Vorwort:
Der Traum eines jeden Computerbesitzers ist der lautlose Betrieb seines Arbeitsgerätes. Mittlerweile hält der Markt eine recht große Auswahl an passiv ausgelegten Kühlern und Netzteilen bereit. Was beim Kauf von lüfterlosen Netzteilen aber immer wieder gerne vergessen wird ist, dass diese nicht mehr zum Kühlen bzw. Entlüften des Gehäuses beitragen, sondern eher das Gegenteil bewirken. Das Gesamtkonzept muss daher genauestens aufeinander abgestimmt sein. Völlig passive Systeme lassen sich dann etwas einfacher realisieren, wenn möglichst sparsame und effektive Komponenten verwendet werden. Des Weiteren kann der Gehäusedeckel nachträglich mittels Ventilationsöffnungen modifiziert oder gleich ein entsprechend ausgelegtes Gehäuse gekauft werden. Mit dem Fortron Zen (Fanless) FSP300-60GNF gesellt sich ein neues lüfterloses Netzteil der 300 Watt Klasse hinzu. Es verfügt unter anderem über eine aktive Leistungsfaktor-Korrektur (PFC) und entspricht dem Intel 12V v2.0 Standard. Ein weiterer Pluspunkt des kompakten Netzteils ist der günstige Anschaffungspreis von ca. EUR 100,00. Neben dem völlig lautlosen Betrieb, soll es mit einem Wirkungsgrad von sage und schreibe >89% aufwarten. Ein weiteres signifikantes Merkmals des Netzteils ist dessen Layout. Das Chassis des blauen Fortron Zen ist nämlich perforiert (gelocht). Die Abwärme soll dadurch mittels natürlicher Konvektion nach außen abgeführt werden. Ob das Konzept in der Praxis aufgeht oder sich das Gehäuse damit mehr aufheizt als mit anderen lüfterlosen Kandidaten, soll der folgende Test aufzeigen.
Lieferumfang:
Das Fortron Zen (Fanless) FSP300-60GNF wird in einer aufwändigen Kartonverpackung mit farbigem Aufdruck und Einblickmöglichkeit ausgeliefert. Auf der Verpackung finden sich nicht nur die Spezifikationen, sondern auch die wichtigsten Features des Boliden in 3 Sprachen (deutsch/englisch/französisch) aufgedruckt. Das Netzteil selbst ist im Inneren der Schachtel durch eine mehrmals gefaltete Kartonkonstruktion geschützt. Neben dem obligatorischen Kaltgeräteanschlusskabel und den 4 Befestigungsschrauben, liegt dem Netzteil eine ausführliche und bebilderte Bedienungsanleitung - ebenfalls in 3 Sprachen - bei.
|
Technische Daten:
- Hersteller: Fortron Source
- Modell: Zen FSP300-60GNF
- Layout: Fanless
- PFC: aktiv
- Leistung: 300 Watt
- Wirkungsgrad: >89%
- Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140 mm
- Gewicht: ca. 2,2 kg
- Verkaufspreis: ca. EUR 100,00
- Bezugsquelle:
http://www.pixmania.com/
|
Anklicken zum Vergrößern
|
Details:
Das blaue Fortron Zen (Fanless) FSP600-60GNF Netzteil wirkt auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich für ein lüfterloses Netzteil. Während die Mitbewerber versuchen die Abwärme auf das Chassis bzw. außen liegende Kühlprofile zu leiten, greifen die Taiwanesen ein gänzlich anderes Konzept auf. Zwar werden die
MOSFET’s wie gewohnt mittels großer Aluminium-Kühlprofile gekühlt, welche wiederum aber nicht mit dem Chassis verbunden sind. Die Wärme soll durch natürliche Konvektion aus dem Netzteil entweichen. Dazu verfügt das Netzteil über eine ringsum eingesetzte
Perforation. Der
Innenaufbau gestaltet sich vorbildlich und lässt auf erlesene Bauteile schließen. Bei der Platine handelt es sich zum Beispiel um ein sehr stabiles und doppelseitiges PCB (Printed Circuit Board). Der Sinn und Zweck der vielen Silikonkleckse scheint das Ruhigstellen der jeweiligen Bauteile zu sein. Bei vielen passiven Netzteilen konnten unter Volllast unterschiedliche Geräusche der Elektronik vernommen werden. Ob die Fixierung der Spulen und sonstigen Bauteile hier Abhilfe schafft, wird sich später zeigen. Besonders interessant erscheint der extrem hohe Wirkungsgrad von >89%. Ansonsten wartet das 300 Watt starke Netzteil mit zeitgemäßen Attributen wie aktive Leistungsfaktor-Korrektur (PFC), SMD Technologie, Intel 12V v2.0 Standard Konformität und weltweitem Wechselstromeingang auf. Ausstattungsseitig hält das Netzteil einen gerade noch ausreichend lang bemessenen Kabelstrangsatz bereit. Die komplett blau ummantelten Kabelstränge sind sauber mit blauen (Schnellverschluss) und transparenten Anschluss-Steckern konfektioniert. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 40 cm (20+4-Pin ATX Stecker), 1 x Kabelstrang 43 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 x Kabelstrang 57 cm (2 x S-ATA Stecker), 2 x Kabelstrang 56 cm (je 2 x 5 ¼“ Stecker) und 1 x Kabelstrang 70 cm (2 x 5 ¼“ Stecker, 1 x 3 ½“ Stecker).
Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause
Groneberg.
Die aus der Tabelle hervorgehenden Unterschiede stellen sich als relativ gravierend dar. Durch die teils deutliche Ersparnis erscheint uns diese Rubrik mehr als sinnvoll und absolut zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.
Das Fortron Zen (Fanless) FSP300-60GNF ist das bislang sparsamste Netzteil im Testfeld und setzt in allen drei Bereichen die jeweilige Bestmarke. Mehr als 30 Watt Unterschied unter Volllast sprechen eine deutliche Sprache. Aber der Strombedarf im Standby - auch wenn er sich als relativ gering darstellt - sollte ebenso stark gewichtet werden.
Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von PC-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.
Das Fortron Zen FSP300-60GNF durchlief alle Stabilitätstests (inkl. 24-Stunden-Test) absolut problemlos. Die mit dem Motherboard Monitor und Asus Probe erstellten Logfiles zeigte keinerlei Spannungseinbrüche oder -schwankungen der relevanten Spannungsleitungen auf. Die Spannungen blieben während der gesamten Testphase stets stabil und die ermittelten Werte grenzten dicht an den Soll-Vorgaben.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.
Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.
Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.
Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.
Auch im Falle des Fortron Zen FSP300-60GNF ist die Kühlleistung ein schwer beschreibbarer Punkt. In der Regel tragen lüfterlose Netzteile eher zur Erwärmung als zur Kühlung des Systems bei und können gerade mal einen Teil der selbst entwickelten Wärme abführen. Dies wird durch die hohen Prozessor- und Gehäusetemperaturen deutlich. Letztere stellen sich in Wirklichkeit sogar als deutlich höher heraus, als über das Mainboard selbst messbar ist. Dadurch, dass die erwärmte Luft nach oben steigt und nicht entweichen kann, sind die Temperaturen im oberen Gehäusebereich deutlich höher als dort, wo der Messfühler des Mainboards sitzt. Aber auch wenn der Prüfling auf dem letzten Platz der Charts zu finden ist, hat er doch einen absolut stabilen 24-Stunden-Betrieb ermöglicht. Einen Großteil der auf der alten Sockel A Plattform getesteten Passivnetzteil hätte das Fortron Zen in Punkto Kühlleistung deklassiert. Wer Interesse hat, sollte mal einen Blick in die
Temperaturcharts des letzten Sockel A basierenden
Tests werfen, wodurch sich der momentan letzte Platz relativieren sollte. Das Konzept mit der perforierten Außenhülle scheint offensichtlich aufzugehen. Deutlich merkt man den Schwall Warmluft (bis zu 55°C), der durch die natürliche Konvektion aus dem Netzteil austritt. Für einen dauerhaften Betrieb einer ähnlichen Hardwarekonstellation empfehlen wir jedoch zusätzliche Lüftungsschlitze über dem Netzteil, welche zu einer besseren Gehäuseentlüftung beitragen.
Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.
Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, arbeitsplatzkonformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffnetem Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.
Außerhalb des Systems mit exakt 105 Watt Last betrieben, offerierte das Fortron Zen (10 cm Abstand) ein filigranes Zirpen, welches aber nach geringem vergrößern des Abstandes nicht mehr wahrgenommen werden konnte. Im Testrechner eingebaut war das Zirpen im Leerlauf (geringe Auslastung) bei ca. 73 Watt zwar aus nächster Nähe noch zu hören, aber nach arbeitsplatzkonformem Abstand (siehe Messanordnung) verschwunden. Sobald das System aber voll ausgelastet wurde (114 Watt) verstärkte sich das Geräusch, so dass es auch nach arbeitsplatzkonformem Abstand minimal zu hören war. Komischerweise war das Zirpen mit Prime95 stärker zu vernehmen als beispielsweise mit 3DMark2003, obwohl beide Programme eine identische Auslastung erzielen. Unterm Strich dürfte das Fortron Zen im Alltagsbetrieb wohl kaum jemand wahrnehmen.
Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformem Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
- Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
- Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
- Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
- Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
- Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
- Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
- Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
- Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
- Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)
Fazit:
Das lüfterlose Fortron Zen FSP300-60GNF hat einen positiven Eindruck hinterlassen. Als bislang günstigstes Passivnetzteil (auch unter der Berücksichtigung früherer Tests) konnte dem sparsamen Kandidaten eine hohe Effizienz nachgewiesen werden. Im Bereich Leistungsaufnahme stellt der blaue Energiespender mit Abstand die momentane Referenz dar. Auch die Stabilität steht dem nicht nach. Selbst nach 24-Stunden Dauerlast konnten keinerlei Schwankungen oder Einbrüche der relevanten Leitungen festgestellt werden. Das optische Erscheinen des Fortron Zen kann als auffällig - weil nicht dem Mainstream entsprechend - bezeichnet werden. Mit der blauen Lackierung ist es zwar hübsch anzusehen, wird aber sicher nicht everybodys darling. Sauber verarbeitete Kühlkörper und mit Silikon gegen Vibrationen fixierte Bauteile dominieren das Innenleben des Boliden. An der Verarbeitung des Netzteils gab es nichts auszusetzen. Lediglich die hervorragend konfektionierten Kabelstränge mit ihren Schnellverschluss-Steckern sind allgemein etwas zu kurz bemessen, was in Big-Tower Gehäusen zu Problemen führen könnte. Was die Kühlleistung betrifft, platziert sich der Kandidat zwar an letzter Stelle der aktuellen Charts, was sich unter Berücksichtigung vergangener Testergebnisse von Passivnetzteilen allerdings wieder relativiert. Der Testrechner konnte ohne Probleme auf Dauer stabil betrieben werden, was dem zunächst skeptisch betrachteten Konzept mit dem perforierten Chassis in Verbindung mit dem hohen Wirkungsgrad zu verdanken ist. Wie fast alle Passivnetzteile, konnte man auch beim Fortron Zen nicht von völlig lautlos sprechen. Je nach Abstand konnte unter Volllast (insbesondere bei Prime95) ein leises Zirpen vernommen werden. Unter normalen Bedingungen und arbeitsplatzkonformem Abstand kann man das lüfterlose Netzteil im Alltagsgebrauch aber als nicht hörbar einstufen. Unterm Strich ist das Fortron Zen (Fanless) ein empfehlenswertes Netzteil mit vielen Stärken und wenigen Schwächen. Ein Kauftipp für Stromsparfüchse.
Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Herrn Ceres von FSP Group Taiwan.
Links zum Thema:
Fortron Source [ Hersteller ]
Pixmania [ Vertrieb ]
© www.dirkvader.de
|