HDD-Silencer Roundup Review

HDD-Silencer Roundup

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Vorwort:
Wir alle kennen das Problem. Fängt man erst einmal damit an, das eigene PC-System auf ein leises Betriebsgeräusch hin zu optimieren, findet man meist kein Ende. Wir nennen dieses Phänomen "Silent Virus". Für Infizierte gibt es keine Rettung. Der Grund ist ganz einfach. In der Hoffnung, einen zufrieden stellenden Geräuschpegel zu erzielen, wird immer zuerst die lauteste Schallquelle optimiert (z.B. Tausch des Prozessorkühlers). Anschließend stellt man zwar fest, dass der Rechner deutlich leiser geworden ist, stört sich aber von nun an am Betriebsgeräusch einer anderen Komponente (z.B. des Netzteils). So nimmt man sich einer Geräuschquelle nach der anderen an und dies nicht selten sogar mehrere Male. Die Festplatte ist in der Regel aber die letzte Station dieser nicht enden wollenden Odyssee. Viele dieser Datenträger kann man jedoch nicht wirklich als leise bezeichnen. Es gibt aber zum Glück Hersteller, wie beispielsweise Samsung, die einen vernünftigen Kompromiss zwischen Betriebsgeräusch, Performance und Wärmeentwicklung gefunden haben und damit bereits einen Großteil der Anwenderschaft zufrieden stellen. Für den geschärften Hörsinn eines Silent Freaks ist dies aber meist immer noch zu hörbar. Aber auch für dieses Problem gibt es seit Jahren mehr oder weniger gut greifende Maßnahmen. In der Vergangenheit wurden hier bereits zahlreiche Dämmgehäuse und Entkopplungen für Festplatten vorgestellt. Mittlerweile hat sich einiges am Markt getan. Ob die Hersteller ihre Hausaufgaben erledigt und einen Schritt nach vorne gemacht haben, soll der heutige Praxistest aufzeigen. Gleich drei aktuelle Produkte unterschiedlicher Hersteller treten hierzu gegeneinander an. Äußerlich relativ ähnlich und doch vom Funktionsprinzip ganz unterschiedlich stellen sich die HDD-Silencer von mCubed, Scythe und Silentmaxx dar. Die 5 ¼" Schacht Lösungen sollen aber nicht nur in einer Disziplin glänzen, sondern möglichst einen vernünftigen Kompromiss aus Schalldämmung, Kühlung und Handhabung darstellen.

mCubed Vertical Silence:
Trotz Vorserienstatus macht der mCubed Vertical Silence einen soliden und durchaus ansprechenden Eindruck. Am auffälligsten sind die seitlichen Kühlprofile, welche nicht nur strukturiert, sondern auch vertikal anstatt horizontal angeordnet sind. Dadurch soll der sonst übliche Hitzestau vermieden werden. Jeweils zwei in jeder Seite eingelassene Elastomerpuffer sorgen für eine effektive Entkopplung des Chassis vom Gehäuse. Was man beim Vertical Silence vergeblich suchen wird, sind Schrauben zum Verbinden der einzelnen Elemente. Dies hat der Hersteller über ein Stecksystem (Nut und Feder) realisiert, was sich als sehr praktisch herausstellt. Das Chassis besteht hauptsächlich aus massivem Aluminium, woraus sich das stattliche Gewicht von 750 Gramm erklärt. Lediglich die kleine Front- und Rückseiten-Platte besteht aus Kunststoff. Im Inneren verkleidet mCubed das Chassis bis auf den Deckel komplett mit selbstklebenden 2-Komponenten Schalldämmplatten aus Schaumstoff und Bitumen. Für den Deckel wird aus Platzgründen eine reine Bitumenplatte verwendet. Damit die Wärme der Festplatte trotz Rundumdämmung an das Kühlprofil übertragen werden kann, hat sich mCubed einen kleinen aber effektiven Trick ausgedacht und wickelt die beiden Seitenteile in eine dünne Kupferfolie ein. So kann die Wärme trotz Dämmung gleichmäßig an die Außenhülle abgegeben werden. Der Wärmeübergang zwischen Festplatte und Kühlprofil lässt sich mit etwas Wärmeleitpaste auf den Kontaktflächen der Kupferfolie optimieren. Preislich liegt der Vertical Silence bei ca. EUR 48,90 und kann in Deutschland z.B. bei www.ichbinleise.de oder in Österreich direkt im mCubed Shop bestellt werden. Die Produktbeschreibung des Herstellers kann hier nachgelesen werden.

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Scythe Silent Box SBX-1000:
Die Silent Box SBX-1000 aus dem Hause Scythe greift ein völlig neues Konzept zur Isolation der hoch frequenten Geräusche auf. Im Gegensatz zu den Konkurrenzprodukten, besteht sie nämlich zum Hauptteil aus Gummi. Genauer gesagt aus Nitrile Butadiene Rubber (NBR) und Styrene Butadiene Rubber (SBR). Stoffe, die auch bei der Reifenherstellung verwendet werden und einen relativ hohen Dämpfungsfaktor aufweisen. Außer der hohen Dämmeigenschaft, wird die Festplatte auch gleich noch wirkungsvoll entkoppelt. Trotz der unüblichen Materialwahl, bringt die Box satte 840 Gramm auf die Waage. Mit den Dimensionen (B) 144 x (T) 211 x (H) 41 mm ist die Scythe SBX-1000 die tiefste der gestesteten Festplattenbehausungen, was in kleineren Gehäusen schon mal zu Platznot führen kann. Die Verarbeitung der Box ist wertig und insgesamt betrachtet sehr gut gelungen. In der bunt bedruckten Verpackung befindet sich alles, was zur Inbetriebnahme des Produkts benötigt wird. Der ausführliche Installation-Guide kann beim Hersteller auch als PDF-Dokument herunter geladen werden. Lediglich ein Kreuzschlitz-Schraubendreher hätte den Lieferumfang sinnvoll ergänzt. Der Geruch der verwendeten Materialien ist allerdings etwas störend. Nach dem Einbau der Festplatte ist davon allerdings kaum mehr etwas zu vernehmen. Die Abfuhr der Wärme wird durch eine Heatlane realisiert, welche die Wärme von der Festplattenunterseite an den Metalldeckel abgibt. Für einen besseren Wärmeübergang werden Gel-Pads dazwischen gelegt. Spekulativ kann der um 180° gedrehte Betrieb der Festplatte bei lange in der Standardposition betriebenen Festplatten zu einem früheren Ableben führen. Weiter Details zum Produkt können direkt beim Hersteller nachgelesen werden.

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Silentmaxx HD-Silencer Rev. 2.0:
Der HD-Silencer von Silentmaxx macht einen sehr ordentlichen und ausgereiften Eindruck. Optisch kann er sich ohne Probleme an die Spitze des Testfeldes setzen. Das Kernstück des Silencer stellt die massive Halbschale aus Aluminium mit eingelassenen Kühlprofilen dar. Sie nimmt die Wärme der Festplatte gleich von drei Seiten (links/rechts/Deckel) auf. Die beiliegende Silikonfolie soll die Auflagefläche vergrößern bzw. den Kontakt zwischen Korpus und Festplatte verbessern. Ein minimales Spaltmaß war nach dem Einbau der Platte dennoch zu erkennen. Zwei Lagen oder eine etwas dickere Variante der Folie wären hier spekulativ von Vorteil. Eine Schalldämmung kommt nicht zum Einsatz bzw. wird durch den Aufbau des Silencers für nicht notwendig erachtet. Zur Entkopplung vom Gehäuse setzt Silentmaxx ebenfalls auf jeweils zwei in den Seitenteilen eingelassene Elastomerpuffer. Ein Schaustoffblock im Inneren der Box sorgt dafür, dass die Festplatte straff gegen die mittels Rändelschrauben befestigte Rückseitenabdeckung gedrückt wird. Um einen Kurzschluss zu vermeiden, wird zwischen der Unterseite der Festplatte (Elektronik) und Bodenblech ein blaues Schaumstoff-Vlies platziert. Durch den weitgehend massiven Materialeinsatz, bringt die Box aus dem Hause Silentmaxx mehr als 1 Kilogramm Gewicht auf die Waage. Die Verarbeitung ist sehr gut und der Lieferumfang komplett. Lediglich die Anleitung muss man sich separat von der Herstellerseite herunter laden. Preislich liegt der HD-Silencer bei ca. EUR 47,95. Weitere Details zum Produkt können direkt beim Hersteller nachgelesen werden.

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Montage:
Was den Zusammenbau und die Handhabung betrifft, unterscheiden sich die drei Kandidaten deutlich voneinander. Am einfachsten gestaltet sich der Einbau der Festplatte in den bereits komplett montierten Vertical Silence von mCubed. Hierzu muss lediglich der in einer Nut geführte Deckel und die darunter befindliche Bitumenmatte entfernt werden. Nun wird die Festplatte einfach zwischen die beiden Kupferflächen geklemmt und die Box wieder verschlossen. Nach dem Einbau der Festplatte ist das Schließen des Deckels jedoch mit erhöhtem Kraftaufwand verbunden. Dafür sitzt die Platte schön straff in der Box. Das Einstecken der Verkabelung erfordert aufgrund der schmalen Aussparung etwas Fingerspitzengefühl. Insgesamt betrachtet gestaltet sich der Einbau aber sehr vorbildlich. Wer den Wärmeübergang optimieren will, kann die Festplatte an den Seiten hauchdünn mit Wärmeleitpaste benetzen. Eine große Temperaturdifferenz ist hierdurch allerdings nicht zu erwarten.

Bei der Silent Box aus dem Hause Scythe, wird schon etwas mehr Zeit zur Montage benötigt. Nach dem Öffnen des Deckels und dem Einlegen der Festplatte, wird das beiliegende Gel-Pad mittig auf der Plattenelektronik platziert. Die Schutzfolien müssen hierzu beidseitig abgezogen werden. Im Gegensatz zu den anderen Produkten, muss die Verkabelung der Festplatte bei der Scythe Box noch im geöffneten Zustand erfolgen. Durch den für standardgemäße Flachkabel dimensionierte Kabelkanal, kann es bei der Verwendung von Rundkabeln zu Platzproblemen kommen. Durch das Verschieben der Kunststoffabdeckung am Kabel, lässt sich dies jedoch weitgehend minimieren. Zum Verschließen des Deckels müssen nicht weniger als 10 Schrauben eingedreht werden. Als Optimierungsmaßnahme kann Wärmeleitpaste zwischen Heatlane und Metalldeckel verwendet werden.

Beim Zusammenbau des HD-Silencer Rev. 2 von Silentmaxx wird dem Anwender am meisten Zeit abverlangt (Bausatz). Allerdings gelingt dies anhand der ausführlichen Anleitung relativ einfach. Die Innenflächen der profilierten Aluminium-Halbschale werden sorgfältig mit Silikonfolie beklebt und anschließend mit allen anderen Elementen bis auf die Boden- und Rückseitenabdeckung verschraubt. Der selbstklebende Schaumstoffblock wird innen auf die Fronseitenabdeckung geklebt. Dann wird die Festplatte eingelegt und durch die mittels Rändelschrauben fixierte Rückseitenabdeckung verspannt. Abschließend wird der Deckel mit vier Schrauben verschlossen. Insgesamt müssen 8 Schrauben (2 davon Rändelschrauben) eingedreht werden. Unterm Strich kann der vormontiert und schraubenlose Vertical Silence in puncto Montage am deutlichsten überzeugen. Trotz höherem Aufwand, kann der Zusammenbau der Boxen von Scythe und Silentmaxx aber nicht als schwierig bezeichnet werden.

Kühlleistung:
Die Temperaturentwicklung der Festplatte in den getesteten Dämmboxen ist ein wichtiger Faktor zur Beurteilung der Produkte. Bei zu hohen Temperaturen drohen irreversible Schäden am Datenträger was unweigerlich einen Datenverlust nach sich zieht. Die meisten Hersteller geben in ihren Datenblättern eine maximale Temperatur von 55°C an, bis zu der die Festplatte betrieben werden darf. Um diesen Wert in einer gekapselten Box nicht zu überschreiten, haben die Hersteller verschiedene Konzepte zur Wärmeabfuhr entwickelt und in ihren Dämmboxen integriert. Ein leistungsfähiges Konzept ist auch daher sehr wichtig, da die Festplattengehäuse für eine Montage in den 5¼" Schacht vorgesehen sind. Dies bedeutet jedoch auch, dass die Festplatten am strömungstechnisch ungünstigsten Bereich im Gehäuse montiert werden. Eine der Kühlung zuträgliche Luftströmung findet hier kaum statt. Die Kühlungskonzepte müssen daher die freie Konvektion an der Boxoberfläche ausnutzen, um möglichst niedrige Temperaturen im Inneren zu erreichen. Um praxisnahe Testergebnisse zu erhalten werden sämtliche Messwerte in einem geschlossenen 1-Lüfter System ermittelt. Die Temperaturen werden mittels des internen Sensors der verwendeten Seagate Barracuda 7200.7 über den Motherboard Monitor ausgelesen. Da bei einigen Festplatten der interne Sensor nicht immer die tatsächlichen Temperaturen ausgibt, wurde der Sensor anhand eines externen Laborthermometers kalibriert.

Der Silentmaxx HD-Silencer Rev. 2 geht als Sieger dieser Kategorie hervor. Durch die aufgeklebte Silikonfolie wird die Abwärme der Festplatte scheinbar sehr effektiv an das Kühlprofil abgegeben. Zu dem verfügt das Silentmaxx Produkt über die größte Kühloberfläche. Mit geringem Abstand folgt der Vertical Silence aus dem Hause mCubed. Auch hier scheint der Wärmeübergang zwischen Festplatte und seitlichen Kühlprofilen mittels Kupferfolie ganz gut gelungen. Das etwas schlechtere Abschneiden lässt sich durch die kleinere Kühloberfläche erklären. Trotz potenter Heatlane positioniert sich die Scythe SBX-1000 an dritter Stelle. Wenn auch nur mit geringem Abstand zum mCubed Produkt. Die Möglichkeiten wurden hier scheinbar nicht konsequent genug umgesetzt. Zum Einen wird die Abwärme der Festplatte nur von wenigen kleinflächigen Bauteilen der Elektronikseite abgenommen. Zum Anderen ist der flache Deckel als Kühloberfläche sicher keine gute Wahl. Dennoch bewegten alle Prüflinge trotz erschwerter Bedingungen den Datenträger temperaturseitig noch im grünen Bereich. Wir wollen nicht vergessen, dass das Testsystem nur über einen einzigen auf ca. 700 U/min gedrosselten 80 mm Lüfter verfügt und die Festplattentemperatur dadurch entsprechend hoch ausfällt.



Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.

Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse und arbeitsplatzkonformen Abstand - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS 601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich ein passives Deltatronic Netzteil ist. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.

Mit der Messung des Geräuschpegels soll dem Versprechen der Hersteller nach der Schall dämmenden Wirkung ihrer Boxen auf den Zahn gefühlt werden. Wie sich aus den Messwerten erkennen lässt sind die Differenzen zwischen den drei Konkurrenten im Leerlauf der Platte äußerst gering. Die Scythe Box kann sich hier an die Spitze des Feldes setzen. Der porige Gummikorpus kann also einen großen Teil der Schallenergie absorbieren. Dicht darauf folgt der mCubed Vertical Silence. Subjektiv lässt sich kaum ein Unterschied zur Scythe Silent Box feststellen. Mit etwas größerem Abstand landet der Silentmaxx HD-Silencer Rev. 2 auf dem dritten Rang. Auch subjektiv war die Festplatte hier etwas präsenter als in den beiden anderen Dämmboxen. Das Silentmaxx auf einen separaten Dämmstoff verzichtet scheint sich hier negativ auf das Potential des HD-Silencers auszuwirken.

Bei der Messung der Zugriffsgeräusche stellt sich wieder die bekannte Reihenfolge ein, auch wenn hier die Unterschiede zwischen den drei Systemen deutlicher ausfällt. Scythe lässt hier den anderen Festplattenboxen keine Chance und verweist diese auf die Plätze. Aufgrund der Lagerung der Festplatte direkt in Gummi werden die bei Zugriffen entstehenden Schwingungen am besten gedämpft. Der Vertical Silence platziert sich, mit eindeutig Hör- und Messbaren 2 dB(A) Abstand, auch hier auf dem zweiten Platz. Spekulativ sind die, im Vergleich zu mCubed, relativ harten Gummielemente für das schlechte Abschneiden des Silentmaxx-Produkts bei diesen Test verantwortlich. Wohl aufgrund dieser verhältnismäßig harten Entkopplung werden die Zugriffsgeräusche am aufdringlichsten vernommen und lässt die Silentmaxx Box auch hier auf den letzten Platz abrutschen.



Testrechner:
  • Motherboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (Chipsatz passiv)
  • Prozessor: AMD Athlon 64 Winchester 3000+ @ 1,0V
  • Kühler: Scythe NCU-2000
  • Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
  • Speicher: 1GB Geil Dual Channel PC3200 400MHz DDR
  • Grafikkarte: ATi Radeon 9700 Pro 128MB (Aerocool VM-101)
  • Festplatte: Seagate Barracuda 7200.7
  • Gehäuse: Chieftec CS-601 (Stahlblech/geschlossen)
  • Netzteile: NoiseMagic Enermax 1500 NMT-2 / Deltatronic SPS360A
  • Gehäuseventilation: keine Gehäuselüfter
  • Datenträgerverbindung: Rounded-Silver-Cable
  • Betriebssystem: Microsoft Windows XP Professional SP2
  • Software: Motherboard Monitor, Prime 95
  • Zimmertemperatur: 20°C +/- 0,5°C

Fazit:
Ein eindeutiger Sieger ging aus diesem Roundup leider nicht hervor. Jedes der getesteten Produkte hatte seine Stärken bzw. Schwächen in einem anderen Bereich. Mit dem Silentmaxx HD-Silencer Rev. 2 wurde beispielsweise die niedrigste Betriebstemperatur der Festplatte erzielt. Die Scythe SBX-1000 hingegen konnte die Betriebs- und die Zugriffsgeräusche am deutlichsten senken. In puncto Montage und Handhabung hatte der Vertical Silence aus dem Hause mCubed die Nase vorn und stellte auch sonst einen recht guten Kompromiss dar. Das preisliche Gefüge der Kandidaten ist leider auch keine große Hilfe bei der Kaufentscheidung. Diese bewegen sich in etwa auf gleich hohem Niveau. Nüchtern betrachtet mussten wir leider feststellen, dass auch die aktuellen Dämmgehäuse der Käuferschaft etwas mehr Schein als Sein suggerieren. Der Unterschied gegenüber einer herkömmlichen Entkopplung wie z.B. der Noise Magic No Vibes III war subjektiv beurteilt relativ gering. Sehr leise Platten vom Schlage einer Samsung SV0802N oder SV1604N vermögen die getesteten Kandidaten fast völlig verstummen zu lassen. Bei normal bis lautstarken Platten lässt sich durch die Dämmboxen zwar ein größerer Unterschied feststellen, jedoch kann das Endergebnis nicht wirklich als leise bezeichnet werden. Durch den unvorteilhaften Einbauort im 5¼" Schacht, sollte insbesondere im Sommer für eine gute Be- und Entlüftung des Systems gesorgt werden. Wer keinen freien Laufwerksschacht zur Verfügung hat, kann alternativ auf die preiswerte ichbinleise® HDD Box zurück greifen. Handwerklich geschickten Bastlern sei hingegen die aus unserem Forum bekannte Bitumenbox ans Herz gelegt.

Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung der Testsample gilt Herrn Maik Berendt, Herrn Michael Ruoff und Herrn Hiroyuki Komi.

Links zum Thema (alphabetisch):
mCubed [ Hersteller ]
Scythe [ Hersteller ]
Silentmaxx [ Hersteller ]

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