Fortron Source Aurum 400W Review
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Vorwort:
Lieferumfang:
Details:
Leistungsaufnahme:
Die unten ersichtlichen Differenzen der Leistungsaufnahme verschiedener Netzteile sind teils enorm und unterstreichen die Notwendigkeit dieser Kategorie. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W. Dieses wird dann durch ein effizienteres Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,24 EUR/KWh (Stand: Januar 2011) entspräche dies einer Ersparnis von EUR 105,12/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 52,56/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben, besonders dann, wenn mehrere Rechner im Haushalt betrieben werden. Bei der Auswahl des richtigen Netzteils hilft die 80PLUS Klassifizierung. Außerdem sollte die richtige Leistungsstärke gewählt werden. Hier ist weniger meist mehr, denn ein überdimensioniertes Netzteil arbeitet größtenteils in einem Leistungsbereich, in dem es die niedrigste Effizienz erzielt. Das FSP Group/Fortron Source Aurum 400W (AU-400) besitzt das Energiesparzertifikat 80PLUS© Gold und ist mit einer Gesamtleistung von 400W relativ gut für unser Testsystem geeignet. Wir erinnern uns gerne an das lüfterlose Zen 400, welches seinerzeit die Messlatte in puncto Effizienz extrem hoch legte. Entsprechend gespannt werden die ersten Messergebnisse des Aurum 400W erwartet. Unter Volllast (kombinierte CPU- und VGA-Last) meldet uns der Energy Monitor 3000 einen Verbrauchswert von 104W und setzt damit einen neuen Bestwert. Einen weiteren Bestwert erzielt der Prüfling im Leerlauf (hochgefahrenes System/keine Aktivitäten). Hier setzt er sich mit einem Verbrauch von 65,1W ebenfalls an die Spitze der Tabelle. Das heruntergefahrene System zeiht lediglich 1,1W aus der Dose, was abzüglich des 0,8W Stromverbrauchs des Messgerätes genau 0,3W entspricht. Ein weiterer Bestwert. Unterm Strich setzt sich das FSP Group/Fortron Source Aurum 400W damit souverän an die Tabellenspitze und gilt aktuell als Referenz dieser Kategorie.
Spannungsstabilität:
Auch in puncto Spannungsstabilität kann das FSP Group/Fortron Source Aurum 400W gänzlich überzeugen. Die Auswertung der Logfiles lässt lediglich linear verlaufende Spannungswerte ohne nennenswerte Unregelmäßigkeiten erkennen. Ob 24h-Dauerlasttest oder frequentierte Lastwechsel, das Netzteil verhielt sich stets stabil. Mit Ausnahme der +12V-Leitung, lagen alle Spannungswerte sehr nah am Sollwert. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Als Extremwerte (Minimum/Maximum) wurden 3.33 - 3.36V, 5.05 - 5.13V und 12.44 - 12.56V gemessen. Als "Power good"- bzw. "PWR_OK"-Wert versteht man die Zeitspanne, die das Netzteil vom Einschalten bis zum Erreichen der Nominalwerte der +12V, +5V und +3.3V Leitungen benötigt. Dieser Wert sollte idealerweise zwischen 100 und 500 Millisekunden liegen, da sonst Probleme beim Systemstart auftreten können. Das FSP Aurum 400W benötigte 330ms und liegt damit in der goldenen Mitte des geforderten Toleranzbereiches. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.
Kühlleistung:
Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten. Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur. Die Kühlleistung des FSP Group/Fortron Source Aurum 400 kann insgesamt betrachtet als guter Durchschnitt bezeichnet werden, was für ein Netzteil mit leisem Lüfter nicht selbstverständlich ist. An dieser Stelle sei einmal mehr auf ein gutes Gleichgewicht zwischen Kühlleistung und Lautstärke hingewiesen. Einen nennenswerten Vorteil der Pfeilförmigen Lüftungsöffnung gegenüber der allgemein üblichen Bienenwabenstruktur konnte nicht festgestellt werden. Im direkten Vergleich mit ähnlich leisen Netzteilen, wird teils auch eine identische Kühlleistung erbracht. Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.
Geräuschmessung:
Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden. Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt. Weil einem das menschliche Gehör zuweilen einen Streich spielt, wird eine zweite Messung mittels Spektralanalyse (SpectraRTA) durchgeführt. Hier werden hochfrequente Schallanteile durch Visualisierung schnell erkannt. Das als Gamer- und Workstation-Netzteil beworbene Aurum hat bei der Schallpegelmessung besser abgeschnitten als angenommen. Nach mehrstündiger Idle-Phase wurde ein Wert von 25,9 dB(A) gemessen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Lüfter einen sehr guten Job macht, da er keinerlei Nebengeräusche offeriert. Auch unter Volllast änderte sich der Geräuschpegel nicht merklich. Der mit 25,8 dB(A) etwas geringere Messwert, lässt sich durch das minimal niedrigere +12V-Spannung im Load-Betrieb erklären. Da unser Testsystem das Aurum nur ca. 26% auslastet, ist bei höherer Leistungsforderung auch mit einem höheren Betriebsgeräusch zu rechnen. FSP Group/Fortron Source Modelle waren in puncto Störgeräuschen noch nie negativ aufgefallen, wenn gleich sie doch bislang nie völlig frei von selbigen waren. Beim Aurum konnte aber auch nach einem ausgiebigen Abhör-Marathon nichts dergleichen vernommen werden. So spielt die neue Elektronik ihre Vorteile nicht nur in einer hohen Effizienz, sondern auch in einem lautlosen Betrieb aus.
Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.
Testrechner:
Fazit:
Danksagung:
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