Vorwort:
Mit den bereits getesteten Modellen: NCU 2005, Ninja und Shogun konnte der japanische Kühler-Hersteller Scythe drei herausragende Kühler des High-End Segments präsentieren. Mit dem Katana offerieren die Japaner nun ihren jüngsten Spross, welcher durch ein günstiges Preisgefüge zusätzliche Kundenkreise ansprechen soll. Der Katana wurde als leichtgewichtiger Mittelklasse-Kühler konzipiert, der sich sowohl im Rechner von LAN-Gängern, als auch im typischen Office-PC wohl fühlt. Die Verringerung der Heatpipeanzahl auf zwei Stück hilft Kosten zu sparen ohne in Punkto Kühlleistung große Abstriche machen zu müssen. Der größtenteils aus Aluminium bestehende Kühlkörper im 92 mm Layout sorgt für ein sehr niedriges Gewicht. Durch den großen 92 mm Lüfter soll der Katana auch bezüglich der Geräuschentwicklung überzeugen. Um ein allgemeines Manko der Tower-Kühler zu beseitigen, spendiert Scythe dem Katana ein zusätzliches Feature. Die Heatpipes des Katanas stehen nicht senkrecht, sondern sind leicht geneigt montiert, um den Spannungswandlern und den sonstigen um den Sockel befindlichen elektronischen Bauteile zusätzlich Luft zuzufächeln. Nebenbei soll sich der Katana auf jeden aktuellen Sockel, begonnen mit Sockel 462/370 bis hin zu den modernen Sockel 939 und LGA775 montieren lassen. Durch das universelle Befestigungskonzept ist der Kühlkörper auch in 90°-Schritten auf dem Sockel rotierbar und somit für eine optimale Kühlwirkung ausrichtbar. Ob sich der neue Kühler im Testumfeld bewährt soll dieser Test aufzeigen.
Update: Als Reaktion auf die schlechter als erwartete Kühlleistung lies uns der Hersteller ein weiteres Testsample zukommen. Das erste Sample wurde zur Analyse zurück nach Japan geschickt. Veränderungen zum ersten Testdurchlauf werden im Text gesondert aufgezeigt.
Lieferumfang:
Der Katana erreicht den Kunden kompakt verpackt in einem für Scythe typisch gestylten Karton. Dieser Karton gibt bereits ausführliche Auskunft über die technischen Daten des Inhaltes. Im Inneren kommen etwas räumlich beengt verpackt der Kühlkörper und der 92 mm Lüfter zum Vorschein. Zusätzlich zu diesen befindet sich noch das Montagematerial für so ziemlich jeden noch erhältlichen Prozessorsockel und etwas Wärmeleitpaste im Softpack. Wie von Scythe gewohnt liegen ebenso die
Montageanleitungen für die diversen Sockel mit bei. Ausreichend bebildert, jedoch nur auf japanisch und englisch beschrieben sollte die Montage keine wirkliches Problem darstellen. Zusätzlich findet sich auf einem der Blätter die Montagevorschrift für die Kühlerausrichtung.
Spezifikationen:
- Hersteller: Scythe
- Modell: Katana
- Lüftergröße: 92 x 92 x 25 mm
- Drehzahl: 2.000 U/min +/- 6%
- Luftdurchsatz: 59,7 m³/h (35,12 CFM)
- Schallpegel: 25 dB(A)
- Lagerung: Gleitlager
- Anschluss: 3-Pin Molex Stecker
- Kühlkörpermaterial: Kupfer / Aluminium
- Befestigung: 6-Punkt Halteklammer / geschraubt
- Aufbau: 41 Lamellen / 2 x 6 mm Heatpipes
- Lamellenabstand: 2 mm
- Gesamtgröße: 98 x 103 x 96 mm
- Gesamtgewicht: ca. 300 Gramm (inkl. Lüfter)
- Preis (EUR): ca. 34,90
- Bezugsquelle:
PC-Cooling
Details:
Der Scythe Katana stellt ein weiteres Derivat des bereits bekannten Tower-Layouts dar. Allerdings fällt bereits auf dem ersten Blick eine Besonderheit des Kühlers auf. So sind die Heatpipes nicht senkrecht zur Bodenplatte ausgerichtet, sondern sind um 20° seitlich geneigt. Der so gelenkte Luftstrom hebt das bekannte Manko des Tower-Layouts auf und sorgt für zusätzliche Kühlung der in Sockelnähe platzierten elektronischen Bauteile. Der weitere Aufbau des Kühlers folgt den üblichen Regeln der Tower-Kühler. Die beiden Heatpipes sind zwischen der 2 mm starken kupfernen Grundplatte und der darüber liegenden Aluminiumplatte eingelötet. Die Aluminiumplatte dient hierbei als Montageplattform für die diversen Sockelmontagen und weist daher Gewindebohrungen und ein definiertes Profil für die Halteklammern auf. Durch dieses Design kann im späteren Zustand die Montagerichtung des Kühlers in Abhängigkeit zur Sockelausrichtung variiert werden. Die dünne Grundplatte ist sauber poliert und Fertigungsspuren sind nicht zu erkennen. Nur leider ist die Bodenplatte nicht vollständig plan (hohlgewölbt). Da bereits der HT-102 Probleme mit der Ebenheit der Grundplatte aufwies scheint dies auf ein herstellungsbedingtes Problem hinzuweisen. Die dünne Bodenplatte die für einen geringen thermischen Widerstand nötig ist verzieht sich wohl aufgrund der bei der Herstellung wirkenden Kräfte. Natürlich kann dieser
Mangel zumindest teilweise durch ein erhöhte Menge Wärmeleitpaste bei der Montage ausgeglichen werden, aber so oder so wird der Kühler von seiner Leistungsfähigkeit einbüßen. Die restlichen Details zeigen dann aber wieder eine für Scythe typische Fertigungsqualität. Die 41 Aluminiumlamellen sind sauber auf die Heatpipes aufgepresst und weisen keine scharfen Kanten auf. Die oberste extra polierte Lamelle trägt das Scythe-Logo sauber eingeprägt und verleiht den Kühler ein gewisses Extra. Ähnlich wie bereits beim Ninja klebt Scythe Hutmuttern auf die Heatpipeenden. Zwar nicht von praktischen Nutzen, so schaut dieses Feature doch wesentlich besser aus als die üblichen hässlichen Heatpipeenden. Der mitgelieferte Lüfter ist als Scythe-Lüfter gelabelt dessen Bezeichnung DFS922512L lautet. Von außen wirkt der Lüfter sehr sauber verarbeitet. Der Anschluss ans Mainboard erfolgt über einen 3-Pin Molexstecker inklusiver Tachosignal. Die Inneren Werte werden sich bei der Geräuschmessung zeigen. Der Lüfter wird wie schon bei den Modellen Ninja, Shogun und NCU 2005 mittels Drahtklammern an den Kühlkörper geklemmt was leider die Übertragung der Lüfterschwingung auf den Kühlkörper zur Folge hat. Sauber verarbeitet würde der Katana einen wirklich blendenden Eindruck hinterlassen, wenn da nicht diese unebene Bodenplatte wäre. Inwiefern sich diese auf die Kühlleistung auswirkt wird sich später zeigen.
Update: Die Verarbeitungsqualität des zweiten Samples überzeugt. Beim überprüfen der Bodenplatte zeigt sich eine
deutliche Verbesserung gegenüber des ersten Samples. Die Bodenplatte kann nun als nahezu plan bezeichnet werden. Ob diese Veränderung tatsächlich den entscheidenden Einfluss auf die Kühlleistung besitzt wird sich im Praxistest herausstellen.
Montage:
Zusätzlich zur Multi-Sockelauslegung ermöglicht es das Befestigungsprinzip den Scythe Katana in unterschiedlicher Ausrichtung auf dem Prozessorsockel zu befestigen. So ist der Katana zwar universell einsetzbar, jedoch erfordert die Anpassung des Kühlers an den jeweiligen Sockel etwas Arbeit. So müssen vor der eigentlichen Montage die entsprechenden Adapterplatten anhand der Montageanleitung ausgewählt werden. An welchen zwei weitere Aufnahmebleche zu befestigen sind. Erst jetzt ist es möglich die Adapter an die Montageplatte des Kühlers anzuschrauben. Nach dem Auftragen der Wärmeleitpaste auf den Prozessor-Heatspreader kann der Kühler aufgesetzt werden. Das Anschrauben an der Backplate stellt eine weitere Hürde dar. Aufgrund des außergewöhnlichen Kühlerlayouts werden die Befestigungsschrauben je nach Kühlerausrichtung von den Lamellen verdeckt. So müssen die Schrauben umständlich mit dem Mini-Maulschlüssel befestigt werden. Je nach verbauter Hardware und den zur Verfügung stehenden Platzverhältnissen ist es hierbei erforderlich die Grafikkarte auszubauen. Nach dem anschließenden Einstecken des Lüfterkabels kann der Rechner wieder in Betrieb genommen werden. Insgesamt betrachtet konnte der Montage keine Freude abgewonnen werden.
Kühlleistung:
Um die Leistung des Kühlers zu ermitteln, wird dieser nicht einfach nur auf einer offenen Kühlerprüfstation getestet, sondern praxisnah in einem speziell für Silent-Kühler zusammengestellten Testsystem. Ohne zusätzliche Gehäuselüfter und lediglich mit einem modifizierten Ultra-Silent Netzteil bestückt, werden alle Kühler in diesem System unter absolut gleichen Bedingungen betrieben. Der im Erdgeschoss befindliche Messraum bietet Sommer wie Winter optimale Testbedingungen bei nahezu gleich bleibender Umgebungstemperatur. Damit die teils filigranen Temperaturunterschiede aufgezeigt werden können, wird stets die gleiche Wärmeleitpaste verwendet. Ebenso wird großer Wert auf eine exakte Betriebsspannung des Lüfters gelegt. Daher wird diese nicht über das Mainboard selbst, sondern von einem externen Labornetzteil bezogen. Nur die Drehzahl des Lüfters wird über ein spezielles Adapterkabel vom Mainboard ausgelesen. Bei den angegebenen Temperaturwerten handelt es sich um Prozessorkerntemperaturen. Der kritische Bereich bei der im Test verwendeten Mainboard/Prozessor Kombination beginnt bei ca. 75°C. Bei der Verwendung von Gehäuselüftern nach ATX Spezifikation, stellt sich die Kühlleistung des getesteten Kühlers theoretisch um 7 bis 9°C besser dar.
Um zu ermitteln, in welcher Ausrichtung der Katana die bessere Kühlwirkung erreicht wurden die Messungen in beiden Kühlerorientierungen durchgeführt. Es stellt sich heraus, dass bei einer waagerechten Ausrichtung die Temperaturen durchweg um 1°C niedriger lagen als bei der senkrechten Ausrichtung. Auch wenn die Unterschiede kaum erwähnenswert sind, ist es doch interessant, dass die prinzipiell bessere Ausrichtung mit nach oben in Richtung Netzteil zeigenden Heatpipes in der Praxis schlechter abschneidet. Die Vermutung hier ist, dass der Lüfter die Abluft bei waagerechter Ausrichtung direkt durch die Gehäuseöffnung nach hinten ins frei blasen kann und die warme Abluft nicht erst durch das Netzteil abtransportiert werden muss. Wie die Messwerte aufweisen, kann sich der Katana nicht wirklich gegen die bereits getesteten High-End Kühler durchsetzten. Dafür fehlen ihn auch die Vorraussetzungen, so dass das Ergebnis des Tests vorhersehbar war. Fairerweise muss aber auch erwähnt werden, dass der Katana nicht als Konkurrent zu HT-102 oder GT-1000 entworfen wurde. Das die Unterschiede allerdings so deutlich ausfallen war nicht unbedingt zu erwarten. Die unebene Bodenplatte kann hierfür als möglicher Grund genannt werden. Zwar liegen die Werte mit fast 60°C bei 7 Volt Versorgungsspannung noch weit vom kritschen Bereich entfernt, doch liegen hier bereits 5°C Unterschied zwischen Katana und dem nächstplatzierten Konkurrenten Shogun. Bei 12 Volt Spannung liegen zwischen GT-1000 und dem Katana 9°C Temperaturunterschied. Absolut gesehen kann der Katana in dieser Disziplin nicht wirklich überzeugen.
Bei den ermittelten Messwerten ist zu beachten, dass die Testplattform seit dem letzten Test aktualisiert wurde so dass die Ergebnisse nicht mehr untereinander vergleichbar sind.
Update: Wie bereits vermutet verbessert die ebene Grundplatte die Kühlleistung erheblich. Zwar kann der Katana auch weiterhin Kühlern wie dem GT-1000 oder HT-102 nicht ganz das Wasser reichen. Doch eine Verbesserung um glatte 6°C sowohl auf 12 als auch auf 7 Volt können sich sehen lassen und zeigen erneut, welche Bedeutung die Bearbeitung der Grundplatte auf die Kühlleistung eines Kühlers besitzt. Mit den erreichten 53°C auf 7 Volt und 50°C auf 12 Volt erfüllt der Scythe Katana nun die gesetzten Erwartungen.
Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse und arbeitsplatzkonformen Abstand - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquellen lediglich ein modifiziertes Ultra-Silent Netzteil und eine entkoppelt und gedämmte Silent-Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Kühlers nicht beeinflussen. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
Die Geräuschmessung ist die Paradedisziplin des Scythe Katana. Hier kann er sich deutlich von seinen Mitbewerbern absetzten und macht auf diese Weise verloren Boden wieder gut. Hier zeigt sich auch wieder für welchen Einsatzzweck der Katana wohl eigentlich gedacht ist. Weniger Gamer- als vielmehr Office-Systeme sind sein Revier. Bereits auf 12 Volt setzt sich der Katana mit 28,3 dB(A) mit knappen 1 dB(A) zu seinem nächsten Mitstreiter ab. Auf 7 Volt säuselt der neue Kühler von Scythe mit lediglich 25,4 dB(A) vor sich hin und liegt hier gleichauf mit dem Shogun. Der verwendete Lüfter erzeugt dabei keine wahrnehmbaren Nebengeräusche, lediglich das Motorgeräusch sticht subjektiv etwas heraus ohne jedoch störend zu wirken. Eine Entkopplung des Lüfters vom Grundkörper würde das gute Ergebnis sicherlich positiv beeinflussen.
Testrechner:
- Motherboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (Chipsatz passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 Venice 3000+ (2.2GHz/1.65V)
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Speicher: 1 GB MDT Dual Channel PC-3200 400 MHz DDR
- Grafikkarte: Gigabyte GV-N68128DH GeForce 6800 128MB
- Festplatte: Samsung SP1204N (ichbinleise® Box HDD 10)
- Laufwerk: NEC ND-3540A DVD-Brenner
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Stahlblech/geschlossen)
- Netzteil: 353 Watt Enermax 120 mm Yate Loon (Ultra-Silent Mod)
- Gehäuseventilation: keine Gehäuselüfter
- Datenträgerverbindung: Rounded-Cable
- Betriebssystem: Microsoft Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95
- Zimmertemperatur: 20°C +/- 0,5°C
Fazit:
Der japanische High-End Kühlerhersteller Scythe zeigt mit seiner neuesten Kreation, dem Katana, dass Heatpipekühler auch für wenig Geld machbar sind. Bei der Kühlerentwicklung stand jedoch ein geringeres Gewicht weiter im Vordergrund als eine möglichst gute Kühlleistung. Auch wurde dem bekannten Problem der Tower-Kühler, die unzureichende Kühlluftzufuhr der elektronischen Bauteile rund um den Prozessorsockel, zusätzliches Augenmerk geschenkt. Beide Ziele wurden mit dem Katana erreicht. Mit nur 300 Gramm ist er in heutigen Tagen ein echtes Leichtgewicht und die geneigten Heatpipes lenken den Luftstrom des Lüfters so um, dass dieser auch auf das Mainboard strömt. Die Verarbeitungsqualität kann, wie von Scythe gewohnt, als sehr gut bezeichnet werden, wenn eben nicht die verzogene Grundplatte wäre. Inwiefern sich durch diese die Kühlleistung verschlechtert lässt sich nicht eindeutig sagen. Jedoch würde der Katana sicherlich von einer Verbesserung in diesem Bereich profitieren, da die Kühlleistung nur als durchschnittlich bezeichnet werden kann. Zwar erreichen die Temperaturen nie einen kritischen Wert, doch fällt der Katana im Vergleich zu den aktuellen Top-Modellen deutlich ab. Dafür kann der Japaner bei der Geräuschmessung voll punkten. Der mitgelieferte Lüfter verhilft dem Kühler zu einem wirklich sehr guten Ergebnis in dieser Wertung, auch wenn die werkseitige Lüfterbefestigung mittels Drahtklammern weniger gelungen ist. Wie bereits von den Anfängen Thermalrights bekannt, werden so die entstehenden Schwingungen voll auf den Kühlkörper übertragen und sorgen so für unnötige Resonanzen. Eine entkoppelte Montage wie sie bereits einige Hersteller anbieten wäre hier wünschenswert. Abschließend lässt sich sagen, dass der Katana sowohl vom äußerlich Erscheinungsbild als auch durch sein geringes Geräuschniveau überzeugen kann. In Punkto Kühlleistung kann der neue Scythe-Kühler leider nicht an die herausragenden Ergebnisse seiner bereits getesteten Kollegen anknüpfen. Im direkten Vergleich zum GT-1000 erscheint das Preis-Leistungsverhältnis nicht sonderlich ausgewogen, weshalb letztendlich kein Kauftipp vergeben werden konnte.
Update: Zwar kann der Scythe Katana auch mit der verbesserten Bodenplatte nicht in die Oberliga der Prozessorkühler aufsteigen, aber das war anhand des Kühleraufbaus auch nicht zu erwarten. Das zweite Testsample bietet nun eine dem Preis angemessene Kühlleistung. Die guten Ergebnisse der Geräuschmessung behalten ihre Gültigkeit, so dass lediglich die teils umständliche Montage einen Kauftipp verhindert. Des Weiteren bleibt bezüglich des Bodenplatten-Malheurs ein unangenehmer Nachgeschmack zurück. Auch wenn das neue Sample in Punkto Verarbeitung vollkommen überzeugen konnte, ist doch nicht sichergestellt, dass sich weiterhin Kühler mit unebenen Grundplatten im Umlauf befinden. Bleibt nur zu hoffen, dass Scythe aus dem nach Japan geschickten ersten Sample die richtigen Schlüsse zur Verbesserung der Fertigungsqualität trifft.
Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Herrn Andreas Bunen - Vertriebsleiter der Scythe EU GmbH.
Links zum Thema:
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Scythe [ Hersteller ]
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