Vorwort:
Nun zu einer anderen Variante des von mir bereits getesteten Black Magic S Kühlers. Diese Papst Lüfter Version, soll laut Hersteller mit einem 9 m³ höherem Luftdurchsatz glänzen. Der Fan dreht sich mit maximal 3900 Upm und wird dabei nicht lauter als 27 dB(A). Am Kühlkörper hat sich nichts geändert, ausser das dieser jetzt mit einem Dual-Clip ausgestattet ist, was einen höheren Anpressdruck und eine leichte Montage ohne Werkzeug gewährleisten soll. Aufgrund der zu erahnenden Performance teste ich dieses Modell nicht auf einem 1,0 GHz Athlon, sondern auf dem grösseren Bruder mit 1,3 GHz. Er wird dem Kühler alles abverlangen und wäre mit der normalen Black Magic S Version wahrscheinlich untermotorisiert.
Spezifikationen:
- Lüftergröße: 60 x 60 x 15 mm
- Kühlkörpergröße: 80 x 62 x 45 mm
- Gesamtgröße: 80 x 62 x 60 mm
- Drehzahl: 3900 U/min
- Luftfördemenge: 29 cfm ( 49,2 m³/h )
- Geräuschentwicklung: 27 dB(A)
- Sockelbefestigung: Dual-Clip
- Lüftergewicht: 30 g
- Kühlkörpergewicht: 290 g
- Gesamtgewicht: 320 g
Lieferumfang:
Die Verpackung enthält den komplett einsatzbereiten Dual-Clip Kühler mit dem bereits aufgeklebten Wärmeleitpad Chromerics Typ T725. Als Zugabe, legt der Hersteller noch ein Softpack der hochwertigen Wärmeleitpaste Stars Typ AK-100 bei. Wer Interesse hat, kann das original Datenblatt per Email bei mir anfordern.
Montage:
Um das volle Kühlpotential ausschöpfen zu können, werde ich den Kühler diesmal mit der mitgelieferten Wärmeleitpaste montieren. Leider muss ich hierzu das Wärmeleitpad des Kühlers erst entfernen, welches serienmässig leider schon aufgeklebt ist. Das kann je nach Talent mit einer Kunststoffspachtel oder einer Abbrechklinge für Teppichmesser geschehen. Anschliessen reinige ich die Fläche noch mit Nagellackentferner, welcher sich auch zum Entfernen von Wärmeleitpaste empfielt. Nach dem behutsamen Auftragen der Paste, setzen ich den Kühler vorsichtig auf den Sockel und arretiere ihn mit dem Dual-Clip. Dies fällt bauartbedingt minimal schwerer als mit einem Single-Clip, gelingt aber trotzdem ohne Probleme.
Performance:
Nun komme ich wieder zum wichtigsten Teil des Kühlertests; der Kühlleistung. Die ersten Temperatur-werte entnehme ich dem System nach exakt einer Stunde Windows Leerlauf. Dafür, dass die CPU so gut wie nicht beansprucht wird, ist sie schon relativ warm geworden. Das MSI KT7 Master Motherboard zeigt einen Wert von 42 °C und der 1,3 GHz Prozessor einen Wert von 48 °C an. Das ist allerdings noch im grünen Bereich. Zur Volllast-Tortur des Prozessors, starte ich wie gewohnt das Programm Prime 95, welches ich ebenfalls exakt eine Stunde laufen lassen werde. Nach Ablauf der Zeit, lese ich die Temperaturdaten wiederrum mit MBM5 aus. Hier schaut die Sache schon etwas anders aus. Das Motherboard zeigt uns eine Temperatur von 44 °C und der Prozessor eine Temperatur von 64 °C an. Da ist die Schmerzgrenze allerdings schon mehr als überschritten, denn Athlons machen sich bei solchen Temperaturen gerne selbstständig. Jedoch bleibe ich von einem Absturz oder diversen Fehler-meldungen verschont. Ich muss allerdings erwähnen, das die CPU im Alltagsgebrauch nur selten so warm wird, wie das unter Prime 95 der Fall ist.


Plattform:
MSI K7T Master Motherboard mit 1,3 GHz Athlon Prozessor in einem geschlossenem Midi-Tower. Zimmertemperatur: max. 29,7 °C / min. 27,6 °C.
Fazit:
Der Kühler lässt sich unproblematisch auf das Motherboard montieren. Doch der Hersteller sollte das Wärmeleitpad nicht fixieren, damit der Kunde selbst die Wahl hat, ob Wärmeleidpad oder Wärmeleit-paste. Der Papst Lüfter ist trotz seines höheren Luftdurchsatzes noch angenehm leise und stört somit nicht. Einen 1,3 GHz Prozessor sollte man dem Kühler aber lieber nicht anvertrauen. Wer einen günstigen, leicht zu montierenden Kühler sucht der maximal 1,2 GHz Prozessoren kühlen muss, ist mit diesem Modell gut bedient.
Danksagung:
Für das kostenlose Muster bedanke ich mich bei Herrn Bergs Neolec Components GmbH.
Links zum Thema:
Neolec [ Hersteller ]
Comp-it [ Shop ]
(c) www.dirkvader.de
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