LC-Power Silver Shield LC7300 300W Review
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Vorwort:
Lieferumfang:
Details:
Leistungsaufnahme:
Die unten ersichtlichen Differenzen der Leistungsaufnahme verschiedener Netzteile sind teils enorm und unterstreichen die Notwendigkeit dieser Kategorie. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W. Dieses wird dann durch ein effizienteres Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,24 EUR/KWh (Stand: Januar 2011) entspräche dies einer Ersparnis von EUR 105,12/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 52, 56/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben, besonders dann, wenn mehrere Rechner im Haushalt betrieben werden. Bei der Auswahl des richtigen Netzteils hilft die 80Plus Klassifizierung. Außerdem sollte die richtige Leistungsstärke gewählt werden. Hier ist weniger meist mehr, denn ein überdimensioniertes Netzteil arbeitet größtenteils in einem Leistungsbereich, in dem es die niedrigste Effizienz erzielt. Das LC-Power Silver Shield LC7300 passt leistungsseitig wunderbar zu unserem Testsystem und offeriert trotz geringerer Effizienz nahezu ähnlich niedrige Verbrauchswerte wie die deutlich teureren Netzteile mit Gold- und Platin-Zertifikat. Ein fünfter Platz in diesem Testfeld kann sich durchaus sehen lassen. Unter Volllast (kombinierte CPU- und VGA-Last) zeigt der Energy Monitor 3000 einen sehr guten Verbrauchswert von 112,0W an. Im Leerlauf (hochgefahrenes System/keine Aktivitäten) begnügt sich das System mit einem Verbrauch von 67,1W. Sobald das System komplett heruntergefahren wurde, werden nur noch 1,3W angezeigt. Abzüglich der ca. 0,8W Stromverbrauch des Messgerätes, wird das Stromnetz mit lediglich 0,5W belastet - ein ebenfalls sehr guter Wert.
Spannungsstabilität:
Das LC-Power Silver Shield LC7300 verhielt sich während der gesamten Testphase unauffällig und stabil. Wie immer wurden die Werte in verschiedenen Lastzuständen aufgezeichnet. Des Weiteren wurde ein 24h-Dauerlasttest durchgeführt, um etwaige sporadisch auftretende Spannungsanomalien feststellen zu können. Die anschließende Auswertung der Logfiles offerierte linear verlaufende Spannungswerte ohne nennenswerte Unregelmäßigkeiten. Die Spannungswerte lagen - mit Ausnahme der allgemein stärker ausgelegten +12V-Leitung - relativ nahe am Sollwert. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.38 - 3.39V, 5.0 - 5.05V und 12.44 - 12.5V deutlich in der zulässigen Toleranz. Als "Power good"- bzw. "PWR_OK"-Wert versteht man die Zeitspanne, die das Netzteil vom Einschalten bis zum Erreichen der Nominalwerte der +12V, +5V und +3.3V Leitungen benötigt. Dieser Wert sollte idealerweise zwischen 100 und 500 Millisekunden liegen, da sonst Probleme beim Systemstart auftreten können. Das LC-Power Silver Shield LC7300 benötigte 360ms und liegt damit ungefähr in der Mitte des geforderten Toleranzbereiches. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.
Kühlleistung:
Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Abluft-Temperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Abluft-Temperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur. Kühlleistungsseitig pendelt sich das LC-Power Silver Shield LC7300 genau dort ein, wo sich ähnlich stark ausgelegte Silent-Netzteile mit 120mm-Lüfter tummeln. Mit einer für das Netzteil typischen Lüfter-Drehzahl von ca. 760 U/min - im Idle- sowie im Load-Betrieb - reicht es in puncto Kühlleistung für ein subjektives "befriedigend", was aber für die meisten Systeme absolut ausreichend ist. Bei besonders heißen Konfigurationen, kann dem Netzteil ein zusätzlicher Gehäuselüfter zur Seite gestellt werden. Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.
Geräuschmessung:
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden. Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt. Weil einem das menschliche Gehör zuweilen einen Streich spielt, wird eine zweite Messung mittels Spektralanalyse (SpectraRTA) durchgeführt. Hier werden hochfrequente Schallanteile durch Visualisierung schnell erkannt. Das Betriebsgeräusch des LC-Power Silver Shield LC7300 sorgt für eine kleine Überraschung. Frech schiebt sich der Testkandidat mit einem gemessenen Schallpegel von ca. 24,6 dB(A) zwischen die Topmodelle der Premium-Hersteller. Dank des "trägen" Ansprechverhaltens der Lüftersteuerung (45°C Umgebungstemperatur + Auslastung >40%) arbeitet das Netzteil in unserem Testsystem - ob Idle- oder Load-Betrieb - gleichermaßen leise. Der Lüfter war weitgehend frei von Nebengeräuschen. Lediglich ein filigranes Schleifgeräusch konnte man gelegentlich aus unmittelbarer Nähe vernehmen. Um zu simulieren, wie sich das Betriebsgeräusch des LC-Power Silver Shield LC7300 bei höherer Beanspruchung verhält, wurde die Last mittels vier im Inneren des Gehäuses platzierten 12V-Halogenleuchtmitteln auf 250W erhöht. So stellt auch deren Abwärme das Netzteil vor eine weitere Herausforderung. Die aus dem Netzteil austretende Luft ist bei diesem Szenario mit einer Temperatur von 50°C genau 14°C wärmer als im regulären Idle-Betrieb. Die Systemtemperatur (Fühler auf dem Mainboard) ist immerhin noch um 11°C höher. Der Lüfter läuft hierbei hörbar schneller als im regulären Load-Betrieb; bleibt aber trotz hoher Beanspruchung des Netzteils mit gemessenen 26,2 dB(A) verhältnismäßig leise. Elektronische Störgeräusche sind mit der neuen Elektronik kein Problem mehr. Im Idle-Betrieb sind auch mit angedocktem Ohr keine elektronischen Störgeräusche wahrnehmbar. Auch bei Volllast des Systems bis hin zur erweiterten Auslastung mit 250W ist aus nächster Nähe nichts zu hören. Die älteren zum größten Teil mittlerweile revidierten Netzteile von LC-Power hatten noch mit dem einen oder anderen Störgeräusch zu kämpfen. Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
Fazit:
Danksagung:
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