Vorwort:
Auch wenn sich Fortron Sources Epsilon- und Bluestorm-Serie zum Verwechseln ähnlich sehen, gibt es doch markante Unterschiede. Mit den vergleichsweise günstigen Bluestorm Modellen zielt der taiwanesische Premiumhersteller auf die Kundschaft mit gehobenen Ansprüchen und mittlerer Leistungsanforderung. Das leistungsstärkste Modell verfügt über eine Gesamtleistung von 500W und zwei separate +12V Schaltkreise. Absolut ausreichend für herkömmliche PC-Systeme verschiedener Einsatzgebiete. Für hohe bis sehr hohe Leistungsanforderungen, wie sie zum Beispiel von High-End Game-PC's abgerufen wird, ist die Epsilon-Serie gedacht. Hier reicht die Bandbreite sogar bis über 1.000W. Zudem warten die leistungsstarken Netzteile gleich mit drei separaten +12V Schaltkreisen auf. Erfreulicherweise sind alle Modelle beider Serien mit einer ansprechenden Optik und einem vergleichsweise leisen, angenehm zu bezeichnenden Betriebsgeräusch gesegnet. Ganz nach dem Motto: Lets make things better, wurde der Epsilon-Serie vor kurzem ein zeitgemäßes Upgrade zu Teil. Anhand des Zusatzes "80PLUS" lassen sich die aktuellen Modelle leicht identifizieren. Neben einigen Kleinigkeiten dürfte vor allem der höhere Wirkungsgrad von ca. 85% von Interesse sein. Gerade in solchen Leistungsklassen wirkt sich eine effiziente Gangart spürbar auf den Geldbeutel aus. Ein weiteres Bonbon sind die nun insgesamt vier separaten +12V Schaltkreise, was natürlich in puncto Laststabilität von Vorteil ist. Derzeit ist das Fortron Source Epsilon 80PLUS in den Leistungsklassen 500W, 600W und 700W erhältlich. Der empfohlene Verkaufspreis für das 500W Modell liegt bei ca. EUR 99,00. Inwiefern sich der Prüfling gegenüber den bereits getesteten Kandidaten behaupten kann, klärt der folgende Praxistest.
Lieferumfang:
Das Fortron Source Epsilon 80PLUS 500 erreicht seine Kunden in einer gerade noch als kompakt zu bezeichnenden Verpackung. Die ansprechende Aufmachung der Verpackung inkl. Klarsichtfenster ist typisch für die Taiwanesen. Ein integrierter Tragegriff wäre das sprichwörtliche i-Tüpfelchen gewesen. Die Verpackungsgröße beträgt (B) 300 x (H) 220 x (T) 100mm und das Gesamtgewicht beläuft sich auf ca. 2.572 Gramm. Als Zubehör liegt dem Netzteil folgendes bei: ein Kaltgeräte-Anschlusskabel, 4 Rändelschrauben und 2 Kabelklettverschlüsse. Die 30-seitige
Bedienungsanleitung (5 Seiten netto) rundet den Lieferumfang ab. Insgesamt betrachtet ein ordentlicher Lieferumfang, der in dieser Preisklasse aber auch vorausgesetzt wird.
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Technische Daten:
- Hersteller: Fortron Source
- Modell: Epsilon 80PLUS 500
- Layout: 120mm Single-Fan
- Standards: ATX12V 2.2
- Blindstromkompensation (PFC): aktiv
- Wirkungsgrad / 80Plus: ca. 85% / ja
- Gesamtleistung: 500W
- Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140mm
- Gewicht: 1.851 Gramm
- Verkaufspreis (EUR): ca. 99,00
- Bezugsquelle:
www.fsplifestyle.com
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Details:
Das Fortron Source Epsilon 80PLUS 500 ist aus optischer Hinsicht - wie auch sein Vorgänger - ein recht auffälliger Kandidat. Wie bei vielen anderen Fortron Source Modellen, kommt auch hier die markante blaue Lackierung (auch als Thermobeschichtung beworben) zum Einsatz. Das goldene Lüfter-schutzgitter und der transparente Lüfter bringen aus farblicher Hinsicht willkommene Abwechslung ins Spiel. Vielen wird der kühle blaue Look gefallen und manchen eben auch nicht. Die tadellose Verarbeitungsqualität lässt hingegen keine unterschiedlichen Meinungen aufkommen. Wie mittlerweile üblich, verfügt auch das Epsilon 80PLUS 500 über Lüftungsöffnungen in Form von Bienenwaben. Mit einem Durchmesser von ca. 4,5 mm und einer Strebenstärke von ca. 1,0 mm entsprechen diese dem Standard und bieten nur geringen Luftwiderstand. Nach dem Öffnen des Netzteils kommt ein sauber aufgeräumtes Platinenlayout mit Premiumkomponenten zum Vorschein. Die nötige Kühlkapazität wird von drei durchschnittlich groß bemessenen Kühlkörpern zur Verfügung gestellt. Ein transparenter 120 mm Yate-Loon Lüfter mit der Bezeichnung
D12BH-12 übernimmt die Ventilation. Der relativ potente Propeller ist mit einer Nenndrehzahl von 2.300 U/min angegeben und fördert beachtliche 89 cfm. Leider ist er mit der Platine verlötet, weshalb der Austausch im Falle eines Defekts von einem erfahrenen Fachmann durchgeführt werden sollte. Das 500 Watt starke Epsilon 80PLUS 500 entspricht dem ATX12V V2.2 Standard und verfügt unter anderem über gleich vier voneinander unabhängige +12V Leitungen. Dank aktiver Blindstromkompensation (PFC) und dem höheren Wirkungsgrad (ca. 85%) verbraucht es deutlich weniger Strom als sein Vorgänger, welcher noch kein 80PLUS Zertifikat erhielt. Die 450W Variante des Epsilon 80PLUS hat sogar das 80PLUS BRONZE Zertifikat erhalten. Das RoHS-Logo bescheinigt dem Kandidaten eine umweltfreundliche Verlötung der Komponenten. Was es mit der blauen Thermobeschichtung auf sich hat, konnten wir leider immer noch nicht in Erfahrung bringen. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem ausreichend lang bemessenen und komplett ummantelten Kabelstrangsatz auf. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 40 cm (20/24-Pin ATX Stecker), 1 x Kabelstrang 40 cm (2 x 4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 x Kabelstrang 40 cm (6-Pin PCI-E1 Express), 1 x Kabelstrang 40 cm (6/8-Pin PCI-E2 Express), 1 x Kabelstrang 65 cm (3 x S-ATA Stecker), 1 x Kabelstrang 55 cm (2 x S-ATA Stecker), 1 x Kabelstrang 65 cm (3 x 5 1/4" Stecker) und 1 x Kabelstrang 80 cm (3 x 5 1/4" Stecker, 1 x 3 1/2" Stecker). Das Fortron Source Epsilon 80PLUS 500 lässt durch seine enorme Anschlussvielfalt kaum Wünsche offen.
Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause
Groneberg. Bei den unten aufgeführten Werten handelt es sich um Bruttowerte. Der Stromverbrauch des Energie Monitor (ca. 0,8W) muss noch herausgerechnet werden.
Die unten ersichtlichen Differenzen der Leistungsaufnahme verschiedener Netzteile sind teils enorm und unterstreichen die Notwendigkeit dieser Kategorie. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein effizienteres Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehrere Rechner betreibt sollte sich genau überlegen inwiefern Geiz geil ist.
Das Fortron Source Epsilon 80PLUS 500 schrammt nur Haarscharf am 80PLUS BRONZE Zertifikat vorbei und muss sich mit dem Standard 80PLUS Zertifikat zufrieden geben. Unsere ermittelten Verbrauchswerte bestätigen diese Klassifizierung. Das Ergebnis wird mit einem hervorragenden 5. Platz dieser Kategorie belohnt. Unter Volllast (kombinierte CPU- und VGA-Last) meldet der Energy Monitor 3000 einen sehr guten Verbrauchswert von 115,0W. Im Leerlauf (hochgefahrenes System/keine Aktivitäten) begnügt sich das Testsystem mit 70,1W. Wird das System heruntergefahren, werden noch 1,9W aus der Steckdose gesaugt. Abzüglich der 0,8W Stromverbrauch des Messgerätes, wird das Stromnetz mit lediglich 1,1W belastet. Unterm Strich wartet der Prüfling mit einem sehr guten Wirkungsgrad auf und bereichert die Spitzengruppe dieser Kategorie um ein weiteres interessantes Modell.
Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.
Der Prüfling verhält sich in puncto Spannungsstabilität absolut vorbildlich. Die Logfiles ließen nach der Auswertung keinerlei beunruhigende Werte erkennen. Ob 24h Dauerlasttest oder frequentierter Lastwechsel, das Netzteil verhielt sich stets stabil und offerierte linear verlaufende Spannungswerte. Wie aus dem Bilderbuch präsentieren sich die Spannungswerte der +3.3V und +5V Leitung. Lediglich der Wert der +12V Leitung lag mit +12.5V etwas höher. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.33 - 3.34V, 5.05 - 5.11V und 12.44 - 12.56V deutlich in der zulässigen Toleranz.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.
Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.
Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.
Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.
Durch den relativ leistungsstarken 120mm Yate Loon D12BH-12 Lüfter liegt man in puncto Betriebssicherheit im grünen Bereich. Die Kühlleistung kann insgesamt betrachtet sogar als gut bezeichnet werden. Das etwas bessere Abschneiden gegenüber Ultra-Silent Modellen bezahlt man jedoch mit einem leicht höheren Betriebgeräusch. Dafür kann in vielen Fällen auf einen zusätzlichen Gehäuselüfter verzichtet werden.
Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.
Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.
Was das Betriebsgeräusch betrifft, wartet das Fortron Source Epsilon 80PLUS 500 mit einem, in Relation zur Leistung betrachtet, relativ geringen Schallpegel auf. Nach dem Start des kalten Systems ist der Lüfter kaum wahrzunehmen. Nach dem das System seine Betriebstemperatur erreicht hat, steigt der Schallpegel leicht 25,9 dB(A) an. Läuft das System längere Zeit unter Volllast, steigt der Schallpegel nochmals minimal auf 26,5 dB(A) an. In leistungsstärkeren Systemen wird der Schallpegel vermutlich noch einen Tick höher liegen. Der transparente Yate-Loon Lüfter werkelt leider keineswegs neutral. Ein leichtes Klacker- und Schleifgeräusch trübt das sonst positiv in Erscheinung getretene Betriebsgeräusch.
Die Elektronik des Prüflings ist nahezu frei von Störgeräuschen. Im Idle-Betrieb (sehr geringe Auslastung) ist lediglich ein sehr filigranes Zierpen aus nächster Nähe (geöffneter Deckel, 15 cm Abstand) vernehmbar. Glücklicherweise nimmt dessen Intensität mit zunehmender Last bis hin zur Volllast nicht zu. Ab einem Abstand von ca. 50 cm ist definitiv nichts mehr zu hören. Die Störgeräusche werden bei unserem passiven Testrechner nach Arbeitsplatz konformen Abstand aber nicht mehr wahrgenommen.
Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
- Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
- Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
- Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
- Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
- Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
- Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
- Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
- Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
- Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)
Fazit:
Der taiwanesische Hersteller Fortron Source präsentiert mit dem Epsilon 80PLUS 500 ein leistungsstarkes und üppig ausgestattetes Netzteil mit 120mm Single-Fan Layout. In erster Linie wurde es als High-End Netzteil für Gamer entwickelt. Durch das Upgrade und das damit verbundene 80PLUS Zertifikat möchte man den Käuferkreis erweitern. Optisch betrachtet wirkt das blau lackierte Epsilon sehr stimmig und hebt sich schon mal aus farblicher Hinsicht von seinen schwarzen oder grauen Konkurrenten ab. Die Verarbeitung ist wie man es von Fortron Source gewohnt ist beispielhaft. Die 500W starke Elektronik ist up to date und dank vier voneinander unabhängigen +12V Kreisläufen auch in puncto Laststabilität nicht zu beeindrucken. Die Anschlussvielfalt ist enorm. Es gibt kaum eine Konfiguration, für die das Epsilon nicht genügend Kabelstränge zur Verfügung stellt. Der hohe Wirkungsgrad hat beeindruckt. Für ein Netzteil der 500W-Klasse ist ein 5. Platz in der Chart-Tabelle mehr als respektabel. Die Kühlleistung ist gut und auf eine hohe Betriebssicherheit ausgelegt. Dennoch kann man bei einem Betriebsgeräusch von gemessenen 25,9dB(A) noch von leise sprechen. Die Elektronik gibt keine erwähnenswerten Störgeräusche von sich. Diese Probleme hat man bei Fortron Source schon längere Zeit gut im Griff. Einzig und allein der Lüfter hat ein klein wenig enttäuscht. Er wartet mit Nebengeräuschen in Form von Klackern und Schleifen auf, welche insbesondere bei niedriger Drehzahl wahrgenommen werden. Ansonsten gibt das Netzteil in Summe ein stimmiges Paket ab, welches sich durchaus einen Redaktions-Kauftipp verdient hat. Der Straßenpreis wird hoffentlich in kurzer Zeit noch etwas untern die Herstellerpreisempfehlung von EUR 99,00 sinken.
Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Frau Heidi Wagner von Fortron Source Deutschland.
Links zum Thema:
Fortron Source [ Hersteller ]
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