Antec TruePower Trio 430W Review

Antec TruePower Trio 430W

Netzteil Großansicht

Vorwort:
Mit innovativen Produkten wie beispielsweise dem P180 Gehäuse hat sich der Hersteller Antec längst einen Platz im Herzen vieler Silencer gesichert. Damit kommt auch der jenige zu einem durchdachten Silent-Gehäuse, der nicht mit Bohrmaschine, Stichsäge oder Dremel umgehen kann. Das zweite Standbein des Herstellers ist die Produktion von hochwertigen Netzteilen, womit ebenfalls ein nicht unbedeutender Marktanteil abgedeckt wird. In Silencer-Kreisen werden Netzteile von Antec bislang aber selten gehandelt. Hier steht nach wie vor Seasonic mit verschiedenen Modellen wie ein Felsen in der Brandung. Mit Antec's neuester Netzteilgeneration "TruePower Trio" könnte sich dies jedoch ändern und ein frischer Wind ins Haus wehen. Etwas Konkurrenz soll ja bekanntlich nicht schaden und profitieren dürfte letztendlich der Kunde. Mit drei voneinander unabhängigen +12V Ausgangsschienen sollen die neuen Stromspender für eine ausgeglichene Spannungsverteilung und damit ein extrem stabiles System sorgen. Es werden drei unterschiedlich stark ausgelegte Varianten mit 430 Watt, 550 Watt und 650 Watt angeboten. Je nach verwendeter Plattform bieten sie damit genügend Leistung für die modernsten und anspruchsvollsten Komponenten. Systeme mit zwei Hauptprozessoren, zwei Grafikkarten und praktisch alle sonstigen innovativen Komponenten sollen kein Problem darstellen. Der Wirkungsgrad wird mit bis zu 85% angegeben, womit auf der wirtschaftliche Aspekt nicht zu kurz kommt. Die Netzteile sind je nach Watt-Leistung in der Preisklasse zwischen 92,- und 146,- Euro (unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers inkl. MwSt.) erhältlich. Das heute auf dem Prüfstand stehende Modell wird bei Geizhals schon für ca. EUR 69,90 angeboten. Inwiefern sich das Antec TruePower Trio 430 Watt gegenüber den anderen 21 Testkandidaten behaupten kann, zeigt der folgende Praxistest auf.

Lieferumfang:
Die Verpackung des Antec TruePower Trio 430 Watt ist sehr schick und mit 23 x 11 x 21 cm auch recht kompakt bemessen, was sich letztendlich positiv auf die Versandkosten auswirkt. Durch eine Art Eierschachtelkonstruktion ist das Netzteil im Inneren der Schachtel sicher vor etwaigen Transportschäden aufgehoben. Der Faktor Umweltschutz kommt dabei auch nicht zu kurz. Als Zubehör findet der Käufer lediglich das obligatorische Kaltgeräte-Anschlusskabel und 4 Gehäuseschrauben vor. Die 13-seitige Bedienungsanleitung enthält leider nur zwei der Heimatsprache entsprechenden Seiten. Unterm Strich ist der Lieferumfang zwar etwas mager, entspricht in diesem Preis-Segment aber gerade noch den Erwartungen.

Technische Daten:

  • Hersteller: Antec
  • Modell: TruePower Trio 430 Watt (TP3-430)
  • Layout: 120 mm Single-Fan
  • Standards: ATX12V 2.2
  • Blindstromkompensation (PFC): aktiv
  • Gesamtleistung: 430 Watt
  • Größe: (B) 150 x (H) 86 x (T) 140 mm
  • Gewicht: 1.810 Gramm
  • Verkaufspreis (EUR): ca. 69,90
  • Bezugsquelle: www.antec.com
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Details:
Das Antec TruePower Trio 430 Watt kann aus optischer Hinsicht keine neuen Akzente setzen. Es entspricht weitgehend dem Standard. Ein goldenes Lüfterschutzgitter ist alles, was das schlichte Stahlblechkleid ziert. Als ob man bewusst auf die inneren Werte des Netzteils verweisen möchte. Ein klitzekleines Manko fällt dem Betrachter jedoch gleich ins Auge. Entgegen dem Gros aller Netzteile, haben die Luftaustrittsöffnungen des Antec T3-430 eine quadratische Form mit relativ stark bemessenen Zwischenstreben. Inwiefern sich dies negativ auf den Luftstrom auswirkt, wird die Temperatur- und Geräuschmessung aufzeigen. Eine Bienenwabenstruktur wäre hier vermutlich von Vorteil. Nach dem Öffnen des Netzteils kommt ein super aufgeräumtes Platinenlayout zum Vorschein. Die nötige Kühlkapazität wird von zwei durchschnittlich groß bemessenen Kühlkörpern einfacher Bauart zur Verfügung gestellt. Ein 120 mm Adda Lüfter mit der Bezeichnung AD1212HB-A73GL übernimmt den Part der Frischluftzufuhr. Er kann im Falle eines Defekts relativ einfach ersetzt werden, da er mittels 2-Pin Anschluss mit der Elektronik verbunden ist und nicht wie bei vielen Billigprodukten erst ausgelötet werden muss. Die Drehzahl des Lüfters kann über die integrierte Tachosignalleitung ausgelesen werden. Unter unseren Testbedingungen lief der Lüfter mit einer Betriebsspannung von ca. 4,3V. Mit selbiger Spannung wird auch der Fan-Only Kabelstrang gespeist, an welchem zwei 4-polige 5 1/2" Stecker angebracht sind. Die Verarbeitung des Prüflings ist tadellos. Im Gegensatz zum schlichten Äußeren, darf die Elektronik des Antec TruePower Trio 430 Watt schon fast als überdurchschnittlich bezeichnet werden. Wie es das Anhängsel "Trio" bereits vermuten lässt, wartet das Netzteil mit drei voneinander unabhängigen +12V Spannungsleitungen auf. Im Zusammenspiel mit dedizierten Ausgängen sollen sie für eine stabile Leistung, mehr Sicherheit und weniger Brummen/Rauschen sorgen. Das 430 Watt starke Netzteil wartet selbstverständlich mit einer aktiven Blindstrom-kompensation (PFC) auf und entspricht dem ATX12V 2.2 Standard. Der Wirkungsgrad wird mit bis zu 85% angegeben. Weitere technische Details können beim Hersteller abgerufen werden. Was die Garantie betrifft, gewährt Antec 3 Jahre auf sein Produkt, was bei Premium-Herstellern allerdings schon fast gängig ist. Ausstattungsseitig wartet das Netzteil mit einem ausreichend lang bemessenen und teils ummantelten Kabelstrangsatz auf. Die Kontaktpins der Anschluss-Stecker sind vergoldet, um eine optimale Leitfähigkeit zu gewährleisten. Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen zur Verfügung: 1 x Kabelstrang 54 cm (20/24-Pin ATX Stecker), 1 x Kabelstrang 54 cm (4-Pin 12 Volt Mainboard Stecker), 1 x Kabelstrang 94 cm (3 x 5 1/4" Stecker, 1 x 3 1/2" Stecker), 1 x Kabelstrang 80 cm (3 x 5 1/4" Stecker), 2 x Kabelstrang 62 cm (je 2 x S-ATA Stecker), 1 x Kabelstrang 50 cm (6-Pin PCI-Express Stecker), 1 Kabelstrang 43 cm (2 x 5 1/4" Fan-Only Stecker) und eine 62 cm lange Tachosignalleitung.

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Leistungsaufnahme:
Um zu ermitteln wie sich die Testkandidaten aus ökonomischer Sicht verhalten, wird deren Leistungsaufnahme in allen drei Betriebsarten ermittelt: Im Standby-Betrieb (herunter gefahrenes System), im Leerlauf (hochgefahrenes Betriebsystem, keine Aktivitäten) und unter Volllast (volle Systembelastung). Die maximale Auslastung des Systems wird durch den gleichzeitigen Betrieb der beiden Programme Prime95 und 3DMark2003 erreicht. Als Messmittel kommt der bekannte Energy Monitor 3000 von Voltcraft zum Einsatz (EUR 39,95). Für den Hausgebrauch kann auch der deutlich günstigere Energy Check 3000 (EUR 19,95) bei Conrad erworben werden. Es wird der Stromverbrauch des gesamten Systems, bestehend aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Festplatte und DVD-Laufwerk ermittelt. Da den Prüflingen in der Regel unterschiedliche (Querschnitt, Qualität) Kaltgeräteanschlusskabel beigelegt werden, verwenden wir als Referenz das aus dem HiFi-Bereich bekannte Serie 3 Kabel (EUR 50,00) aus dem Hause Groneberg.

Die aus der Tabelle hervorgehenden Differenzen stellen sich relativ gravierend dar. Durch das hohe Einsparungspotential erscheint diese Rubrik äußerst sinnvoll und zeitgemäß. Nehmen wir einmal an, wir betreiben ein ganzes Jahr lang (8760h) ein Netzteil mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 150W (Volllast). Dieses wird dann durch ein hoch effizientes Modell mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 100W (Volllast) ersetzt. Bei einem Strompreis von 0,17 EUR/KWh entspräche dies einer Ersparnis von EUR 74,46/Jahr. In der Praxis dürften so große Differenzen (50W) bei Netzteilen aber kaum auftreten. Realistischer hingegen sind Unterschiede von ca. 25W, wodurch die Ersparnis immer noch EUR 37,23/Jahr beträgt. Es macht also durchaus Sinn, etwas mehr Geld für ein sparsameres Modell auszugeben. Ein Mehrpreis von EUR 10,00 wäre bei 25W geringerem Verbrauch bereits nach gut 3 Monaten amortisiert. Wer mehr als einen Rechner betreibt sollte sich genau überlegen, welches Netzteil er verwendet.

In der Kategorie Leistungsaufnahme kann das Antec TruePower Trio 430 Watt die ersten wichtigen Punkte sammeln. Im Standby-Betrieb liegt der Stromverbrauch mit gemessenen 1,9 Watt sehr niedrig (Referenzwert 1,4 Watt). Auch im Idle- und Load-Betrieb offeriert der Prüfling mit 76,0 bzw. 121,0 Watt respektable Verbrauchswerte. Im sehr eng beieinander liegenden Spitzenfeld reicht es dann in der Summe leider nur für einen guten 7. Platz, auch wenn sich die Ergebnisse teils ausgewogener darstellen als beim sechstplazierten Kandidat.

Spannungsstabilität:
Wenn sich die Hersteller von Computer-Hardware nicht an eng tolerierte Normen halten müssten, wäre an ein stabiles System kaum zu denken. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt aus wie vielen Komponenten ein herkömmliches PC-System besteht. Deshalb wird geprüft, ob sich alle relevanten Spannungen innerhalb der Toleranzen nach ATX-Spezifikation bewegen. Dazu läuft der komplette Testrechner jeweils mehrere Stunden im Leerlauf und unter simulierter Volllast mittels Prime 95. Gleichzeitig werden alle Spannungswerte in Abständen von 5 Sekunden in einem Logfile gespeichert, welcher anschließend ausgewertet wird. Mit Hilfe des Logfiles lässt sich schnell feststellen, ob Schwankungen während des gesamten Betriebs aufgetreten sind. In der Tabelle wurde der jeweils dominanteste bzw. bei Spannungseinbrüchen kritischste Wert hinterlegt. Um die Richtigkeit der offerierten Messergebnisse zu überprüfen, wurden während des Betriebes sporadisch Messungen mit einem Multimeter direkt am ATX Stecker des Mainboards vorgenommen.

Auch in Punkto Spannungsstabilität zeigt sich das Antec TruePower Trio 430 Watt von einer guten Seite. Es durchlief die mehrstündigen Lasttests ohne jegliche Probleme aufzuzeigen. Die Spannungen verhielten sich im Idle (Leerlauf) sowie im Load (Volllast) Betrieb im grünen Bereich und bewegten sich mit Ausnahme der +12V Leitung sehr nah am Sollwert. Die Auswertung der Logfiles zeigte keinen Einbruch der Spannungsleitungen auf. Die typischen bzw. durchschnittlichen Werte der relevanten Spannungsleitungen im Idle- und Load-Betrieb finden sich in der unten stehenden Tabelle aufgeführt. Die Extremwerte (Minimum/Maximum) verhielten sich mit 3.28 - 3.30V, 5.05 - 5.08V und 12.37 - 12,37V deutlich in der zulässigen Toleranz. Mit dieser Performance ist das Antec TruePower Trio 430 Watt dem Referenznetzteil dieser Kategorie - dem Silverstone ST60F - dich auf den Fersen.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die hier gemessenen Werte je nach verwendeter Plattform und Leistungsforderungen der jeweilig verbauten Komponenten hiervon abweichen können. Messtoleranzen sind wie allgemein gegeben obligatorisch.

Kühlleistung:
Das allgemein bekannte Problem von Silent Netzteilen ist deren vermeintlich schwache Kühlleistung. In der Regel gilt, je leiser das Netzteil ist, desto weniger Luft wird gefördert. Die laut ATX-Spezifikation empfohlene Fördermenge von 25 bis 35 CFM, wird hierbei oftmals deutlich unterschritten. Man sollte sich daher vor dem Kauf eines Netzteils im Klaren sein, welche Ergebnisse man erzielen will. Das leiseste Ultra-Silent Netzteil kann sich als Fehlkauf heraus stellen, wenn zusätzliche Gehäuselüfter benötigt werden, um einen stabilen Betrieb des Komplettsystems zu gewährleisten.

Um die Kühlleistung des Netzteils zu ermitteln, wird dieses in einem geschlossenen Silent-System betrieben. Entgegen der ATX Norm und zwar ohne jegliche Gehäuselüfter. Die hinteren Lüftungsöffnungen wurden außerdem verschlossen, damit das Netzteil nur die Luft aus dem Frontbereich ansaugen kann. Verschärfte Bedingungen werden dem Netzteil auch durch die zu kühlenden Passivkühler des Prozessors und der Grafikkarte gestellt. Bei exakt 20°C Zimmertemperatur läuft der Testrechner jeweils mehrere Stunde lang im Windows Leerlauf - keine Auslastung - und im simulierten Volllastbetrieb durch die Programme Prime95 und 3DMark2003. Die zum Test verwendete Plattform liest über die interne Prozessordiode eine sehr realistische Kerntemperatur aus und offeriert somit erst jenseits von 75°C ernsthafte Instabilitäten.

Neben der Prozessortemperatur und der weniger aussagekräftigen Systemtemperatur wird zusätzlich die Temperatur der aus dem Netzteil austretenden Abluft gemessen. Hierzu kommt ein Beckmann & Egle Labormessfühler und ein Lutron Digital Thermometer zum Einsatz. Dieser Wert soll aufzeigen wie es um die Eigentemperaturentwicklung und Effizienz des Netzteils bestellt ist. Zudem lässt er spekulativ eine Tendenz in Punkto Lebensdauer erkennen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer langen Lebensdauer bei niedrigeren Ablufttemperaturen theoretisch höher sein müsste, kann sich diese These unter Umständen bei manchen Modellen anders darstellen. Denn eine hohe Ablufttemperatur kann auch ein Indiz dafür sein, dass die Wärme der Bauteile besonders effektiv abgeführt wird und sich nicht durch undichte Stellen wieder ins Gehäuseinnere bewegt. Daher wird dieser Temperaturwert neben der Systemtemperatur in der Tabelle weniger hoch gewichtet als die Prozessortemperatur.

Mit einer in etwa dem Seasonic S12-430 entsprechenden Kühlleistung, reicht es leider nur für die Note "befriedigend". In Relation zum Betriebsgeräusch ist die Kühlleistung jedoch in Ordnung. Irgendwo lassen sich physikalische Grundsätze eben nicht aushebeln. Jedoch hätte das Antec TruePower Trio 430 Watt vermutlich in beiden Disziplinen mit minimal besseren Ergebnissen aufgewartet, wäre da nicht dieses "Kästchendenken". Denn die Natur gibt ein deutlich besseres Layout für die Luftaustrittsöffnungen vor. Mit der mittlerweile üblichen Bienenwabenstruktur sinkt der Luftwiderstand deutlich, was sich positiv auf Temperatur und Geräusch auswirkt.

Die subjektive Bewertung der Kühlleistung bezieht sich auf ein ohne Gehäuselüfter betriebenes Komplettsystem.

Geräuschmessung:
Die Messung des A-bewerteten Schalldruckpegels wird vorwiegend zur Geräuschmessung eingesetzt. Unter Geräuschen werden nach DIN 1320 nicht zweckbestimmte Schallereignisse im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von etwa 16 Hz bis 16 kHz verstanden. Sie sind rein physikalisch erfassbar nach: Schalldruck, Frequenz, Dauer und Häufigkeit. Aus dieser Tatsache haben sich in der Praxis zwei Bewertungskriterien herausgebildet, die die frequenz- und zeitabhängige Funktion des Gehörs berücksichtigen: Frequenzabhängige Bewertung und zeitabhängige Bewertung. Für die frequenzabhängige Bewertung sind Bewertungskurven festgelegt. Die meistgebräuchliche zur Lärmmessung, die auch im Engelke Sweeper realisiert ist, ist die A-Bewertung.

Der Geräuschpegel wird nach praxisorientierten Maßstäben beurteilt. So wird der Schallpegel des gesamten Systems - bei geschlossenem Gehäuse - bewertet. Dazu wird ein spezieller Ultra-Silent Testrechner auf Basis des Chieftec CS-601 Towers eingesetzt, dessen andere Schallquelle lediglich eine entkoppelte und gedämmte Silent Harddisk sind, welche das Schallgeschehen des Netzteils nicht beeinflusst. Die bei der Geräuschmessung eingehaltenen, Arbeitsplatz konformen Abstände können der unten stehenden Messanordnung entnommen werden.

Als zusätzlicher Punkt wurde die Elektronik des Netzteils auf etwaige Störgeräusche überprüft. Das Netzteil wird hierzu im ausgebauten Zustand, sowohl im Leerlauf als auch unter Last betrieben. Die Aufnahme der Störgeräusche erfolgt mit geöffneten Deckel und abgeklemmten Lüfter/n. Die aus einem Abstand von ca. 10 cm erfassten Geräusche werden rein subjektiv beurteilt dargestellt.

Was die Kategorie Betriebsgeräusch betrifft, kann das Antec TruePower Trio 430 Watt zwar die Referenz nicht vom Thron stoßen, jedoch gefährlich nahe zu Leibe rücken. In dieser Region ist die Luft sehr dünn und die Spitzengruppe der aktiv gekühlten Netzteile liegt sehr end beieinander. Auch hier verrichtet der Lüfter aus dem Hause Adda hervorragende Dienste und zeichnet sich durch eine bestechende Neutralität aus. Kein Surren, kein Brummen, kein Rasseln; einfach Klasse! Luftaustrittsöffnungen in schlanker Bienenwabenform hätten den Luftwiderstand sicherlich reduziert, wovon das Betriebsgeräusch vermutlich profitiert hätte. Mit einem kaum wahrnehmbaren Schallpegel von durchschnittlich 25,1 dB(A) gehört das Antec TruePower Trio 430 Watt aber definitiv mit zur Crème de la Crème.

Die Elektronik des Prüflings ist fast frei von Störgeräuschen. Das Antec TruePower Trio 430 Watt würde sich – insofern es hier eine eigene Kategorie geben würde – unter den Top 3 platzieren. Im Idle-Betrieb (sehr geringe Auslastung) ist lediglich ein sehr filigranes Zierpen aus nächster Nähe (geöffneter Deckel, 10 cm Abstand) vernehmbar. Glücklicherweise nimmt dessen Intensität mit zunehmender Last bis hin zur Volllast nicht zu. Ab einem Abstand von ca. 50 cm ist definitiv nichts mehr zu hören.Die Störgeräusche werden bei unserem passiven Testrechner nach Arbeitsplatz konformen Abstand aber nicht mehr wahrgenommen. Die Referenz in dieser Kategorie stellt das Silverstone ST60F dar, welches als bislang einziges Netzteil im Testfeld überhaupt keine Störgeräusche offerierte.

Je nach Systemzusammenstellung - insbesondere in schlecht ventilierten Gehäusen - kann der Schallpegel bei temperaturgeregelten Netzteilen hiervon abweichen. Der jeweilig beschriebene Subjektiveindruck bezüglich der Geräuschcharakteristik versteht sich nach arbeitsplatzkonformen Abstand zum im Test verwendeten Komplettsystem.

Testrechner:

  • Mainboard: Asus A8V Deluxe Rev. 2 (passiv)
  • Prozessor: AMD Athlon 64 3000+ Winchester (Standardtakt)
  • Kühler: Scythe NCU-2005 (passiv)
  • Kontaktmittel: Silmore Wärmeleitpaste
  • Arbeitsspeicher: 2 x 512MB Geil DDR400 PC-3200 CL2.5
  • Grafikkarte: Hercules Prophet Radeon 9700 Pro (passiv @ Aerocool VM-101)
  • Festplatte: Samsung SV0802N (ichbinleise® HDD 20)
  • Gehäuse: Chieftec CS-601 (Aluminium, geschlossen)
  • Gehäuseventilation: passiv (keine Gehäuselüfter)
  • Laufwerke: NEC ND-1300A DVD-Brenner
  • Datenträgerverbindung: Rounded Silver Cable
  • Betriebssystem: MS Windows XP Professional SP2
  • Software: Motherboard Monitor, Prime 95, Asus PC Probe, 3DMark2003
  • Zimmertemperatur: 20,0°C (Abweichung < 0,5°C)

Fazit:
Das Antec TruePower Trio 430 Watt gehört zu der Sorte von Netzteilen, die man ruhigen Gewissens seinen Freunden empfehlen würde. Hier hat der Hersteller ein sehr stimmiges und ausgewogenes Paket geschnürt. Das Netzteil gab sich in keiner Disziplin die Blöße. Mit einem gemessenen Betriebsgeräusch von durchschnittlichen 25,1 dB(A) mischt der Proband ganz vorne mit und gehört damit zu den leisesten Netzteilen am Markt. Die Kühlleistung kann zwar absolut gesehen nur als befriedigend bezeichnet werden, in Relation zum Betriebsgeräusch haben die Ingenieure aber fast das Optimum herausgeholt. Ob ein etwas filigraneres Hecklayout in Bienenwabenform eventuell messbare Vorteile gebracht hätte bleibt ungeklärt. In der Kategorie Leistungsaufnahme zeigt sich das Antec TruePower Trio 430 Watt sehr ausgewogen und kann bis in die Spitzengruppe vordringen. Mit den angegebenen 85% Wirkungsgrad hat der Hersteller also nicht zu sehr geprotzt. Was die Spannungsstabilität betrifft, verhielt sich das Netzteil in allen Situationen sehr souverän und zeigte keinerlei Schwächen auf. Auch seine Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. Wenn man dem Netzteil überhaupt etwas anlasten kann, dann höchstens sein schlichtes Erscheinungsbild und den etwas mageren Lieferumfang. Angesichts der guten Messergebnisse kann dies den herausragenden Gesamteindruck jedoch nicht schmälern. Das Antec TruePower Trio 430 Watt Netzteil verdient sich ohne wenn und aber den Redaktionskauftipp.

Danksagung:
Besonderer Dank für die Bereitstellung des Testsamples gilt Antec Europe B.V.

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21.10.2006 [dl]