden getauscht und der Prozessor mit Wärmeleitpaste benetzt. Anschließend wird der Kühler mit den Klammern zu den Ösen zeigend auf dem Prozessor platziert. Mühseelig hingegen gestaltet sich das Arretieren der Klammern. Denn bauartgedingt hat der Anwender nur sehr wenig Platz um den Kühler herum. Mit etwas Geduld gelingt das Prozedere jedoch ebenfalls in 5 Minuten. Trotz kleiner Einschränkung konnte die Montage bei beiden Modellen überzeugen.

Kühlleistung:
Um die Leistung des Kühlers zu ermitteln, wird dieser nicht einfach nur auf einer offenen Kühlerprüfstation getestet, sondern praxisnah in einem speziell für Silent-Kühler zusammengestellten Testsystem. Ohne zusätzliche Gehäuselüfter und lediglich mit einem modifizierten Ultra-Silent Netzteil bestückt, werden alle Kühler in diesem System unter absolut gleichen Bedingungen betrieben. Der im Erdgeschoss befindliche Messraum bietet Sommer wie Winter optimale Testbedingungen bei nahezu gleichbleibender Umgebungstemperatur. Damit die teils filigranen Temperaturunterschiede aufgezeigt werden können, wird stets die gleiche Wärmeleitpaste verwendet. Ebenso wird großer Wert auf eine exakte Betriebsspannung des Lüfters gelegt. Daher wird diese nicht über das Mainboard selbst, sondern von einem externen Labornetzteil bezogen. Nur die Drehzahl des Lüfters wird über ein spezielles Adapterkabel vom Mainboard ausgelesen. Bei den angegebenen Temperaturwerten handelt es sich um Prozessorkerntemperaturen. Der kritische Bereich bei der im Test verwendeten Mainboard/Prozessor Kombination beginnt bei ca. 75°C. Bei der Verwendung von Gehäuselüftern nach ATX Spezifikation, stellt sich die Kühlleistung des getesteten Kühlers theoretisch um 7 bis 9°C besser dar.

Die Messung der Temperaturen gliedert sich in drei Abschnitte. Um möglichst alle Anwendungsgebiete der Kühler zu erfassen wurden die Probanten sowohl aktiv als auch passiv getestet. Für die aktive Ventilation sorgte der beim Shogun mitgelieferte Lüfter auf den Stufen low und high, die den Drehzahlen von 660 und 1500 U/min entsprechen. Der Lüfter wurde so montiert, dass der erzeugte Luftstrom in Richtung des Netzteiles ausgeblasen wurde. Lediglich beim Ninja war dies aufgrund der Platzverhältnisse nicht zu realisieren, weshalb hier der Lüfter seitlich in Richtung Gehäuserückwand blasend montiert wurde. Zusätzlich wurde die Passivtauglichkeit der einzelnen Kühler untersucht.

Im Betrieb mit hohen Drehzahlen kann sich der Ninja den ersten Platz erstreiten. Trotz der geringeren Kühloberfläche kann er sich unter Last 2°C vom Shogun absetzten. Interessanterweise liegt der NCU-2005 mit der geringsten Kühlfläche fast auf dem Niveau des Shogun. Diese Reihenfolge wird auch bei der Messung auf der "low" Stellung bestätigt. Der Ninja kann sich hier sowohl im Lasttest als auch im Leerlauf durchsetzten, während der NCU dem zweitplazierten Shogun mit geringen Abstand folgt.

Der für Silencer interessante Passivbetrieb verdeutlicht die verschiedenen Auslegungen der Kühler. Der für dem aktiven Betrieb ausgelegte Shogun fällt hier deutlich zu seinen Mitbewerbern ab. Mit 72°C stößt er fast an die Grenzen der Testplattform und kann somit nicht wirklich für den lüfterlosen Betrieb empfohlen werden. Allerdings wurde er auch nicht für diese Betriebsart entwickelt. Die für den Passivbetrieb konzipierten Ninja und NCU-2005 zeigen hier den Shogun die kalte Schulter. 16 °C Temperaturdifferenz im Falle des NCU-2005 sprechen für sich. Auch der Ninja präsentiert sich hier kaum schlechter als der große Bruder.

Für einen reinen Passivbetrieb empfiehlt es sich grundsätzlich die Prozessorspannung zu senken. Bei dem im Test verwendeten Winchester lässt sich die Spannung problemlos von 1,4 auf 1,0 Volt primestable reduzieren. Durch diese kleine Spannungsdiät reduziert sich die Prozessortemperatur durchschnittlich um ca. 10°C. Wer sich für die aktive Belüftung der getesteten Kandidaten entscheidet, tut auch der passiven Grafikkarte einen Gefallen. Diese wartet mit bis zu 20°C niedrigeren Temperaturen gegenüber des Passivbetriebs auf.

Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.

Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse und arbeitsplatzkonformen Abstand - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquellen lediglich ein modifiziertes Ultra-Silent Netzteil und eine entkoppelt und gedämmte Silent-Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Kühlers nicht beeinflussen. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.

Da bei allen durchgeführten Tests der beim Shogun mitgelieferte Scythe Lüfter verwendet wurde, fallen die Differenzen zwischen den ermittelten Testwerte sehr gering aus. Ausschlaggebend für die unterschiedlichen Geräuschkulissen sind hier die individuellen Kühlergeometrien. So stellt der sehr offen gehaltene NCU-2005 einen geringeren Luftwiderstand dar und erzeugt so weniger störende Verwirbelungen als der Shogun. Hier stellt sich die hohe Lamellenanzahl und der geringe Abstand zwischen diesen als kontraproduktiv heraus. Der Ninja platziert sich hier unauffällig im Mittelfeld. Es muss aber auch erwähnt werden, dass die gemessen Unterschiede für die meisten Menschen nicht wahrnehmbar sind.

Testrechner:

  • Motherboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (Chipsatz passiv)
  • Prozessor: AMD Athlon 64 Winchester 3000+ (1.8 GHz / 1.4 Volt)
  • Kühler: Scythe NCU-2005, Scythe SCNJ-1000 Ninja, Scythe Shogun
  • Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
  • Speicher: 1 GB Geil Dual Channel PC-3200 400 MHz DDR
  • Grafikkarte: ATI Radeon 9700 Pro 128 MB (Aerocool VM-101)
  • Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® Box HDD 10)
  • Laufwerke: NEC DVD Brenner, LiteOn CD Brenner
  • Gehäuse: Chieftec CS-601 (Stahlblech/geschlossen)
  • Netzteile: NoiseMagic Enermax 1500 NMT-2 (80 mm Papst @ 500 U/min)
  • Gehäuseventilation: keine Gehäuselüfter
  • Datenträgerverbindung: Rounded-Silver-Cable
  • Betriebssystem: Microsoft Windows XP Professional SP2
  • Software: Motherboard Monitor, Prime 95
  • Zimmertemperatur: 20°C +/- 0,5°C

Fazit:
Mit dem Shogun und dem Ninja stellt Scythe seinem Dauerbrenner NCU-2005 zwei interessante Lichtgestalten zur Seite. Der Ninja soll eine günstige Alternative zum NCU-2005 darstellen und die weniger zahlungskräftige Käuferschaft ansprechen. In der Tat überraschte der Ninja mit bemerkenswert guten Kühleigenschaften. Im Passivbetrieb lagen die Temperaturen nur 2°C höher als beim teureren großen Bruder. Im Lüfterbetrieb wendet sich das Blatt und der fiese Vermummte zog mit durchschnittlich 2°C besseren Temperaturen frech am NCU-2005 vorbei. Leider wird es bauartbedingt relativ eng zwischen Grafikkarte und Kühler, weshalb der Lüfter um 90° versetzt in Richtung Gehäuselüfter blasend angebracht werden muss. Die sehr gute Kühlleistung und die überragende Verarbeitung wird nur noch vom optischen Erscheinungsbild getoppt. Auch wenn sich über Geschmack bekanntlich streiten lässt, gefällt der Ninja auf Anhieb und hebt sich weit aus dem Kühlereinheitsbrei heraus. Lediglich die Montage (Sockel 939) gestaltet sich etwas fummeliger als bei den geschraubten Kollegen. Durch die üppige Bauform gelingt es nur mit Geduld, die vier Klammern am mitgelieferten Retention-Rahmen zu arretieren. Unterm Strich eine klare Kaufempfehlung für den passiven Ninja, welcher definitiv nicht nur als günstige Alternative zum NCU-2005 gelten darf, sondern demselben glatt den Rang ablaufen könnte. Der Shogun bevorzugt hingegen ein laues Lüftchen und ist dem Passivbetrieb eher abgeneigt, was die sehr hohen Temperaturen im Grenzbereich bestätigen. Mit aktiver Unterstützung läuft er aber zu Hochform auf und wartet bereits bei niedrigster Drehzahl mit den zweitbesten Ergebnissen auf. Allerdings hatten wir aufgrund der vielfach größeren Kühloberfläche gegenüber dem NCU-2005 eine größere Temperaturdifferenz erwartet. Die Verarbeitung ist ebenso hochwertig wie bei den beiden anderen Kandidaten. Die Montage des Shogun fällt im Vergleich zum Ninja jedoch etwas einfacher aus. Ebenfalls ein empfehlenswerter Kühler, der für den passiven Betrieb allerdings nicht gedacht und geeignet ist. Letztendlich spielt auch der Verkaufspreis eine nicht unbedeutende Rolle. Obwohl die beiden Modelle bislang noch nicht in Deutschland zu kaufen sind, dürfte sich die Preisstaffelung wie folgt darstellen. Der Scythe Shogun wird voraussichtlich etwa EUR 10,00 mehr und der Ninja EUR 10,00 weniger kosten als der NCU-2005.

Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung der Testsample gilt Herrn Hiroyuki Komi von Scythe Japan.

Links zum Thema:
Scythe [ Hersteller ]

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