Vorwort:
Mit dem K7S6A präsentiert Elitegroup eines der ersten SiS745 Boards für den Sockel A. Schon das Vorgängermodell K7S5A erfreute sich einer großen Beliebtheit, was unter anderem der guten Performance und dem unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis zu verdanken war. Leider wurde zu wenig, bzw. keine Rücksicht auf Overclocker genommen. Dieses Manko soll nun mit Elitegroups neuestem Wurf völlig aus der Welt geschafft werden. Zahlreich implementierte Bios-Einstellungen sollen nun auch Overclockern eine geeignete Grundlage bieten. Eines der bedeutendsten Neuerungen dieses Boards ist der DDR333 SDRAM Support, welcher allerdings nur eine Bestückung von zwei Speicherriegeln zulässt. Ob das langersehnte Board wie sein Vorgänger ebenfalls überzeugen kann, will ich mit diesem Kurztest heraus finden.
Lieferumfang:
Das Motherboard wird in der gleichen Verpackung wie das K7S5A ausgeliefert. Der Lieferumfang ist allerdings recht spartanisch. Der Karton enthält neben dem Motherboard, eine Treiber CD, einen englisch-sprachigen User's Guide, Floppy und IDE Kabel. Positiv fällt das im Gegensatz zum Vorgänger verhältnismäßig üppige User's Manual auf. Die 74-seitige Beschreibung enthält viele Bilder und Erklärungen die keine Wünsche mehr offen lassen.
Layout:
Als Erstes fällt auf, dass der SiS745 nur passiv gekühlt wird. Anscheinend kommt es wie beim SiS735 zu keiner nennenswerten Wärmeentwicklung, welcher mit aktivem Lüfter zu Leibe gerückt werden muss. Auf dem K7S6A befinden sich zahlreich implementierte Extras wie Sound OnBoard, ein CNR Slot, DDR333 Unterstützung usw. Das Board ist im Vergleich zum K7S5A um ca. zwei Zentimeter schmaler und im Layout kräftig überarbeitet worden. So befindet sich der CNR Slot nun unter dem PCI Slot 5, anstatt über dem AGP Port. Der Anschluss für die Stromversorgung ist auch nach unten gerutscht. Als negativ empfinde ich, dass der Floppy Anschluss ebenfalls nach ganz unten gewandert ist und genau unter den beiden USB Anschlüssen liegt.
Ausstattung:
Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale und Neuerungen, habe ich in einer kleinen Fotodokumentation zusammen gefasst. Das Boardlayout wurde grundlegend geändert. Wer das Vorgängermodell K7S5A kennt bzw. sein Eigen nennt, wird die Unterschiede sofort feststellen.
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PCI Slots:
- Durch die SoundOnBoard Ausstattung, sollten die obligatorischen fünf PCI Slots ausreichen
- Das CNR Slot befindet sich beim K7S6A unter dem PCI Slot 5
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Memory:
- Drei 184-pin DDR DIMM Steckplätze, die entweder drei 2.5V DDR SDRAM ( DDR266 / DDR200 ) oder zwei 2.5V DDR SDRAM ( DDR333 ) aufnehmen können
- Maximum: 1.5 GByte
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AGP:
- Am Accelerated Graphics Port fällt sofort der neuartige Verschluss auf, der beim Einstecken der Grafikkarte einrastet
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ATX Power Connector:
- Der Anschluss befindet sich nun zwischen dem SiS Chipsatz und den I/O Ports
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Dual PCI IDE interfaces:
- Unterstützt vier IDE Geräte ( PIO mode 4, DMA Mode 2, Ultra DMA 33/66/100 )
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Sockel A:
- Der relativ große Tigerkühler passt noch wunderbar auf den Sockel, doch bei manch größerem Kühlkörper kann es bei der Montage zu Rangeleien mit der Batterie an Kondensatoren kommen
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Bios & Overclocking:
Elitegroup hat dazu gelernt und sich beim Bios mächtig ins Zeug gelegt. Die Einstellmöglichkeiten lassen nun kaum mehr einen Wunsch offen und sind mit denen des Vorgängermodells nicht mehr zu vergleichen. So lässt sich der CPU Vcore zum Beispiel von 1,1 Volt in 0,025 Volt-Schritten bis zu 1,850 Volt hoch schrauben. Auch die CPU Host/SDRAM/PCI Clock Frequenzen lassen sich von 100/100/33 MHz bis auf 166/166/33 MHz takten. Overclocker werden diese Möglichkeiten sicherlich zu schätzen wissen. Außerdem lassen sich endlich die Interrupts komfortabel zuweisen.
Performance:
Leider steht uns zu diesem Zeitpunkt kein DDR333 Speicher zur Verfügung, mit welchem das Board seine Performance erst so richtig ausspielen könnte. Ich entscheide mich daher für die gleiche Bestückung wie bei einem der Testrechner in dem ein K7S5A werkelt, damit ein Vergleich angestellt werden kann. Ich beschränke mich allerdings auf die SiSoft Sandra Benches, bis es mir möglich ist, das Board mit einer DDR333 / Athlon XP Kombination testen zu können.
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SiSoft Sandra RAM Bench K7S5A
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SiSoft Sandra RAM Bench K7S6A
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SiSoft Sandra CPU Bench K7S5A
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SiSoft Sandra CPU Bench K7S6A
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Testplattform:
- Motherboard: ECS Elitegroup K7S6A
- Speicher: Apacer 256 MB DDR PC2100 CL2
- Gehäuse: Suntek Eclipse
- Netzteil: Suntek 300 Watt
- Gehäusekühlung: keine
- Prozessor: AMD Athlon Thunderbird 1,4 GHz Typ C ( 72,2 Watt Verlustwärme )
- Betriebssystem: Windows 98 SE ( ohne ACPI )
- CPU Kühler: Tiger Electronics SDA38928BC ( YS-Tech 1.92 Watt )
- Software: SiSoft Sandra
Fazit:
Auch dieses Board wird sich wieder einer wachsenden Fangemeinde erfreuen können. Zum Einen ist es die sehr gute Stabilität und zum Anderen das wieder kaum fassbare Preis-Leistungs-Verhältnis ( der Hersteller gibt einen Preis von ca. 100 Euro an ). Außerdem bietet Elitegroup mit diesem Board endlich eine günstige Plattform, an der sich auch Overclocker austoben können. Die Performance kann sich sehen lassen, trumpft aber erst so richtig auf, wenn ein Athlon XP Prozessor zusammen mit einem DDR333 Speicher die Rechenarbeit übernehmen darf. Ich werde so bald wie möglich umfassende Benchmarkergebnisse mit der oben genannten Kombination nachreichen. Für den nicht vorhandenen OnBoard LAN gibt es allerdings einen Abzug in der B-Note. Schluss-Fazit: Eine schnelle und stabile Plattform, die auch Overclocker zufrieden stellen dürfte und mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis neue Maßstäbe setzt.
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Pro:
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Kontra:
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- Hohe Stabilität
- Gute Performance
- DDR333 Support
- Günstiger Preis
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- Geringer Lieferumfang
- Keine ATA133 Unterstützung
- Kein OnBoard LAN
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Danksagung:
Ich bedanke mich besonders bei Herrn Niessen / Elitegroup Deutschland, der mir das Board zur Verfügung gestellt hat.
Links zum Thema:
Elitegroup [ Hersteller ]
© www.dirkvader.de
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