EKL 20704001030 Review

EKL 20704001030

Vorwort:
Dieses Modell aus dem Hause EKL ist nicht als normaler Kühler einzustufen, denn er gehört zur Gruppe der Silent-Cooler. Die Zielgruppe Overclocker hat EKL mit diesem Boliden nicht im Visier, sondern die Klientel, die sich ein möglichst ruhiges Umfeld schaffen möchte. Wir testen den EKL nicht etwa auf einem 1,2 oder 1,4 GHz Prozessor, sondern auf einem mit 1,0 GHz. Grund hierfür ist ganz einfach: Der Lüfter des EKL würde bei solchen Prozessoren auf vollen Touren laufen und wäre somit auch nicht viel leiser als ein herkömmliches Modell. Die Vorzüge der temperaturabhängigen Lüftersteuerung würden quasi gar nicht zum Tragen kommen. Einzig und allein die aufgeklebte Lüftersteuerung, verleiht dem Kühler einen etwas ungewöhnlichen Look. Bei der Architektur des Kühlkörpers, wurde das Rad jedenfalls nicht neu erfunden. Er besteht aus Aluminium und weißt einbaufreundliche Dimensionen auf. Der Single-Clip macht einen recht spärlichen Eindruck, aber das wollen wir uns erst unter dem Punkt Montage genauer ansehen.

Spezifikationen:

  • Lüftergröße: 60 x 60 x 15 mm
  • Kühlkörpergröße: 80 x 52 x 38 mm
  • Gesamtgröße: 80 x 52 x 53 mm
  • Drehzahl: 2500 - 3900 U/min
  • Luftfördermenge: 17 cfm ( 29 m³/h )
  • Geräuschentwicklung: 33,6 - 42,4 dB
  • Sockelbefestigung: Single-Clip
  • Gewicht Lüfter & Steuerung: 30 g
  • Kühlkörpergewicht: 230 g
  • Gesamtgewicht: 260 g

Lieferumfang:
Bei diesem Modell finden wir bauartbedingt ein paar mehr Utensilien als sonst vor. Die Verpackung enthält den Papst-Lüfter bestückten Single-Clip Kühler, der auf der Unterseite mit einem Wärmeleitpad und auf der oberen Seite mit der Lüftersteuerung beklebt ist. Ein dreipoliges Anschlußkabel mit Molex-Buchse ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Auf der Lüftersteuerung befindet sich ein Jumper, mit dem je nach CPU-Typ ' Intel ' oder ' AMD ' selektiert werden kann. Die in deutsch und englischer Sprache gehaltene Anleitung , ist leicht verständlich und rundet das Paket ab.

Vorbereitungen und Montage:
Um dem Kühler die gleichen Voraussetzungen, wie bei den bereits anderen getesteten Modellen zu verschaffen, entfernen wir wieder das serienmäßige Wärmeleitpad und modifizieren den Kühlkörper mit Arctic Silver II Wärmeleitpaste. Als Testsystem wird wieder unser Elitegroup K7S5A bestückter Suntek-Midi-Tower fungieren. Die eigentliche Montage geht relativ einfach von der Hand, obwohl sich der billige Single-Clip etwas sträubt und ohne Breit-Schlitz-Schraubendreher nur von einem Bodybuilder montiert werden könnte. Bei einem Preis von ca. 90.- DM hätte man hier auf einen besseren Clip zurück greifen können.

Performance:
Das dieser Kühler nicht auf Top-Performance, sondern auf minimale Geräuschkulisse ausgelegt ist, erwähnte ich bereits am Anfang. Nichtsdestotrotz, muss der EKL die gleiche Prozedur, wie bei allen anderen Kühlertests über sich ergehen lassen. Kurz nach dem Einschalten, läuft der EKL mit kaum hörbaren 2500 U/min, bei 31 °C Prozessor-Temperatur. Nach einer Stunde Windows Leerlauf, hat sich die Drehzahl auf 2986 U/min und die Prozessortemperatur auf 44 °C erhöht. An der Lautstärke, hat sich immer noch nichts wesentliches geändert. Nun bin ich gespannt, wie es unter Volllast aussieht und starte hierzu das Programm Prime 95. Der Prozessor pendelt sich bei 52 °C ein und der Lüfter ist trotz 3214 U/min angenehm leise geblieben. Man muss schon genau hinhören, um das Lüftergeräusch wahrzunehmen, denn dieses ist sogar ruhiger, als das unseres Netzteils. Die Temperaturwerte sind zwar keine Sensation, allerdings sollte man die Relation der erzeugten Geräuschkulisse dazu in Betracht ziehen, welche die eigentlichen Vorzüge dieses Kühlers ausmachen.

Testsystem:

  • Gehäuse: Suntek Midi-Tower
  • Gehäusekühlung: keine
  • Netzteil: Suntek 300 Watt
  • Motherboard: ECS Elitegroup K7S5A
  • Prozessor: AMD Athlon 1,0 GHz Typ B
  • Betriebssystem: Windows 2000 Professional
  • Software: Prime 95, Motherboard Monitor 5.1
  • Zimmertemperatur: min. 19,1 ° C / max. 20,9 ° C

Fazit:
In der Grafik sieht man schön, wie die temperaturabhängige Lüftersteuerung arbeitet. So läuft der Lüfter immer nur so schnell, wie es gerade nötigt ist. Der EKL-Kühler ist sehr geeignet für Leute mit empfindlichen Ohren, wenn diese nicht mehr als 1,0 GHz befeuern wollen. Denn bis hier hin, kann die Steuerung noch sinn- und wirkungsvoll arbeiten. Einen 1,2 GHz Prozessor, würde dieses Modell sicherlich auch ausreichend kühlen, nur dann wäre es mit der 'Ruhe' auch nicht besser bestellt, als mit einem herkömmlichen Modell. Trotz der guten Verarbeitung des Kühlers, scheint mir der Preis von 90.- DM etwas überhöht. Schluss-Fazit: Wer großen Wert auf ein leises Umfeld legt und nicht mehr als einen 1,0 GHz Prozessor kühlen muß, ist mit diesem Modell sicherlich gut bedient. Für Overclocker und Prozessoren ab 1,3 GHz ist der EKL jedoch meiner Meinung nach nicht geeignet.

Danksagung:
Ich bedanke mich bei Herrn Ruoff / MR Computertechnik GmbH für die Musterbereitstellung.

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