Vorwort:
Mit dem Blue Storm II 500 präsentiert Fortron Source ein interessantes Netzteil, welches nicht nur sehr sparsam, sondern auch leise und leistungsstark sein soll. Der Wirkungsgrad wird beispielsweise mit >85% angegeben, was im Zusammenspiel mit der aktiven Blindstromkompensation (PFC) einen sparsamen Betrieb ermöglicht. Was das Betriebsgeräusch betrifft, soll der 500 Watt starke Prüfling nicht lauter als 25 dB(A) werden. Ein Traumwert für ein Netzteil dieser Leistungsklasse. Apropos Leistung: Im Gegensatz zu manch einem Billiganbieter, kann man sich bei Fortron Source erfahrungsgemäß auf die Watt-Angaben verlassen. Sogar Stromspitzen bis zu 530 Watt soll das Blue Strom II 500 zulassen ohne abzuschalten. Es entspricht dem ATX12V V2.2 Standard und wartet unter anderem mit zwei separaten +12V Schaltkreisen auf. Aus optischer Hinsicht stellt sich das Netzteil als relativ auffällig dar. Mit seiner blauen Thermobeschichtung und dem blauen 120 mm Lüfter sticht es deutlich aus dem Alltagsfarben-Brei heraus. Der blaue LED Ein/Aus Schalter passt ebenso ins Gesamtbild. Sogar die Kabelstränge sind mit blauem Gewebeband (Mesh) ummantelt. Nur bei den beiden PCI-Express Kabelsträngen wurde zur besseren Orientierung rotes Gewebeband verwendet. Das Blue Storm II 500 wird z.B. bei Conrad-Electronics für vergleichsweise günstige EUR 77,00 angeboten. Die beiden leistungsschwächeren Modelle gibt es dort bereits ab EUR 55,00. Inwiefern der Praxistest die Herstellerangaben bestätigt, zeigt der Vergleich mit 23 bereits getesteten Kandidaten auf.
Lieferumfang:
Die Verpackung des Fortron Source Blue Storm II 500 ist ansprechend gestaltet und mit 24 x 19 x 12 cm relativ kompakt bemessen, was sich letztendlich positiv auf die Versandkosten auswirkt. Das Netzteil selbst ist zusätzlich mit Luftposterfolie geschützt. Ein Tütchen Silicagel (Kieselgel) fungiert als Trockenmittel. Als Zubehör findet der Käufer das obligatorische Kaltgeräte-Anschlusskabel, 5 Gehäuseschrauben und 2 Klettverschlüsse vor. Eine 5-sprachig ausgelegte Bedienungsanleitung rundet den standardgemäßen Lieferumfang ab.
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Technische Daten:
- Hersteller: Fortron Source
- Modell: Blue Storm II 500
- Layout: 120 mm Single-Fan
- Standards: ATX 12V V2.2
- Blindstromkompensation (PFC): aktiv
- Gesamtleistung: 500 Watt
- Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140 mm
- Gewicht: 1.780 Gramm
- Verkaufspreis (EUR): ca. 77,00
- Bezugsquelle:
www.conrad.de
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Details:
Das Fortron Source Blue Strom II 500 ist aus optischer Hinsicht ein recht auffälliger Kandidat. Wie es der Name schon sagt, kommt das Netzteil mit einer blauen Thermobeschichtung, mit blauem Lüfter und blau umhüllten Kabelsträngen. Das goldene Lüfterschutzgitter bringt farblich betrachtet willkommene Abwechslung ins Spiel. Vielen wird der kühle blaue Look gefallen und manchen eben auch nicht. Die tadellose Verarbeitungsqualität lässt hingegen keine unterschiedlichen Meinungen zu. Wie der Mainstream verfügt auch das Blue Storm II 500 über Lüftungsöffnungen in Form von Bienenwaben. Mit einem Durchmesser von ca. 4,5 mm und einer Strebenstärke von ca. 1,0 mm entsprechen diese dem Standard und bieten nur geringen Luftwiderstand. Nach dem Öffnen des Netzteils kommt ein super aufgeräumtes Platinenlayout zum Vorschein. Die nötige Kühlkapazität wird von drei spärlich bemessenen Kühlkörpern einfacher Bauart zur Verfügung gestellt, was durch die hohe Effizienz der Elektronik anscheinend ausreichend ist. Ein blauer 120 mm Yate-Loon Lüfter mit der Bezeichnung
D12-SH12 übernimmt den Part der Ventilation. Er ist nicht mit der Platine verlötet, sondern mittels 2-Pin Anschluss gesteckt und kann im Falle eines Defekts problemlos getauscht werden. Die Drehzahl des Lüfters lässt sich leider nicht auslesen. Das 500 Watt starke Blue Storm II entspricht dem ATX12V V2.2 Standard und verfügt unter anderem über zwei voneinander unabhängige 12V Leitungen. Dank aktiker Blindstromkompensation (PFC) und hohem Wirkungsgrad verbraucht es deutlich weniger Strom als Billigprodukte. Für das 80 Plus Zertikikat hat es aber anscheinend noch nicht gereicht. Das RoHS-Logo bescheinigt dem Kandidaten eine umweltfreundliche Verlötung der Komponenten. Was es mit der blauen Thermobeschichtung auf sich hat, konnten wir leider noch nicht in Erfahrung bringen. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem ausreichend lang bemessenen und komplett ummantelten Kabelstrangsatz auf. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 40 cm (20/24-Pin ATX Stecker), 1 x Kabelstrang 40 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 x Kabelstrang 68 cm (3 x 5 1/4" Stecker), 1 x Kabelstrang 82 cm (3 x 5 1/4" Stecker, 1 x 3 1/2" Stecker), 2 x Kabelstrang 56 cm (je 2 x S-ATA Stecker) und 2 x Kabelstrang 42 cm (je 1 x 6-Pin PCI-Express Stecker).
Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause
Groneberg.
Die aus der Tabelle hervorgehenden Differenzen stellen sich relativ gravierend dar. Durch das hohe Einsparungspotential erscheint diese Rubrik äußerst sinnvoll und zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.
Was den Wirkungsgrad betrifft, erzielt das Fortron Source Blue Storm II 500 mehr als respektable Werte. Besonders hervorzuheben ist der mit 1,7 Watt sehr niedrige Verbrauch des heruntergefahrenen Systems (Standby). Manch ein Netzteil verspeist hier die vierfache Menge. Die Referenz stellt hier das ichbinleise® green Power NT 400 Watt mit 1,4 Watt dar, welches ebenfalls aus dem Hause Fortron Source stammt. Auch im Idle- und Load-Betrieb offeriert der Prüfling mit gemessenen 74,7 bzw. 119,6 Watt hervorragende Verbrauchswerte. Im sehr eng beieinander liegenden Spitzenfeld reicht es in Summe für einen bemerkenswert guten 5. Platz.
Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.
Auch in Punkto Spannungsstabilität zeigt sich das Fortron Source Blue Storm II 500 von einer guten Seite. Die mehrstündigen Lasttests durchlief es ohne jegliche Probleme aufzuzeigen. Die Spannungen verhielten sich im Idle (Leerlauf) sowie im Load (Volllast) Betrieb im grünen Bereich und bewegten sich mit Ausnahme der +12V Leitung sehr nah am Sollwert. Diese lag mit bis zu +12,69V leider etwas hoch. Die Auswertung der Logfiles zeigte keinen Einbruch der Spannungsleitungen auf. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.34 - 3.36V, 5.08 - 5.11V und 12.63 - 12,69V deutlich in der zulässigen Toleranz.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.
Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.
Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.
Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.
Das Fortron Source Blue Storm II 500 wartet mit einer sehr guten Kühlleistung auf. Die Relation zum Betriebsgeräusch stimmt wie bei wenigen anderen Prüflingen. Unter Umständen - je nach Systemkonfiguration - kann auf zusätzliche Gehäuse- bzw. Systemlüfter verzichtet werden, was sich enorm vorteilhaft auf den Gesamtschallpegel des Systems auswirkt. Durch den hohen Wirkungsgrad der Elektronik besitzt das Fortron Source Blue Storm II 500 die ideale Voraussetzung mit seinem perfekt darauf abgestimmten Kühlsystem eine stimmige Performance abzuliefern.
Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.
Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.
Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.
Was das Betriebsgeräusch betrifft, wartet das Fortron Source Blue Storm II 500 mit einem, in Relation zur Leistung betrachtet, relativ niedrigen Schallpegel auf. Nach dem Start des kalten Systems ist der Lüfter kaum wahrzunehmen. Nach dem das System seine Betriebstemperatur erreicht hat, steigt der Schallpegel leicht auf 25,7 dB(A) an. Läuft das System längere Zeit unter Volllast, steigt der Schallpegel nochmals minimal auf 26,3 dB(A) an. In leistungsstärkeren Systemen wird der Schallpegel vermutlich einen Tick höher liegen. Der blaue Yate-Loon Lüfter gefällt durch Neutralität. Keinerlei Schleif- oder Rasselgeräusche trüben sein Auftreten. Insgesamt betrachtet eine gelungene Vorstellung für ein 500 Watt starkes Netzteil.
Die Elektronik des Prüflings ist nahezu frei von Störgeräuschen. Im Idle-Betrieb (sehr geringe Auslastung) ist lediglich ein sehr filigranes Zierpen aus nächster Nähe (geöffneter Deckel, 15 cm Abstand) vernehmbar. Glücklicherweise nimmt dessen Intensität mit zunehmender Last bis hin zur Volllast nicht zu. Ab einem Abstand von ca. 50 cm ist definitiv nichts mehr zu hören. Die Störgeräusche werden bei unserem passiven Testrechner nach Arbeitsplatz konformen Abstand aber nicht mehr wahrgenommen. Die Referenz in dieser Kategorie stellt das Silverstone ST60F dar, welches als bislang einziges Netzteil im Testfeld überhaupt keine Störgeräusche offerierte.
Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
- Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
- Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
- Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
- Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
- Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
- Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
- Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
- Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
- Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
- Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
- Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
- Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
- Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
- Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)
Fazit:
Mit dem Blue Strom II 500 hat Fortron Source erneut ein stimmiges Paket geschnürt. Es gibt eigentlich nichts, was das Netzteil nicht überdurchschnittlich gut macht. In Punkto Wirkungsgrad schafft es der Prüfling zum Beispiel auf den 5. Platz im eng beieinander liegenden Spitzenfeld. Besonders hervorzuheben ist hier der niedrige Stromverbrauch des heruntergefahrenen Systems (1,7 Watt). Aber auch im Leerlauf- und Volllast-Betrieb wurden überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielt. Das Betriebsgeräusch lag beim verwendeten Testsystem je nach Auslastung zwischen 25,7 und 26,2 dB(A). Ein sehr gutes Ergebnis, aber leicht abseits der Spitzengruppe, die teilweise sogar unter 25 dB(A) liegt. In Relation zur Kühlleistung sieht es deutlich besser aus. Keines der leiseren Netzteile kühlt nur annähernd so gut wie das Blue Storm II 500, was sogar für ein subjektives "sehr gut" in dieser Kategorie reicht. Je nach Systemzusammenstellung kann eventuell auf zusätzliche Gehäuselüfter verzichtet werden. Unter Umständen kann so der Gesamtschallpegel des Systems niedriger sein, als mit einem leiseren Netzteil zu dem noch einen Systemlüfter betrieben werden muss. Die Verarbeitung des Netzteils ist innen wie außen tadellos. Die Kabelstränge sind beispielhaft mit Mesh ummantelt und mit Smart-Molex Steckern konfektioniert; könnten aber noch eine Spur länger sein. Wenngleich sich das Netzteil spannungsseitig sehr stabil darstellte und auch keinerlei Schwankungen oder gar Einbrüche festzustellen waren, hat doch die etwas zu hohe Spannung der +12V Leitung missfallen. Ansonsten gab es absolut nichts zu bemängeln. Der Kaufpreis von EUR 77,00 (z.B. Conrad.de) darf als durchaus faires Angebot gelten. Das Fortron Source Blue Storm II 500 überzeugt durch eine ausgewogene Performance und verdient mit Recht den Redaktionskauftipp.
Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Frau Heidi Wagner von Fortron Source Deutschland.
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