Kleines Brenner ABC

Kleines Brenner ABC

A SPI:
Der ASPI Treiber stellt die Schnittstelle zwischen Software und CD/CD-R Laufwerk dar. Einige Brennprogramme, benötigen ASPI Treiber um funktionieren zu können ( z.B. CDRwin ). Diese Treiber, sind in manchen Betriebssystemen bereits enthalten, bei anderen müssen sie nachträglich installiert werden ( z.B. Windows 2000 ).

B renner:
Bei einem Brennerkauf, kann man heutzutage keinen großen Fehler mehr begehen, denn der Großteil dieser Geräte verfügt bereits über Technologien wie Burnproof, Just Link oder Thermo-balanced-writing. Es sollte aber u.a. darauf geachtet das der Brenner die Funktion RAW DAO unterstützt, was ebenfalls vom Großteil der aktuellen Geräte unterstützt wird. Auch hier gilt es, erst diverse Brennertests zu studieren und Foren zu durchforsten.

C D Rohling:
Es wird viel davon gesprochen, welches denn nun der beste Rohling am Markt sei. Normalerweise sind die Benutzer von Ihrer Marke überzeugt und schwärmen von ihr. Dabei ist es viel wichtiger, aus welches Fabrik der jeweilige Rohling kommt. Im Moment gibt es ca. 200 verschiedene Rohlingsmarken, aber nur 16 Hersteller produzieren diese. Kauft man also Rohlinge, ist es jedem anzuraten, herauszufinden, aus welcher diese kommen. In den meisten Fällen haben außerdem die billigen CDRs eine schlechtere Qualität, weil sie billiger sein müssen. Die meisten Fabriken, welche billige Rohlinge produzieren, tun dies auf ausgedienten Anlagen von Markenherstellern, was leider auch nicht zu so hochwertigen Rohlingen führt. Man bekommt die Hersteller mit feurio oder cdridentifier heraus. Man sollte aber beachten, daß einige Marken ihre Zulieferer desöfteren ändern. BASF EMTEC ist dafür ein guten Beispiel. Ungefähr 95% der billigen Rohlingen werden in Fabriken hergestellt, welche minderwertige Rohlinge produzieren. Man sollte aber wissen, daß bei Fehlbränden fast nie der Rohling allein Schuld ist. In einem Großteil der Fälle liegt es an Unverträglichkeiten von Rohling und Brenner. Natürlich kann man Schwankungen in der Qualität nie ausschließen. Probleme bei Brennern treten entweder durch Dejustierung der Linse durch Hitzebelastung, dem Nachlassen der Laserleistung, dem Blindwerden der Linse durch Rauch oder Staub oder durch den allgemeinen Alterungsprozeß auf. Außer der Wahl des qualitätiv geeignetsten Rohlings, hat jeder Brenner andere Vorlieben und man sollte sich diesbezüglich auf der Herstellerseite, bzw. in CD Foren kundig machen, welche Rohlinge vom eigenen Brenner am liebsten verschlungen werden und gute Ergebnisse erzielen. In der Regel gilt: Für gute Musikreproduktion einen hochwertigen und langsamen Rohling verwenden; für Daten können schnellere Durchschnittsrohlinge verwendet werden.

Die Fabriken, welche hochwertige Rohlinge fertigen:

  • Mitsui Chemicals (Mitsui, HP, Philips, Boeder Gold HQ)
  • Taiyo Yuden Company Limited (Taiyo Yuden, 3M, Sony, Philips, Imation)
  • TDK Corporation (TDK, 3M, Pioneer, Yamaha)
  • Kodak Japan Limited (Kodak, BASF, Traxdata Gold)
  • Ricoh Company (Ricoh, KAO)
  • Mitsubishi Chemicals Corporation (Verbatim, Traxdata)
  • Pro Disc Corp. (Sony, Intenso, HP, Pioneer)
  • CMC Magnetics Corporation (Taiyo Yuden, 3M, Sony, Philips, Imation)

Die Fabriken, welche mittelmäßige Rohlinge fertigen:

  • Hitachi Maxell, Ltd. (Maxell)
  • Fuji Photo Film Co, Ltd. (FujiFilm)

Die Fabriken, welche minderwertige Rohlinge herstellen:

  • Prino Corporation (Princo, laut Webseite gibt es von Princo jetzt auch Phtalocyanin-Silber Rohlinge)
  • Gigastorage Corporation (Gigastorage)
  • Lead Data Inc. (Lead Data, Targa, Lenco)
  • Fornet International Pte Ltd.
  • CDA Datenträger Albrechts GmbH (CDA, FNAC)
  • Ritek Co. (Arita, BASF, Samsung, Memorex, Targa, Rimax, Traxdata)

D irect Memory Access:
Standardmäßig, werden die Daten erst zum Prozessor geschickt, welcher diese überprüft und anschließend an den Arbeitsspeicher weiter leitet. Beim Brennen, sollten die Daten allerdings schnellst möglich verfügbar sein. Dazu muß die Funktion 'DMA' aktiviert werden. Nun werden die Daten direkt in den Arbeitsspeicher geschrieben. Mit den Tasten 'Windows' & 'Pause' startet man den Dialog 'Eigenschaften'. Hier angekommen klickt man einfach 'Gerätemanager' an und macht einen Doppel-Klick auf das gewünschte CD-Laufwerk. Im Dialog 'Einstellungen' muß dann lediglich ein Haken bei 'DMA' gesetzt werden, um den Direct Memory Access zu aktivieren.

D ye:
Es gibt nur drei, auf organischen Stoffen basierende, Dyes. Diese sind Cyanin (Patent: Taiyo Yuden), Phtalocyanin (Patent: Mitsui Toatsu Chemicals), Azure (Patent: Verbatim/ Mitsubishi.) Alle anderen Hersteller von Rohlingen lassen die CDRs von diesen Patentinhabern herstellen oder produzieren sie in Lizenz selbständig. Die Farbe des Rohlings hängt direkt mit der Farbe des jeweiligen Dyes zusammen der in der Aufzeichnungs- schicht zu finden ist. So sind Cyanin und Azure blaue Dyes, Phtalocyanin hingegen ist ein farbloses Dye. Die Basisfarbe des Rohlings wird durch das Aufbringen der Reflektionsschicht verändert. Einige dieser Kombinationen scheinen grün, andere blau und wieder andere golden. Sichtbare Unterschiede zwischen den verschiedenen Medientypen sind aber irrelevant vom Standpunkt der eigentlichen Benutzung her. Bei 780nm, mit dieser Wellenlänger arbeiten CD-ROMs und Brenner, ist der Medientyp für die CD-Brenner ununterscheidbar. Sie sehen alle gleich aus für diese Geräte. Bei vierfacher Schreibgeschwindigkeit wird eine Leistung von 10 bis 12 mW benötigt. Die Brenner müssen daher die Schreibleistung an den jeweils verwendeten Rohling anpassen. Optimale Ergebnisse werden erreicht, wenn für jeden eingelegten Rohling die Laserleistung neu angepaßt wird. Jedoch sind auch etliche Brenner auf dem Markt, welche eine interne Tabelle enthalten, in der die wichtigsten Rohlinge verwaltet werden. Man brennt auf alle Fälle auf der sicheren Seite, wenn man die von den Herstellern empfohlenen Rohlinge verwendet.

Die goldfarbene CDR benutzt als Dye Phtalocyanin und als Reflektionsschicht Gold. Da das Dye transparent ist, schimmert die goldene Reflektionsschicht auf beiden Seiten durch und gibt dem Rohling diesen goldenen Look. Verglichen mit andersfarbigen Rohlingen hat dieser goldene Rohling die besten Reflektionseigenschaften. Die Haltbarkeit dieser Medien wird auf über 100 Jahre geschätzt. Sollten Sie oder Ihre Freunde Probleme haben, gebrannte CDRs zu lesen, ist der goldene Rohling die erste Wahl, dieses Problem zu lösen. Mitsui Toatsu hat die Phtalocyanin-Rohlinge weiterentwickelt und sie mit einer silbernen Reflektionsschicht kombiniert. Das Ergebnis ist ein Rohling, der eine hohe Haltbarkeit und die theoretisch besten Reflektionseigenschaften besitzt, da Silber bessere Reflektionswerte ermöglicht.

Die grünen Rohlinge, die billigsten aus dieser Troika, benutzen einen Cyanine-Dye. Zwar ist der Dye blau, durch die goldene Reflektionsschicht aber sieht der Rohling grün aus. Cyanin ermöglicht allerdinge keine sehr hochwertigen und reflektionsstarken Rohlinge, zudem wird die Haltbarkeit nur auf 10 Jahre geschätzt. Mit den meisten älteren CD-ROMs kann es bei Verwendung dieser Rohlinge zu Lesefehlern kommen. Neuerdings gibt es auch Cyanin-Rohlinge, welche eine silberne Reflektionsschicht besitzen. Der Rohling schimmert dann hellblau - silbern, heller als ein Azo-Rohling. Das liegt daran, daß Cyanin nicht so tiefblau wie Azo ist. Ergänzend sei hinzugefügt, daß durch konsequente Weiterentwicklung der Dyes auch der Cyanin-Dye langlebiger geworden ist.

Der seltenste Rohling dieser Troika, der Blaue, besteht aus dem Dye Azure und hat eine silberne Reflektionsschicht. Aus diesem Grund sieht der Rohling auf der Unterseite blau aus. Die Hersteller geben für diesen Rohling ähnliche Haltbarkeits- und Reflektionswerte wie für Goldene an. übrigens wurde der Azo-Dye ursprünglich für andere optische Medien entwickelt und erst danach auf CDR-Medien 'portiert'. Das Dye-Substrat hat die datenspeichernde Funktion. Durch Hitzeeinwirkung wird das Substrat zum schmelzen gebracht. Es entstehen Stellen, an denen das Laserlicht schlechter reflektiert wird. Der Laser wird hierbei im Pre-Groove über die CD gezogen. Der Pregroove ist eine über den gesamten Rohling vorgezogene Rille, damit die CD-Recording-Einheit den Laser führen kann. Diese Rille ist allerdings nicht gerade, sondern schlangenförmig. Dies wird Wobble genannt und dient der Erzeugung des Timing-Signals. Technisch wird die Spurverfolgung durch den Recorder über Fotodioden und einen Fotodetektor gelöst. Dieser prüft, ob die Spurführung in Ordnung ist. Der Abstand dieser Spuren entspricht bei 74min-CDs 0,0016 mm, bei 80min-CDs 0,0015 mm.

F irmware:
Die CD Laufwerk und Brenner Hersteller lassen sich bei ihren Geräten immer ein Hintertürchen für einen Softwareupdate offen. Ähnlich wie beim Bios, kann man auch bei diesen Geräten einen Softwareupdate durchführen. Dazu empfehlen sich MS Dos Firmware Programme. Wer unter Windows flashen will, sollte darauf achten, dass keine Programme im Hintergrund laufen. Die aktuellen Firmwares, kann man auf der jeweiligen Seite des Herstellers herunter laden. Die neueste Firmware, muss aber nicht unbedingt die Beste sein. Ein Blick in diverse Foren, bringt Durchblick und verhindert einen Rückschritt.

G rundlegendes:
In der Regel, sollte man zum Brennen nur ein Kopierprogramm auf das System installieren. Denn eine große Anzahl von Programmen, verträgt sich nicht untereinander und es kann zu Abstürzen oder Fehlbrennungen führen. Auch ein Problem mit Brennprogrammen in Verbindung mit dem Windows Media Player 7 ist schon aufgetaucht, welchen man vorher eventuell erst gegen eine ältere Version austauschen, oder entfernen sollte. Als gut funktionierende Kombination, hat sich Clone CD in Verbindung mit Nero heraus gestellt. Das beste Ergebnis gelingt, wenn die Daten vom CD Laufwerk mit zirka 10-facher Geschwindigkeit auf die Festplatte geschrieben und erst dann gebrannt werden. Die Funktion 'on the fly' ist zwar etwas schneller, birgt aber einige Risiken in sich. Musik CDs sollte man auf jeden Fall, wie beschrieben kopieren und des Weiteren auf den richtigen Rohling achten. Ich empfehle langsame Markenrohlinge zu verwenden und mit 4-facher Geschwindigkeit zu brennen.

I mage:
Wer eine Kopie mit höchster Qualität erhalten will, der sollte erst eine Image auf der Festplatte erstellen. Eine 10-fache Einlesegeschwindigkeit erwies sich dabei als am wenigsten fehlerbehaftet. Anschließend kann die Image dann auf den Rohling gebrannt werden. Wer etwas Zeit hat und auf gute Ergebnisse Wert legt, wird seine Kopieen immer mit einer Image herstellen.

L aufwerke:
CD Rom Laufwerke haben langsam ausgedient und werden so langsam vom Multitalent DVD Laufwerk abgelöst. Einige dieser Geräte habe sogar viel bessere Leseeigenschaften wie CD Rom Laufwerke. Durch ihre spezielle Technologie eignen sich Toshiba DVD Laufwerke zum korrekten Image einlesen besonders.

O n the fly:
Das gleichzeitige Lesen und Schreiben ermöglicht eine sehr hohe Kopiergeschwindigkeit. Dieser Brennmodus sollte aber nur bei Daten CD's und Sicherheitskopieen von nicht Kopierschutz-behafteten Spielen verwendet werden. Führt bei Musik CD's zu einer minderwertigeren Klangqualität.

R ewritable:
Die CD - rewritable, die bis zu 1000 mal wiederzubeschreibende CD nutzt die PhaseChange - Technologie. Dabei erhitzt der modulierte Laserstrahl die Oberfläche des silbern schimmernden Mediums und schreibt dadurch die Informationen. Bei einem normalen Rohling wird der Laser nur gepulst, d.h. ein- und ausgeschaltet. Um einen RW-Rohling lesen zu können, bedarf es eines CD-ROMs mit Multireadeigenschaften. Sollte sich der ein oder andere Anwender schon gewundert haben, warum 8X-Lesegeschwindigkeit bei RW gemeinhin als schnell gilt, so muß man sagen, daß der Reflektionsgrad bei RWs bei nur 15-20% liegt ( bei Rohlingen 35...50%, bei CDs ca. 70% ). Bei reinen PhaseChange - Schreibern wurde bisher eine extra Plastikhülle um das Medium gebaut. Da bei RW-Medien diese fehlt, darf durchaus an der Datensicherheit gezweifelt werden. Dem Schutz des hochempfindlichen Mediums würde eine Hülle auf alle Fälle gut zu Gesicht stehen.

R ückfrage bei CD-Wechsel:
Wenn eine Zusammenstellung von verschiedenen CDs erstellt werden soll ( zB. Top 10 ), dann empfielt es sich, diese Funktion zu deaktivieren. Denn falls Sie die Quell-CD wechseln müssen, könnte diese Windows Meldung den Brennvorgang abbrechen und den Rohling zerstören.

S afedisc:
Der momentan bei Spielen am häufigsten verwendete Kopierschutz, brachte bei älteren CD Brennern immer Probleme mit sich und konnte nur von aktuellen Modellen ohne Probleme kopiert werden. Mittlerweile gibt es im Programm Clone CD sogar die Funktion 'schwächere Sektoren verstärken', mit welcher sogar die älteren Brenner in der Lage sind, eine Safe Disc geschützte CD zu duplizieren.

S creensaver:
Sobald sich der Windows-Bildschirmschoner einschaltet, werden alle laufenden Programme angehalten. Was das bei einem Brennvorgang anrichten kann, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Bei 'Just Link' und 'Burn Proof' Modellen, kommt man vielleicht noch mit einem blauem Auge davon. Bei älteren Modellen, wird der CD Rohling aber unweigerlich zur Aussschuß-Ware. Um dem Problem aus dem Weg zu gehen, deaktivieren wir den Bildschirmschoner. Rechter Mausklick auf den Desktop und Eigenschaften wählen. Im Diaolog 'Bildschirmschoner' nun 'kein' wählen. Wer auf den Bildschirmschoner nicht verzichten will, kann die Aktivierungszeit dementsprechend hoch setzen ( zB. 30 Minuten oder mehr ).

T o be continued...

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