Elan Vital Greenerger Review

Elan Vital Greenerger

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Vorwort :
Obwohl die in Taiwan beheimatete Elan Vital Corporation bereits seit 1997 Netzteile für Computersysteme herstellt, hält sich deren Bekanntheitsgrad in Deutschland sehr in Grenzen. Dies könnte sich mit der neuen Elan Vital Greenerger Serie jedoch schlagartig ändern. Wie es der Zuname Greenerger bereits vermuten lässt, verfügt das Netzteil über ein besonders ökonomisch und umweltverträgliches Design. Dies lässt nicht nur auf ein besonders sparsames, sondern auch auf ein besonders leises Netzteil schließen. Im Super Silent Mode (SSM) soll der Lüfter bis zu 99% der gesamten Betriebszeit still stehen. Wenn die Höchsttemperatur erreicht ist, schaltet sich der Lüfter zum Kühlen der Elektronik kurz ein, um sich darauf hin wieder eine längere Auszeit zu gönnen. Der Lüfter kann natürlich auch permanent betrieben werden. Die gewünschte Drehzahl lässt sich per Potentiometer bequem stufenlos einstellen. Dank aktiver Leistungsfaktor-Korrektur und der hohen Effizienz von mehr als 80%, sollen sich gegenüber herkömmlichen Netzteilen bis zu 32% Stromkosten sparen lassen. Das 400 Watt starke Netzteil ist aber nicht nur aus umwelttechnischen Gründen interessant. Mit zwei unabhängigen 12 Volt Stromkreisläufen, wartet es insbesondere bei Intel Plattformen mit einer besonders hohen Stabilität für Prozessor und Peripheriegeräten auf. Ebenso außergewöhnlich ist die mit 45 Monaten enorm lange Garantiezeit, die Elan Vital auf das Greenerger Netzteil gewährt. Das schafft Vertrauen in die Semi-Passiv Technologie. Der Verkaufspreis von EUR 99,00 erscheint hinsichtlich der gebotenen Features durchaus angemessen. Inwiefern sich der neueste Kanditat gegenüber den anderen bereits getesteten Netzteilen behaupten kann, steht nachfolgend ausführlich beschrieben.

Lieferumfang :
Das Elan Vital Greenerger 400 Watt Netzteil wird in einer optisch ansprechenden Verpackung geliefert, welche einen durchaus professionellen Eindruck hinterlässt. Auf der mehrfarbig bedruckten Faltkartonage befinden sich alle Spezifikationen und Features in englischer Sprache. Sogar an einen implementierten Tragegriff wurde gedacht. Im Inneren befindet sich das sauber separiert und zusätzlich in Luftpolsterfolie gehüllte Netzteil. Der Lieferumfang gestaltet sich wie bei Netzteilen im Allgemeinen üblich recht nüchtern und besteht aus dem obligatorischen Kaltgeräteanschlusskabel, 4 Gehäuseschrauben und einem kleinen aber dennoch ausführlichen User's Manual (deutsch/englisch).

Technische Daten :

  • Hersteller : Elan Vital
  • Typ : Greenerger 400 Watt
  • Layout : 120 mm Single-Fan
  • Power Factor Correction : aktiv
  • Größe : ca. B 150 x H 86 x T 140 mm
  • Gewicht : ca. 1.900 Gramm
  • Gesamtleistung : 400 Watt
  • Verkaufspreis : ca. EUR 99,00
  • Bezugsquelle : www.pc-icebox.de

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Details :
Aus optischer Hinsicht steht das Netzteil dem durch die Verpackung vermittelten Eindruck in keiner Weise nach. Die matt-schwarz und etwas rauhe Lackierung wirkt zusammen mit dem goldenen Lüftergitter und Potentiometer sehr edel aber dennoch schlicht. Mit einem Gesamtgewicht von 2,5 kg lässt das Elan Vital Greenerger auf ein gefülltes Innenleben schließen. Zunächst fällt die hochwertig und sauber verarbeitete Double-Layer Platine aus eigener Herstellung auf, welche mit etwas größeren Kühlkörpern als üblich bestückt ist. Die Verarbeitung ist innen wie außen von sehr guter Qualität. Trotz enger Packdichte, wirkt das Innenleben des Netzteils sauber und aufgeräumt. Der 120 mm Lüfter kommt aus China und trägt die Bezeichnung Everflow R121225BU. Er ist mittels 2-Pin Stecker mit der Regelplatine verbunden und kann im Falle eines Defekts schnell und bequem ausgetauscht werden. Das Gros der Anwenderschaft wird sich wohl für den SSM (Super Silent Mode) entscheiden. In diesem Modus steht der Lüfter des Netzteils zu 99% der Betriebszeit still. Nur kurz und leise schaltet er sich zu, um die Elektronik des Netzteils zu kühlen. Je nach Auslastung und Systemtemperatur variiert der Intervall der Lüftereinsätze. Über einen stufenlosen Poti lässt sich die Drehzahl des Lüfters jedoch auch manuell zwischen 1.000 bis 2.500 U/min einstellen. Für den Fall, dass das Netzteil zu heiß wird, regelt sich der Lüfter über den Thermosensor automatisch nach. Hier reicht die Bandbreite von leisem Betrieb und ausreichender Kühlung bis zum lautstarken Betrieb mit überdurchschnittlicher Kühlung. Was Geräusch und Kühlleistung betrifft, zeigt sich das Netzteil sehr flexibel. Ein weiteres Highlight dürfte die lange Garantiezeit von 45 Monaten sein. Dies lässt auf ein auf Herz und Nieren getestetes Produkt schließen und schafft Vertrauen seitens der Käuferschaft. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem ausreichend lang und teils ummantelten Kabelstrang-Satz auf. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 60 cm (20-Pin ATX Anschluss), 1 x Kabelstrang 80 cm (2 x S-ATA Anschluss), 1 x Kabelstrang 60 cm (4-poliger 12 Volt P4 Anschluss), 1 x Kabelstrang 60 cm (Secondary Power), 1 x Kabelstrang 115 cm (3 x 5 ¼" Anschluss & 1 x 3 ½" Anschluss), 1 x Kabelstrang 60 cm (4-poliger VGA Stecker) und 1 x Kabelstrang 100 cm (3 x 5 ¼" Anschluss).

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Spannungsstabilität :
Gäbe es keine Vorgaben und Toleranzen, an welche sich die Hersteller von Computer Komponenten gemäß aktueller ATX Norm halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Wenn man bedenkt, aus wie vielen Bauteilen ein PC-System besteht, erscheint dies auch äußerst sinnvoll. Besonders bei Netzteilen würde sich eine Abweichung folgeschwer auf alle zu versorgenden Komponenten auswirken. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominateste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporatisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.

Allgemein gilt, dass bei der Verwendung eines AMD System großer Wert auf eine stabile und stark ausgelegte +5,0 Volt Leitung gelegt werden sollte. Zeigen Netzteile unter Volllast hier einen massiven Spannungseinbruch auf, kann dies leicht zu Systeminkompatibilitäten und Abstürzen führen. Bei einem Intel System ist hingegen ein Netzteil mit einer stark ausgelegten +12,0 Volt Leitung zu empfehlen.

Das Elan Vital Greenerger 400 Watt Netzteil erlaubte sich während der gesamten Testphase keinerlei Patzer, in Form von Schwankungen oder gar Einbrüchen der relevanten Spannungsleitungen. Selbst von häufigen Lastwechseln lies sich das Netzteil nicht beeindrucken und glänzte mit stabilen Spannungswerten. Bis auf den etwas niedrigen aber noch unbedenktlichen Wert der 12 Volt Leitung, lagen alle Werte im grünen Bereich.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.

Kühlleistung :
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die zum Großteil mit einem einzigen, niedrig drehenden 80mm Lüfter ausgerüsteten Modelle stoßen dabei an ihre Grenzen. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 Cfm, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteil im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.

Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem speziell für Silent Kühler konzipierten System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne einen empfohlenen, einblasenden, aktiven Gehäuselüfter. Lediglich mit einem Ultra-Silent Kühler ausgerüstet, muss das Netzteil seine Kühleigenschaften unter Beweis stellen. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils eine Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Prozessorauslastung - und eine weitere Stunde im simulierten Volllast Betrieb durch das Programm Prime 95. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 85°C ernsthafte Instabilitäten.

Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.

Langzeittests brachten in der Folge allerdings auch neue Erfahrungen mit sich. Im Falle von modifizierten Silent Single-Lüfter Netzteilen gab es diverse Ausfälle oder Störungen. Vereinzelt waren Totalausfälle durch vertrocknete Kondensatoren festzustellen. Ursächlich ist dies auf zu geringe Kühlung zurückzuführen bzw. die Kondensatoren sind dauerhaft für die höhere Wärmebelastung nicht ausgelegt.

Kühlleistungsseitig verhält sich das Elan Vital im Super Silent Mode (SSM) ähnlich wie ein passiv gekühltes Netzteil. Nur das sich bei einer bestimmten Kühlkörpertemperatur der Lüfter kurz und leise zuschaltet. Es ist von mehreren Paramentern abhängig, wie lang diese "Auszeit" andauert. Hier spielen die Gehäusebelüftung, die Umgebungstemperatur und der Auslastungsgrad die wichtigsten Rollen. Der Hersteller gibt die Lüfter-Downtime mit bis zu 99% an. In der Praxis läuft der Lüfter im Optimalfall gar nicht an bzw. maximal zwei Minuten pro Stunde. Bei unserem Testrechner lief der Lüfter bei 57,0°C Kühlkörpertemperatur nach 50 Minuten für gut eine Minute an. Dazu ist allerdings zu sagen, dass der Rechner unter Volllast betrieben wurde und keine Gehäuselüfter montiert waren. In herkömmlich aufgebauten Systemen, dürfte sich die Downtime wesentlich länger darstellen bzw. im Glücksfall der Lüfter komplett aus bleiben. Des Weiteren hat man neben dem soeben beschriebenen Super Silent Mode (SSM) auch die Möglichkeit selbst Einfluss auf die Drehzahl des Lüfters zu nehmen. Die Kühlleistung reicht von gut (Einstellung Low ca. 1.000 U/min) bis herausragend (Einstellung High ca. 2.500 U/min). Dieser Modus wird allerdings in Abhängigkeit der Temperatur von einer Regelung überwacht, welche gegebenenfalls die Drehzahl automatisch nach oben hin anpasst. Deshalb auch der gemessene Unterschied zwischen Idle- und Load-Betrieb.

Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.


* niedrigste Lüftereinstellung                                                                                                                  

Geräuschmessung :
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.

Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquellen lediglich ein Ultra-Silent Kühler und eine entkoppelte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflussen. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, arbeitsplatzkonformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.

Geräuschseitig musiziert das Elan Vital Greenerger auf niedrigster Einstellung mit 26 dB(A) angenehm leise. Nach mehrstündiger Volllast steigt der Geräuschpegel bis knapp auf 28 dB(A) an, was auf eine temperaturabhängige Regelung schließen lässt. Wer den Poti komplett aufdreht, erzielt zwar eine enorme Kühlleistung, wird aber mit einem Schallpegel von 42 dB(A) bestraft. Der interessante Super Silent Mode (SSM) ermöglicht ein sehr entspanntes Arbeiten bei 0 dB(A). Die teils üblichen Nebengeräusch der Elektronik, wie Summen, Brummen oder Fiepen, konnten nicht festgestellt werden. Wenn sich der Lüfter einschaltet, steigt der Schallpegel zwar auf angenehme 26 dB(A) an, verstummt aber nach kurzer Zeit wieder. Bei genauem Hinhören offeriert der Everflow Lüfter leicht Surrgeräusche, welche aber bei einer Downtime von bis zu 99% nicht weiter ins Gewicht fallen.

Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.


* niedrigste Lüftereinstellung                                                                                                                  

Testrechner :

  • Mainboard : Epox 8K3A+ ( passiv )
  • Prozessor : AMD Athlon XP 2200+ Thoroughbred A ( 67.9 Watt )
  • Kühler : MR Variokühler AX-7 Dirkvader-Edition ( Papst 8412 N/2GL, schwingend gelagert )
  • Kontaktmittel : Cooler Master Premium Compound ( by Shin Etsu )
  • Arbeitsspeicher : 512 MByte Corsair XMS-3000 CL2
  • Grafikkarte : Hercules Prophet Radeon 9700 Pro ( passiv, Zalman ZM80A-HP )
  • Festplatte : Samsung SV0802N ( A Conto No Vibes III )
  • Gehäuse : Chieftec CS-601 ( Stahlblech, geschlossen )
  • Gehäuseventilation : passiv ( keine Gehäuseüfter )
  • Laufwerke : 48-fach Lite-On CD Brenner, 16-fach Lite-On DVD, TEAC Floppy Disk
  • Datenträgerverbindung : Rounded Silver Cable
  • Betriebssystem : MS Windows 98 SE ( ohne ACPI )
  • Software : Motherboard Monitor, Prime 95
  • Zimmertemperatur : 19,0°C ( Abweichung < 0,5°C )

Fazit :
Das Elan Vital Greenerger 400 Watt Netzteil dürfte für viele Anwender eine interessante Alternative gegenüber herkömmlichen Silent Netzteilen darstellen. Bei der Zusammenstellung eines leisen Systems wurden bislang entweder besonders leise Netzteile mit 120 mm Lüfter oder eben lüfterlose Netzteile verwendet. Das teilpassive Elan Vital Greenerger bietet eine gelungene Mischung aus beidem. Ganz neu ist das Funktionsprinzip allerdings nicht. Vom Ansatz her ist es mit dem bereits vor einigen Jahren getesteten Engelking AP2-6300SFC-A vergleichbar. Das Netzteil läuft bis zu einer bestimmten Temperatur komplett lautlos. Dann schaltet sich der Lüfter kurz ein, um die Elektronik bis zu einer gewissen Temperatur herunter zu kühlen und anschließend verstummt es wieder. Je nach Auslastung und Systemtemperatur bekommt man den Lüfter des Netzteils entweder gar nicht zu hören, oder man nimmt die seltenen Lüftereinsätze wenn als angenehm wahr. Abgesehen vom soeben beschriebenen Super Silent Mode, lässt sich die Geschwindigkeit des Lüfters auch manuell den eigenen Wünschen entsprechend anpassen. Hier reicht die Bandbreite des Schallpegels von leisen 26,0 dB(A) bis lautstarken 42,5 dB(A). Doch Elan Vital legt dem Greenerger noch ein paar weitere interessante Ausstattungsmerkmale in die Wiege. So verfügt das 400 Watt starke Netzteil nicht nur über aktive Leistungsfaktor-Korrektur und eine reiche Anzahl von Schutzschaltungen, sondern wartet zu dem mit einer überdurchschnittlichen Effizienz von mehr als 80% auf. Die hohe Effizienz soll zu einem bis zu 32% geringerem Stromverbrauch führen. Als kleines Bonbon legt der Hersteller noch einen oben drauf und gewährt ganze 45 Monate Garantie. Da wird wohl jeder Anwender ohne sich Sorgen machen zu müssen den SSM-Modus wählen. Ganz nebenbei verfügt das Netzteil über eine sehr stabile Spannungsversorgung mit zwei unabhängigen 12 Volt Schaltkreisen. Bis auf die Spannung der 12 Volt Leitung, lagen alle ermittelten Werte vorbildlich nah am Soll, was sich auch bei Lastwechsel nicht änderte. Als eines von wenigen Netzteilen, verfügt das Elan Vital Greenerger über eine hochwertige Platine aus eigener Herstellung. Auch optisch weiß der Energiesparer zu überzeugen. Trotz schlichtem Design mit matt-schwarzer Lackierung und goldenen Applikationen, wirkt es edel und chic. Aufgrund der gebotenen Leistung und den gerechtfertigten Kaufpreis von EUR 99,00 ist ein Kauftipp Pflicht. Das Elan Vital Greenerger ist insbesondere im Super Silent Modus eine klare Bereicherung im Segment der leisen Netzteile. Ob es einem aktiv oder passiv gekühlten Netzteil vorzuziehen ist, bleibt jedoch Auslegungssache.

Danksagung :
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt dem Geschäftsführer von PC-Icebox - Herrn Andreas Oertel.

Links zum Thema :
Elan Vital [ Hersteller ]
PC-Icebox [ Vertrieb ]

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