Fortron Source Zen 400W Review

Fortron Source Zen 400W

Netzteil Großansicht

Vorwort:
Wenn Fortron Source ein neues Netzteil auf den Markt bringt, darf man immer auf etwas Besonderes hoffen. Wir erinnern an das blaue Zen 300, welches unter anderem durch seinen herausragenden Wirkungsgrad zahlreiche Testsiege errang. Mit dem aktuellen Zen 400 bläst der taiwanesische Hersteller nun erneut zum Angriff. Das optische Erscheinungsbild wurde weitestgehend beibehalten. Der genaue Betrachter wird aber ein deutlich massiveres Chassis erkennen, welches zu einem deutlich höheren Gesamtgewicht von knapp 3kg beiträgt. Als wichtigste Eckdaten sind wohl die höhere Gesamtleistung von 400 Watt und der Wirkungsgrad von >85% zu nennen. Den aktuellen Anforderungen entsprechend wurde das Zen 400 mit dem 80 Plus Zertifikat und einem RoHS Logo gekennzeichnet. Es verfügt selbstverständlich über eine aktive Leistungsfaktor-Korrektur (PFC) und entspricht dem ATX 12V V2.2 Standard. Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von ca. EUR 170,00 ist es leider deutlich teurer als das Vorgängermodell. Der Straßenpreis dürfte aber auch hier wieder darunter liegen. Das Netzteil kann in Kürze u.a. bei Conrad oder Avitos erworben werden. Was beim Kauf von lüfterlosen Netzteilen im Allgemeinen immer wieder gerne vergessen wird ist, dass diese nicht mehr zum Kühlen bzw. Entlüften des Gehäuses beitragen, sondern genau das Gegenteil bewirken. Das Gesamtkonzept muss daher genauestens aufeinander abgestimmt sein. Völlig passive Systeme lassen sich dann etwas einfacher realisieren, wenn möglichst sparsame und effektive Komponenten verwendet werden. Des Weiteren kann der Gehäusedeckel nachträglich mittels Ventilationsöffnungen modifiziert oder gleich ein entsprechend ausgelegtes Gehäuse gekauft werden. Weitere Tipps und Anregungen gibt es in unserem Forum zum Nachschlagen.

Lieferumfang:
Die Verpackung des Fortron Zen 400 ist ansprechend gestaltet und folgt dem Look des 100W schwächeren Vorgängers. Sie ist mit 26 x 14 x 20 cm relativ kompakt bemessen und verfügt über einen integrierten Tragegriff. Das hohe Gewicht von mehr als 3 Kilo lässt auf eine massive Passivkühlung schließen. Im Inneren der Kartonage wird das Netzteil mittels zweier Passformhälften aus Schaumstoff fixiert. Als Zubehör findet der Käufer das obligatorische Kaltgeräte-Anschlusskabel, einen FSP Casebadge und 5 Gehäuseschrauben vor. Eine 20-seitige Bedienungsanleitung (4 Seiten davon in Deutsch) und 3 Klettverschlüsse zum Ordnen der Kabelstränge ergänzen den Lieferumfang in sinnvoller Weise.

Technische Daten:

  • Hersteller: Fortron Source
  • Modell: Zen 400
  • Layout: Fanless
  • Standards: ATX 12V 2.2
  • Blindstromkompensation (PFC): aktiv
  • Wirkungsgrad: > 85%
  • Gesamtleistung: 400 Watt
  • Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 160 mm
  • Gewicht: 2.915 Gramm
  • Verkaufspreis (EUR): ca. 170,00
  • Bezugsquelle: www.fortron-source.de
Produktlabel - Spezifikationen
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Details:
Das Fortron Zen 400 ähnelt seinem kleineren Bruder nur auf den ersten Blick. Es ist zwar ebenso blau lackiert und ringsum perforiert, verfügt durch den massiven Aluminiumboden aber über eine deutlich größere Kühloberfläche. Das daraus resultierende Gewicht von knapp 3 Kilogramm sieht man dem solide gefertigten Boliden schon fast an. Wie beim kleineren Bruder ist farblich alles Ton in Ton abgestimmt. Nur der blau eloxierte Kühlkörper ist eine Nuance dunkler als das blau lackierte Blechkleid. Die Kabelstränge sind ebenfalls mit blauem Kunststoffgewebe (Mesh Sleeve) und blauen Schrumpfschläuchen konfektioniert. Mit einer Bautiefe von 160 mm ist das Fortron Zen 400 relativ kompakt bemessen und dürfte auch in kleinen Gehäusen Platz finden. Die Verarbeitung ist gut. Nur die Oberflächen sind etwas zu kratzempfindlich. Der neugierige Betrachter findet nach dem Öffnen des Netzteildeckels ein aufgeräumtes Platinenlayout vor. Im Innenraum stechen neben sauber verlöteten Premium-Komponenten zwei massive Aluminium-Kühlkörper hervor. Der 400 Watt starke Leisetreter verfügt neben einer aktiven Leistungsfaktor-Korrektur (PFC) auch über zwei voneinander unabhängige +12V Kreisläufe und einer Reihe an Schutzfunktionen (OVP, OCP, SCP). Der „Umweltschutz“ kommt ebenfalls nicht zu kurz. Neben einer hohen Effizienz (80 Plus) ist das Netzteil auch RoHS und WEEE konform. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem leider etwas zu knapp bemessenen Kabelstrangsatz auf. In Big-Tower Gehäusen könnte dies unter Umständen zu Einbauproblemen führen. Die komplett ummantelten Kabelstränge sind sauber mit schwarzen Anschluss-Steckern konfektioniert. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 42 cm (20+4-Pin ATX Stecker), 1 x Kabelstrang 38 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 x Kabelstrang 42 cm (6-Pin PCI-Express Stecker), 2 x Kabelstrang 55 cm (je 2 x S-ATA Stecker) und 2 x Kabelstrang 84 cm (je 3 x 5 ¼“ Stecker, 1 x 3 ½“ Stecker).

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Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause Groneberg.

Die aus der Tabelle hervorgehenden Differenzen stellen sich relativ gravierend dar. Durch das hohe Einsparungspotential erscheint diese Rubrik äußerst sinnvoll und zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.

Wie der nachfolgenden Tabelle entnommen werden kann, warteten die Netzteile aus dem Hause Fortron Source bereits vor der Einführung der 80+ Klassifizierung mit einem herausragenden Wirkungsgrad auf. Mit dem aktuellen Zen 400 setzt Fortron aber noch mal kräftig eins drauf und schiebt sich mit deutlichem Vorsprung auf den 1. Platz. Wer hätte gedacht, dass die exzellenten Messwerte des Silverstone ST40EF und des Fortron Zen 300 nochmals derart getoppt werden könnten. Souverän erzielt der Prüfling in allen geprüften Betriebsarten den Bestwert. Im Idle-Betrieb (hochgefahrenes System/keine Aktivitäten) lag der Verbrauch bei 66W. Der Load-Betrieb (CPU/VGA-Volllast) sorgte mit gemessenen 108W für einen deutlich höheren Bedarf. Nach dem Herunterfahren des Systems wurden nur noch 1,4W am Energy Monitor abgelesen. Fortron setzt die Messlatte mit dem Zen 400 enorm hoch und zeigt eindrucksvoll auf, wie sparsam ein Netzteil der heutigen Generation sein kann und muss.

Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.

Der gute Eindruck den das Fortron Zen 400 nach der Ermittlung der Leistungsaufnahme hinterlassen hat, setzt sich in der Kategorie Spannungsstabilität fort. Wie immer absolviert der Kandidat jeweils zwischen 24 und 48 Stunden Dauerbetrieb im Idle- und Load-Betrieb. Die Auswertung der Logfiles ließ keine nennenswerte Spannungsschwankung oder gar einen Spannungseinbruch erkennen. Die Spannungswerte verhielten sich sehr stabil und bewegten sich nah am Sollwert. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.30 - 3.31V, 5.11V und 12.18 – 12.24V deutlich in der zulässigen Toleranz.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.

Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.

Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.

Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.

Im Falle des Fortron Zen 400 ist die Kühlleistung ein schwer beschreibbarer Punkt. In der Regel tragen lüfterlose Netzteile eher zur Erwärmung als zur Kühlung des Systems bei und können in Normgehäusen gerade mal einen Teil der selbst entwickelten Wärme abführen. Dies wird durch die hohen Prozessor- und Gehäusetemperaturen deutlich. Letztere stellen sich in Wirklichkeit sogar als deutlich höher heraus, als über das Mainboard selbst messbar ist. Dadurch, dass die erwärmte Luft nach oben steigt und nicht entweichen kann, sind die Temperaturen im oberen Gehäusebereich deutlich höher als dort, wo der Messfühler des Mainboards sitzt. Aber auch wenn der Prüfling auf den hinteren Plätzen der Charts zu finden ist, hat er doch einen absolut stabilen 24-Stunden-Betrieb ermöglicht. Die aus dem Netzteil entweichende Luft wird je nach Auslastung 50 bis 53°C warm. Die Kühlkörper im Inneren des Netzteils wird unter Volllast keine 60°C heiß. Für einen dauerhaften Betrieb einer ähnlichen Hardwarekonstellation empfehlen wir jedoch zusätzliche Lüftungsschlitze über dem Netzteil, welche zu einer besseren Gehäuseentlüftung beitragen.

Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.

Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.

Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.

Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.

In Punkto Betriebsgeräusch kann das Fortron Zen 400 abermals überzeugen. Kein anderes Passivnetzteil wartet mit einem niedrigeren Betriebsgeräusch auf. Außerhalb des Testsystems betrieben ist bei geringer Auslastung (ca. 40W) lediglich ein sehr filigranes Brummgeräusch wahrnehmbar. Allerdings nur in unmittelbarer Nähe (0 bis 10 cm Abstand) zum Ohr. Sobald die Last erhöht wird, verschwindet dieses aber komplett. Somit ist das Fortron Zen 400 das derzeit leiseste Netzteil im Testfeld.

Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.

Testrechner:

  • Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
  • Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
  • Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
  • Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
  • Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
  • Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
  • Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
  • Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
  • Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
  • Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
  • Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
  • Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
  • Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
  • Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)

Fazit:
Das lüfterlose Fortron Zen 400 hinterlässt einen sehr positiven Eindruck. Denn was das blaue 400 Watt Netzteil in Punkto Wirkungsgrad abliefert, ist schon sehr beeindruckend. Mit deutlichem Abstand setzt es sich an die Spitze der Charts und stellt als neue Referenz das derzeit machbare dar. Die Herstellerseitig angegebenen >85% Effizienz erscheinen keineswegs zuviel versprochen und das 80 Plus Logo schon fast untertrieben. Auch die Stabilität steht dem nicht nach. Selbst nach 24-Stunden Dauerlast konnten keinerlei Schwankungen oder Einbrüche der relevanten Leitungen festgestellt werden. Die ermittelten Spannungswerte bewegten sich zudem vorbildlich nah am Sollwert. Aus optischer Sicht ist das Fortron Zen 400 ebenso auffällig wie sein Vorgänger. Der genaue Betrachter wird eine kleine farbliche Abweichung vom blau lackierten Chassis zum blau eloxierten Alu-Kühlkörper feststellen. Sauber verarbeitete Kühlkörper und mit Silikon gegen Vibrationen fixierte Bauteile dominieren das Innenleben des Boliden. An der Verarbeitung des Netzteils gab es nichts auszusetzen. Die sauber konfektionierte Kabelstränge sind allesamt mit Gewebe umhüllt; könnten insgesamt betrachtet jedoch etwas länger bemessen sein. In großen Gehäusen könnte die Kabellänge zu Einbauproblemen führen. Was die Kühlleistung bzw. die Wärmeentwicklung betrifft, verhält sich das Fortron Zen 400 ähnlich wie sein schwächerer Vorgänger. Das Testsystem konnte problemlos auf Dauer stabil betrieben werden, obwohl das Layout des Fortron Zen 400 deutliche Änderungen gegenüber dem Fortron Zen 300 aufweist. Im Gegensatz zu vielen anderen Passivnetzteilen, kann man beim Fortron Zen 400 getrost von einem völlig lautlosen Betriebsgeräusch sprechen. Das bei niedriger Auslastung vernommene Brummgeräusch war so filigran, als das es kaum erwähnenswert gewesen wäre. Subjektiv ist das Fortron Zen 400 das bislang leiseste Netzteil im Testfeld. Der empfohlene Verkaufspreis von EUR 170,00 ist allerdings etwas happig. Bleibt zu hoffen, dass der Straßenpreis wieder deutlich darunter liegen wird. Unterm Strich ist das Fortron Zen 400 ein wirklich sehr empfehlenswertes Passivnetzteil und ein echter Kauftipp für Stromsparfüchse.

Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Frau Heidi Wagner von Fortron Source Deutschland.

Links zum Thema:
Fortron Source [ Hersteller ]

© www.dirkvader.de

16.05.2007 [dl]